Jahresende, ein paar Gedanken

Bald ist’s vorbei, das 2008. Viel ist geschehen, einiges auch nicht.
Das 2009 steht vor der Tür. Was es uns wohl bringen mag?
Die im 2008 begonnene Finanzkrise soll uns ins 2009 begleiten. Und sonst? Was begleitet uns sonst noch?

Natürlich, unser Überflieger Simi. Flieg, Simi, flieg! Er fliegt mit uns ins Neue Jahr. Ein anderer momentan stattfindender Sportanlass, der Spengler-Cup in Davos, endet am Silvester. Aber, was les ich heut: „Neid, Missgunst, Grümpelturnier“ ob diesem schönen Jahresausklang. Also bitte schön!

Andere haben im Moment nichts zu lachen. Die Menschen im Gaza-Streifen. Ein schon lange andauernder Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern scheint zum Jahreswechsel erneut zu eskalieren. Was wären die froh, nur so Probleme mit dem Spengler-Cup zu wälzen.

Bundesrat Schmid kann sich bereits übermorgen zu Blocher’s Lager, den Alt-Bundesräten, gesellen. Gestern erfolgte die „Schlüsselübergabe“ an seinen Nachfolger Neu-Bundesrat Maurer. Etwas ramponiert wegen seiner Sternguckerei übernahm Ueli den Schlüssel. Folgt da ein sofortiges Aufräumkommando im VBS?

Gestern hat uns alle der Tod von der Cabaret Rotstift-Legende Werner von Aesch überrascht. Unvergessen ihre Sketches. Etwas Wehmut überkommt einem. Ich erinnere mich daran, dass einer unserer Berufsschullehrer jeweils vor Weihnachten in seiner letzten Stunde eine Cabaret Rotstift-Platte auflegte und uns damit eine Freude machte.

Mit meinen Gedanken zum Jahresausklang wünsche ich allen meinen Lesern einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

P.S.: Dieser nette Herr lässt ausrichten, dass Du im Neuen Jahr auch ab und zu ein Lächeln auf dein Gesicht aufsetzen sollst.

Bis bald.
feldwaldwiesenblogger

Die Swiss-Piraten-Connection

Gegen Jahres-Ende wird’s noch mal turbulent im Bundesrat: Couchepin möchte Schweizer Soldaten entsenden, um Piraten das Handwerk zu legen. Und zwar solchen Piraten, die Schweizer Hochsee-Schiffe kapern könnten. Transportiert wird in diesen Schiffen wie immer Nationalbank-Gold.
Was der Strategie-Experte Stahel schlicht als „Schnaps-Idee“ bezeichnet, meint Couchepin und seit gestern auch Calmy-Rey ernst.
Die ganze Geschichte tönt jrgendwie lustig, abenteuerlich und exotisch. Was hat den guten Couchepin bloss geritten, als er diese Idee ausbrütete? Mir selber schleierhaft. Ein Ansatzversuch einer Erklärung könnte aber die kürzlich stattgefundene Bundesrats-Party gewesen sein. Da sollen Couchepin, Calm-Rey und Bundesrats-Novize Maurer als Piraten erschienen sein.
Feldwaldwiesenblog-Picture-Maker war vor Ort und konnte grad noch zwei Bilder schiessen, bevor die Tafelrunde hinter abgeriegelten Türen zu feiern begann.
Hier die „Schnaps-Schüsse“:


Couchepin


Calmy-Rey und Novize Maurer

Pirat feldwaldwiesenblogger

Schuhbewurf auf Bush

Sicher haben die Meisten von euch mitbekommen, dass Bush auf seiner Abschiedstournee im Irak von Schuhen beworfen wurde.
Der Schuhwerfer (ein Mann) wagte es bei einer Pressekonferenz, Bush mit seinen beiden Schuhen zu bewerfen. Der baldige Ex-US-Präsident zeigte dabei eine sehr gute Reaktion.
Ich dachte mir, sowas würde ich auch gerne machen. Aber wie soll ich das bloss anstellen.

Seit gestern habe ich die Lösung. Es gibt im Internet ein neues Spiel: Sock and Awe
Es ist das ultimative Schuhbewurf-auf-Bush-Spiel. Das ideale Weihnachtsgeschenk. Ich habe es ausprobiert und habe „Tschortsch Dapplju“ einige Male beworfen und sogar getroffen. Es gab mir jrgendwie eine innere Befriedigung. Kann mir aber selber nicht erklären wieso.

feldwaldwiesenblogger

Hirschhorn oder Amateuer-Kunst?

Diese Frage stellt sich mir schon gar nicht. Dieser überdrehte und abgedrehte Thomas Hirschhorn ist für mich kein echter Künstler, das ist ein eiskalter Abzocker. Leider wird er immer wieder bei jrgendwelchen Ausstellungen berücksichtigt. Sein „neuster Fall“ ist im Davoser Landratssaal zu sehen. Diese unsägliche Collageserie handelt von Gewalt und Pornographie und besteht aus Schnipseln aus Pornoheften, Bildern von Körperteilen und Anti-NaziAufklebern. Zu Recht regen sich die Leute auf. Wenn das Kunst sein soll, dann fresse ich einen Besen. Gestern war bei „Schweiz aktuell“ dieser „Brunz“ zu sehen. Dieses Wort wollte ich eigentlich gar nicht in die Tastatur nehmen. Nachdem aber gestern wieder mal sein Auftritt an einer früheren „Performance“ gezeigt wurde, konnte ich nicht anders. Ich glaube, es war damals in Paris und der gute Hirschhorn „schnaggte“ wie ein Kind herum und hob dabei sogar ein Bein wie ein Hund. Ich vermute, er liess selber einen „Brunz“ ab ob seiner Kunst. Der „Herr Künstler“ wird leider dann und wann von Schweizer Behörden-Kultur-Stellen finanziert, nur damit er sich wieder jrgendwo pervers austoben kann. Ich bin mir auch sicher, dass wir das Ganze mit unseren Steuergeldern bezahlen. So ein Skandal. Und ich bin mir auch sicher, dass Hirschhorn im Geheimen darüber lacht, dass „dieses Zeugs“ von einigen auch noch Kunst benannt wird.

Gestern habe ich ein Konzert-Plakat per Email erhalten, welches nicht unterstützte Amateure gemacht haben. Ich bin sicher kein Kunstexperte, aber mir gefällt so was. Denn ein Plakat zu gestalten, setzt auch eine gewisse Kunst voraus.
Natürlich, ich höre die Experten schon stöhnen ob meiner Banauserei. Aber: Wer bitte schön soll Hirschhorn-Schweinereien denn anschauen? Nur Experten, die was davon verstehen? Ist denn Kunst nicht für das breite Publikum? Eben.
Ein Picasso würde sich im Grab umdrehen, wenn er Hirschhorn-Kunst zu sehen bekäme. Nur Provokation, Perversion und Häme. Zum Davonlaufen.

Ich stelle sicher keine Hirschhorn-Collage in meinen Blog. Stattdessen aber das oben erwähnte Plakat der noch jungen Band Pyuss aus Muotathal.

Bis demnächst!
feldwaldwiesenblogger

So ein Tag so wunderschön wie heute…

So oder ähnlich wurde gestern nach dem historisch-hohen Sieg der Luzerner gegen Basel gesungen. Was für eine Genugtuung, was für eine Befreiung, was für eine Wohltat.
Die Vorrunde mit nur 11 erbeuteten Punkten war bis zum Amtsantritt von Fringer eine einzige Katastrophe. Sforza, der nicht mehr an die Mannschaft herankam und Morinini, der die Mannschaft nie verstand, sind bereits geschickt worden.
Klar, der FCL ist immer noch Tabellenletzter. Immer noch drei Punkte auf die nächst vorderen. Aber: Mit dem 5:1 gestern haben die Luzerner sicher ganz tüchtig Selbstvertrauen getankt und können zuversichtlich in die Rückrunde gehen.
Es gab eine Phase, da dachte ich: Wieso habe ich bloss eine Saisonkarte gekauft? Ein Trauerspiel nach dem anderen wurde geboten. Bis Fringer kam. Heute muss ich sogar sagen, dass ich trotz der Tabellensituation mich auf die Rückrunde freue. Ja, ich bin überzeugt, dass der FCL den Ligaerhalt schafft. Zudem überwintert man im Schweizer Cup. Da liegt im kommenden Frühjahr gewiss auch etwas drin.
Gestern habe ich nach dem Match eine leichte Abänderung von Baschi’s Fussballhit „Chum bring en hei“ gehört: „Chum Fringer hei!“ Gewissermassen stimmt das auch. Fringer hat nach einigen kürzeren und längeren Engagements, mit mehr oder weniger Erfolg, vielleicht auch jetzt für längere Zeit sein „Dä Hei“ gefunden.
Nach dem sehr verheissungsvollen Auftritt gestern gabs für die Mannschaft eine stimmungsvolle Weihnachtsfeier im Al Fresco (Angabe von FCL-Homepage).
Ich wünsche dem FCL schöne Festtage und alles Gute für das kommende 2009.

Ein laut rufender „Ho Ho Hopp Lozärn“-Fan
feldwaldwiesenblogger

Sieger Maurer, Verlierer Blocher

Gratulation an Ueli! Er ist nun drin, eine hauchdünne Mehrheit im Parlament freut sich.
Aber noch besser: Blocher ist endlich draussen. Und ich bitte die SVP inständig, ihn auch draussen zu lassen. Jetzt beginnen sie allmählich zu merken, dass ihr Übervater einfach nur ein Klotz am Bein ist.
Wie lächerlich: Die komplette SVP-Fraktion gab ihm die Stimme. Wieso eigentlich? Als Dank? Als Beweis für „den alten Herrn der Partei“, dass nun Schluss ist? Müssen sie ihn eigentlich noch lange als SVP-Vize ertragen, erdulden? Oder nimmt er freiwillig den Hut?

Ich für meinen Teil finde den Kompromiss mit Maurer akzeptabel. Es gibt Vorbehalte gegen ihn, auch meinerseits. Unvergessen sind seine verbalen Entgleisungen. Unvergessen seine Äusserungen gegen Andersdenkende.
Man wird sehen, wie er sich im Bundesrat hält. Aber: Schliesslich geht’s um die Zukunft der Schweiz. Eine missliche Wirtschaftssituation ist da und sie soll sich laut Prognostikern bis nächsten Frühling noch verstärken. Was wäre das für eine Situation mit einer täubelnden und oppositionierenden SVP? Ich meine gar nichts. Das würde die Schweiz derart blockieren, dass es schlimme Folgen nehmen könnte.
Denn: Ich bin überzeugt, dass nach einer Wahl Hansjörg Walters, jener Walter verzichtet hätte und die SVP vermutlich erklärt hätte, dass sie dem Bundesrat fern bleiben würden. Das wäre vermutlich bis zum Oppositions-Terror ausgeartet.
Da sage ich: Nein Danke! Und akzeptiere Herrn Maurer als Bundesrat.

Die Zukunft der SVP könnte auch sehr spannend werden. Wie verhält sich ihr langjähriger Präsident im Bundesrat und wie verhält sich seine Partei ihm gegenüber? Mässigt sich die Partei, da davon auszugehen ist, dass der Einfluss von Blocher abnehmen wird? Die Personenfreizügikeits-Abstimmung steht bevor: Man darf gespannt sein, was für eine Tonart die SVP im Vorfeld einschlagen wird.

Ein sich gedankenmachender
feldwaldwiesenblogger