Die Sprache der Jugend oder wie man in Luzern Strassenmusik macht

Die Sprache der Jugend, wie sie auf der Strasse gesprochen wird. Bestens vertreten durch Herrn Berisha. Die Konfrontation der Jugendsprache mit der gepflegen Sprache der „Märli-Tante“ Trudi Gerster. Das Thema ist „Schneewitchen“, wie’s auch anders erzählt werden kann… Frau Gerster ist schnell lernfähig und „hats im Fall voll druff“.

Die Jugendsprache, oder auch „Strassensprache“, bringt mich flugs zur Strassenmusik. Was las ich in der gestrigen „Schwyzer Zeitung“: In Luzern gilt seit einigen Wochen ein „Brücken- und Sitzverbot“ für Strassenmusikanten. Dies als Vorbeugung, um „Katzenmusik“ aus der Leuchtenstadt fernzuhalten. Im Beitrag wird Ambros Zwyer, ein Schwyzerörgeli-Spieler, gezeigt und erwähnt. Er meint, dass er notfalls auch im Stehen sein Schwyzerörgeli spielen kann.

Ehrlich gesagt, finde ich diese Regelung von der Stadtregierung „voll bünzlig“. Das „Brückenverbot“ verstehe ich ja noch einigermassen, aber das „Sitzverbot“ geht gar nicht. Musikanten, welche ein Instrument spielen, bei dem man halt aus ergonomischen Gründen sitzt, werden voll diskriminiert. So Herr Zwyer, oder auch ich. Ich hatte im frühen Erwachsenenalter auch ein paar Mal Strassenmusik gemacht. Nun möchte ich wieder mal Strassenmusik machen, der Reiz ist da. Wie soll das aber als Schlagzeuger im Stehen gehen?

Ihr da von der Stadtregierung: Ich käme ja sicher nicht mit meinem kompletten Schlagzeug. Ich würde etwas Percussion, u.a. ein Cajon (Schlagzeugkiste), Schellenkranz und Shaker, mitbringen. Das Cajon kann man aber nur im Sitzen spielen. Darf ich aus diesem Grund in der Stadt Luzern überhaupt keine Strassenmusik machen?
Sehr schade, aber zum Glück gibt’s ja noch andere Schweizer Städte…

feldwaldwiesenblogger