Wäre Benaglio ein Torhüter für die Bayern?

Gestern habe ich gelesen, dass gewisse Leute Benaglio gerne beim FC Bayern sehen würden. Und wisst ihr was: Das würde ich auch.
Denn: Ob Rensing jemals die erwartete Nummer 1 im Tor der Bayern wird, ist fraglich. Klinsmann spricht zwar davon, dass sein Aufbau der Mannschaft mehrere Jahre dauern könnte. Wenn er diese Arbeitsweise durchziehen wollte, hätte er diese Woche nicht Rensing als Nr. 1 abrasieren dürfen. Genau dies hat er aber getan. Er brachte die Nr. 2, den erfahreneren Hansjörg Butt, sowohl in Barcelona als auch gestern gegen Frankfurt.
Diese Massnahme erinnert mich nicht an längerfristiges Denken, sondern an kurzfristiges Handeln.
Sind wir doch ehrlich: Längerfristig planen und handeln kann ein FC Bayern eigentlich gar nicht. Die Guten sind zum Erfolg verdammt. Erfolg stellt sich aber bei solch einer Konstellation nur durch kurzfristiges Handeln ein. Ganz im Gegenteil zu einem Wolfsburg. Dort liess man dem Trainer Magath einige Zeit. Denn als er die Mannschaft übernahm tümpelte sie jrgendwo in den Tiefen der Bundesliga-Mitte herum. Niemand erwartete dort sofort Erfolg oder gar den Meistertitel.
Anders bei den Bayern: Klinsmann, der vorher noch nie eine Klub-Mannschaft trainierte, muss sofort Erfolg haben. Dies geht aber heutzutage im modernen Klubfussball eigentlich nicht mehr, dass ein Trainer-Rookie sofort Erfolg hat. Auch wenn er mit der Deutschen Nationalmannschaft eine tolle WM im eigenen Land gespielt hat. Das ist und bleibt aber etwas ganz anderes!
Nun zu meiner eingangs gestellten Torhüter-Frage. Rensing kann einmal eine richtige Nummer 1 bei Bayern werden, sicher ist das aber nicht. In meinen Augen ist er aber noch lange nicht so weit. Die Gründe sind vielfältig. Der Hauptgrund ist aber sicher die Tatsache, dass eigentlich jeder, der nach so einem Ausnahmekönner wie Titan Kahn kommt, nur verlieren kann. An diesem Druck ist Rensing gescheitert. Rensing und somit auch die Verteidigung strahlte nur selten die nötige Ruhe von hinten aus. Das Resultat war, dass praktisch bei jedem Match ein bis zwei unnötige Tore fielen.
Rensing kann und muss noch viel lernen. Mit ihm als Nr. 1 im Tor sollten die Bayern nicht die nächste Saison in Angriff nehmen. Ein Top-Torhüter muss verpflichtet werden, denn Butt ist mit seinen 35 Jahren bereits zu alt, um ihn (länger) zur neuen Nr. 1 zu machen.
Diego Benaglio, unser Nati-Keeper käme da gerade recht. Denn Benaglio ist auch noch jung, was mit Rensing zusammen zu einer gesunden Konkurrenz-Situation führen könnte.
Denn Benaglio hat sich für sein junges Alter schon eine Menge Erfahrung zugelegt. Nicht zu letzt auch bei Magath’s Wolfsburg, wo er zu einem internationalen Spitzen-Torhüter heranreifte. Unlängst adelte Paul Breitner, seines Zeichen Berater der Bayern, unseren Benaglio. Er nannte ihn den besten Torhüter in Deutschland. Das soll was heissen, denn damit steht er in seinen Augen vor so Top-Keepern wie Enke, Adler, aber auch Lehmann.
Was Breitner mit seinem Lob auch sagen möchte: Hey Bayern, verpflichtet diesen Bengalio. Denn dieser Bursche ist schon ein bemerkenswerter Top-Torhüter. Bei Rensing wissen wir leider nicht, ob er das jemals wird.
Wir Schweizer könnten zudem auch davon profitieren, wenn Benaglio in einem so tollen Klub wie beim FC Bayern als Nr. 1 im Tor stehen würde.

Bis bald!
feldwaldwiesenblogger

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