Soll ich nochmal? Soll ich doch nicht?…

Soll ich nochmal? … Soll ich doch nicht? … Darf ich denn nochmal? … Will mich denn das Schweizer Volk nochmals? … Bin ich nicht zu alt? …

Toni Brunner: „Chrischtof, mach’s nomal!“

Ist er nicht der Einzige, der so denkt? … Möchte Peter Spuhler mich auch? … Oder wird dieser Spuhler gar zu meinem Konkurrenten? … Wird Schmid’s neue Partei zu einem Problem für mich? …

Silvia Blocher: „Nei, Chrischtofli, bitte nöd nu mal das Theater mit dem doofä Leuäbärgr und dem heimlifeissä Guschpää! Und derä Galmy-Reh hesch immer schöni Augä gmacht. Drbi isch diä ja Grossmuetter. Ich bi voll dr‘ gägä!“

Grübel, Grübel und studier … Äch, diese SVP! Ich bin doch jetzt Rentner! … Muss ich denn wirklich nochmal? … Andererseits, ich hab da noch ein paar Rechnungen offen…

Bundesrat Schmid:“ Ich trittä jetzt ds Tratz ächli zrugg. Söll doch der Blocher nu einisch cho. Dem verleidädäts dä nu gli gnuäg wieder. Hohohohohoho…“

Ich mache es … ich mache es nicht … ich mache es … ich mache es nicht … ich mache es …

Ja, hoffentlich tritt er nochmals an. Auf diesen Ärger und die dazugehörige Show im Bundesbern freue ich mich jetzt schon.

Ihr feldwaldwiesenblogger

Wie lange schauen die Bayern noch zu?

Jürgen Klinsmann ist seit dem 1. Juli Trainer des FC Bayern München. Am Anfang schien alles super zu laufen. Er liebkoste seine Vorgesetzten mit neuen Ideen und Konzepten.

Aber jetzt stecken sie in einer furchtbaren Krise: Zweimal hintereinander verloren in der Bundesliga, gegen Bremen zuhause rekordverdächtig hoch, gegen Hannover auswärts mit einer arg durchrotierten Mannschaft 0:1.
Unter Hitzfeld gabs während der gesamten letzten Bundesligasaison nur zwei Pleiten.

Mensch, Bayernvorstand: Wacht auf! Dieser Klinsi-Grinsi verunstaltet diese Super-Mannschaft, er verunsichert sie und bringt sie mit kompliziertem Schnickschnack aus dem Rhythmus. Entlasst ihn und holt bitte einen richtigen Trainer.

Der Jürgen war zwar 2006 beim deutschen Sommermärchen wohl der Bundestrainer. Die Trainerarbeit verrichtete aber Jogi Löw. Klinsi bringt und brachte es fertig, mit seiner Art seine Vorgesetzten zu blenden. Dabei hat er von profunder Trainerarbeit keine Ahnung. Er war vorher noch keine Minute Trainer und solls auf einmal können. Das gibts nur im Märchen.

Die Blenderei ist nun definitiv vorbei. Die Mannschaft gleicht auf dem Feld momentan mehr einem Hühnerhaufen statt einer stolzen Bayern-Mannschaft. Die Spieler sind so derart verunsichert und scheinbar ausser Form, dass sie nicht mehr viel auf die Reihe kriegen. Da kann Klinsi noch so ein Riesen-Trainer-Gespann auf die Mannschaft loslassen. Nützt alles nichts. Denn die Fussballspieler sind sich vom Juniorenalter her „richtiges Training“ gewöhnt und nicht so einen Firlefanz, wie ihnen nun vorgführt wird. Die momentanen und zukünftigen Resultate werden ihn den Trainerstuhl kosten. Aber wann nur?

Selbst die bayerische CSU liess gestern viele Federn. Ob sich die bayerische Bevölkerung von der momentanen Misere des FC Bayern anstecken liess?

Eine grosse Bitte an Hoeness, Rumenigge und Beckenbauer: Setzt diesem Treiben doch bitte so rasch wie möglich ein Ende. Wir Bayern-Fans von überall auf der Welt leiden.

Ein besorgter feldwaldwiesenblogger

Nationalrat: Wer sind nun die Guten und welche die Bösen?

Als ich gestern vormittag das für Bundesrat Schmid ziemlich niederschmetternde Abstimmungsergebnis vernahm, legte ich diese Tatsache erstmal beiseite. Ich war ja beim Arbeiten, und da schnappt man solche Sachen einfach nur auf. Nachdenken hindert am Arbeiten.

Am Abend, nach der Bandprobe und dem anschliessenden Beizenbesuch, fuhr ich heim. Und da hatte ich Zeit und Musse nachzudenken. Dieses Ergebnis, was bedeutet jetzt das? Wer im Nationalrat stimmte nun dem Rütstungsprogramm zu, wer dagegen? Welche sind nun die Guten und welche die Bösen?

Die Guten wären doch eigentlich jene, welche friedlich sein möchten und eine Zukunft ohne Armee. Soweit so gut. Die Einen haben sicher aus diesen Motiven dagegen gestimmt. Die Anderen haben auch dagegen gestimmt, möchten aber trotzdem eine Armee. Sind das nun die Bösen, oder etwa auch die Guten?

Jene, die für Schmid’s Rütstungsprogramm gestimmt haben sind demzufolge die Guten. Oder etwa auch die Bösen, weil sie weiterhin eine Armee mit Flugzeugen und allem Brimborium möchten.

Ja, was jetzt nun? Sind die SVP’ler (sonst ja die grössten Armee-Fans!) ins Pazifisten-Lager gewechselt und möchten nun keine Armee mehr? Oder möchten sie ganz einfach Schmid’s Armee nicht mehr? Oder einfach keinen Schmid mehr?

Ihr seht, man kann das Ergebnis auf verschiedene Arten interpretieren. Die Tatsache bleibt aber bestehen: Schmid’s Rüstungsprogramm fiel durch.

Iwan Rickenbacher fand die Motive der SVP’ler einfach nur daneben. Für ihn sind das die Bösen. Für Schmid ganz sicher auch.

Die unheilige Allianz zwischen SP/Grünen und der SVP ist ein starkes Stück. Diese beiden Parlaments-Teile könnten die Schweizer Politik lahm legen, wenn sie wollten. Sind in dieser Allianz Gute und Böse vertreten? Ich weiss es nicht.
Eines aber weiss seit gestern jeder: Die Linken und die Rechten (Netten?) sind sich auf Gedeih und Verderben in nächster Zeit gegenseitig je einen Gefallen schuldig.
Ich bin dann mal gespannt, wann und bei welchen Geschäften die SP/Grünen den SVP’lern und umgekehrt zustimmen müssen und werden.

Die Guten und die Bösen haben im Nationalrat noch lange nicht ausgedient.

Ihr feldwaldwiesenblogger

Bush wird auf seine letzten Präsidenten-Tage hin noch sozial…

Anders kann ich mir das Gebahren von Paul Gascoigne nicht erklären. Der 41-jährige Ex-Fussballer war leider wieder mal sturzbetrunken und rief kurzerhand im Weissen Haus an. Dort verlangte Gascoigne nach Mister President Bush, um mit ihm über seine Alkoholprobleme zu sprechen. Herr Bush bekam er dann nicht an den Apparat („Er sei gerade im Pentagon.“ Was für eine Ausrede!).
Aber trotzdem: George W. Bush muss in den Augen von Paul Gascoigne eine soziale Ader bekommen haben. Denn sonst hätte er ihn sicher nicht angerufen.
Der mächtigste Mann der Welt ist scheinbar nicht nur für Terrorismus- und Kriegs-Fragen zuständig. Nein, er kann auch bei sozialen Problemen hinzu gezogen werden.
Wahrscheinlich hat Gascoigne dies von einem Bekannten erzählt bekommen. Vermutlich war jener Bekannte (eine Pub-Bekanntschaft?) an einem Sozial-Seminar im Weissen Haus.
Bush legt zumindest sozial vor. Mal sehen, was Barack Obama und John McCain diesbezüglich zu bieten haben.
Mir stellt sich noch eine letzte Frage: War dieser „Pub-Bekannte“ etwa Sarah Palin’s Ehemann Todd? Sarah Palin soll McCain’s Vize werden. Ihr Ehemann wurde laut „Demokratischer Schweinereiforschung“ in betrunkenem Zustand am Steuer erwischt (Dies zwar bereits vor 22 Jahren).

Bis demnächst!
feldwaldwiesenblogger

CIA-Zentrale in Bern?

Ja, was fällt denen denn ein? Eine CIA-Zentrale in Bern? Geht’s noch?
Diese Hiobsbotschaft habe ich gestern beim Durchblätttern des SF Teletextes gelesen. Es vermieste mir gleich die schöne Stimmung, die sich durch den Tag im sonnigen Süden, am Markt in Cannobio (Ita) aufgebaut hatte. Ja, ihr lest richtig, ich war schon wieder in Italien. Diesmal zwar nur ein kleines Stück von der Schweizer Grenze entfernt, aber immerhin. Kein Nebel, leicht bewölkt, Sonne. Ach, wie tat das gut, nachdem ich die letzte Woche vorwiegend im oder unter dem Nebel verbracht habe.
Nun kam ich also froh gelaunt nach Hause und lese so eine Nachricht. Nein, das kann doch nicht sein, ein Schreibfehler, oder falscher Teletext.
Leider doch wahr: Wort für Wort im Schweizer Teletext.
Jetzt wollen uns diese Komiker von Amis eine CIA-Zentrale nach Bern stellen. Genauer gesagt, sie soll scheints von Berlin (glaub ich zumindest) in die beschauliche Schweiz gezügelt werden.

Wollen die uns aushorchen, unsere Telefone abhören? Sonst sind die Linken und Grünen und welche auch immer sofort zur Stelle, wenn’s ums ausspionieren, aushorchen und fichieren geht. Diesmal: Keine Reaktion! Ich bin masslos enttäuscht. Was haltet ihr davon? Sollen wir uns das tatsächlich gefallen lassen, wenn’s nach dem Motto „Big Brother is watching you“ in Bern droben mit der amerikanischen Spioniererei los geht.
Scheinbar ist unser Geheimdienst „kä Rappä wärt“ wie’s so schön im Volksmund heissen würde, wenn sie jetzt die Super-Agenten vom CIA zu uns holen.
Oder die lieben Onkels aus den USA haben sich einfach aufgedrängt und den Bundesrat mit den folgenden Worten erpresst: „Enweder lasst ihr unseren Geheimdienst rein, oder wir lassen keine amerikanischen Touristen mehr in die Schweiz fliegen!“
Die wahren Tatsachen entziehen sich leider meiner Kenntnis.

Zudem dachte ich bisher, eine Spionage-Zentrale befindet sich in demjenigen Land, wo der Ursprung des Spionage-Dienstes ist. Und in den zu ausspionierenden Ländern sind die Agenten sozusagen undercover unterwegs.

Ich sage euch eines: Wenn ich wieder mal in Bern bin, und mich ein Ami anquatscht, dann frage ich ihn zuerst, ob ein Gerät von der CIA mittläuft. Oder bei einem komischen Telefonat, und sei es nur eine aberwitzige Anfrage der Deutschen Landeslotterie, frage ich ganz höflich: „Wird unser Gespräch aufgezeichnet?“
In diesem Sinne, wehrt euch!

feldwaldwiesenblogger

Die internationale Finanzkrise und die Titanic

Eines ist mir in den letzten Tagen so richtig bewusst geworden: Die Finanzen der ganzen Welt sind wirklich miteinander verknüpft, ja sogar ziemlich stark. Aber so dermassen kompliziert, dass unsereins das nicht im geringsten abschätzen kann.
Mein Trost: Die hochgelobten Finanzexperten, welche sich zu tausenden in Schickimicki-Anzügen an jrgendwelchen „Wallstreets“ rumlümmeln, wirken für mich zur Zeit recht ratlos. Aber wieso eigentlich?
Da kann man mit „Bauernschläue“ eine einfache Antwort geben: Die Finanzwelt ist ein Riesenkoloss geworden, welcher nicht mehr steuerbar ist.

Ziehen wir einen bildlichen Vergleich hinzu: Die Titanic ist der Riesenkoloss Finanzwelt. Alle die mit Finanzen zu tun haben, befinden sich nun auf dieser „Titanic“. Wir andern, keine Börsenheinis, sind das Meer.
Die Story beginnt wie immer in den USA. Dort prallt das Riesenschiff mit der faulen Hypotheken-Krise in einen Eisberg. Wumms! Und nun gehts los: Es fängt an zu brennen, Wasser läuft ein. Verschiedene Finanzinstitute im Land der unbegrenzten Möglichkeiten geraten ins straucheln, einige davon „lüpfts“.
Wer hilft nun? Rettungskräfte versuchen den Riesendampfer unter Kontrolle zu bringen, Feuer zu löschen, Löcher zu stopfen. Doch es nützt nicht viel: Der Untergang wird nur etwas hinausgezögert. Leonardo DiCaprio und Kate Winslet lieben und jammern um die Wette, sie flüstern sich gegenseitig Unsinn ins Ohr. Ein Sprachfetzen können wir zum Glück noch auffangen: Wir beide sind im falschen Film! Tatsächlich. Unaufhaltbar gehts weiter, das Schiff geht jrgendwann wirklich unter.
Der Finanz-Moloch versäuft, samt den Finanzidioten. Aber nicht wie im Titanic-Film im Ozean, sondern im wahren Leben, unter uns „Normalos“.
Und das Beste dabei: Die Welt geht wegen dem überhaupt nicht unter!

Bis bald!
feldwaldwiesenblogger

Der Walchwiler Vettel brachte mich um 10 Euro

Dieses nasse Formel 1-Rennwochenende bleibt mir in dreifacher Erinnerung: Ein Fahrer aus unserer Innerschweizer Umgebung gewann völlig überraschend den GP in Monza und ich kam noch erkälteter nach Hause, als ich am Freitag abfuhr.

Jetzt töne ich ziemlich schlimm, huste wie ein Berserker. Macht nichts. Mein persönlich fünftes Formel 1-Rennwochenende hat mir dennoch gefallen. Am Freitag war’s noch warm an der Rennstrecke und am Abend lief ich bei angenehmen Temperaturen in T-Shirt und kurzen Hosen rum. Am Samstag verabschiedete sich dann der Sommer auch in Italien: Das Qualifying fand unter starkem Regen statt. Ich war anschliessend ziemlich nass.
Am Renntag selber war es auch stark bewölkt, der Regen hingegen war nicht mehr ganz so stark. Der Regen hörte dann auch während dem Rennen auf.

Vettel, der Torro-Rosso-Crack, brachte mich zudem um 10 Euro (das war dann die dritte Erinnerung!). Am Samstag beim Znacht brachte ein Kollege die Idee eines Jackpots in die Runde. Alle acht Monzafahrer (ich meine natürlich uns Rennbesucher aus dem Muotathal) tippten mit. Ich tippte leider für Massa. Ein Kollege machte es richtig und setzte sein Geld auf Vettel. Wir mochten es ihm und Vettel gönnen.

Dieser Sieg von Vettel ist nämlich eine wahre Sensation. Zudem ist sein Team nur das B-Team von Red-Bull-Boss Dieter Mateschitz und hat seinen Sitz in den ehemaligen Hallen von Minardi.

Unser Platz befand sich übrigens an der langsamsten Stelle dieses Hochgeschwindigkeits-Kurses: An der Schikane, nach der Start-/Ziel-Geraden.

Hinter der Tribüne hätte man meinen können, man sei an einem Motocross-Rennen. Nässe und Schlamm. Für italienische Verhältnisse war dieses „Spa“-mässige Wetter doch eher ungewöhnlich.
Das italienische Wetter ist auch nicht mehr das, was es einmal war. Man kann sich nicht mehr mal darauf verlassen, dass es in Italien ganz sicher schön ist.

Dies war übrigens mein erstes F1-Regen-Rennen. Bei den anderen vier besuchten Rennen war’s trocken oder der Regen hörte rechtzeitig auf.

Zum Schluss noch ein gut gemeinter Rat an Sebastian Vettel: Hör nicht auf den Schumi-Manager Willi Weber! Bleib dir so lange wie möglich treu und lass dich nicht von so einem Geld-Hai ausbeuten. Fahr einfach coole Rennen und erfreue uns F1-Fans an deiner lockeren Art. Die Kohle kommt dann eh von alleine. Und was willst du schon mit 100 Millionen Euro, die dir Gierig-Willi prophezeit? Diese Summe kannst du in deinem Leben nie und nimmer ausgeben. Es sei denn, du vertraust sie einem Manager wie Weber an. Der verlocht dir die Milliönchen dann schon jrgendwo.

Nachfolgend ein paar Eindrücke:

Kühle Fahrerparade

Renngeschehen direkt vor der Nase

Fans beim Abräumen

feldwaldwiesenblogger