WEF: Mit vollem Bauch hat man eben keinen klaren Kopf…

Es ist doch jedes Jahr an diesem WEF dasselbe: Die Besten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft dürfen nach Davos. Sie essen dort oben sich die Bäuche voll und hinterher wird dann vor laufender Kamera gegrinst (manchmal sogar gerülpst) und vor sich her gelabert. Kein Wunder: Mit vollem Bauch hat keiner einen klaren Kopf.
Rauskommen tut selten was Gescheites. Denn Rezepte, um die Finanzkrise zu bewältigen, kennt keiner. Stattdessen kennen sie die feinsten Kochrezepte, denn die verschlingen sie ja dutzendweise.
Ich hätte da einen Vorschlag zur Güte: Lasst diese Mächtigen und Gewaltigen nur noch an Kantinenessen. Denn das ist erstens gesünder, zweitens billiger und drittens weniger bauchfüllend.

En Guete!
felwaldwiesenblogger

Der FC Bayern ist bereit für das Fussballjahr 2009 – und wie!

Gestern abend, live auf ZDF: Das war einfach nur geil! Meine Lieblingsmannschaft ausserhalb unserer Landesgrenze, der FC Bayern, bodigte die Stuttgarter in ihrem eigenen Stadion mit einem klaren 5:1. Wumms. Die Pokal-Runde (1/8-Final) Dienstag/Mittwoch in Deutschland ist so was wie der Auftakt zur eigentlichen Bundesliga-Rückrunde, die am kommenden Wochenende losgeht.
Vor dem Match dachte ich mir, dass das ein hartes Stück Arbeit für die Bayern werden könnte. Direkt von der Winterpause gleich in ein Cupspiel nach Stuttgart.
Nach anfänglichem Abtasten beider Mannschaften mit ersichtlichen Abstimmungs-schwierigkeiten eröffnete Schweini den Torreigen in der 14. Minute. Ein Schuss aus spitzem Winkel – Tor. Zwei Minuten später legte Ribéry (das Tier) nach. Die Stuttgarter waren stehend k.o., und dies nach 16 Minuten. Franck wurde in der 21. Minute arrogant und trat einen Foul-Elfmeter derart überheblich, dass Lehmann den Ball in der Mitte spielend fangen konnte. Zum Glück war dieser Elfer nicht match-entscheidend! Denn die Bayern erhöhten durch Toni vor der Pause zum 3:0. Der Match war gelaufen, obwohl der ZDF-Reporter Bela Rethi kurz vor der Pause meinte: Wir hoffen wegen der Spannung auf das „Liverpool-Wunder“ (Liverpool gewann vor einigen Jahren nach einem 0:3-Pausenrückstand schliesslich noch das CL-Finale gegen den AC Milan).
Doch nach der Pause gings im gleichen Takt weiter. Die Bayern erhöhten mit einem weiteren Penalty, diesmal wollte Klinsi dass Schweini schiesst, auf 4:0. Und bereits in der 59. Minute fiel durch den unermüdlichen Zé Roberto das 5:0. Das 5:1 in der 84. Minute durch Gomez war dann nur noch Resultatkosmetik.
„Klinis Schwarzes Ballet“ wie bild.de heute die Bayern wegen ihres schwarzen Auswärtstrikots bezeichnet, schlug gnadenlos zu. Diese Angriffsauslösung mit einem kurzzeitigen Erhöhen des Tempos war schon sehenswert. Wer will die in der Bundesliga stoppen? Wahrscheinlich nur sie selbst. Aber Hoeness, Klinsi und der FC Bayern wollen europamässig hinaus. Und da warten in den kommenden Champions League-Aufgaben dann ganz andere Gegner.

Ich selber hatte vor dem Amtsantritt von Klinsi meine Bedenken und glaubte damals, dass er bereits Ende 2008 wieder weg ist. Wie ich doch daneben lag. Denn sein „Unternehmen“ mit den etwas anderen Trainingsmethoden trägt nun Früchte. Ich werde wohl nie ein grosser Symphatisant von Klinsmann sein, fange nun aber an, seine Arbeit zu schätzen.
Vorerst freue ich mich über den gestrigen Sieg. Und am kommenden Freitag steht dann der eigentliche Bundesliga-Rückrundenstart mit dem Knüller HSV – Bayern an.

feldwaldwiesenblogger

Bush nimmt Abschied und ich schaue kurz zurück…

Ja ja, dem guten Tschortsch Dappelju weint eigentlich keiner nach. Er ist (endlich) weg.
Ich erlaube mir aber trotzdem, natürlich in Absprache mit Mister Ex-President, einen kleinen Rückblick zu machen. Natürlich nur in Bildern, denn zu sagen gibt es da nicht viel…

Ziehung der Erfolgs- ähm Misserfolgsbilanz:

Amts- resp. Schlüsselübergabe:

Vielleicht werde ich noch ein Interview bei ihm auf seiner Ranch in Texas machen. Aber wen würde das schon interessieren.

Das einzige, was mir an ihm jrgendwie gefiel, waren seine Grimassen. Denn die beherrschte er. Seine peinlichen Situationen begleitete er stets mit einer gepflegten Grimasse. Wie auf folgendem Bild, als die verflixte Tür einfach nicht aufging.

Nun gut, hier wird der Rückblick beendet. Denn weitere Erwähnung verdient der Mann nun wirklich nicht.

Bis bald!
feldwaldwiesenblogger

Yes, he did it!

Ja, er tat’s nun endlich. Barack Obama gab gestern seinen Amtseid ab und kann endlich als neuer Präsident der USA wirken.

Ich frage mich, wie er die marode Grossmacht USA „aus dem Dreck“ ziehen will?
Wie verhält sich die USA in Zukunft im Irak, in Afghanistan?
Wie sieht Obama den Konflikt der Israelis mit den Palästinensern?
Wie steht’s mit uns Europäern, wie begegnet er unseren „Superstaaten“?
Putin und Obama, geht das gut?
Schliesslich: Die Innenpolitik der USA, Gesundheits- und Schulwesen, Arbeitsplätze, Verkehrswege, und und und.

Ich wünsche Obama alles Gute für das vielleicht momentan schwierigste Amt der Welt.
Ich wünsche mir auch, dass er mit seiner positiven Ausstrahlung etwas Licht in die vielen Schattenseiten der amerikanischen Politik bringen kann. Denn in den vergangenen acht Jahren verspielte die USA sehr viel Symphathie auf der ganzen Welt. Bush schaffte es auch, dass sich ein sonst so präsidententreues Volk von ihm abzuwenden begann. So viel ist passiert und versäumt worden in seiner Amtszeit, dass Obama eigentlich vorerst nicht viel mehr kann, als die Scherben zu kehren.

Er kann aber jetzt schon mehr als Bush: Mit seiner Art und seinem Auftreten hat er weltweit so viele Hoffnungen und Mut geweckt, dass ihm sicher der eine oder andere Fehler verziehen wird.

Ich denke, mit Amerika kann’s wieder was werden.

Ein optimistischer
feldwaldwiesenblogger

Ambri lebt immer noch…

Trotz letztem Tabellenplatz der Leventiner: Ambri-Piotta hat das Siegen noch nicht verlernt. Dieses Wochenende fuhren sie 6 Punkte ein, beide Male gegen einen Berner Verein.
Gestern war der Schreibende in der Vallascia und bejubelte auch das 4:3 gegen den SC Bern. Im tief verschneiten Nordtessin war’s gestern so richtig heimelig. Ambri machte von Anfang an Druck und liess die Berner so richtig auflaufen. Augenscheinlich steckt der SC Bern in einer kleinen Formkrise. Der einzige „Berner“, welcher momentan in Normalform ist, ist Gamache. Er machte denn die drei Tore für die Mutzen.
Die Leventiner verdanken ihren Sieg einer geschlossenen Mannschaftsleistung und ihrer wieder gefundenen Leidenschaft zu kämpfen. Denn diese Eigenschaft brauchen sie dringend in den bevorstehenden Playout’s. Aber nicht zu vergessen ist ihr Torhüter Krjzan, der etliche Glanzparaden zeigte. Denn auch dank ihm läuft’s in der Leventina im 2009 wieder besser.
Hätte Ambri nicht die Verletzung ihres Stammtorhüters Bäumle in Kauf nehmen müssen und wäre die Leidenschaft immer so gewesen wie gestern… ja dann stünden sie sicher weiter oben in der Tabelle. Aber eben: Hätte, wäre, würde! Zählt alles nichts.
Resultate müssen und hätten her gemüsst.
Mein Kommentar gestern war denn auch, dass Ambri jetzt einfach die anderen ärgern kann und soll. Zudem müssen sie sich jetzt schon mental und physisch auf die Playouts vorbereiten. Denn bis zum endgültigen Ligaerhalt steht noch ein hartes Stück Arbeit.
Rein theoretisch lägen noch die Playoffs drin, praktisch aber (fast) unmöglich.
Ich selber, der vor gut zwanzig Jahren viele Ambri-Matches besuchte, glaube an den Ligaerhalt.

Forza Ambri!
feldwaldwiesenblogger

Eveline Widmer-Schlumpf: Karriere-Höhepunkt

Schweizerin des Jahres 2009: Eveline Widmer-Schlumpf! Herzliche Gratulation auch felwaldwiesenbloggerseits.
Was ich selber kaum für möglich gehalten habe, ist vergangenen Samstagabend Tatsache geworden.
Als ich in der Sonntagspresse das Wahlresultat betrachtete, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Die Schweiz hat nun einen SVP-Graben. Denn Frau Widmer-Schlumpf erreichte ihren Titel mit sagenhaften 69% Stimmen-Anteil. Die fehlenden gut 30 Prozent entsprechen etwa dem SVP-Wähleranteil bei den National- und Ständerats-Wahlen anno 2007.
Voilà! Da haben wirs also. Den Schweizerischen SVP-Graben. Er zieht sich durch alles hindurch. Selbst bei den Swiss Awards. Denn ich glaube kaum, dass ein SVP-Wähler der guten Frau die Stimme gab. Oder täusche ich mich da?
Selbst der BLICK von heute liess mich nicht zweifeln. Die einzigen, die den Triumph von Bundesrätin Widmer-Schlumpf nicht kommentieren wollen sind SVP-Spitzenleute wie Neo-Bundesrat Maurer und natürlich SVP-Parteipräsident Toni Brunner. Warum wohl? Jedes falsche Wort könnte diesen Titel noch mehr aufwerten. Und schliesslich geht’s jetzt schon wieder um Wahlkampf. Denn die nächsten National- und Ständerats-Wahlen könnten bei (zu) vielen Fehlern der SVP zu einem gandenlosen Showdown der neuen Partei BDP führen.
Ja ja, so kann’s gehen. Die einst Verschmähte der SVP wird nun zur beliebtesten Schweizerin gewählt. Wie weh das doch den SVP-Hardlinern tun muss. Aber für einmal haben diese Herren nicht ihren „Grind“ durchgesetzt. Von denen wäre keiner auf über 30% Stimmenanteil gekommen. Warum wohl?
Die Wahl zur Schweizerin des Jahres könnte also noch mehr Signalwirkung haben. Zudem war wahrscheinlich noch nie ein Bundesrat so beliebt wie Frau Widmer-Schlumpf. Dabei hätte sie das von ihrer ehemaligen Partei SVP aus nie werden dürfen.
Der SVP-Graben durch die Schweiz besteht nun. Ich habe aber den leisen Verdacht, dass der immer kleiner wird.

Einen guten Wochenstart wünscht
feldwaldwiesenblogger