Summer Sound Sursee 2011


Wie hatte ich mich doch getäuscht: Statt Polo Hofer kam Hank Shizzoe. Laut Shizzoe auf DRS3 war aber erst am Freitag morgen klar, dass er für Dylan eröffnen durfte.

Er und seine Band spielten gekonnt routiniert. Ich höre ihn aber lieber als Gitarristen von Toni Vescoli, solo kommt er mir zuweilen etwas langweilig durch.

Dann kam der Altmeister Bob Dylan. Der ist irgendwie einfach nicht fassbar. Steht er doch v.a. auf der Bühne wegen seinen Liedern und Texten. Die Beleuchtung wurde spärlich gehalten, Bühnenshow wurde keine zelebriert. Einige der Lieder kannte ich, andere nicht. Bei jenen, die ich kannte, erkannte ich teilweise gekonnt umarrangierte Songs wieder. Die Band kam meist luftig-rhythmisch daher, untermalte seine Songs sehr schön. Dylan schien mir am Anfang stimmlich nicht ganz auf der Höhe, je länger das Konzert ging, desto besser erklang sein krächzendes Organ. Richtig gut wurde sein Konzert ab dem Song „Highway 61 Revisited“.
Sehr stimmungsvoll (wie mein Bild)!

Der Samstag war irgendwie anders, auch wegen dem weniger zahlreich erschienen Publikum. Wahrscheinlich war aber auch kein Bob Dylan-Zauber mehr in der Luft, was mir erst am Samstag auffiel.

Für mich waren am Samstag Black Country Communion die beste Band. Ihr Sound war eine stampfende Bluesrock-Mischung aus vergangenen Tagen. Irgendwo anzusiedeln bei den alten Deep Purple und Led Zeppelin. Ist aber auch kein Wunder, ist doch mit Glenn Hughes ein altes Purple-Mitglied dabei (Gesang und Bass). Zudem der Sohn vom legendären Zep-Drummer John Bonham: Jason Bonham, ebenfalls Drummer. Desweiteren der sackstarke Gitarrero Joe Bonamassa und Keyboarder Derek Sherinian (Dream Theater). Ihr Konzert hätte länger gehen können, denn es riess mich richtig mit.

The Cult waren auch gut, und haben ein paar saustarke Songs. Viele ihrer Riffs erinnern an die alten AC/DC. Gesanglich war ihr Sänger Ian Astbury voll auf der Höhe und hat in meinen Augen viel Charisma, was er aber auch weiss. Wieso er Glenn Hughes zweimal einen „Motherfucker“ nannte, ist mir nicht ganz klar. Schade.

Dann kamen sie, die Headliner des Abends: ZZTOP. Immer noch gewaltig, was die „Tres Hombres“ Gibbons, Hill und Beard da hinlegen. Im Gegensatz zu Dylan wurde eine perfekte Live-Show mit gutem Sound, dazupassendem Licht und Video-Sequenzen auf einer grossen Video-Wand geliefert. Mir gefielen zwar nicht alle Songs, aber die Spielfreude von Gibbons steckte einfach an. Und was für eine Stimme der Mann (immer noch) hat. Ab dem Song „Gimme all your lovin'“ hatten sie mich dann aber auch im Sack. Teilweise Bluesrock vom feinsten!

Ihre Bärte sind echt, ebenso dieses Auto. Ein Schweizer Fan baute das Originalauto nach, welches im Video zu „Gimme all your lovin'“ zu sehen ist.

Alles in allem zwei gelungene und schöne Konzertabende in Sursee. Danke an Petrus, dass er kein Regen schickte.
Der Organisator Taifunmusic hätte wohl gerne etwas mehr Leute gesehen. Für mich war es ok. Denn es herrschte so auch weniger Gedränge, vor der Bühne und vor den Verpflegungsständen.

feldwaldwiesenblogger

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