Tor oder nicht Tor?

Je nach Sichtweise war das wirklich kein Tor. Nur: was nützt das jetzt noch?
Soll die FIFA zu Videobeweisen zurückgreifen können? Fast alle sagen ja, nur die FIFA nicht. Ihre Regelwerks-Hüter wollen den Fussball so einfach wie möglich halten.

Das ist doch jrgendwie paradox. Denn schon längst sind bei Weltmeisterschaften, EM’s, ChampionsLeague oder nationalen Meisterschaften soviel Technik im Einsatz, um dem Fan in der Stube ein möglichst optimales Bildvergnügen zu ermöglichen. Nur der Schiri und seine Assistenten dürfen nicht davon profitieren.

Wie weiter also? Ein Ansatz könnten die zwei zusätzlichen Torrichter sein, wie sie schon vergangene Saison in der EuroLeague eingesetzt wurden.
Möglich wäre eine Torraum-Kamera. Möglich wäre aber auch ein fünfter Schiedsrichter, welcher abgeschirmt von den Fans an einem neutralen Ort im Stadion sitzt, und den Head-Schiri anfunkt bei einem strittigen Entscheid. Dies wäre dann sowas wie ein Supervisor.

Alles Denkansätze, welchen sich die Regelwerks-Hüter nicht verwehren dürfen.

Was mir aber auch klar ist, sind die Emotionen, die unbedingt drin bleiben müssen. Der Diskussionsstoff.
Jeder Entscheid muss nicht von der Technik unterstützt werden. Nur die wirklich strittigen, wie bei obigem Bild.

Weiterhin schöne WM!
feldwaldwiesenblogger

Schlammschlacht in Jonschwil

Dem Sonisphere Festival, welches vom Donnerstag bis heute Samstagmorgen stattfand, stattete ich auch einen Besuch ab.
Der Wetterbericht verhiess im Vorfeld nichts Gutes und so packte ich Regenklamotten und trockene Kleider ins Auto. Zusammen mit einem Kollegen fuhr ich dann gestern Freitagvormittag über den Ricken nach Jonschwil. Als wir dann am frühen Nachmittag eintrafen, liess der Regen doch endlich nach. Froh gelaunt liefen wir dann zum Festivalgelände, und dankten Petrus, dass der Regen weg blieb und bis zum Ende des Festivals kein Thema mehr war.
Nach und nach kamen bei uns beiden aber Zweifel, dass wir ein ganz wichtiges Utensil daheim gelassen hatten: Gummistiefel. Wir waren wohl ausgerüstet mit Wanderschuhen, aber die sollten, wie sich bald zeigen würde, nicht ganz ideal sein. Denn je näher beim Festivalgelände, je verdreckter sahen die Leute aus.
Und tatsächlich: Als wir die Pforten betraten, standen wir dann für den Rest des Tages fast ausnahmslos schuhtief im Schlamm.
Meine Schuhe waren nicht mehr zu sehen:

Die musikalische Kost war natürlich erlesen, für alle Fans des harten Metal ein „Muss“. Trotz den misslichen Bedingungen konnte ich einige Bands geniessen und ass sogar ein ganz feines Chili Con Carne (im Stehen).
Von den Big Four der angekündigten Bands (Metallica, Motörhead, Slayer und Megadeth) gefielen mir besonders die Headliner Metallica mit einem überzeugenden Auftritt. James Hetfield, der Frontmann, stellte während ihres Gigs fest, dass das Publikum etwas müde war. Er hatte dafür aber Verständnis gezeigt. War doch der Anlass sehr lange und das ewige Rumgestehe mit der Zeit ermüdend. Diese Feststellung machte Hetfield nach dem Spielen eines neuen Songs. Sofort legten Metallica einen alten Kracher nach, und die schlammgeplagten Menschen zeigten wieder Emotionen.
Motörhead waren einfach geil. Die gefallen mir schon lange und ihr Mastermind Lemmy Kilmister ist einfach ein Haudegen der alten Schule. Ihr Auftritt fand sogar während schönstem Abendsonnenschein statt. Eine coole Rock’n’Roll-Show!
Slayer sah ich zum ersten Mal live, gefallen mir aber nicht besonders. Ist halt defintiv nicht so mein Geschmack.
Megadeth hingegen gefallen mir sehr. Ihr Leader, Dave Mustaine, war vor langer Zeit mal auch Mitglied von Metallica. Ihre Mischung besticht aus harten Riffen, jedoch gewürzt mit genügend Melodie. Diese Melodie geht in meinen Augen Slayer ab. Der Auftritt von Megadeth sah ich nur teilweise, ging ich doch während ihrer Show Essen und Trinken nach. Was nicht so besonders einfach war, siehe Bild:

Nach dem Metallica-Konzert watete ich durch den Schlamm aus dem Gelände raus. Nach gut einer Stunde war ich beim Auto. Mit einem Zwischenhalt bei einem Brunnen, wo ich Schuhe und Hosen etwas reinigte. Zum Glück hatte ich trockene Klamotten und Schuhe im Auto. So war die Heimreise recht angenehm und das Auto blieb sauber.
Ob ich mir mit meinen doch nun 43 Jahren in nächster Zeit wieder so ein Openair antue, steht in den Sternen. Die gut 40‘000 Zuschauer sind mir inzwischen doch zu viele Leute. Ein echtes Musikfeeling kommt da nur schon soundtechnisch einfach nicht recht auf. Der Schlamm rundete das ganze Vergnügen noch ab.

See you later!
feldwaldwiesenblogger

Bruno Suter und die Alpen-Vuvuzelas

Bruno Suter wurde am vergangenen Sonntag leider nicht gewählt. So wie er gesagt hat, war dies seine letzte Kandidatur für den Regierungsrat.
Was mich einmal mehr sehr nachdenklich stimmt, ist die lausige Stimmbeteiligung von rund 35%. Das kann ja wohl kaum nur an der WM liegen. Sind die Leute so abgestumpft? Politisch desillusioniert? Interessenlos? Gleichgültig? Unglaublich, aber leider wahr.
Das ich mit meinem Blog nur einen kleinen Bevölkerungsteil im Kanton Schwyz erreiche, war mir schon klar. Das aber die „Gute Tat statt Wahlplakat“-Aktion die Leute so gleichgültig lässt, ist bedenklich. Da setzten sich hinter den Kulissen einige emsige Wahlhelfer für eine gute Sache ein, ohne wirklich dafür belohnt zu werden.
Beim Gespräch mit einigen Leuten hatte man den Eindruck, dass Bruno Suter bei der Bevölkerung ankommt. Gingen aber diese Leute wirklich wählen, oder fanden sie Suter und die „Gute Tat-Aktion“ einfach nur gut? Wenn dem so ist, müsste man fast resignierend sagen: Man kann machen was man will, es nützt ja eh nichts.
Es nützt dann nichts, wenn viele Leute so denken. Gemeinsam könnte man viel erreichen. Aber eben, auf der Betonung „gemeinsam“.
Nun gut, hacken wir das mal zähneknirschend ab und lassen das Thema mal auf der Seite. Mir machte es jedenfalls richtig Spass, mich als Blogger für Bruno Suter und seine Kandidatur einzusetzen. Ich bin von ihm überzeugt und hätte mir sein Wirken im Schwyzer Regierungsrat vorstellen können.

Ich schreite zu den Alpen-Vuvuzelas, mit denen Bruno Suter in dem Sinn nicht viel zu tun hat. Ausser er würde eine spielen.
Zur Zeit ärgern sich ja massig Leute wegen den Vuvuzelas, den Plastiktrompeten an der WM. Meine Meinung ist dazu ganz klar: Andere Länder, andere Sitten. Wenn wir schon immer davon sprechen, dass sich Ausländer bei uns anzupassen hätten, dann haben wir uns in Südafrika auch anzupassen. Die Vuvuzelas sind ein Teil ihrer Kultur und gehören dazu, wie unsere Alpen-Vuvuzelas beim Schwingfest. Alpen-Vuvuzelas? Richtig gehört. Das sind Alphörner und Büchel, denen ich diesen ethnologischen Begriff verpasste. Letzten Sonntag sah ich wieder mal einen Büchel, und da kam mir gleich diese Wortkombination in den Sinn. Ein Büchel ist ebenfalls ein Naturtoninstrument, nur viel kleiner als ein Alphorn.
Vielleicht sind diese beiden Instrumente in den Ohren der Afrikaner auch nur Lärm und Krach. Aber sie gehören zu unserer Kultur, und sie werden bei uns zu den entsprechenden Anlässen eingesetzt.
Genauso verhält sich das mit den Vuvuzelas. Da bin ich mal mit dem Fifa-Boss Sepp Blatter einer Meinung. Die gehören nicht verboten. Soweit kommt’s noch, dass wir den Südafrikanern schon wieder etwas verbieten wollen, was uns gar nichts angeht.
Für die Kritiker sage ich nur: Es gibt an jedem TV-Gerät ein Volumenregler. Man kann den leiser stellen, oder sogar den Ton ausstellen. Fussball kann man nämlich auch ohne Ton gucken. Das ist ja schliesslich und endlich Sport und keine Musikveranstaltung. Zudem: Da lassen wir Schweizer und auch die Deutschen wieder mal so richtig unsere Nörgler-Eigenschaften raus. An allem und jedem wird rumgemeckert.
He Leute, die WM findet in Afrika statt und nicht hier in Westeuropa. Wir haben dort nichts zu melden. Respektiert doch bitte ihren Rhythmus, Sound und ihre Lebensfreude.

Bis bald!
feldwaldwiesenblogger

Meine WM-Tipp’s

Jetzt gehts nicht mal mehr 90 Minuten bis zum Anpfiff des ersten Spiels der Fussball-WM. Schon lange steht in meiner Handy-Agenda: Südafrika – Mexiko, erstes WM-Spiel.
Nach einer kränkelnden Woche (ich hatte sowas wie eine Sommergrippe) gehts aufwärts, pünktlich zur WM.
Ich wollte gestern abend gerne etwas vom Eröffnungs-Konzert in Soweto (Johannesburg) sehen. Da ich aber wie gesagt nicht richtig fit bin, schlief ich leider zu schnell vor dem TV-Gerät ein. Das was ich gesehen habe, hat mir gefallen. Diese stimmungsvolle, farbenfrohe und rhythmische Ausgelassenheit des afrikanischen Volkes beeindruckt mich jedes Mal aufs neue.
Wie konnte man bloss vor einiger Zeit die Apartheid einführen und lange nicht abschaffen? Der afrikanische Kontinent gehört dem afrikanischen Volk, sie beleben ihn. Ein friedliches Zusammensein und Zusammenwohnen ist aber auch dort möglich. Die weisse Rasse meint und meinte aber leider schon zu oft in ihrer Weltgeschichte, dass sie die anderen unterwerfen müssen. Ich schäme mich regelrecht dafür.

Pünktlich zum WM-Start galt es auch in unserer Tippgemeinschaft (ich berichtete auch schon darüber) die ersten drei Plätze zu tippen. Ich habe auf Spanien als Weltmeister, vor Brasilien und Deutschland getippt.
Natürlich, reine Spekulation. Oder? Soll ich noch einen Geheimtipp platzieren? Die Schweizer? Hmm…
Vieles ist möglich, der Ball ist rund, das Spiel 90 Minuten. Dennoch: Die Qualität einer Mannschaft setzt sich (fast) immer durch. Zu Gute käme den Schweizern höchstens, dass die Spanier wissen, dass sie eine „lange“ WM vor sich haben und beim ersten Spiel gegen uns noch nicht so in die Gänge kommen. Aber das 6:0 gegen die Polen lässt auch diese Hoffnung bereits verblassen.
Also: Wenn die Schweiz weit kommen will (ich meine jetzt mal, das höchste der Gefühle ist ein Viertelfinal), dann muss bei ihnen einfach alles stimmen. Sie sind nicht wie die Spitzennationen auf ihren einzelnen Positionen praktisch mit zwei Spielern top besetzt. Nein, sie bringen es leider meist nur etwa auf gut 10 bis maximal 15 Topspieler, welche ein wirklich international-gutes Niveau haben. Fallen solche „Schlüsselspieler“ aus, dann bricht das Kartenhaus in sich zusammen. Das weiss ein Hitzfeld, das wusste ein Kuhn. Es ist und bleibt deswegen bei der Schweizer Nati eine Gratwanderung. Wenn alles stimmt und alle wichtigen Spieler fit sind, ist vieles möglich. Andernfalls ein Totalabsturz.
Ich persönlich gebe hinsichtlich Schweizern den Tipp ab, dass sie’s in die Achtelfinals schaffen. Dort ist dann aber Ende.

Einen guten und stimmungsvollen WM-Start wünscht
feldwaldwiesenblogger

Aufruf: Wer noch nicht war, soll jetzt!!!

Hallo Bürger vom Kanton Schwyz, hallo restliche Bewohner des Erdballes

Nun geht das Regierungsratswahl-Karussell bald zu Ende. Ich sage: Recht so! Denn für viele Leute (einschliesslich mich) beginnt am Freitag irgendwie der Ausnahmezustand. Die Fussball-WM beginnt. Dazu werde ich mich dann in späteren Blogeinträgen noch äussern.
Das Timing passt, die Regierungsratswahlen im Kanton Schwyz sind gleich zu WM-Beginn, am 13. Juni.
So wie heute Hugo Schelbert in seinem Leserbrief im Boten der Urschweiz die Leute nochmals aufrief, nicht stimmfaul zu sein, tue ich das auch.
Geht an die Urne oder gebt eure Stimme für Bruno Suter per Wahlcouvert ab. Noch ist es nicht zu spät, noch bleibt genügend Zeit.
Gerade die jungen Leute müssen von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Ihr, die ihr die Zukunft seid, wählt Bruno Suter. Ob in Ausserschwyz oder Innerschwyz daheim, egal. Wir sind ein Kanton, und müssen zusammen halten. Suter kennt eure Anliegen, eure Ängste, Sorgen und Nöte. Gerade als Wirt bekam und bekommt er in seinem Restaurant Hölloch so einiges mit. Er weiss, wo der Schuh drückt.
Ich weiss, die Berichterstattung in Ausserschwyz war nicht immer so optimal. Es zeigt aber immerhin, dass man sich dort auch mit dem Kandidaten Suter auseinandersetzte. Ob mit negativer oder positiver Presse: Die Hauptsache, die Bürger informieren sich und gehen dann auch wählen.
Gesagt und geschrieben wurde viel. Auch ich habe mich intensiv für die Regierungsratswahlen interessiert und mich dazu in meinem Blog geäussert.

Ich habe zudem in der Lokalpresse sehr schöne und interessante Werbung für Suter gefunden. Für diejenigen, welche keinen Zugriff zu so einer Zeitung haben, entnahm ich drei Objekte daraus und möchte sie für jedermann zugänglich machen.



Also, nicht vergessen: Stimme für Bruno Suter abgeben. Möglichst heute noch!

Bis bald!
feldwaldwiesenblogger

Email an Redaktion von Höfner Volksblatt

Dieser Zeitungsartikel aus dem Höfner Volksblatt (datiert auf den 2. Juni) kam mir gestern in die Hände. Aufmerksam habe ich ihn durchgelesen. Die Zeilen konnte ich so nicht stehen lassen. Als Reaktion meinerseits schickte ich untenstehende Zeilen per Email an die Redaktion des Höfner Volksblattes.

Sehr geehrte Frau Hiestand

Ich habe mit viel Interesse Ihren Artikel im Höfner Volksblatt über die Podiumsdiskussion der vier Regierungsratskandidaten gelesen. Dabei stach mir in Ihrem Artikel die sehr harte Kritik an die Adresse von Bruno Suter ins Auge. Dass er sein Mineralwasser im hohlen Kreuz aus der Flasche trank, belustigte mich noch einigermassen. Dass er aber mit seiner grobschlächtigen und gossenhaften Sprache ein jämmerliches Bild abgegeben haben soll, lüpft mir doch den Hut.
Frau Hiestand, Sie wissen schon, dass Herr Suter von Muotathal ist und nicht von Zürich? Ihnen wird ja wohl auch klar sein, dass die Sprache im Muotathal schon rein vom Dialekt her urchiger und „gröber“ daher kommt. Ich bin selber vom Muotathal und kenne Bruno Suter sehr gut. Er benennt die Dinge beim Namen, halt in unserem Muotathaler Dialekt. Sprechen Sie doch bitte mal persönlich mit Herrn Suter. Sie werden feststellen, dass der äussere Schein gewaltig täuscht. Der Mann weiss, von was er spricht. Nur spricht er halt, wie sein Mund gewachsen ist.
Das hat mir bei meiner Arbeitsstelle in Luzern auch schon den einen oder anderen Lacher beschert oder gar Irritation und Kopfschütteln. Einfach aus dem Grund, weil sie meinen Dialekt nicht ganz verstanden haben. Meine Arbeitskollegen haben mich aber dann stets gefragt, was ich meinte. Das hätten Sie bei Herrn Suter auch machen sollen. Er hätte Ihnen gerne und bereitwillig Auskunft gegeben. Halt einfach in seiner (oder unserer) Sprache.
Noch was zu der faden Angelegenheit, die sie eingangs Ihres Artikels beklagen: Ja sollen, die Herren und Damen Regierungsratskandidaten an dieser Podiumsdiskussion über Lösungsansätze zum Problem im Golf von Mexiko sprechen, oder wie man Frieden im Gaza-Streifen herbeiführen könnte? Sollen Sie sprechen wie US-Präsident Obama, damit es ja interessant genug tönt? Pustekuchen: Sie sprachen an diesem Podium wohl über Probleme, die unser kleiner Kanton Schwyz zu bewältigen hat. Dass diese Probleme eine ganz andere Dimension haben, als unsere nationalen oder gar internationalen, liegt ja wohl auf der Hand. Wenn Sie sich also gelangweilt fühlen bei solch provinziellen Anlässen, dann sollten Sie dringend Journalistin einer grossen Zeitung werden, welche Sie rund um die Welt schickt.

Freundliche Grüsse
feldwaldwiesenblogger