Die Cablecom und ihr lausiger Service

Heute habe ich im Online-Blick gelesen, dass Cablecom-Opfer eine Stimme bekommen haben. In der Person von Felix Zehnder, welcher Ende August nachfolgende Sätze auf einen Papierbrief aufsetzte. Er hatte so dermassen die Schnauze voll, dass sein Protestbrief ziemlich derb ausfiel.

«Liebe Damen und Herren, Sie scheissen mich langsam an.»

«Keine Ahnung, in welcher Bananenrepublik Sie Buchhaltung studiert haben.»

«Ihr ganzer Service ist ein Durchfall, ein einziger Dünnschiss.»

«Ich erwarte ja auch nicht, dass mir eine schöne Frau einen ablutscht, wenn ich bei der Cablecom einen Vertrag unterschreibe. Ein funktionierendes Telefon würde mir genügen.»

«Ihre übrigen Produkte wie ‹Digital-TV› oder ‹High-Speed-Internet› schieben Sie sich bitte dorthin, wo die Sonne nie scheint. Der Ort ist an Ihrem Rücken, gleich unter dem Steissbein.»

«Was soll eigentlich Ihr komisches Emblem? Ist das ein Werkzeug, um unfähige Verwaltungsräte zu kastrieren? Völlig unnötig! Die Buben sind schon ohne Eier zur Welt gekommen …»

Köstlich. Aber das Beste daran ist: Herr Zehnder hat diesen Brief nicht etwa ins Internet gestellt. Nein, nein, er schickte ihn schön brav an die Cablecom. Dort stellte ein Mitarbeiter diesen Brief ins Netz. Der Mitarbeiter wurde inzwischen entlassen. Dafür „outen“ sich jetzt auch andere erboste Cablecom-Kunden und stimmen ins gleiche Lied ein wie Felix Zehnder.

Mein Kommentar dazu:
Ich habe auch schon mit empörten und erbosten Cablecom-Kunden geredet. Scheinbar ist deren Service so dermassen schlecht, dass einige Kunden, so schnell wie möglich abspringen. Das Geschäftsgebahren scheint mir auch einigermassen plausibel: Diese Firma hat ja in vielen Teilen der Schweiz eine Art Monopol. Sie tun und walten dann natürlich wie’s ihnen grad passt. Angekündigt wird viel, aber geboten dann doch eher Unterdurchschnitt. Zudem sparen sie viel Geld beim Kundenservice: Dort arbeiten vermutlich eher schlecht ausgebildete Mitarbeiter und kassieren dementsprechend auch einen schlechten Lohn. Die Herren in der Chefetage, ohne die der Laden normalerweise auch läuft, kassieren garantiert einen satten Lohn, womöglich auch noch mit Bonus.
Ich selber bin glücklicherweise nicht Kunde von dieser Firma. Das fehlte ja dann grad noch, dass ich z.B. monatelang nicht surfen könnte oder mir jrgendwelche Sender abgeschaltet würden.
Jaja, das Internet hat halt auch ihr Gutes: Wenn’s funktioniert, dann kann man(n oder frau) sich dort auch Luft machen.

Es grüsst!
feldwaldwiesenblogger