Es geht ja!

Jajaja, Wembley, wie war das geil!
Die Schweizer Nati spielte endlich wieder mal frisch und sogar ganz rotzfrech. War das jetzt der Befreiungsschlag nach den Rücktritten von Frei und Streller?
„Es sei spürbar, dass da eine grosse Tanne, welche einen grossen Schatten warf, gefällt wurde. Nun wachsen junge neue Tannen nach.“ Dies meinte SF-Kommentator Sascha Ruefer.
Wie Recht er doch hatte! Nun aber Frei durch den Dreck zu ziehen, wäre zu billig. Zu verfahren waren vor seinem Rücktritt die Situation, die Umstände.

Wenn man sich vor dem gestrigen Länderspiel etwas umhörte, war meistens die Rede von Schadensbegrenzung in London. Selbst meine Prognosen gingen in diese Richtung. Ich sagte einfach: Beim Umbau der Nati brauchts nun Zeit. Hauptsache sie gehen im Wembley nicht komplett unter.

Ich traute dann meinen Augen nicht, als ich den Match am TV sah. Beim Grillieren fielen mir die Steaks fast von der Gabel. Ich kann mich (fast) nicht mehr entsinnen, wann ich das letzte mal etwas zum Jubeln hatte bei einem Länderspiel der Schweizer.

Wegen Hitzfeld hatten wir schon die grössten Diskussionen. Einige meinten schon längst: Der gehört weg von unserer Nati. Ich hielt wegen seiner fantastischen Bayernzeit noch lange zu ihm. Zuletzt meinte ich allerdings auch, dass ein Nachwuchstrainer des SFV bessere Arbeit leisten würde.

Nun verliessen zwei die Nati, und einer wurde nicht mehr aufgeboten. Ich hoffe, der bleibt nun dort, wo sie ihn wollen und (vielleicht) noch gebrauchen können.

Vor dem England-Match hätte ich nie und nimmer gedacht, dass die Schweiz derart offensiv auftreten würde. Hitzfeld verordnete seinen jungen Spielern aber scheinbar nicht mehr so ein extrem defensives Korsett, wie auch schon.

Der gestrige Punkt im Wembley macht Mut und Lust auf mehr. Irgend ein bleischwerer Knoten scheint geplatzt zu sein, und Hitzfeld ist nun endlich in der Schweizer Nati angekommen.

Das zugegebenermassen erkämpfte Glück brachte ihnen dieser lustige England-Hooligan:

feldwaldwiesenblogger