Die Finanzkrise und meine Musik

Ich habe mir letzten Samstag wieder mal eine DVD der Reihe „Jazz, Vol. I – IV, ein Film von Ken Burns“ reingezogen. Ich hatte bereits in früheren Blogeinträgen schon erwähnt, dass ich in einer Jazzband (Old Time Jazz) und in einem Jazz-Projekt (Jazz-Standards) Drum spiele. Deshalb bin ich auch neugierig auf die Geschichte des Jazz.
Im Film schnappte ich ein Zitat auf, welches ich bei einem früheren Anschauen vermutlich nicht beachtete. Das Zitat lautet sinngemäss etwa folgendermassen: „Jazz ist Amerika, und lebt von der Improvisation“. Dieses Zitat liess mich aufhorchen, da es dieser Tage einfach wirklich den Nagel auf den Kopf trifft. Die USA (und natürlich jetzt auch andere Länder) wursteln wieder rum, diesmal an der Rettung der Finanzmärkte. Sie (also die Amis) improvisieren immer noch. Da es momentan nicht rund läuft, diesmal bei den Finanzen, wird sogleich dieses Loch mit einem „Finanzpaket von der Politik“ gestopft.
Nach diesem Zitat fiel es mir eigentlich wie Schuppen von den Augen: Die Amerikaner sind wie Jazzer, immer am Improvisieren. Woran auch immer.

Heute morgen horchte ich bei den Nachrichten wieder auf: Unsere Spareinlagen sind vielleicht nicht mehr ganz gedeckt. Ja sapperlott! Ich habe doch mein sauer verdientes Geld nicht auf die Bank gebracht, damit es diese Finanzidioten verpokern. Ich möchte doch nur ein kleinwenig Zins davon.
Soll ich nun mein Geld von der Bank abzügeln und in Musikinstrumente investieren? Gibt es Leser, die mir das raten würden?
Ich habe nämlich gerade gestern an der Luzerner Määs drei Percussionsinstrumente erstanden. Ich spiele leidenschaftlich gern Schlagzeug und begleite auch ab und zu Formationen nur mit Percussionsinstrumenten (z.B. Cajoon, Schellenkranz, Shaker).
Ich bin immer auf der Suche nach neuen Percussions- und Schlaginstrumenten. Wenn jemand von euch mir einen Tipp geben kann, wer oder wo’s interessante Percussionsinstrumente gibt, dann schreibt mir doch ein Email: feld-wald-und-wiesenblog@bluewin.ch, Danke.
Für mich lohnen sich diese Investitionen allemal. Damit mache ich mir und meinen Zuhörern Freude. Dabei lassen wir die Finanzkrise einfach eine Krise sein und „links liegen“.

Tschüss!
feldwaldwiesenblogger

Meine Frage des Tages

Folgendes Zitat habe ich heute im .ch aufgeschnappt: „Christoph Blocher ist nun mal der Fähigste und Solventeste zugleich.“ Dieses Zitat stammt übrigens von Toni Bortoluzzi.
Es ging in diesem Artikel darum, dass es an der Delegiertenversammlung der SVP von letztem Samstag rumorte. Dabei kam es zu hitzigen Gefechten zwischen Blocher-Getreuen und Blocher-Abtrünnigen. Natürlich ging es ums Geld, und darum wieviel Blocher in die SVP reinpumpt.
Toni Bortoluzzi ist übrigens ein Blocher-Getreuer.

Meine Frage des Tages: „Fähig und Solvent zugleich“, geht das überhaupt?

Ihr feldwaldwiesenblogger

Fazit der Woche

Eine Woche ist wieder fast rum. Da darf man ruhig ein Fazit ziehen.
Mein Wochenfazit zog ich vorhin beim Joggen. Da ich heute einen Freitag am Freitag bezog, hatte ich natürlich Zeit, meine Knochen und Muskeln etwas zu bewegen.
Zunächst stellte ich fest, dass der Winter vor der Tür steht, obwohl der Herbst erst begonnen hat. Ein Blick auf unsere verschneiten Berge, übrigens mit Schnee auf unter 1000 Meter hinunter, und auf den Schneestand auf unserer Glattalp (aktuell 27 cm) bezeugen dies.

Unsere Schweizer Politik rumorte diese Woche neben der weltweiten Finanzkrise im Takt. Die Finanzkrise ist noch längst nicht ausgestanden. Sind wohl die ärgsten Löcher gestopft, erwarten uns in nächster Zeit die Langzeitauswirkungen: Hohe Preise, steigende Arbeitslosigkeit, Beginn einer Rezession und und und. Wem haben wir das zu einem grossen Teil zu verdanken: Den US-Amerikanern. Ich sage zwar immer, dass ich als einfacher Chemielaborant nicht viel von der Finanzwelt verstehe. Eines aber verstehe ich sehr wohl: Das Leben auf übermässigem Pump kann auf Dauer einfach nicht funktionieren. Die US-Bürger haben’s jetzt ein paar Jährchen getan und unsere supergescheiten Finanzverständigen haben meines Wissens nur halbherzig protestiert. Die Quittung können wir nun alle ertragen.

Die Schweizer Politik überkochte vor allem letzte Woche mit dem Negativ-Entscheid des Nationalrates betreffs Schmid’s Rüstungspolitik.
Diese Woche war sie noch am Dampfen. Dabei ersehnten sich wohl einige fleissige Politiker (nicht nur SVP’ler, ich denke da auch an einen gewissen neunmalklugen Hämmerle) einen Rücktritt von Schmid herbei. Der ist nun nach Schweden abgehauen und lässt die vorhin erwähnten Persönlichkeiten zappeln. Ich denke, da kommt vorerst nichts.
Die SVP machte sich fast lächerlich, als sie bereits einen möglichen Nachfolger bestimmen wollten. Die haben wieder mal gewaltig über’s Ziel hinaus geschossen.

Hans-Rudolf Merz meldete sich diese Woche mit sehr erfreulichen Nachrichten zurück. Auch er wird bleiben. Denn er hat sich so gut erholt, dass da in nächster Zeit auch kein Rücktritt zu erwarten ist. Zudem meine ich, dass unsere Finanzen ihn auch noch etwas brauchen. Er ist ein stiller, aber sehr effizienter Schaffer. Unser Staats-Haushalt braucht ihn einfach noch.
Denn, angenommen Schmid und Merz würden dieser Tage zurücktreten: Wisst ihr, was dann abgeht? Nichts mehr! Die Bundesratsparteien würden sich wieder so auf den Grind geben, dass unsere Politik für einige Zeit blockiert wäre. Und gerade jetzt, beim Herannahen einer Rezession können wir politische Machtspiele überhaupt nicht gebrauchen.

Nun, mein Jogging ist für heute beendet.
feldwaldwiesenblogger