Alt Bundesrat Blocher möchte sein Alt loswerden

Die Zeichen stehen wiedermal auf Sturm bei unseren Super-Eidgenossen von der SVP.
Der Brunner Toni (Wann ruft der mich nur mal an wegen einem Engagement?) möchte seinen Ziehvater Blocher Christoph wieder in den Bundesrat hieven.
Der Alt Bundesrat ist sein „Alt“ leid. Die SVP-Herren Brunner und Blocher möchten Sämi aus dem Bundesrat kippen und so eine neuerliche Bundesratswahl heraufbeschwören. Der Alt Bundesrat möchte den Job im VBS. Sapperlott! Da dürfen die Herren Offiziere und Soldaten dann wieder stramm stehen wie anno dazumal vor weiss ich wann.

Derweil ist Christoph inkognito abgetaucht. Dann und wann bekommt man ihn aber an den unmöglichsten Orten zu Gesicht.
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Sämi Schmid, Bundeshaus, Parteimitglied der Bürgerlichen Partei Schweiz, ist gerade die Affäre Nef am Ausstehen. Da bringen ihm diese beiden „Kummermänner“ wieder neuen Ärger. „Äs isch wiä gäng, är söll numä cho!“

Im Bundeshaus zu Bern ist also ganz gewiss kein Sommerloch, von Ferien ganz zu schweigen. Da rollen neue Kummer-Wellen an, von wo auch immer. Nur keine Meereswellen…

Es grüsst!
feldwaldwiesenblogger

Brünigschwinget: Die Ferienhausbesitzer sind wahre Abzocker

Gestern morgen um 06.00 Uhr fuhren wir zu viert vom Muotathal auf den Brünig, an den traditionellen Schwinget auf dem Brünigpass. Gut gelaunt und den FCL-Match vom Vorabend analysierend (Sind das eigentlich Fans, welche ihre eigene Mannschaft auspfeifen? Beim Schwingen gäbe es das nicht!) trafen wir um 07.15 Uhr auf dem Brünig an. Wie öfters in den letzten Jahren fuhren wir bis ganz nach oben, Abzweigung nach Hasliberg, und dann rechts, um bei den Ferienhäusern zu parkieren. Bis letztes Jahr haben die vereingten Besitzer noch 10 Franken verlangt. Aber dieses Jahr, 2008, 100 % Aufschlag: 20 Franken zum Parkieren! Hammer! Diese Ferienhausbesitzer sind wahre Abzocker geworden (Wollen sie’s der UEFA oder FIFA gleich tun?). Klar muss man dort nicht parkieren, aber die Gratisparkplätze entlang der Brünig-Strasse sind schon frühmorgens besetzt.
Ich meine auch, dass ein Betrag von 10 Franken ok ist, aber gleich so ein Aufschlag. Was ist da bloss passiert? Ferienhausbesitzer sind meines Erachtens meist eher gut betuchte Leute und hätten es wohl kaum nötig, so abzukassieren. Zudem ist ihr Aufwand gering: Ein paar Absperrungen, genügend Parkplatzeinweiser. That’s it. Instandstellungsarbeiten anschliessend sind kaum nötig, da entweder im Wald unten oder auf geteerten oder geschotterten Plätzen um die Häuser parkiert wird. Zudem sind Schwingerfreunde abfallbeswusst. Sie lassen kaum Güsel neben ihren Autos liegen.
Also, was soll das?
Der Gipfel kam dann, als die 20 Franken bezahlt waren. Von der Einkassiererin wurden neben dem Parkplatz-Ticket noch zwei Bratensauce-Beutel ins Auto gereicht! Hä? Da haben wir den Braten oder die Bratensauce? Oder die Verarschung? Wirklich witzig.
Unsere vier Gemüter kühlten sich aber anschliessend beim Morgenkaffee wieder ab und wir genossen einen schönen Tag bei guter Schwingarbeit. Das Wetter stimmte, das Ambiente und ein verdienter Sieger mit Martin Grab. Zudem holten sich unsere Innerschweizer 12 der 18 heissbegegehrten Brünigkränze.
Kurz nach dem Schlussgang gings wieder zum Auto und dann gabs nochmals eine kurze Diskussion um die Abockerpreise. Denn: Auf und um den Schwingplatz waren die Preise den ganzen Tag fair. So kostete beispielsweise ein Mineralwasser nur 3.50 Franken. Die Schwinger und ihre Funktionäre/Organisatoren versuchen auch in der heutigen Zeit dem grossen Geld zu widerstehen. Bravo!
Aber entfernt man sich von den Schwingplätzen, trifft man wieder voll in der Gegenwart ein. Wie gestern, bei den 20 Franken-Parkplätzen.
Als wir die Bratensaucen-Beutel am Abend im Auto wieder erblickten, gabs dann einfach nur noch Gelächter, aber auch Spott und Hohn.

Bis bald!
feldwaldwiesenblogger

Barack Obama: Ich liebe Angie!

Der US-Präsidentschaftskandidat Barack Obama trifft heute in Berlin ein. Er möchte wie der frühere US-Präsident John F. Kennedy einen markigen Spruch in Berlin fallen lassen.
Kennedy beglückte damals die Deutschen mit „Ick bin ein Berliner“. Zum Glück wiederholte er diese Aussage nicht in Paris.
Es sickerte durch, dass Obama nicht immer „Yes, we can!“ rufen möchte. Für Deutschland hat er sich was neues ausgedacht, nämlich: „Ich liebe Angie!“
Wie auch schon George W. Bush hat’s Obama auch mit Merkel. Der gute George W. hatte jrgendwann an einem Gipfel (auf einem Gipfel?) ein kleines Techtelmechtel mit Merkel. Wie man auf dem Bild gut erkennen kann, berührte er sie kurz an einer empfindlichen Körperstelle (war das der Beginn einer intimen Massage?) und sie quietschte darauf vor Vergnügen.

Was Obama bisher mit „Angie“ hatte, wird (noch) verschwiegen. Auf dem Bild sieht man ihn (noch) ganz züchtig ohne „seine Angie“.

Obama möchte heute auf alle Fälle bei „Angie“ und den Deutschen punkten. An der Siegessäule im Tiergarten wird heute abend also „Ich liebe Angie!“ erschallen.
Freude herrscht!

feldwaldwiesenblogger

Hannibal Gaddafi oder Hannibal Lecter?

Wer von diesen beiden Bösewichten ist für die Schweiz nun der „Bösere“?
Antwort: Hannibal Gaddafi! Er löste mit seiner Verhaftung eine diplomatische Krise zwischen Libyen und der Schweiz aus. Sein Väterchen Muammar war stinkesauer, als er von dieser Verhaftung hörte. „Was erlauben Schweiz?“, soll er laut geschrien haben. Man konnte ihn nur mit einer Bauchtänzerin beruhigen. Aber sein Zorn ist noch nicht verraucht: Er liess kurzerhand auch jrgendwelche Schweizer in seinem „Superstaat“ Libyen verhaften, die Verhaftungsgründe liegen mir noch nicht vor.
Stattdessen habe ich vernommen, dass sein Hannibal (welch niedlicher Name) zusammen mit seiner Frau in einem Genfer Hotel randalierte. Man konnte ihn nur mit einer Verhaftung zur Raison bringen. Zudem ist nun bekannt, wieso er so randalierte: Hannibal und seine Frau Lisbeth (der genaue Name ist mir nicht bekannt) haben sich einen verdammt scharfen Streifen im Hotel angeguckt. Nämlich „Hannibal“, ein Psychothriller, in welchem Anthony Hopkins den besagten Dr. Hannibal Lecter verkörpert. Dieser Hannibal ist ein Psychiater und psychopathischer Mörder.
Beim Konsum dieses Filmes sind dem kleinen Hannibal aus Libyen wohl alle Sicherungen durchgebrannt. Er wollte zusammen mit seiner Lisbeth das Hotel auseinander nehmen.
Die Schweizer Polizisten wussten um die Wichtigkeit des Gaddafi-Sohnes, nahmen ihn aber trotzdem in Gewahrsam.
Nun haben wir aber die Suppe: Muammar Gaddafi will die Schweiz bestrafen, mit allen möglichen Mitteln, die ihm zur Verfügung stehen. Diese Mittel beinhalten solche Schikanen wie die Reduktion der Flüge in dieses Land oder ein Ausfuhrverbot von Geisskäse für die Schweiz. Zudem will er keine Schweizer Schokolade mehr. Bei uns werden sich die Schokoladen Berge in nächster Zeit wohl häufen und der Mangel an Geisskäse wird unser tägliches Leben schon sehr bald beeinträchtigen. Da ist dann die Reduktion der Flüge geradezu eine Lappalie. Wenn schon kein Käse mehr zu uns und keine Schokolade zu ihm (Muammar) geflogen werden darf, dann brauchts pro Woche tatsächlich keine drei Flüge mehr.
Ich sage Ihnen, ab morgen ist der Film „Hannibal“ wieder die Nummer 1 in den Schweizer Kinos. In den libyschen Kinos auch?

Ihr feldwaldwiesenblogger

Sämi schreibt seine Rede…

„Liebe Schweizerinnen und Schweizer! Ich möchte mich hier und heute erklären. Ich…“
Grummel… Was soll ich dem Volk nur erzählen? Die sind alle so gemein geworden, niemand mag mich mehr… Sniff… In zwei Stunden muss ich die Rede halten… Und ich habe erst den Einstieg…

„Liebe Schweizerinnen und Schweizer! Ich möchte mich hier und heute erklären. Ich und Armeechef Roland Nef…“
Meine Güte, ich kann doch nicht den Esel voran stellen. Was denken sonst die Leute? Hätte ich doch bloss das Scheissdossier dieses kleinen Appenzellers gelesen! Dabei hat mich Pascal noch gewarnt: Nimm bloss nicht einen zu jungen Armeechef. Die haben noch zu viel Sex im Kopf.

„Liebe Schweizerinnen und Schweizer! Ich möchte mich hier und heute erklären. Der Armeechef Roland Nef und ich haben beschlossen…“
Ja, was haben wir denn nun beschlossen? Dass ich ihn zum Rücktritt gezwungen habe? Oder dass wir beide abtreten? Ich hätte dann mehr Zeit für meine beiden Hunde und meine Frau… Möchte(n) sie das denn? Hmm, ich glaub, ich mache erst ein kurzes Nickerchen. Danach sieht die Welt (Schweiz?) doch schon viel besser aus. Dööööös, Schnaaaaaarch….

Aufwachen, Herr Schmid!

feldwaldwiesenblogger

Wie weiter?


Diesen Schnappschuss habe ich vor einigen Wochen jrgendwo in der Schweiz gemacht. Meine Frage lautete: Wie weiter? Darf ich nun nach links abbiegen, oder nicht? Es ist eine Schilder-Kombination, wie ich sie im Muotathal noch nie zu sehen bekam. Ehrlich gesagt, auch sonst nirgends. Kennt jemand diese Schilder-Kombination?
Kann es sein, dass an geraden Wochentagen das Abbiegen gestattet ist, und an ungeraden nicht? Das gleiche Spiel lässt sich mit den Autonummern machen: Die geraden Nummern dürfen heute abbiegen, die ungeraden Nummern morgen. Pech für die Unwissenden, die davor stehen. Die Schilder-Kombination weist in dieser Hinsicht jedoch auf keine weiteren Details hin.
Ich stehe also immer noch davor, und weiss nicht, ob ich abbiegen soll, oder nicht?

Trotzdem biege ich nun scharf nach links und lande abrupt bei der Tour de France. Diese Schilderkombination würde wunderbar zu diesem fragwürdigen Sportanlass passen.
Wie habe ich doch in früheren Jahren diesen Sportanlass geliebt und mitverfolgt. Ganze Samstag- und/oder Sonntag-Nachmittage verbrachte ich vor dem TV und verfolgte die Etappen live mit. Heute: ganz klar njet! Ich interessiere mich nicht mal mehr gross dafür. Was ich in den letzten Tagen verfolgte, war die Berichterstattung über die Dopingsünder.
Dieser Sport ist in meinen Augen sowas von „dopingverseucht“. Als dies vor Jahren nach und nach aufgedeckt wurde, war ich so dermassen enttäuscht, dass ich dem Radsport so ziemlich den Rücken kehrte.
Ich bin weissgott nicht so naiv, um zu behaupten, dass andere Sportarten „dopingfrei“ sind. Aber im Radsport wird am hartnäckigsten gedopt. Ich dachte schon bei Tourhälfte, dass sie dieses Jahr mal nach Paris radeln können, ohne dass jemand erwischt wird. Denkste! Der Grund liegt wohl darin, dass die Labors, welche die entnommenen Proben analysieren, erst jetzt Resultate liefern können. Ich sage Ihnen, da folgen in den nächsten Tagen weitere entlarvte Dopingsünder. Vermutlich werden über die Tour hinaus noch weitere folgen. Das Tour-Klassement sollte demanch für einige Zeit nur als provisorisch gelten, bis alle Analysen abgeschlossen sind.
Die SonntagsZeitung’s-Schlagzeile zur Tour de France lautet heute denn auch: „Der wichtige Schlag der Fahnder. Der Nachweis des Dopingmittels Cera als Glücksfall für die Tour de France.“ Der Bericht liest sich fast wie ein Analysenbericht eines Labors.
Es geht scheinbar wirklich nur noch darum, wie gut und schnell die Labors arbeiten und wie schnell sie jrgendwelche neuen Dopingmittel nachweisen können. Die Tour de France wird in den Labors entschieden. Sei es in den Doping-Herstell-Labors oder in den Doping-Analysen-Labors.
Der Sport ist nur noch Nebensache. Jammerschade!
Vermutlich bringt die UCI (der Weltradsport-Verband) diese Dopingplage nur weg, wenn sie konsequent vom Juniorenalter an „Blutpässe“ für die Sportler fordert. Diese Blutpässe beinhalten regelmässige Kontrollen auf die nachweisbaren Dopingmittel. Wenn ein Radler ohne diesen sauber nachgeführten Pass antritt, darf er zu keinem Rennen mehr zugelassen werden. Wird ein Radfahrer dennoch mal positiv getestet, wird er lebenslang gesperrt. Ich bin überzeugt: Ohne drakonische Massnahmen und Strafen geht in diesem Sport nichts mehr. Die Glaubwürdigkeit hat er ja eh schon (fast) verloren.

Meine eingangs gebrachte Frage „Wie weiter?“ ist momentan also aktueller denn je! Die Sportler, Funktionäre, Trainer etc. wissen bei einer solchen Schilderkombination nicht mehr: Darf ich nun, oder nicht? Dieses „Darf ich oder darf ich nicht“ darf es nicht mehr geben! Die Doping-Herstell-Labors „überschnorren“ die Sportler und deren Betreuer halt immer noch mit der Begründung „Diese Substanz ist noch nicht nachweisbar“. Die Radfahrer nehmen halt unüberlegt (oder erzwungenermassen?) das Gift, da sie ja angeblich sonst keine Chance hätten, und kein Geld mehr verdienen würden. Sie werden von den Doping-Dealern brutal reingelegt. Diese Scheisskerle!
Wenn den Radsportverantwortlichen noch etwas an ihrem Sport liegt, sollten sie diese Schilderkombination sofort entfernen. Zudem müssen sie die Weichen so stellen, dass Doping keine Zukunft mehr hat.

Bis demnächst!
feldwaldwiesenblogger

Konzertrückblick: Jazzfest „Tiengener Sommer“, Blues- and Boogie-Night


Gestern abend fuhr ich nach der Arbeit nach Tiengen (Deutschland), gleich ennet der Grenze nach Waldshut. Dies war eine relativ kurzfristige Idee. Anfangs Woche machte ich mich im Jazztime (Schweizer Jazz & Blues Magazin) schlau, wo am Donnerstag Abend Blues- oder Jazzkonzerte stattfinden. Meine Wahl fiel bald auf das Jazzfest in Tiengen. Und da Tiengen unweit von Koblenz AG und Waldshut (D) liegt, war der Fall klar.
In der Altstadt von Tiengen, welches dieses Jahr sein 1150-jähriges Bestehen feiert, wird dieses Wochenende auf vier Bühnen Jazz und Blues geboten. Der gestrige Abend war die „Blues- und Boogie-Night“. Kurz vor 19 Uhr befand ich mich schon in der schmucken Altstadt und ich liess mich von den Bluesklängen leiten.
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Den Anfang erlebte ich vor der Bühne 2, mit der Dirty Curtain Bluesband. Nach ein paar Takten Blues-Musik vom feinsten startete ich eine Erkundung, wo sich alle vier Bühnen befinden.
Die Veranstalter haben ganze Arbeit geleistet und beschrifteten die Bühnen mit je einer Tafel (Bühnen-Nr. und welche Band zu welcher Spielzeit). Kompliment!

Zum Nachtessen begab ich mich zur Bühne 3, und ass zu Klängen der Hot Shot Blues Band eine Pizza. Diese Band (ein Trio) war für mich einer der Drei Höhepunkte des Abends. Der kreative, druckvolle Blues im Electric Chicago-Stil war einfach genial. Kraftvolle Grooves und die ausgezeichnete Gitarrenarbeit überzeugten micht restlos. Zudem sind die Musiker aus dem Raum München und ich ein grosser FC Bayern München-Fan. Die Bayern würden sagen: Dös passt scho!
Nach dem Konzert ging ich zu den Jungs und kaufte ihre aktuelle CD: „Show me that you like it“.

Danach studierte ich kurz den Spielplan. Ich entschied mich für 20.45 Uhr für Lousiana Red + Al Jones Trio und für 22.15 Uhr für B.B. & The Blues Shacks.
Zur Überbrückung der kurzen Wartezeit bis 20.45 Uhr begab ich mich zur Bühne 4. Dort wurde wunderbarer Piano-Boogie zelebriert. Das Boogie Duo Stefan Ulbricht + Moritz Schlömer begeisterte das Publikum mit schnellen und melodiösen Boogies, Jazz- und Bluesstücken.

Kurz vor 20.45 Uhr wechselte ich den Standort zur Bühne 2. Bald schon startete das Al Jones Trio das Set. Nach zwei fetzigen Rhythm & Blues-Nummern begab sich Louisiana Red auf die Bühne. Dort stand für ihn ein Holzstuhl mit Sitzkissen parat. Der ältere Herr mit Jahrgang 1932 nahm Platz und griff so beherzt in die Saiten, dass den vielen Fans warm ums Blues-Herz wurde. Aus der Programmbeschreibung habe ich entnommen, dass Louisiana Red zu den Blues-Legenden gezählt wird. Er hat im Verlaufe seiner bereits schon langen Musikerkarriere mit vielen namhaften Blues-Musikern zusammengespielt, darunter mit keinen geringeren als Muddy Waters, John Lee Hooker oder B.B. King.
Louisian Red + Al Jones Trio waren für mich der zweite Höhepunkt des Abends. Der traditionelle Blues, den der „Meister“ Louisiana Red zelebrierte, wurde vom Al Jones Trio hervorragend mitgetragen. Man fühlte sich um Jahre zurückversetzt, ins Mississippi-Delta.
Nach dem ersten Set kaufte ich mir ebenfalls eine CD, „Lousiana Red: Millennium Blues“. Er signierte sie mir sogar. Blueser-Herz, was willst du mehr.

Nach diesem grandiosen Set gings weiter zur Bühne 1. Dort stand um 22.15 Uhr bereits das dritte Set der B.B. & The Blues Shacks auf dem Program. Die fünf Musiker legten los, und liessen das Publikum (mich eingeschlossen) den Sound der 40er und 50er-Jahre spüren. Wahnsinn! Der Groove, die geile Gitarre, der Super-Gesang, die unter die hautgehende Mundharmonika und das coole Piano liessen meine Beine nicht mehr ruhig stehen. Die bewegten sich einfach zum Takt der Musik mit, ich liess sie gewähren. Die B.B. & The Blues Shacks waren für mich der dritte Höhepunkt des Abends. Mit Recht gelten sie als beste Bluesband Europas.
Michael Arlt begab sich während eines Mundharmonika-Solos sogar ins Publikum. Hammer!
Das Konzert war dann leider viel zu früh fertig. Sofort begab ich mich zum Bassisten und kaufte ihm ihre neuste CD ab („B.B. & The Blues Shacks: Unique Taste“).

Anschliessend begab ich mich nochmals zur Bühne 3. Dort waren Louisiana Red und das Al Jones Trio noch „voll im Dampf“. Nach zwei Stücken war dann leider auch Feierabend.
Um den Abend ausklingen zu lassen, schlenderte ich noch etwas durch die Altstadt und stellte fest, dass nur noch bei der Bühne 2 musiziert wurde.
The Boogie Radio Orchestra war noch am Spielen. Und wie! Das Orchester um den Sänger Peter Behne begeisterte mit Swing-, Jazz- und Blues-Nummern. Die Band (oder Orchester?) besteht neben dem Sänger aus einem Pianisten, Gitarristen, Basser, Drummer und vier (!) Saxophonspielern, aussergewöhnlich.

Petrus meinte es denn auch gut mit den Veranstaltern, Musikern und dem Publikum. Es fing erst bei den letzten Musiknummern des Boogie Radio Orchestra an zu regnen.

Mit vielen Eindrücken ging ich von dannen.
Jrgendwann möchte ich auch mal in einer Bluesband spielen, am liebsten in einer Formation wie sie B.B. & The Blues Shacks sind.

Ihr feldwaldwiesenblogger