Tendenzen für die Wahlen im Herbst

Nun wurden sie also publiziert, die Tendenzen für die Wahlen im Herbst. Die SVP legt zu, aber unter einem Prozent. Da von einem Riesensieg jetzt schon zu sprechen wäre doch etwas vermessen.
Aber die Tendenz ist auch mir klar: Die Rechte wird gestärkt, während die Mitte und die Linke verliert (Ausnahme Grünliberale, welche zulegen werden).
Gründe: Die sind auch mir klar. Einerseits die SVP, die es geschickt versteht, mit ihren Themen viele Bürger anzusprechen. Andererseits die Mitte und die Linke, welche sich mit ihrem Tun aber auch mit ihren Ideen immer mehr von den Bürgern wegbewegen.

Was ist zu tun? Da die SVP gewisse Kernthemen an sich gerissen hat, können gewisse Parteien (v.a. die CVP) nicht mehr gross dagegen halten. Die Mitteparteien können höchstens auf Fehler oder Misstritte der SVP hoffen.
Die SP und die Grünen müssen schleunigst ihre Parteiprogramme entstauben. Wer spricht denn heutzutage schon von „der Überwindung des Kapitalismus“? Da müssen endlich griffigere Themen auf den Tisch: Beispielsweise einen richtigen Angriff auf die überbordenden Managerlöhne. Aber so verpackt, dass es die Bürger auch verstehen. Es sind halt nicht alle Wähler intellektuell. Ich selber bin auch nicht intellektuell und habe daher öfters grösste Mühe, den linken Themen zu folgen. Meine Position wäre links der Mitte, die wird aber leider immer stiefmütterlicher vertreten. Wieso eigentlich?

Ich bin alles andere als ein Freund der SVP. Aber: Deren Sprache verstehe ich halt. Ich werde sie als Partei aber trotzdem nicht wählen. Ich wähle nur dann SVP, wenn für mich der dazugehörige Kopf oder das dazugehörige Thema stimmt. Eben eher pragmatisch und aus dem Bauch heraus.

Ich bin gespannt, wie sich der Wahlkampf noch entwickelt. Einstweilen entspannen wir aber wieder mit einem Schnappschuss meines gestrigen Skitages in der Mythenregion.

feldwaldwiesenblogger