Wetterschmöcken anhand von Frauen!

Das Wetter ist bekanntlich das Lieblingsthema des Schweizers. Alle reden darüber, aber nur wenige verstehen auch tatsächlich was davon.
Jene die was davon verstehen (oder es jedenfalls meinen) sind unsere Muotathaler Wetterfrösche. Ihre Ansichten und Vorhersagen sind gefragter denn je. In regelmässigen Abständen kann man die Prognosen der bärtigen Männer in Presse und TV entnehmen. Ende Januar z.B. waren Martin Horat und seine Mannen im Fernsehen, als sie am Umzug der Sennenchilbi in Schwyz teilnahmen. Bei jenem Anlass hockte Martin Horat in einem Ameisenhaufen. Dies hatte natürlich seinen Grund. Denn Horat entnimmt seine Prognosen aus dem emsigen Treiben dieser Tierchen.

Jeder der Muotathaler Wetterfrösche hat so seine Methoden. Eine der besten Methoden stand erst letzten Sonntag in der Zeitung „Zentralschweiz am Sonntag“. Musers Martin (Martin Holdener, Haggen) macht für gewöhnlich seine Prognosen anhand von Feldmäusen. Da diese Tierchen sich zur Zeit aber unter dem Schnee in der Erde verkrochen haben, musste er seine Prognosen für den Frühling andersweitig erstellen. Kurzerhand wechselte er sein Beobachtungsfeld und beobachtete statt der Mäuse die Frauen. Er liess sich gegenüber der Zeitung noch keine näheren Prognosen entlocken. Seine gesammelten Erkenntnisse will er an der Frühlingssitzung der Muotathaler Wetterschmöcker am 1. Mai in Rothenthurm bekannt geben. Nur so viel wollte er verraten: Wenn’s in seinem Bart knistert, dann …. ja dann … sind die Frauen … Ausführliche Details leider erst am 1. Mai.

Ich schmunzelte und musste eingestehen, dass der Mann nicht nur das Wetter erraten kann, sondern von nun als echter „Frauenkenner“ durchgeht. Denn ob die Frauen oder die Männer wetterempfindlicher sind, ist noch nicht bis ins letzte Detail erforscht. Für Musers Martin war aber schnell klar, dass nach den Feldmäusen die Frauen sein ergiebigstes Beobachtungsobjekt sein werden. Ob ihm die gesammelten Erkenntnisse den Nobel-Preis für Physik einbringen, bezweifle ich. Vielmehr hat sich Musers Frauenkenner Martin seinen Platz auf dem Leutschenbach-Dach neben Sandra Boner oder Cécile Bähler verdient.

Bis bald!
feldwaldwiesenblogger