Wie weiter?


Diesen Schnappschuss habe ich vor einigen Wochen jrgendwo in der Schweiz gemacht. Meine Frage lautete: Wie weiter? Darf ich nun nach links abbiegen, oder nicht? Es ist eine Schilder-Kombination, wie ich sie im Muotathal noch nie zu sehen bekam. Ehrlich gesagt, auch sonst nirgends. Kennt jemand diese Schilder-Kombination?
Kann es sein, dass an geraden Wochentagen das Abbiegen gestattet ist, und an ungeraden nicht? Das gleiche Spiel lässt sich mit den Autonummern machen: Die geraden Nummern dürfen heute abbiegen, die ungeraden Nummern morgen. Pech für die Unwissenden, die davor stehen. Die Schilder-Kombination weist in dieser Hinsicht jedoch auf keine weiteren Details hin.
Ich stehe also immer noch davor, und weiss nicht, ob ich abbiegen soll, oder nicht?

Trotzdem biege ich nun scharf nach links und lande abrupt bei der Tour de France. Diese Schilderkombination würde wunderbar zu diesem fragwürdigen Sportanlass passen.
Wie habe ich doch in früheren Jahren diesen Sportanlass geliebt und mitverfolgt. Ganze Samstag- und/oder Sonntag-Nachmittage verbrachte ich vor dem TV und verfolgte die Etappen live mit. Heute: ganz klar njet! Ich interessiere mich nicht mal mehr gross dafür. Was ich in den letzten Tagen verfolgte, war die Berichterstattung über die Dopingsünder.
Dieser Sport ist in meinen Augen sowas von „dopingverseucht“. Als dies vor Jahren nach und nach aufgedeckt wurde, war ich so dermassen enttäuscht, dass ich dem Radsport so ziemlich den Rücken kehrte.
Ich bin weissgott nicht so naiv, um zu behaupten, dass andere Sportarten „dopingfrei“ sind. Aber im Radsport wird am hartnäckigsten gedopt. Ich dachte schon bei Tourhälfte, dass sie dieses Jahr mal nach Paris radeln können, ohne dass jemand erwischt wird. Denkste! Der Grund liegt wohl darin, dass die Labors, welche die entnommenen Proben analysieren, erst jetzt Resultate liefern können. Ich sage Ihnen, da folgen in den nächsten Tagen weitere entlarvte Dopingsünder. Vermutlich werden über die Tour hinaus noch weitere folgen. Das Tour-Klassement sollte demanch für einige Zeit nur als provisorisch gelten, bis alle Analysen abgeschlossen sind.
Die SonntagsZeitung’s-Schlagzeile zur Tour de France lautet heute denn auch: „Der wichtige Schlag der Fahnder. Der Nachweis des Dopingmittels Cera als Glücksfall für die Tour de France.“ Der Bericht liest sich fast wie ein Analysenbericht eines Labors.
Es geht scheinbar wirklich nur noch darum, wie gut und schnell die Labors arbeiten und wie schnell sie jrgendwelche neuen Dopingmittel nachweisen können. Die Tour de France wird in den Labors entschieden. Sei es in den Doping-Herstell-Labors oder in den Doping-Analysen-Labors.
Der Sport ist nur noch Nebensache. Jammerschade!
Vermutlich bringt die UCI (der Weltradsport-Verband) diese Dopingplage nur weg, wenn sie konsequent vom Juniorenalter an „Blutpässe“ für die Sportler fordert. Diese Blutpässe beinhalten regelmässige Kontrollen auf die nachweisbaren Dopingmittel. Wenn ein Radler ohne diesen sauber nachgeführten Pass antritt, darf er zu keinem Rennen mehr zugelassen werden. Wird ein Radfahrer dennoch mal positiv getestet, wird er lebenslang gesperrt. Ich bin überzeugt: Ohne drakonische Massnahmen und Strafen geht in diesem Sport nichts mehr. Die Glaubwürdigkeit hat er ja eh schon (fast) verloren.

Meine eingangs gebrachte Frage „Wie weiter?“ ist momentan also aktueller denn je! Die Sportler, Funktionäre, Trainer etc. wissen bei einer solchen Schilderkombination nicht mehr: Darf ich nun, oder nicht? Dieses „Darf ich oder darf ich nicht“ darf es nicht mehr geben! Die Doping-Herstell-Labors „überschnorren“ die Sportler und deren Betreuer halt immer noch mit der Begründung „Diese Substanz ist noch nicht nachweisbar“. Die Radfahrer nehmen halt unüberlegt (oder erzwungenermassen?) das Gift, da sie ja angeblich sonst keine Chance hätten, und kein Geld mehr verdienen würden. Sie werden von den Doping-Dealern brutal reingelegt. Diese Scheisskerle!
Wenn den Radsportverantwortlichen noch etwas an ihrem Sport liegt, sollten sie diese Schilderkombination sofort entfernen. Zudem müssen sie die Weichen so stellen, dass Doping keine Zukunft mehr hat.

Bis demnächst!
feldwaldwiesenblogger

Ein Gedanke zu “Wie weiter?

  1. feldwaldwiesenblogger Hallo! Komm übers GB der Shacks hierher! Freut mich sehr, Deinen Bericht über den Abend mit den Shacks zu lesen! Sie sind mein täglicher Begleiter, ein Tag ohne ihre Musik ist nur halb so schön!!! Viel Spaß mit der CD! Vllt. sieht man sich demnächst in Kreuzlingen oder so!? LG Manfred

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