Interessant, interessant…

Was ich da gerade auf NZZ Online las, hört sich ja fast an, als ob die Verantwortlichen im Departement von Bundesrat Maurer, dem VBS, auf mich hörten. Oder besser gesagt, meinen Blog gelesen habe.
Denn die neue Marschrichtung der Armee soll laut einer Indiskretion aus dem VBS eindeutig in die Richtung gehen, die ich schon vor einiger Zeit vorschlug. Unsere Armee soll nicht wirklich mehr eine „Verteidigungsarmee“ sein, sondern vermehrt Polizei- und Sicherheitseinsätze unterstützen und bei Naturkatastrophen einschreiten können.
Denn was nützt einem kleinen Land wie der Schweiz eine Riesenzahl an Artillerie-Waffen, Panzer und Kampfjets, wenn jrgendwo in einem Bergtal ein Felssturz erfolgte und viele Menschen bedroht? Oder wenn ein Grossanlass wie die Euro ’08 es war, ansteht und die Polizei an ihre Leistungsgrenzen oder gar drüber stösst? Oder wenn ein terroristischer Anschlag erfolgt ist und Spezialisten gefragt sind?
Das VBS muss umdenken! Auch wenn das Maurer (noch) nicht zugeben mag. Eine Armee wie die schweizerische ist einfach nicht mehr zu halten. Da gibt und gäbe es so viel zu ersetzen, denn viele der obgenannten Verteidigungsgeräte sind veraltet und müssten ersetzt werden.
Aber woher das Geld nehmen, und eigentlich wofür? Die gerne propagierten Gefahrenszenarien von früher sind doch längst veraltet.
Heutzutage muss eine Armee schlank und vielseitig einsetzbar sein. Dies sowohl bei Terroranschlägen, Unterstützung bei Sicherheitseinsätzen als auch bei Naturkatastropheneinsätzen.
Man darf ja gespannt sein, was diese Indiskretion noch so alles auslöst. Denn es war die „Weltwoche“, welche vergangenen Mittwoch ein „Diskussionspapier“ aus dem VBS zu den „Eckwerten für die Weiterentwicklung der Armee“ auf ihre Website gestellt hat.

Einen schönen Samstag!
feldwaldwiesenblogger