Spenglercupfinal 2010

In meiner Rubrik „Exkursionen“ berichte ich ab und zu von Orten oder Anlässen, die ich besucht habe. Dies sind natürlich keine weltbewegenden Reisen, da ich nicht allzu gerne grosse Reisen mache (wahrscheinlich fehlt mir das Fort-Gen). Wenn schon dann schon sind es meist Orte oder Anlässe in der Schweiz.
Heute Silvester verschlug es mich ins Landwassertal nach Davos, an den Spenglercup-Final. Ich habe schon öfters Eishockey-Spiele besucht, auch in Davos. Aber an diesem legendären Turnier war ich heute zum ersten Mal dabei. Mit der russischen Mannschaft SKA St. Petersburg und dem Team Canada standen sich heute die beiden besten Teams des diesjährigen Turniers gegenüber. Das gebotene Eishockey war zeitweise wirklich vom feinsten. Stimmung mochte aber nur bedingt aufkommen, da das Heimteam Davos halt nicht im Final stand.
Meine Symphatien galten dem russischen Team, welches den ganzen Match über einen Tick vorne lag. Zum Schluss wurde es sogar noch recht spannend. Das Team aus St. Petersburg konnte aber ihren Vorsprung über die reguläre Spielzeit retten, und gewann verdient 4:3.

Hier ein paar Eindrücke:



Nun wünsche ich einen guten Rutsch ins 2011!

feldwaldwiesenblogger

Bei YouTube zwei Videos von „Duruf“ gefunden

Da gebe ich wiedermal „Muotathal“ als Suchbegriff bei YouTube ein. YouTube schlägt mir „Muotathal“ und „Muotathaler“ vor. Für einmal nehme ich „Muotathaler“ und gehe ein wenig die eingestellten Videos durch. Und was finde ich da: Zwei Videos von der Band „Duruf“. Ich klicke also beide Videos an, sehe aber keine bewegten Bilder, nur gespielte Musik.
Sofort kommen Erinnerungen auf, da ich die Aufnahmen sofort erkenne. Vor mehr als vier Jahren war ich zusammen mit „Duruf“ im Studio, und spielte resp. trommelte unter anderem diese beiden Lieder ein. Wir haben damals keine Filmaufnahmen gemacht. Nur Tonaufnahmen, deshalb sieht man wohl keine bewegten Bilder.
Inzwischen bin ich nicht mehr bei „Duruf“, finde aber die Musik nach wie vor Klasse.
Zu hören sind „Dr Muotithaler Wätterfrosch“ und „A dr Bar“. Viel Spass!

feldwaldwiesenblogger

Unser lieber Bundesrat…

Eigentlich gebe ich Kurt Zurfluh (seines Zeichen Innerschweizer Fernsehmoderator) Recht: In einer Rubrik des „Bote des Urschweizes“ berichtete er von seinen Weihnachten. Dabei kam er auch auf unseren Bundesrat zu sprechen und meinte, dass sie doch 2011 auch so weitermachen mögen. Dies sei nur positiv für die vielen Fasnachts-Blättli und Schnitzelbänke. Natürlich hat er Recht.
Micheline Calmy-Rey und Ueli Maurer gingen bereits gestern mit gutem Beispiel voran.

Calmy-Rey tritt ein höchst umstrittenes Amtsjahr als Bundespräsidentin an und läutet ihr Präsidialjahr mit einer „sensationellen“ Neujahrskarte ein.
Ob sie das Bild wohl als Vorsatz nimmt, um möglichst viel Glas und Porzellan zu zertrampeln?

Ueli Maurer machte gestern bei seinem Medienspaziergang in der Winterlandschaft von Adelboden natürlich „seine weltbeste Armee“ zum Thema.

Dabei gab er bekannt, dass die Eliteeinheit AAD10 neu für Spezialeinsätze im Inland tätig sein soll. Statt im Ausland. Häh, im Ausland? Bisher dachte ich immer, wir seien neutral und machten nicht „Kriegerlis“ im Ausland. Da höre ich doch was klingeln: Richtig! Die Schweizer Armee entwarf nämlich Pläne, mit so einer „Spezialeinheit“ Max Göldi aus den Fängen des libyschen Machthabers Muammar Ghadhafi zu befreien. Was für eine Schnapsidee!

Ich bin überzeugt: Unser lieber Bundesrat wird auch 2011 viel zu Reden geben.

feldwaldwiesenblogger

Zucker statt Salz auf Schweizer Strassen?

Wie man hört, wird das Salz für die Strassen knapp. Peinlich, peinlich, so ein billiger Stoff…
Nun, es gibt Zeitgenossen, die meinen dass Zucker ein Ersatz wäre.

Aber bitte schön, welcher Typ und in welcher Form denn? Beim Salz ist’s doch relativ einfach, da gibt es eigentlich nur das bewährte Streusalz, oder?

Diese Frage hat sich natürlich nur wieder feldwaldwiesenblogger gestellt. Ich meine, Zuckerliebhaber möchten die Auswahl haben. Man stelle sich aber auch die schleckenden Hunde und Katzen auf den Strassen vor…
Eine weitere Frage kommt hinzu: Wie soll der Zucker auf die Strassen gegeben werden?

feldwaldwiesenblogger

Ich habe auch Weihnachtsguetzli gebacken…

Die sind mir doch gut gelungen, nicht wahr? Aber alle kann ich nicht essen, das würde zu Lasten meines „Eigengewichtes“ gehen. Wenn jemand welche möchte, soll er sich melden.

A propos: Geht’s euch auch so, dass man über Weihnachten-Neujahr gar nicht so ans „Gewicht halten“ denkt? Ich sage mir dann, mit der „Fasterei“ kann ich dann im Januar beginnen, um „vorige“ Pfunde purzeln zu lassen. Diese Theorie wird übrigens auch von namhaften Ernährungswissenschaftlern gestützt, welche meinen: „Zunehmen tut man nicht zwischen Weihnachten-Neujahr, sondern zwischen Neujahr-Weihnachten!“

feldwaldwiesenblogger

CD-Besprechung: Philipp Fankhauser – Try My Love


(Bild-Quelle: http://www.cede.ch)

Vergangenen Freitag kam die neue CD Try My Love von Philipp Fankhauser in die Läden, resp. in die Briefkästen. Der Titel-Track „Try My Love“ lief schon einige Zeit im Radio und machte Appetit auf mehr „Fankhauser-Blues“.
Ich habe mir zu dieser wunderschönen CD, Song für Song, einige Gedanken gemacht.

1. Try My Love:
Eine wunderschöne Ballade, zielt direkt aufs Herz. Fankhausers Stimme verleiht diesem Song etwas Spezielles. Das kurze Gitarrensolo gibt dem Song zusätzlich Drive. Die Bläser runden das Bild schön ab. Hitverdächtig!

2. Jealous Kinda Fella:
Eine Shuffle-Nummer, mit einem Gitarren-Solo als Intro. Der Fuss beginnt mit zu wippen. Ich würde sagen, das ist eine Blues-Tanz-Nummer, ein richtiger Livekracher. Das Orgel-Solo erinnert mich an etwas Freches aus vergangenen Zeiten. Wunderschöne Bläsersätze. Mehr von dieser Sorte Songs!

3. It’s Gonna Rain:
Eine Funky-Nummer im Midtempo-Groove. Die Orgel guckt wieder hervor. Bereits beim dritten Song stelle ich fest: Es ist abwechslungsreich. Fankhauser’s tiefe Stimme trieft im Blues und Soul. Der Regen macht einem mit so einem Lied nichts mehr aus.

4. Make My Home Where I Hang My Hat:
Eine langsame Blues-Nummer, mit Bläsern und einem Piano, welches nun die Orgel verdrängt. Eine wohltemperierte Gitarre im Hintergrund, ein federleichtes Piano und starke Bläser. Man sitzt schön bequem in einer Bar, vor einem kühlen Drink, und lässt den Gedanken freien Lauf. Aber Hallo, da kommt die Trompete, und reisst einen aus den Träumen, gefolgt von einem gefühlvollen Gitarrensolo. Auch die längste Nummer auf dieser CD ist (leider) irgendwann zu Ende.

5. Please Come On Home:
Noch eine Spur langsamer, der Drummer zu Beginn mit Rims auf dem Snare. Später bringt er kräftige Snare-Schläge, das gibt dem Song einen unglaublichen Touch. Wie das Zusammenhalten von einem zerbrechlichen Gebilde. Das Piano ist auch wieder zu Gast, ebenso die nimmermüden Bläser. Der soulige Fankhauser-Blues lässt den Schnee draussen schmelzen.

6. Don’t Be Afraid Of The Dark:
Der Funk ist zurück, mit ihm die Orgel. Irgendwo im Hintergrund die typische Funkgitarre, Bläser und Orgel im genialen Zusammenspiel. Das Gitarrensolo ist tief im Blues verwurzelt. Bei diesem Song kommt mir eine Schiffahrt in den Sinn, durch den Mississippi hinunter, dem Meer entgegen. Das Dampfschiff treibt kräftig voran, ebenso der coole Groove.

7. Cut Me Some Slack:
Eine Shuffle-Nummer mit einem Bar-Piano, welches den Boogie-Woogie im Blut hat. Bei diesem Song höre ich zum ersten Mal bewusst den Bass, bei den vorherigen habe ich ihn nur gespürt. Das hat Klasse! Eine „lüpfige“ Nummer würde das im Ländler-Genre heissen, bei den Bluesern heisst das: toller Groove.

8. This Song:
Eine ganz feine Nummer, mit karger Instrumentierung. Unterlegt mit Snare-Rimshots bringt hier Fankhauser eine ganz persönliche Nummer. Hier wirkt die Stimme zerbrechlich, verletzlich. Die Orgel tut es ihr gleich. Ich kann die Stimmung, die dieser Song hervorzaubert nur schwer in Worte packen. Das treffendste ist wohl „wunderschön“.

9. Sweet Deal:
Eine funky Nummer im Bluesbrothers-Stil. Ich sitze wieder in einer Bar, führe Small-Talk und lasse mich von dieser Nummer vom Alltagsstress herunterfahren. Es gelingt ihr. Man ist von Takt zu Takt entspannter. Die Bläser lassen einen wieder träumen. Das Sax-Solo lässt Ferien-Stimmung mit Sommer-Feeling aufkommen. Man möchte noch gerne einen weiteren Drink bestellen, niemand möchte jetzt nach Hause.

10. Roadhouses & Automobiles:
Das Piano-Intro, mit etwas Gitarre unterlegt, ist so schön. Der Song verzaubert und lässt einen weit in den Westen der USA tragen. Es riecht nach „Country“. Cool, wie Fankhauser die verschiedenen Stilrichtungen zu einem einzigartigen Fankhauser-Blues verschmelzen lässt. Die Reise durch den Westen der USA endet in einem Saloon. Gibt’s eigentlich noch die klassischen Saloon’s? Egal, Hauptsache das Feeling dieses Songs lässt einem diese Atmosphäre erahnen.

11. Then It Rained:
Komisch, erst beim letzten Song denke ich an das letzte Album von Fankhauser. Die Stimmung der neuen CD ist so speziell, dass einem jeder einzelne Song irgendwohin entführt.
Dieser ruhige, spärlich instrumentierte Song (wieder mit feiner Orgel!) trägt einen ins verregnete London. Beim Gitarrensolo stelle ich mir einen Spaziergang durch London vor, mit „Then It Rained“ im Ohr. Trotz garstigem Wetter ist einem nicht kalt, der Regen kommt mir sogar schön vor. Verzauberung pur, der Spaziergang könnte endlos gehen.

Und schon ist die Reise durch die neue CD zu Ende. Ich nahm mir am Anfang vor, nicht ausschweifend zu werden. Aber irgendwann gab ich diesen „Vorsatz“ auf und liess mein Gefühl in die Fingerspitzen wandern. Die Finger auf der Tastatur tanzten zum Takt mit den Songs von „Try My Love“.
Eine sehr, sehr schöne CD, welche ich denen empfehle, welche gerne souligen Blues hören.

feldwaldwiesenblogger

Chris von Rohr, mein neuer Deutsch-Lehrer

Letzte Woche hörte ich regelmässig JRZ auf DRS 3. Viele Gäste gingen in der Glasbox zu Bern ein und aus. Einer der Gäste war Chris von Rohr, mein neuer Deutsch-Lehrer. Ich glaube Freitag Nachmittag war’s, als Chris von Rohr meinen Deutsch-Wortschatz um ein neues Wort ergänzte:
LUXUS-NARKOSE
Er sagte dies in folgendem Zusammenhang: Wir Menschen hier in Westeuropa leben in einer „Luxus-Narkose“, und bekommen (fast) nichts davon mit, wie schlimm das Elend in grossen Teilen der dritten Welt ist.

(Bild-Quelle: Schweizer Illustrierte Online)

Wir leben hier also narkotisiert vor uns hin. Mit welchen Drogen auch immer.

feldwaldwiesenblogger