Email an Lewis Hamilton

Salü Lewis

Ich habe gelesen, dass du in den Kanton Schwyz ziehen möchtest. Gell, ich darf dich doch duzen. Zumal ich älter als du bin und bereits schon im Kanton Schwyz wohne.
Also: Ich bitte dich sogar drum, dass du in unseren Kanton ziehst. Denn dann würden unsere Steuern noch günstiger. Kimi Raikkönen wohnt bereits hier und ist meines Wissens voll des Lobes über unsere Gegend. Dank seinen Formel 1-Millionen ist der Steuersatz bereits beträchtlich gefallen. Er könnte noch mehr fallen, wenn du auch … ich möchte mich nicht wiederholen, entschuldige.

Nun gut. Von Schindellegi weg hinunter nach Pfäffikon hast du überall eine tolle Aussicht auf den Zürichsee. Dort kannst du im Sommer baden oder mit einer grossen Yacht rumtuckern. Im inneren Kantonsteil hat es wunderschöne Berge zum Bewandern und Beskifahren. Hier im Kanton Schwyz findest du deine Ruhe, die du in England nicht mehr mal in Toiletten hattest.
Sowas, sind die Engländer etwa etwas abartig geworden?

Wir wären auch mächtig stolz hier, denn dann hätten wir einen Formel 1-Weltmeister und einen Fast-Formel 1-Weltmeister. Einfach Hammer! Wenn neben dir noch zwei weitere Formel 1-Stars hierher ziehen würden, dann hättet ihr eine Vierer-Jassrunde. Und wir? Ach, ich getrau mich das fast nicht mehr zu schreiben. Du weisst schon, wegen unseren Steuern halt.

Aber die Vorzüge, die du hier vorfinden würdest, sind schon toll. Unsere Fussball-Nationalmannschaft trainiert auch regelmässig vor Länderspielen hier. Ihr könntet doch einander gegenseitig Autogramme schreiben.
Nur das mit der Formel 1-Rennstrecke hapert noch etwas. Der Ulrich vom Aargau ist da bereits schon dran. Nur trifft er immer noch auf ein paar Widerborstige, die keine solche Rennstrecke möchten. Kannst du das verstehen? Vielleicht kannst du dann mal mit denen sprechen, auf dich hören sie vielleicht eher als auf den Gaggo-bo-Ulrich. Leider würdest du hier in der Schweiz als Arbeitsloser gelten, da du mangels Rennstrecke deinen Beruf in unserem Land nicht ausüben darfst und kannst. Das willst du doch auch nicht, oder?

Auf jeden Fall würde ich mich sehr freuen, wenn du bald zu uns ziehen würdest. Jetzt wäre die Gelegenheit doch ideal. Momentan sind auch keine Rennen und du könntest in aller Ruhe zügeln. Dein Vater hilft dir sicher dabei.

Mit den besten Grüssen
feldwaldwiesenblogger

Impressionen vom Muotathaler Alpchäsmärcht 2007





Der Schreibende war auch dort, kaufte sich Alpkäse und ass Älplermagronen zu Mittag. Zudem schoss ich die obenstehenden Bilder mit meiner gestern gekauften Digitalkamera, einer Nikon Coolpix S500. Wirklich ein kleines herziges Teil, welches mich von nun an begleiten wird.
Ein Besuch an diesem Anlass lohnt sich alleweil. Die Organisatoren würden sagen: Auf Wiedersehen im nächsten Jahr.

feldwaldwiesenblogger

Micheline Calmy-Rey wurde nicht ins Hölloch gesperrt und die Winterprognosen der Muotathaler Wetterschmöcker

Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey stattete heute unserem Dorf Muotathal einen Besuch ab. Regierungsrat Alois Christen (sieht ein bisschen wie Ueli Maurer aus) hatte rund um die heurige 1. Augustfeier ein zu lockeres Mundwerk. Dabei erwähnte er, dass Micheline ins Hölloch gesperrt würde, wenn sie ins Thal käme. Dies konnten und wollten die Muotathaler natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Sie luden deshalb kurzerhand Frau Calmy-Rey ein. Diese nahm die Einladung dankend und ohne Furcht an.
Heute kam sie nun ins Muotathal und zusammen mit einigen Behörden-Vertretern stattete sie dem Hölloch einen Besuch ab. Und sieh an: Nach erfolgter Hölloch-Tour mit Apéro durfte sie die Höhle wieder verlassen.
Am gleichen Tag war sie noch beim zugleich stattfindenden Alpchäsmärcht anzutreffen (www.alpchäsmärcht.ch/). Gerüchten zufolge hat sie den gegessenen Fänz (Älpler-Festspeise) gut vertragen.

randgedanken: Es gibt scheints Leute, die behaupten, dass Bundesrätin Calmy-Rey Clown Dimitri ähnlich sehen soll. Wie die da bloss drauf kommen?

Gestern abend fand in Rothenthurm SZ die halbjährliche Versammlung der Muotathaler Wetterschmöcker statt. Dabei war zu vernehmen, dass es viel Schnee und einen kalten Winter geben soll.
Ich behaupte immer noch, dass niemand anders solange im voraus Wetterprognosen aufstellen kann, wie unsere sechs Wetterschmöcker. Thomas Bucheli und sein Team schaffen gerade jeweils mal fünf Tage.

Herzlichst!
feldwaldwiesenblogger

Ueli hat genug

Nach 11 Jahren der Arbeit als guter Hirte für seine Schäfchen, tritt Ueli nächstes Jahr ab. Nachfolgen wird garantiert Toni. Nein, nicht der Toni vom Züribiet, sondern der Toni vom Toggenburg.
Beschlossen haben dies Christoph I und Christoph II. Christoph II, bekannt als der Scharfmacher unter den Schäfchen (genannt „der Paprika-Professor“), hat kurz und kräftig überlegt. Als dann rief er Christoph I im Bundeshaus oben an und teilte ihm seinen Vorschlag mit. Dieser unterbrach kurz sein Schweigen und gab ihm grünes Licht, resp. natürlich für den immer lustigen Toni (genannt „der Watten-Redner“). So bekommen dann die Schäfchen den jungen Toni als Hirten.
Ueli hat also bald wieder mehr Zeit fürs Radfahren und Kochen. Es wird auch gemunkelt, dass er deshalb abtritt, weil er sich vor weiteren Spass-Tiraden vor Viktor fürchtet. Dieser wird wieder sein Unwesen unter den Schäfchen treiben, und zwar ab Ende Januar 2008. Nun wird Viktor (genannt „der Schäfchen-Ängstiger vom Leutschenbach“) einen wichtigen Spassfaktor verlieren. Wenn er wohl als nächsten dran nehmen wird? Einige Schäfchen zittern wohl jetzt schon und wollen sich deswegen eine dicke Wolle für zukünftige Spasswellen zulegen. Ulrich vom Aargau hat ja schon vor Jahren den Spass-Test bei Viktor einigermassen bestanden. Aber auch nur, weil er Viktor nach einem Heissgetränk namens „Gaggo“ mit Zusatz „bo“ umbenante. Hach, war das lustig!
Nun, Ueli, ich bin überzeugt, dass dir Christoph I viele neue Aufgaben übertragen wird. Da du dich ja nun mehr auf deine Arbeit in Bern konzentrieren möchtest, läuft ihr einander sicher mehr über den Weg. Vielleicht gebt ihr dann doch noch eure „versprochene“ Zeitung heraus. Nach deinen Aussagen solls sie ja schon fertig in jrgendeiner Schublade liegen. In der Schublade von Christoph I oder Christoph II? Öffnet doch diese Schublade und lasst uns teilhaben an euren Spässen.
Auf jeden Fall hoffe ich für Ueli, dass es dann noch ein zünftiges Hirten-Abschieds-Fest geben wird. Sekretär Gregor wird dabei sicher eine seiner vielen Fahnen schwingen und Christoph I wird dazu lauthals jodeln.

Jawohl!
feldwaldwiesenblogger

Email an Miss Schweiz

Betreff: Wahlen

Sehr geehrte Frau Amanda Ammann
Sind Sie vergangenes Wochenende auch wählen gegangen? Sie wundern sich sicher, wieso mich das interessiert. Der Grund ist einfach. Ich möchte einfach wissen, ob Sie sich im Parlament vertreten fühlen.
Die Frage könnte auch lauten: Werden die Schönen in unserem National- und Ständerat auch vertreten, oder genügend vertreten? Und zwar nicht betreffs der politischen Ausrichtung, sondern vielmehr des Aussehens wegen.
Frau Ammann, haben sie das Gefühl, dass es genügend schöne Menschen in Bundesbern hat? Denn das ist schon entscheidend, gibt es doch immer wieder Studien, die besagen, dass schönere Menschen erfolgreicher sind. Auch in der Politik?
Natürlich gibt es bei Politikerm auch andere Gesichtspunkte als die Schönheit, da müssen Sie mir sicher beipflichten.
Was nach den Wahlen auffiel, ist die Tatsache, dass das Parlament verjüngt und verfraut (darf man das so sagen?) wurde. D.h. dass demzufolge auch schönere Menschen nach Bern reisen werden. Oder etwa nicht?

Einen Vorschlag hätte ich zu dem Thema: Führen Sie doch einen Schönheits-Wettbewerb in unserem Parlament durch. Lassen Sie eine Fach-Jury (natürlich zusammen mit Ihnen) und das Volk die „Miss Parlamentarierin“ und den „Mister Parlamentarier“ wählen. Da es Parlamentarier-Skirennen und Parlamentarier-Fussballspiele gibt, ist es nun an der Zeit, dass es dort auch einen Schönheits-Wettbewerb gibt.

Allerdings: Wenn das Volk nur die Schönen nach Bern gewählt hätte, dann wären Sie jetzt garantiert auch im neuen Parlament vertreten. Wie würde dann das Parlament wohl aufgeteilt? Gäbe es fortan statt Parteien und Fraktionen verschiedene Schönheits-Kategorien, wie z.B. das schönste Lächeln, die weissesten Zähne, die blondesten Haare, die längsten Beine?
Und die zu behandelnden Themen: Gingen die von der Haarpflege hinunter bis zur Pedicure?
Ich wage zu behaupten, dass in solch einem Parlament der Frauenanteil bei 90% liegen würde. Wie wäre dann das mit der Emanzipation? Gleichstellung für Frauen und Männer?

Und: Ist die politische Ausrichtung eigentlich anhand einer Schönheitskategorie sofort erkennbar? Lange Beine stehen für … und blonde Haare für … !
Ich denke, ich erörtere das nicht mehr näher. Sonst heisst es noch, dass Politik auch unter die Gürtellinie gehen kann.

Ich freue mich auf eine Antwort von Ihnen.

Herzliche Grüsse
feldwaldwiesenblogger

USA: New York Times und Präsidentschaftswahlen

Da ich bei meinen Beobachtungen nicht nur die Schweiz unter die Lupe nehme, sondern auch die ganze Welt, bekommt diesmal die USA ihr Fett ab.
Sauer aufgestossen ist mir kürzlich die Berichterstattung der „New York Times“. Wie sie die dabei die Schweiz darstellte und über die Geschehnisse im Zusammenhang mit dem Wahlkampf berichtete, ist einfach der Gipfel. Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich will die erwähnten Themen in keinster Weise schönreden. Dass wir diesbezüglich Probleme zu lösen haben schleckt keine Geiss weg, dass verneint auch keine Partei, von links bis rechts nicht. Aber die Art und Weise, wie darüber mit Text und Bild geschrieben wurde, ist einfach typisch amerikanisch: Oberflächlich, die Tatsachen verzerrt, völlig überspitzt und teilweise einfach unwahr. So nach dem Motto: Wir nicht, die Anderen schon. Oder haben die USA etwa keine innenpolitischen Probleme? Ist alles in Butter dort? Eben! Aber ich darf mit Fug und Recht behaupten, dass die Medien hierzulande die Situation in den USA doch differenzierter darstellen, als einige Medienschaffende ennet dem Teich die unsere.
Wie wird das wohl nach der „Ära Bush“? Ohne ein grosser Prognostiker zu sein, darf man jetzt schon sagen, dass Hillary Clinton bei den Präsidentschaftswahlen Ende 2008 das Rennen machen könnte. Zu hoffen ist es wohl auch für die übrige Welt, denn mit ihr könnte die US-Politik wieder in gemässigtere Bahnen gelenkt werden. In der heutigen Ausgabe der SonntagsZeitung ist nachzulesen, dass sich einige Amerikaner wieder die guten alten Zeiten während der „Ärä Bill Clinton“ zurückwünschen. Der Wunsch könnte ihnen Ende 2008 in Erfüllung gehen. Ich erinnere mich selber noch gut, als „good old America“ keine anderen Probleme hatte, als die Affäre von Bill Clinton mit Monica Levinsky. Da werweisste die Presse tage-, ja wochenlang darüber ob sie’s nun getan haben im Oval Office, welche Praktiken und wie das nun zu nennen ist. Selbst ein US-Gericht befasste sich mit dem Thema. Wahrscheinlich alle mit einem Lächeln auf den Stockzähnen. Wahrlich, das waren noch Probleme, da war die Welt jrgendwie um einiges besser. Unter George W. Bush ging einiges den Bach hinunter, wurde eine extreme Aussenpolitik betrieben. Viel Goodwill in der Welt ging verloren, welche Clinton während seiner Amtszeit erreicht hatte.
Nun könnte also die Gattin zum Zuge kommen. Es ist zu hoffen, dass sie den (jetzt schon) sicher geglaubten Sieg nicht noch auf der Zielgeraden aus den Händen gibt.

Goodbye!
feldwaldwiesenblogger

Schweizermänner, Streiks und Formel 1

Wussten Sie, dass fast jeder zweite Schweizer ein Mann ist? Nun, diese nicht gerade vom Aussterben bedrohte Spezies will sich jetzt auch emanzipieren. Nachzuhören am vergangenen Mittwoch auf DRS 3. Nach all den emanzipierten Frauenjahren getraut sich der Schweizermann wieder aufzumucken. Da wurde u.a. von Frauen-freien Räumen gesprochen. Ein solcher soll scheints nicht mehr der Fussballplatz sein. Also müssen andere Plätze gesucht werden. Das Beste kommt aber noch: Ein „Lifestyle-Berater“ bedauert, dass es bis heute keine „Männer-Ärzte“ gibt! Wahrlich, die Schweizermänner hatten wohl nicht mehr allzuviel zu lachen in den letzten Jahren.

Zur Zeit ist das Streiken ja wieder bös in Mode. Nein, nein, momentan nicht in Italien: In Frankreich und Deutschland wird und wurde der öffentliche Verkehr bestreikt. Streik mag ja letztendlich für die betroffenen Arbeitnehmer von Nutzen sein. Was mir jedoch schleierhaft ist, ist der Nutzen eines Streiks im öffentlichen Verkehr: Bestreikt und letztendlich bestraft werden dort die Nutzer. Was soll das? Auf dem Buckel der Kunden wird ihr Arbeitskampf ausgetragen, von denen sie schliesslich leben. Die können ihnen nun wirklich nicht helfen. Oder ist den Angestellten des öffentlichen Dienstes (und ihren Chefs) geholfen, wenn die Kunden fernbleiben?

Wird Alonso am Sonntag zum Rambo oder fährt er wie einer oder verteidigt er anständig seinen WM-Titel? Kann der Goldjunge Hamilton als jüngster Fahrer aller Zeiten Weltmeister werden? Der bei McLaren zum Rennfahrer gezüchtete Lewis wäre eigentlich der logische Gewinner des heiss begehrten Fahrer-Titels. Jahrelang akribisch von Ron Dennis und Co. vorbereitet worden, könnte er die Lorbeeren bereits im ersten Formel 1-Jahr ernten.
Oder spuckt Kimi allen in die Suppe und stellt seinen Ferrari nicht nur auf Rang 1, sondern nimmt gleich noch den WM-Titel mit in die Schweiz? Am Sonntagabend wissen wirs. Angeblich soll dieses Saisonfinale das Spannendste seit Jahrzehnten sein.

Gute Nacht!
feldwaldwiesenblogger