CD-Besprechung: Philipp Fankhauser – Try My Love


(Bild-Quelle: http://www.cede.ch)

Vergangenen Freitag kam die neue CD Try My Love von Philipp Fankhauser in die Läden, resp. in die Briefkästen. Der Titel-Track „Try My Love“ lief schon einige Zeit im Radio und machte Appetit auf mehr „Fankhauser-Blues“.
Ich habe mir zu dieser wunderschönen CD, Song für Song, einige Gedanken gemacht.

1. Try My Love:
Eine wunderschöne Ballade, zielt direkt aufs Herz. Fankhausers Stimme verleiht diesem Song etwas Spezielles. Das kurze Gitarrensolo gibt dem Song zusätzlich Drive. Die Bläser runden das Bild schön ab. Hitverdächtig!

2. Jealous Kinda Fella:
Eine Shuffle-Nummer, mit einem Gitarren-Solo als Intro. Der Fuss beginnt mit zu wippen. Ich würde sagen, das ist eine Blues-Tanz-Nummer, ein richtiger Livekracher. Das Orgel-Solo erinnert mich an etwas Freches aus vergangenen Zeiten. Wunderschöne Bläsersätze. Mehr von dieser Sorte Songs!

3. It’s Gonna Rain:
Eine Funky-Nummer im Midtempo-Groove. Die Orgel guckt wieder hervor. Bereits beim dritten Song stelle ich fest: Es ist abwechslungsreich. Fankhauser’s tiefe Stimme trieft im Blues und Soul. Der Regen macht einem mit so einem Lied nichts mehr aus.

4. Make My Home Where I Hang My Hat:
Eine langsame Blues-Nummer, mit Bläsern und einem Piano, welches nun die Orgel verdrängt. Eine wohltemperierte Gitarre im Hintergrund, ein federleichtes Piano und starke Bläser. Man sitzt schön bequem in einer Bar, vor einem kühlen Drink, und lässt den Gedanken freien Lauf. Aber Hallo, da kommt die Trompete, und reisst einen aus den Träumen, gefolgt von einem gefühlvollen Gitarrensolo. Auch die längste Nummer auf dieser CD ist (leider) irgendwann zu Ende.

5. Please Come On Home:
Noch eine Spur langsamer, der Drummer zu Beginn mit Rims auf dem Snare. Später bringt er kräftige Snare-Schläge, das gibt dem Song einen unglaublichen Touch. Wie das Zusammenhalten von einem zerbrechlichen Gebilde. Das Piano ist auch wieder zu Gast, ebenso die nimmermüden Bläser. Der soulige Fankhauser-Blues lässt den Schnee draussen schmelzen.

6. Don’t Be Afraid Of The Dark:
Der Funk ist zurück, mit ihm die Orgel. Irgendwo im Hintergrund die typische Funkgitarre, Bläser und Orgel im genialen Zusammenspiel. Das Gitarrensolo ist tief im Blues verwurzelt. Bei diesem Song kommt mir eine Schiffahrt in den Sinn, durch den Mississippi hinunter, dem Meer entgegen. Das Dampfschiff treibt kräftig voran, ebenso der coole Groove.

7. Cut Me Some Slack:
Eine Shuffle-Nummer mit einem Bar-Piano, welches den Boogie-Woogie im Blut hat. Bei diesem Song höre ich zum ersten Mal bewusst den Bass, bei den vorherigen habe ich ihn nur gespürt. Das hat Klasse! Eine „lüpfige“ Nummer würde das im Ländler-Genre heissen, bei den Bluesern heisst das: toller Groove.

8. This Song:
Eine ganz feine Nummer, mit karger Instrumentierung. Unterlegt mit Snare-Rimshots bringt hier Fankhauser eine ganz persönliche Nummer. Hier wirkt die Stimme zerbrechlich, verletzlich. Die Orgel tut es ihr gleich. Ich kann die Stimmung, die dieser Song hervorzaubert nur schwer in Worte packen. Das treffendste ist wohl „wunderschön“.

9. Sweet Deal:
Eine funky Nummer im Bluesbrothers-Stil. Ich sitze wieder in einer Bar, führe Small-Talk und lasse mich von dieser Nummer vom Alltagsstress herunterfahren. Es gelingt ihr. Man ist von Takt zu Takt entspannter. Die Bläser lassen einen wieder träumen. Das Sax-Solo lässt Ferien-Stimmung mit Sommer-Feeling aufkommen. Man möchte noch gerne einen weiteren Drink bestellen, niemand möchte jetzt nach Hause.

10. Roadhouses & Automobiles:
Das Piano-Intro, mit etwas Gitarre unterlegt, ist so schön. Der Song verzaubert und lässt einen weit in den Westen der USA tragen. Es riecht nach „Country“. Cool, wie Fankhauser die verschiedenen Stilrichtungen zu einem einzigartigen Fankhauser-Blues verschmelzen lässt. Die Reise durch den Westen der USA endet in einem Saloon. Gibt’s eigentlich noch die klassischen Saloon’s? Egal, Hauptsache das Feeling dieses Songs lässt einem diese Atmosphäre erahnen.

11. Then It Rained:
Komisch, erst beim letzten Song denke ich an das letzte Album von Fankhauser. Die Stimmung der neuen CD ist so speziell, dass einem jeder einzelne Song irgendwohin entführt.
Dieser ruhige, spärlich instrumentierte Song (wieder mit feiner Orgel!) trägt einen ins verregnete London. Beim Gitarrensolo stelle ich mir einen Spaziergang durch London vor, mit „Then It Rained“ im Ohr. Trotz garstigem Wetter ist einem nicht kalt, der Regen kommt mir sogar schön vor. Verzauberung pur, der Spaziergang könnte endlos gehen.

Und schon ist die Reise durch die neue CD zu Ende. Ich nahm mir am Anfang vor, nicht ausschweifend zu werden. Aber irgendwann gab ich diesen „Vorsatz“ auf und liess mein Gefühl in die Fingerspitzen wandern. Die Finger auf der Tastatur tanzten zum Takt mit den Songs von „Try My Love“.
Eine sehr, sehr schöne CD, welche ich denen empfehle, welche gerne souligen Blues hören.

feldwaldwiesenblogger

Chris von Rohr, mein neuer Deutsch-Lehrer

Letzte Woche hörte ich regelmässig JRZ auf DRS 3. Viele Gäste gingen in der Glasbox zu Bern ein und aus. Einer der Gäste war Chris von Rohr, mein neuer Deutsch-Lehrer. Ich glaube Freitag Nachmittag war’s, als Chris von Rohr meinen Deutsch-Wortschatz um ein neues Wort ergänzte:
LUXUS-NARKOSE
Er sagte dies in folgendem Zusammenhang: Wir Menschen hier in Westeuropa leben in einer „Luxus-Narkose“, und bekommen (fast) nichts davon mit, wie schlimm das Elend in grossen Teilen der dritten Welt ist.

(Bild-Quelle: Schweizer Illustrierte Online)

Wir leben hier also narkotisiert vor uns hin. Mit welchen Drogen auch immer.

feldwaldwiesenblogger

Freitags-Allerlei: Accola, JRZ und Katzen

Pauli Accola will ja hoch hinaus. Wie man aus der gedruckten und bewegten Presse erfuhr, buhlt die SVP-Spitze um Pauli, damit er bei den nächsten Nationalratswahlen für die SVP antritt. Parteimitglied ist er schon länger und hat auch schon scharf Richtung „Leutschenbach“ geschossen.
Wenn er nur halb so viel Wirbel in Bundesbern fabriziert wie auf und v.a. neben den Skipisten, dann dürfte dort bald was los sein. Seine Sprüche sind keck und frech und brachten mich schon öfters zum Lachen. Er ist ja auch mein Jahrgänger.
Beispiel gefällig: Auf die Frage, ob denn für ihn eine Abfahrt schwierig zu fahren sei, sagte er: Nein, das ist doch nichts besonderes, da muss man ja nur geradeaus möglichst schnell bergab fahren (Sinngemäss, den genauen Wortlaut weiss ich nicht mehr).
Folgendes Bild dokumentiert sein steiler Aufstieg als SVP-Politiker.

(Bild-Quelle: http://www.paulaccola.ch)

JRZ, „Jeder Rappen zählt“, ist eine tolle Sache. Ich habe mich auch beteiligt und spendete gestern via Telefon 100 Franken. Das Telefon nahm höchstpersönlich Seven ab. Ich wünschte mir den Titel „She’s got the jack“ von AC/DC. Seven meinte: Dieser Titel ist definitiv 100 Franken wert. Ich meine auch.

Hier noch etwas zum Schmunzeln, das ultimative Katzenvideo:

(Video-Quelle: YouTube)

Einen schönen verschneiten Freitag wünscht
feldwaldwiesenblogger

Vorweihnachtliches

Wenn man zur Zeit etwas durch die Gegend fährt, v.a. am Abend und in der Nacht, dann sieht man wunderschön beleuchtete Häuser. Mein Schnappschuss entstand im Kanton Luzern, mit meiner Taschen-Nikon-Kamera aufgenommen. In Natura sieht’s natürlich viel besser aus.
Solche Bilder bringen den Weihnachtszauber und seine Stimmung zum Erwachen. Man ist für einen Moment richtig ergriffen.

feldwaldwiesenblogger