Facebook: Ich bin jetzt auch dabei

Was? Werden sich da wohl einige augenreibend sagen. Der feldwaldwiesenblogger hat doch öfters geschrieben, dass er nichts oder nicht viel von Facebook hält. Jetzt ist er auch dabei. Wieso bloss? Ist es wieder mal eine Bier-Idee von ihm?

Nun: Irgendwie hat mich der Reiz von etwas Neuem gelockt. Wieso nicht das Abenteuer Facebook in Angriff nehmen, unter meinem Blog-Namen? Dass dabei auch ein wenig Eigennutz ist, liegt doch auf der Hand. Gewöhnlich eröffnet man unter seinem Namen einen Facebook-Account. Dies wollte ich nicht unbedingt. Vielmehr möchte ich der „Facebook-Familie“ meinen Blog näher bringen.
Hier der Link zu meinem Facebook-Profil: Feldwaldwiesenblog Muotathal

Ob das jetzt nun eine Bier-Idee ist oder nicht, ist eigentlich wurst-egal. Dafür ist man nachher wieder ein paar Promille schlauer…
Meinen geliebten Blog werde ich aber wie gewohnt weiterführen. Das Bloggen ist bei mir in den vergangenen vier Jahren zu einer echten Leidenschaft herangewachsen. Facebook wird dabei nur Mittel zum Zweck sein.

Wie’s mit dem Datenschutz auf Facebook steht, weiss ich überhaupt nicht. Eines ist aber klar: Man sollte nur Dinge von sich auf Facebook stellen, die man dort auch sehen möchte.


Usum Chäs-Chessi:

Um das Jahr des Weltuntergangs gebührend einzuläuten,
gibt PYUSS heute im Gleis ein Konzert vor vielen Leuten.
Ab 21.00 Uhr wird’s dort fiebrig-heiss zu und her gehen,
jeder 867igste Gast wird man mit neuem PYUSS-Shirt sehen.

feldwaldwiesenblogger

Erster Skitag

Gestern genoss ich meinen ersten Skitag dieses Winters in der Mythenregion. Früh morgens gings schon „obsi“ zur Handgruobi. Ganz alleine, denn zu Beginn des Winters muss man wieder ein wenig üben und an seiner Technik feilen. Bevor man die anderen an seinem Fahrstil teilhaben lässt…

Ich traf herrliches Wetter und Pulverschnee an:

Aber auch eine Menge Leute:

Das alleine Skifahren gehen hat aber auch seinen Reiz. Neben dem Technik feilen, führte ich ein paar interessante Gespräche am Lift und im Restaurant. Bei der einen Liftfahrt entwickelte sich so ein interessantes Gespräche mit einem Snöber, dass wir anschliessend sogar noch einen Kaffee trinken gingen.
Am Mittagstisch hat mir ein älterer Herr (Rentner?) sogar einen App-Tipp für mein iPhone gegeben. Ich solle unbedingt das „Samschtig-Jass“-App runterladen, das sei voll der Hammer. Da soll mir noch einer sagen, die älteren Herrschaften hätten keine Ahnung von den modernen Kommunikationsmitteln…

Ein kleiner Wehrmutstropfen war die Warterei aufs Zmittag im Bergbeizli „Sonnenhütte“ in der Nähe der Ibergeregg. Gefühlte 45 Minuten wartete ich auf meine Sennenrösti. In der Nähe von mir fragte eine Frau die Bedienung, wie lange sie denn auf ihr Mittagessen warten müsse. Die Antwort war: Etwa eine Stunde. Die gute Frau war ziemlich entsetzt und ich leicht erfreut. Ich wartete nämlich, wie erwähnt, nur 45 Minuten…
Wie wärs, wenn es bei solch „anstürmigen“ Tagen halt nur zwei Menus gibt? Dafür gehts dann flott. Denn die Sennenrösti war wirklich fein, fast gourmet-mässig. Aber ist das an so einem Tag wirklich nötig?

Ha! Jetzt jammere ich doch tatsächlich auch auf hohem Niveau. Das prangerte ich doch unlängst im Zusammenhang mit der Gemeinderatsbekleidung im Muotathal an…
Das Wetter war gestern wirklich der Hammer, und die Warterei war nichts anderes als normales „Sünnelen“.

Ich möchte übrigens noch einem Kollegen (einem Snöber) danken. Er hat mir wieder mal die Skier tipptopp präpariert. Trotz der Rostflecken an den Kanten, weswegen er mich tüchtig zur Brust nahm, richtete er mir die Latten fahrbereit her. Merci!


Usum Chäs-Chessi:

Das Jahr 2011 geht nun bald zu Ende,
vielleicht gibt’s im nächsten Jahr eine Wende.
Viel zu reden gab die neue politische Mitte,
die soll’s jetzt aber nun richten, bitte!

feldwaldwiesenblogger

C.H. – Das Weihnachtsinterview

Ich dachte mir, wenn andere Weihnachtsinterviews machen, dann kann ich das auch. Beispielsweise die Weltwoche: In der Weihnachtsausgabe steckt ein Interview-Sonderheft mit sage und schreibe 28 Interviews. Eines dieser Interviews nervt mich ziemlich: Jenes mit Florian Ast & Francine Jordi. Zugleich müssen die beiden noch die Titelseite dieser Weihnachtsausgabe zieren. In meinen Augen (fast) ein Skandal, und eigentlich ein Grund, das Abo der Weltwoche wieder zu kündigen. Weil heute aber die Weihnachtsfeiertage beginnen, will ich jetzt mal nicht so sein.

Zurück zu meinem Weihnachtsinterview. Kürzlich kaufte ich mir im iTunes-Store die CD (oder sagt man eher die mp3-files der CD?) von C.H.
Aufmerksam auf diese Formation wurde ich ziemlich genau vor einem Jahr, beim Finale der Schweizer Eurovisions-Ausscheidung. Die drei Musiker Nori Rickenbacher, Kisha und Reto Burrell performten mit C.H. den Song „Gib nid uf“. Mir gefiel die erfrischende Musik und ihr unbekümmerter Auftritt auf Anhieb. Die drei wurden zwar nicht Sieger, überzeugten dennoch mit ihrer aufgestellten Art.
Die Formation geriet bei mir (leider) in Vergessenheit. Bis vor gut zwei Monaten im Radio auf meinem Heimweg nach der Arbeit der Song „Heiwäg“ lief. Es war ein neuer Song von C.H. und zugleich ein Müsterchen der ersten CD, die vor kurzem veröffentlicht wurde. Der Song und der ohrwurm-verdächtige Refrain blieben mir schon nach dem ersten Hören in positiver Erinnerung. Ich wollte mehr solch frischen „New Country“ oder „Alpen Country“ hören, und freute mich auf die neue CD.

Nach mehrmaligen Hören der Songs, welche mir wirklich ausnahmslos gefallen, entschied ich mich für ein Blog-Interview mit C.H. Ich informierte mich vorgängig etwas auf der Homepage der Formation, und entdeckte beispielsweise, dass C.H. für Country Helvetia steht. Beim Notieren der Fragen lief das wie am Schnürchen. Da ich ja selber Musik mache, kamen mir viele Gedanken und Fragen spontan in den Sinn. Als meine Finger irgendwann nicht mehr über die Tasten flogen, war ich bereits bei elf Fragen angelangt. Kürzen kam gar nicht in Frage. Ich schickte meine Fragen Nori Rickenbacher, welcher mir relativ rasch Antwort gab.
Er erwähnte in seiner Antwort-Email, dass er als „heimatort“-muotitaler meine Fragen natürlich gerne beantwortete. Das freute mich natürlich besonders, und stützte ein mal mehr die These meines Vaters, dass „die halbe Welt aus dem Thal stammt“.

Hier also das Blog-Interview mit C.H.:

Frage 1: Ist C.H. eigentlich eine Band, oder nur ein zeitlich begrenztes Projekt?

Nori: nein CH ist def. eine band und kein projekt. wir haben uns seit 2009 getroffen, zusammen komponiert, die cd aufgenommen und werden jetzt auf tour gehen.
wir haben uns als ziel sicher 3 alben gesetzt…es dürfen natürlich gerne mehr werden!

Frage 2: Habt ihr eure Soloprojekte auf Eis gelegt, und widmet euch momentan nur noch C.H.?

Nori: das ist bei uns ein bisschen unterschiedlich. kisha hat ihr soloprojekt ja schon länger auf eis gelegt, kann sich aber gut vorstellen in zukunft wiedermal ein solo album zu veröffentlichen. reto wird nächstes jahr ein neues solo-album rausbringen und ich hab auch schwer vor, wieder an eigenem material zu arbeiten. ich brauche aber noch ein bisschen zeit. momentan hat CH bei uns allen vollste priorität!

Frage 3: Darf man eure Musik „Schweizer Alpen Country“ nennen, wie das 20 Min. vor einiger Zeit gemacht hat?

Nori: naja, grundsätzlich darf es jeder so nenne, wie er will! wir haben gemerkt, dass die meisten leute eh nicht, wissen, was man unter new country versteht…
deshalb amüsieren wir uns jeweils auch über solche meldungen 😉

Frage 4: Ich finde euren Sound erfrischend und unverstaubt. Was meint ihr, könntet ihr im Ausland, trotz Schweizer Mundart, Erfolg haben?

Nori: das ist eine gute frage. wenn man die kritiken aus deutschland liest, sollte man denken, dass es durchaus eine möglichkeit gäbe, dort mit mundart fuss zu fassen.
wer weiss, vielleicht übersetzen wir aber unser album auch mal auf hochdeutsch…solche anfragen sind auch bereits eingegangen 😉

Frage 5: Welche Country-Grössen sind eure Vorbilder?

Nori: vorbilder ist vielleicht etwas hochgegriffen. ich würde eher sagen wir sind beeinflusst von country grössen wie keith urban, jewel, lady antebellum und und und…

Frage 6: Zum ersten Mal wurde ich letztes Jahr auf euch aufmerksam, an der Schweizer Eurovisions-Ausscheidung. Seid ihr im Nachhinein froh, dass ihr nicht für die Schweiz antreten musstet?

Nori: hehe…nein nein, wir sind zwar nicht allzu verbissen an die sache rangegangen, wollten dann aber natürlich schon gewinnen, das ist ja auch der sinn der sache.
traurig war aber niemand, dass es nicht geklappt hat. die schweiz hat entschieden und es ist ok so. wir haben uns sehr gefreut für anna rossinelli!
für uns war die teilnahme trotzdem ein riesen gewinn!

Frage 7: Die Idee, auf eurer kommenden Schweizer-Tournee in allen Kantonen der Schweiz aufzutreten, finde ich grossartig. Haben das andere Schweizer Musiker auch schon gemacht?

Nori: das weiss ich ehrlich gesagt gar nicht! wir fandens einfach ne coole idee für eine band die CH heisst! wir hoffen natürlich, dass wir in möglichst vielen kantonen auftreten können. in der westscheiz und im tessin dürfte das nicht allzu einfach werden….wir sind gespannt und freuen uns!

Frage 8: Wie bereitet ihr euch auf diese Schweizer-Tournee vor?

Nori: jeden tag mit whisky gurgeln, viel rauchen und spät ins bett gehn 🙂
nein, das übliche halt. wir werden uns einige spezialitäten für die show ausdenken und dann intensiv mit der ganzen band proben. am schluss sicher noch in grossen hallen,
das ist immer die beste vorbereitung! es wird sicher eine grosse sause!

Frage 9: Auf was dürfen sich die Fans bei der „Tour de Suisse“ neben eurer guten Musik noch freuen?

Nori: natürlich auf kisha 😉 und dann werden wir eine super band am start haben. unser repertoire wird sicher noch ein bisschen aufgepeppt und es wird einiges für aug und ohr geboten! die parties werden sicher einzigartig sein, mit div. barständen im saal, atraktionen, einheimischen vorbands usw…wir haben einige ideen!

Frage 10: Sind eure Begleit-Musiker auf dieser Tour immer die gleichen?

Nori: das wird sich noch zeigen. wenn die tour steht werden wir mit allen musikern sprechen und schauen, wer zeit hat alle shows zu spielen. sonst müssen wir halt wie meistens mit sub-musikern arbeiten!

Frage 11: Letzte Frage: Könnt ihr drei eigentlich von der Musik leben?

Nori: bei reto und mir ist das so, schon seit sicher 15 jahren. kisha arbeitet noch ca. 2 tage in der woche, das wird aber hoffentlich bald nicht mehr nötig sein 😉
wir sind alle sehr dankbar, dass wir das privileg haben, von unserer leidenschaft musik leben zu können!!!

Vielen Dank an Nori Rickenbacher für das Beantworten meiner Fragen. Ich wünsche ihm und C.H. schöne Festtage und viel Erfolg im neuen Jahr!


Usum Chäs-Chessi:

Ich weiss, dieser heutige Eintrag zu Heiligabend wird etwas lang. Aber ich will und kann den alljährlichen, vorweihnachtlichen ARM-Ausflug nach Ambri doch nicht vergessen. ARM was? Diese Abkürzung steht für Ambri Revival Muotathal. Dabei handelt es sich um ein paar nicht mehr ganz frische Männer, welche vor etlichen Jahren relativ viel in der Vallascia waren. Heutzutage gibt es längst einen Ambri-Fanclub Muotathal, deren Mitglieder regelmässig Ambri-Spiele besuchen. Wir ARM’s hingegen gehen höchstens noch ein paar Matches besuchen, sicher aber jenen vor Weihnachten.
Gestern war es also wieder so weit: Zu Siebt gings nach Ambri, an ein wirklich geiles Spiel. Ambri, welches schon nach wenigen Minuten 0:2 zurücklag, erkämpfte sich mit viel Kämpfer-Herz und einem Walker-Glücksschuss in der Overtime trotzdem einen viel umjubelten Sieg. Einen Sieg gegen den SC Bern!
Voller Spannung und Freude wurde das Spiel verfolgt:

Nach dem verdienten 4:3-Sieg konnte unsereiner endlich wieder einmal aus voller Brust „La Montanara“ singen:

Natürlich gab es nach dem Match die obligate Pizza in Airolo. Es war wie immer ein gelungener und fröhlicher Sportabend.
Ach ja, fast hätte ich es vergessen: Bei diesen Revival-Ausflügen fallen auch immer wieder träfe Worte und Sprüche. Müsterchen gefällig? „Spalti Adulti“, was das auch immer sein mag. Oder: Fragte unser Chauffeur gestern nach dem Match, ob denn kein Auto käme und er problemlos rückwärts in die Strasse rausfahren kann. Als Antwort erhielt er von ganz hinten: „Ich sehe zwar nichts, aber ich glaube, es ist gut.“

Ich wünsche all meinen Lesern fröhliche und besinnliche Weihnachten!

feldwaldwiesenblogger

Schützt uns die Nichtraucher-Inititative auch im Ausland?

Gestern sah ich in der SF-Tagesschau, dass der Nationalrat über die Nichtraucher-Initiative debattierte.

Im wahrsten Sinne des Wortes haben da bei einigen Nationalräten die Köpfe geraucht. Eigentlich ein hehres Ziel, was die Initiative verfolgt. Dennoch war der Grundtenor der Initiativ-Gegner klar: „Der Bürger ist ja nicht blöd, und weiss sich beim jetzt schon strengen Schutz vor Passivrauchen genug geschützt. Der Gesetzgeber will und kann den Bürger nicht vor allen möglichen Gefahren schützen.“

Dieses Schild hängt ja jetzt schon x-tausendfach rum. Man könnte meinen, da wäre genug „Schutz vor dem Passivrauchen“ vorhanden. Die Initianten sehen das wohl etwas anders.
Wenn man aber den letzten Satz des Gegner’s Grundtenor „Der Gesetzgeber will und kann den Bürger nicht vor allen möglichen Gefahren schützen“ etwas näher unter die Lupe nimmt, dann stellen sich mir da schon ein paar sehr essentielle Fragen:
Was wäre bei Annahme der Initiative? Würde der schweizerische Gesetzgeber uns auch im Ausland vor Passivrauchen schützen? Der noch strengere Schutz darf beim Verlassen der helvetischen Landesgrenzen doch nicht aufhören, oder?

Ja ja, liebe Initianten, solche Dinge kommen nicht jedem in den Sinn. Aber eben, man wird ja nicht gefragt…

Nun: Meine Wenigkeit denkt, dass der jetzige Nichtraucherschutz sehr weit geht und vollkommen ausreicht. Selbst der Bundesrat ist meines Wissens gegen die Initiative, und wohl auch ein grosser Teil des Parlamentes.
Ich gebe auch unumwunden zu, dass der jetzt geltende Schutz bei mir am Anfang Unmut und Widerwillen auslöste. Inzwischen bin ich voll zufrieden, schätze das geltende Recht sehr, und freue mich jedesmal, wenn ich nach einem Ausgang nicht rieche wie eine Teermaschine.

feldwaldwiesenblogger

Verdreckt Abderhalden den Schwingsport?

Heute kann man im Sportteil des Blicks folgende Schlagzeile lesen:

Die Frage ist ja, wer verdreckt den Schwingsport wirklich?

Ist es der geldgierige und egoistische Abderhalden?

Oder ist es der rechthaberische Paragrafenreiter Schläpfer?

Wenn mich jemand fragen würde, müsste ich dem sagen: Der geldgierige und egoistische Abderhalden.
Zugegeben: Ich bin kein Fan von Schläpfer und seiner Art. Trotzdem, was ich zwischen den Zeilen der einzelnen Zeitungs- und Internet-Meldungen herauslese, lässt mich zu diesem Schluss kommen.
Dazu muss ich nachfügen, dass ich diesbezüglich keine Gespräche mit Schwingern und Funktionären geführt habe. Meine Meinung habe ich also aus „Geschriebenem“ gebildet.

Ich sehe Ernst Schläpfer als übermotivierten Gralshüter des Traditionellen beim Schwingsport. Ehrlich, dagegen kann man eigentlich nicht viel sagen. Nur seine Art und Weise veranlasst mich manchmal zum Kopfschütteln. Das ist es dann aber schon.

Bei Jörg Abderhalden hingegen wird meine Aversion immer grösser. Der Kerl scheint ja den Hals nicht voll zu kriegen mit Geld, Geld und nochmals Geld! Allem Anschein nach macht der aus allem, was ihm in die Finger gerät, Geld.
Bei Glanz&Gloria kriegte Abderhalden doch kürzlich irgend so einen Golden Glory Award. Es ist mir total egal, wie der Award genau heisst. Als ich den Vorspann letztens zu dieser Award-Verleihung gesehen habe, war mir sofort klar, dass ich um diese Sendung einen Riesen-Bogen machen werde. Der Depp Abderhalden hat sich dabei in seinem Tarzan-Kostüm total zum Affen gemacht. So ein Bullshit!
Ich habe schon bei meinem Blogeintrag vom 25.5.2011 geschrieben, dass Schwingerkönige nichts bei Glanz&Gloria verloren haben. Dabei bleibe ich, basta! Denn wenn Sportler eines so traditonell verwurzelten Sportes in solch eine Sendung geraten, verlieren sowohl deren Sportler wie auch der Sport selber ein Stück weit ihre Seele. Nur schon aus diesem Grund würde ich Herrn Abderhalden nicht mehr in den Eidgenössichen Schwingerverband ESV aufnehmen.

Im Schwingerfilm von Beat Schlatter, siehe Blogbeitrag vom 26.3.2011, glänzte Jörg Abderhalden hingegen mit Abwesenheit. Ich vermute mal, dass der Grund wieder mal Geld war: Trotz Anfrage an Abderhalden machte der nicht mit. Schlatter wollte oder konnte ihm wohl keine „Riesen-Gage“ bezahlen.

Es ist nur zu hoffen, dass die anderen Schwinger ihre Herkunft und Kultur nicht auch noch zu verleugnen beginnen. Ein Kilian Wenger beispielsweise gibt dem Verband mehr ab, als er müsste. Absolut vorbildlich! Diese Abgaben sind denn ja auch die Steine des Anstosses zwischen dem Götti Schläpfer und seinem Göttibuben Abderhalden.

Überhaupt: Mir und den meisten Freunden des Schwingsports wäre es mehr als recht, wenn dieser Sport seine traditionellen Wurzeln nicht verliert. Wenn das ganz grosse Geld, wie beispielsweise beim Fussball, Tennis oder der Formel 1, weiterhin wegbleibt.
Mir ist sonnenklar, dass erfolgreiche Schwinger beliebte Werbeträger sind. Mir ist auch sonnenklar, dass der Erfolg nur mit viel Training und Aufwand zu erreichen ist. Das heisst auch, dass es dazu Geld und Zeit (auch Arbeitszeit!) braucht, was alles finanziert werden muss. Aber bitte schön, alles in einem normalen und klar reglementierten Rahmen.

Der Konflikt zwischen Abderhalden und Schläpfer eskalierte zwischen zwei Alphatieren. Da sind die anderen nur Mitläufer, oder sogenannte Grautiere. Damit solche üblen Zankereien in Zukunft nicht mehr aufkommen können, braucht es wohl ein paar unbequeme Entscheide. Da dürfen sich die anderen Verbands-Oberen nicht von der Raffgier eines Abderhalden blenden lassen, und sich mit ihm auf einen „Kuhhandel“ einlassen. Der Verband soll als Einheit auftreten, und ein Zeichen setzen. Es kann ja nicht sein, dass vor allem Schläpfer sich für die Sache einsetzt, und die anderen ihm in den Rücken schiessen. Sie sollen gemeinsam gegen die Geldgier vorgehen, und ihr ein für alle Mal den Riegel schieben. Die Zukunft des Schwingsportes darf und soll zeitgemäss sein, aber ohne Raffgier und Kleinkriege.

Ob der Göttibube Abderhalden seinem Götti Schläpfer ein Geschenk zu Weihnachten macht, und meine Worte beherzigt?

Ich jedenfalls schenke der Schwingergemeinde und all meinen Lesern ein Filmchen von Oliver Pocher zu Weihnachten.
Oliver Pocher in „Rent a Pocher beim Schwingen“:

feldwaldwiesenblogger

Die SVP-Chropfleerete

Nach der gestrigen Chropfleerete der SVP fand sich heute nur eine dürre kleine Meldung im 20 Minuten:

Mir kam aber zu Ohren, dass es dort heiss zu und her ging. Am frühen Morgen erreichte mich dieses geheime Tondokument, mit einem versteckten Mikrofon aufgenommen bei der hinter verschlossenen Türen stattfindenden Fraktionssitzung:

Was dort genau besprochen wurde, ist leider aus diesem Tondokument nicht zu entnehmen. Dennoch: Thys Jenny, Glarner SVP-Ständerat, brachte es wie immer deutlich auf den Punkt. Seine Aussagen heute Morgen im DRS-Morgenjournal waren unmissverständlich: Blocher macht die Meinung, diese Meinung muss die SVP vertreten. Ohne Wenn und Aber.
Die SVP hat ein grosses Problem: Das Problem heisst Blocher. Nur, wie werden sie das Problem los?

Eine Aufnahme aus dem Jahr 2000 zeigt überdeutlich, dass Blocher schon damals seine Politkarriere hätte beenden sollen. Er bestand ja nicht einmal mehr den EMPA-Test für Politiker:

Jetzt haben wir Ende 2011, und die SVP hat immer noch ihren Blocher und tuckert mit ihm in unsicherem Gewässer rum. Wie lange noch?

Mit allen Mitteln wird versucht, den Volkstribun loszuwerden. Ein Paparazzi schoss schon vor einem Weilchen folgende Foto von Blocher (ja, er ist es wirklich, der Aktivist in der Mitte!):

Dieses Bild entstand übrigens an einer Solidaritätskundgebung für Eveline Widmer-Schlumpf (siehe Blogbeitrag vom 11.4.2008).
Bei den meisten Politkern würde so ein Bild das Ende der Politkarriere bedeuten. Nicht so für Blocher.

Thys Jenni, Alex Kuprecht und Co. müssen den Blocher noch ein Weilchen ertragen. Die Palastrevolution wurde aber schon vor der gestrigen Chropfleerete eingeläutet.
Jedenfalls wurden gestern die Oppostions-Pläne begraben. Ob diese Pläne von Blocher und der Weltwoche stammten, oder nur von der Weltwoche? Die Antwort darauf entzieht sich meiner Kenntnis. Ueli Maurer darf (bis auf weiteres) Bundesrat bleiben (mit oder ohne Blochers Gnaden?).

feldwaldwiesenblogger

Arsch-lo.ch

Arsch-lo.ch – Diesen stimmigen Song von Polo Hofer widme ich dem Auto-Rüpel, welcher mich heute morgen früh auf der Autobahn brutal von der Überholspur weggedrückt hat.
Bei salznassen und noch leicht schneebedeckten Strassenverhältnissen fuhr ich mit angepasster Geschwindigkeit auf der Überholspur. Diese „angepasste Geschwindigkeit“ war aber einem agressiven Autofahrer viel zu langsam. Er fuhr mir fast ins Heck, und betätigte Licht- und Normalhupe. Erschrocken blickte ich in den Rückspiegel und fand glücklicherweise eine Lücke auf der Normalspur. Mit einem Affenzahn fuhr der Rüpel an mir vorbei, auf den nächsten zu und auf. Ein richtiges Arsch-lo.ch der Strasse.

Polo Hofers Arsch-lo.ch-Song (von der „Prototyp“-CD) spricht vielen anständigen Autofahrern aus dem Herz. Deshalb widme ich diesen Song dem Auto-Rüpel von heute Morgen und allen Autofahrern, welche fahren wie Arsch-lo.ch.

Gerade jetzt, bei teilweise schlechten Strassen- und Lichtverhältnissen muss doch jedem klar sein, dass man die Fahrweise anzupassen hat. Zudem: Die unheimliche Zebrastreifen-Serie der letzten Zeit sollte jedem einzelnen Automobilisten vor Augen führen, dass man seinen Fahrstil vielleicht anzupassen hätte.

feldwaldwiesenblogger

Dank Christian Constantin erhält Bayern München ev. doch noch einen würdigen Gegner

Zugegeben, als ich die Auslosung für das ChampionsLeague-Achtelfinale sah, war ich doch etwas enttäuscht. Der FC Bayern München bekommts „nur“ mit dem FC Basel zu tun.

Unser aller Kompagnon und Collega CC (Christian Constantin) spricht nun aber (unbewusst) mehrere Wörtchen mit. Wenn die FIFA nämlich bis Mitte Januar keine Ergebnisse des SFV im Fall Sion sieht, wird der Schweizerische Fussballverband suspendiert. Im Klartext: Die Nati und die Schweizer Fussballklubs dürfen international nicht mehr antreten.

Mein Kommentar dazu: Das ist doch gar nicht so schlimm, Leute. Die FIFA soll den Schweizer Fussball doch nur bestrafen. Wen kümmert das schon? Denn CC macht das doch prima, hauptsache er bekommt immer Recht, kann gerichten und klagen wie’s ihm gerade beliebt, und sein FC Sion darf die Punkte behalten. Unsere kleine Schweizer Fussballwelt ist doch so bestens in Ordnung, wenn der SFV vor CC kuscht, und ihm (bitte, bitte!) keine Punkte abzieht.
Nächstes Jahr stehen längere Zeit doch nur Freundschaftsspiele für die Nati an, und der FC Basel hätte eh kein „Brot samt Weisswurst“ gegen den FC Bayern. Bitte SFV, bestraft CC nicht, denn er würde euch doch nur mit einer Menschenrechtsklage vor den europäischen Gerichtshof bringen.
Und der FC Bayern kriegt so doch noch einen „richtigen“ Gegner, wenn (hoffentlich und eventuell) das letzte CL-Gruppenspiel der Basler gegen Manchester United als 3:0-Forfait-Sieg für ManU gewertet wird. Ich würde mich tierisch freuen!

Überhaupt: Wieso tritt die Führungsriege des SFV nicht endlich zurück, und lässt CC an die Regie-Hebel. Es käme alles vieeeeeel besser! Ja, Seppel Blatter, überlass dein Amt doch gleich deinem Walliser-Kumpel CC. Die Klager- und Gerichterei hätte plötzlich ein Ende, und der FC Sion wäre endlich dort wo er hingehört: In den Olymp des europäischen Gerichtshofes, äh nein sorry CC für den Freudschen Verschreiber, ich meinte natürlich in den Olymp des europäischen Spitzenfussballes.
Bitte, bitte, Christian Constantin hänge mir wegen diesem Verschreiber nicht auch noch eine Klage an!


Usum Chäs-Chessi:

Nach dieser sehr ernsten Thematik (Und das nur eine Woche vor Weihnachten! Was denkt sich die FIFA nur dabei?) brauchen wir nun etwas, wo wir in schallendes Gelächter ausbrechen können.

Gestern Abend, als ich mit einem Kollegen nach Luzern ans JRZ-Finale fuhr…

… trafen wir erst den Stern von Bethlehem an…

… später noch die Tagesschausprecherin Cornelia Boesch als Sängerin im Gleis (Seewen) beim Konzert mit der 11-köpfigen Band Souljam…¨

… dabei begkeitete uns im Auto Bohlen, bei Anruf Bohlen:

Wir haben Tränen gelacht. Nun tragen wir die CC-FIFA-SFV-Sache eingermassen mit Fassung. Ich sage nur:
„Ja klar – ohne micht bist du gar nichts – du schenkst mir gar keine Beachtung – ich weiss nicht so genau – ich hab da einen Deal am Wickel, da kriegt man 1300 Prozent wieder – komm hab dich nicht so – …“

feldwaldwiesenblogger

Sogar TeleZüri berichtete über die Gemeinderatsbekleidungs-Debatte

Kaum zu glauben, aber wahr: TeleZüri war am vergangenen Montagabend auch im Muotathal und brachte anschliessend einen kleinen Beitrag über die Gemeinderatskleidungs-Debatte. Muotathal liegt zwar im Kanton Schwyz, dennoch ist Zürich halt schon nicht weit weg. Vor allem dann, wenn’s was Interessantes zu berichten gibt.

Hier der TeleZüri-Beitrag:

Eine kleine Bemerkung am Rande: Gewisse Leute schaffen’s doch immer wieder, im Fernsehen zu kommen. Ich sage nur: Fussballgott wird zum Mediengott!


Usum Chäs-Chessi:
Wenn die SVP in Zukunft eine Chance haben will, dann muss sie ihr Triple-B entfernen!

Im Bild sehen wir das Triple-B der SVP: Brunner – Blocher – Baader.
Zum Triple-B gehört ganz klar noch Mörgeli, in dem Fall: Triple-B+M. Wenn diese vier Köpfe aus der SVP-Leitung geworfen werden, könnten die Turbulenzen der letzten Tage wahrscheinlich schlagartig gestoppt werden.

Wagt die SVP diesen Schritt nicht, werden sie noch länger als „unmögliche Polteris und Teubelis“ wahrgenommen. Denn, wie die Medien heute unisono berichten, hat die SVP unbestritten Anrecht auf einen zweiten Höcker resp. Sitz im Bundesrat.

Die Frage ist nur, wie kriegen sie das hin? Die Blochersche Strategie war ja von vornherein zum Scheitern verurteilt. Überhaupt: Wann wollen sie ihren „Messias“ endlich aus der Parteileitung entfernen? Der stört dort nur noch und zerstört mit seiner undurchsichtigen Rolle mehr, als er nützt. Zudem schreckt der Rentner ja auch nicht mehr vor dem Lügen zurück: Betreffs Besitzverhältnisse bei der BaZ hat er ja scheints einige SVP-Kollegen regelrecht angelogen. Entweder ist er nun senil geworden, oder er verzeiht sich als „Messias“ seine Sünden gleich selber.

feldwaldwiesenblogger

Statt Gemeinderatsbekleidung gibt’s nun Hirthämli, oder doch das Adamskostüm?

Am 3.12.2011 berichtete ich über den Budgetposten „Gemeinderatsbekleidung“, welcher in unserer Gemeinde Muotathal für sehr viel Gesprächsstoff sorgte.

Nun fand sie gestern also statt, die Gemeindeversammlung, wo dieser „heisse Fummel“ endlich offiziell diskutiert werden durfte. Ich konnte nicht dabei sein, da ich in der Nachbargemeinde Illgau Probe mit Sweet&Sour hatte.
Deshalb sollte ich heute Morgen eigentlich die Klappe halten. Dennoch: Einen Kommentar zu den Informationen, welche ich aus dem heutigen Boten der Urschweiz habe, werde ich wohl abgeben dürfen.

Folgendes stand schon 8 Minuten nach Mitternacht auf der Homepage des Boten:

Im Papier-Boten war heute Morgen dann folgender Beitrag von Ladina Cattaneo zu lesen:

Eine Zweidrittelmehrheit verweigerte dem Gemeinderat also nun eine schöne Kleidung. Eine satte Mehrheit! Ein lächerlich kleiner Betrag von 6500 Franken bereitete so vielen Bürgern Bauchweh, dass sie unsere Behördenvertreter lieber im „Hirthämli“ oder, wie ich am 3.12. mutmasste, lieber im Adamskostüm sehen wollen. Ich frage mich deshalb: Warum bloss wollen das so viele Muotathaler? Sind denn so viele Schönheiten in unserem Gemeinderat, dass sie auch ohne ordentliche „Gemeinderatsuniform“ schon schick genug aussehen?
Ich hätte jetzt das Gegenteil behauptet, und ihnen deshalb etwas Ordentliches zum Anziehen gutgeheissen. Aber eben, die Geschmäcker sind halt verschieden.

Aus reinen Vernunftsgründen lässt sich so etwas nicht erklären. Da stecken viele Emotionen dahinter. Die EDV-Anlage beispielsweise darf jährlich mehr als 70’000 Franken verschlingen, ohne irgendwelchen Einwände. Mehr als zehn Mal so viel wie die Klamotten.
Es zeigt sich eben immer wieder, wieso wir Schweizer als „kleine Bünzlis“ bezeichnet werden. Unser Unmut und Unwillen steckt oft in kleinen Details, und nicht unbedingt im grossen Ganzen. Wir mosern und reklamieren lieber und öfters über kleine und alltägliche Dinge, deshalb ja das „klein“ bei Bünzli.

Aber was solls! Lieber eine direkte Schweizer-Demokratie, wo über solche Dinge gesprochen und abgestimmt werden darf, als eine verlogene Demokratie wie die EU. Denn wir können und dürfen unsere Bedenken äussern und sogar den Behörden verweigern. Auch wenn es nur um 6500 Franken geht.

Manchmal denke ich sogar, dass wir bei kleinen Details mehr zu sagen haben, als bei den grossen. Beispielsweise unser nationales Asylwesen, die schnellere Behandlung der stetig ansteigenden Asylanträge, und die Unterbringung der Asylsuchenden. Wo kann man da schon direkt darüber befinden und abstimmen? Über die Unterbringung, die Länge eines Verfahrens? Nirgends. Denn das wird uns „von oben herab“ diktiert. Vom Bund. Demokratisches Mosern und reklamieren nützt da leider nichts. Wieso wohl? Der Bund wird von der EU, allen voran natürlich von den schlitzohrigen Italienern, praktisch genötigt, immer mehr Asylgesuche zu behandeln.
Das ginge ja in meinen Augen alles noch: Wenn die sogenannten „Asylsuchenden“ wirkliche Flüchtlinge wären, und nicht kriminelle junge Männer aus dem nordafrikanischen Raum.

Tja, so ist das halt. Eine demokratische Ablehnung gegenüber Gemeinderatsbekleidung ist da locker zu verschmerzen. Was hingegen machen die betroffenen Gemeinden, wie zum Beispiel Wienacht, wo ja ganz offenkundig die Kriminalität wegen der „Asylsuchenden“ in die Höhe schoss?
Sie können leider nichts machen. Keine Gemeindeversammlung mit demokratischer Abstimmung ist vorgesehen, um die Probleme aus der Welt zu schaffen.
Frau Bundesrätin Sommaruga, was antworten sie den Bewohnern der Gemeinde Wienacht, wenn die sie fragen, wo die direkte Demokratie geblieben ist?

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