Wer stoppt Samih Sawiris?

Ich meine, der Mann ist lieb und nett. Oder wirkt jedenfalls so. Dass er Andermatt eine Zukunft gibt, ist sicher in Ordnung. Aber irgendwann ist genug.
Sawiris hat Milliarden und kann sich im Urserental eine Märchenwelt aufstellen. Ich bin von Tag zu Tag skeptischer.
Jetzt noch die Ankündigung eines „Riesen-Skigebietes“! Dass da selbst der sonst sehr zurückhaltende Franz Steinegger skeptisch wird, freut mich.
Es darf einfach nicht sein, dass man sich mit Geld alles erkaufen kann. Auch nicht die Natur!
Was in Andermatt herangezüchtet werden soll, ist eine Retorte eines Ferien-Ressorts für die Superreichen. Sawiris wirkt nett, ist es wahrscheinlich auch. Rechnen kann der Mann aber auch. Seine Investitionen macht er ganz sicher nicht nur aus reiner Menschenliebe zum Urserental. Er will irgendwann Profit sehen. Dabei ist mir klar, mit welcher Klientel: Sicher nicht mit unsereinem! Er will Superreiche, welche seine Kasse klingeln lassen.

Dereinst liess er die Kasse bei DRS3 erklingen: Mit einer Millionenspende für „Jeder Rappen zählt“. Sicher grosszügig von ihm. Dabei will er die Schweizer aber auf seine Seite ziehen: Seht her, ich bin der liebe Investor aus Ägypten und habe auch noch viel Herz. Ist ihm gelungen. Denn so ein paar Millionen bezahlt Herr Sawiris aus seiner Porto-Kasse.
Fast wäre Herrn Stierli auch ein Engagement von Samih Sawiris beim FC Luzern gelungen. Im Januar konnte man in der Presse lesen, dass Sawiris ein Fan des FCL sei. „Man werde es dann schon noch sehen“, liess Sawiris ausrichten. Gesehen hat man bis jetzt noch nichts.

Jaja, so ist das halt mit reichen Ausländern: Die sind willkommen in der Schweiz, resp. ihr Geld. Sobald aber ein armer Schlucker kommt, stehen (fast) alle auf der Matte, und möchten ihn so schnell wie möglich wieder los werden.

Ich frage mich: Wer stoppt Samih Sawiris? Kann er in Andermatt und in seiner Umgebung jetzt drauf los bauen, wie’s ihm gerade passt? Wo sind da die Naturschützer und Alpenfreunde und was weiss ich wer noch alles? Normalerweise verhindern sie alles Mögliche, auch kleinste Wanderwege. Aber eben: Das Geld regiert halt auch hier!

feldwaldwiesenblogger