B.B. and the Blues Shacks – live in Arosa

Letzten Freitag düste ich mit meinem Auto nach Arosa. Starkregen und missliche Wetterprognosen, ja sogar Nebel auf der kurvenreichen Strecke zwischen Chur und Arosa hielten mich nicht ab. Der Ausflugs-Grund war ein Konzertbesuch der B.B. and the Blues Shacks, einer meiner Lieblings-Bands. Sie waren dieses Jahr zu Gast beim Jazzfestival Arosa, gleich Freitag, Samstag und Sonntag.
Ich selber besuchte ihr Konzert am Freitag Abend im Robinson Club. In diesem gemütlichen Club legten die Shacks pünktlich um 21.30 Uhr los und zogen das Publikum schon bald in ihren Bann.
Ihr Blues aus den 50iger-Jahren ist alles andere als verstaubt. Sie bringen ihn mit so einer Frische und Eleganz, das man sich gleich zurückversetzt fühlt in diese Zeit. In der Zeit von 21.30 Uhr bis nach Mitternacht spielten sie drei Sets, und brachten dabei nicht nur meine Beine zum Wippen. Schon bald begannen die Zuhörer vor der Band zu tanzen, stillsitzen konnte man längst nicht mehr. Der shufflige Groove der Shacks ist einfach so genial und trifft genau meinen Nerv. Und diesen Groove beherrschen sie perfekt! Ich würde sogar sagen, das swingt wie ne Sau, wie einst ein Schlagzeuglehrer von mir sagte.
Bei vielen Bands sage ich nach dem Konzert: War geil, muss sie aber nicht unbedingt wieder sehen. Bei B.B. and the Blues Shacks ist das anders. Von ihnen kann ich nicht genug bekommen!
Auf der Homepage von einem der grössten Fans der Band habe ich gelesen, dass er scheinbar keinen Tag ohne den Sound der Shacks auskommen möchte. Soweit bin ich (noch) nicht. Dennoch sage ich nach jedem Konzert von ihnen: Die muss ich sobald wie möglich wieder sehen.

Eine Notiz am Rand: Am Samstag Morgen gab es in Arosa ein winterliches Erwachen. In der Nacht auf Samstag hatte es gut zehn Zentimeter geschneit. Der Schneepflug musste sogar ausrücken und die ÖV-Busse fuhren am Morgen mit Schneeketten. Das winterliche Wetter hielt aber die Aroser nicht ab, ihr Fussball-Grümpelturnier durchzuführen. Draussen, wohl verstanden.

Ihr feldwaldwiesenblogger