Die wahren Helden des Alltags

Gestern abend ging ich ins Kino, und schaute mir den Film „Extrem Laut und Unglaublich Nah“ an. Ein wunderbarer aber zugleich ein höchst ergreifender Film, welcher nach einer Romanvorlage eine Geschichte rund um das 9/11-Drama erzählt. Hauptdarsteller ist ein 11-jähriger Knabe (Thomas Horn), welcher mit einer „Schnitzeljagd“ den Tod seines Vaters und seinen persönlichen Schmerz zu verarbeiten versucht.
Sein zeitweiliger Weg-Begleiter ist ein stummer, älterer Herr (gespielt von Max von Sydow), welcher selber eine persönliche Lebenstragödie mit sich rumträgt.

Der Mann ist Deutscher, und wenn ich das richtig mitbekommen habe, seit den Allierten-Bombardementen im zweiten Weltkrieg stumm. Er ist behindert, und kann sich nur mit Zetteln dem Jungen mitteilen.

Ironie des Schicksales ist, dass gestern zur gleichen Zeit ebenfalls eine schwer behinderte Frau mit Begleitung im Kinosaal anwesend war. Sie sass in einem elektrisch-fahrbaren Rollstuhl und konnte sich mit ihrer Begleitung, nur via eines Bildschirmes unterhalten. Sie war auch stumm, wie der Herr. Die Begleitung (eine Frau) sprach, wie der Junge im Film, normal mit ihr. Sie hingegen konnte nur den Kopf dazu bewegen, oder via Tastatur und Bildschirm sich mitteilen.
Ich war nicht nur vom Film ergriffen, sondern auch von der behinderten Frau im Rollstuhl. Für einen Moment vergisst man seine eigenen Unzulänglichkeiten (wie z.B. meine leichte Sehbehinderung). Ich kann laufen, mich mit der Sprache mitteilen. Sie hingegen beides nicht.

Für mich sind solche Menschen Die wahren Helden des Alltags. Sie müssen Tag für Tag ihr schweres Schicksal annehmen, sich damit auseinandersetzen und im Alltag zurecht kommen. Jeder Tag ist ein Kampf. Was für eine schwere Aufgabe!
Und wir anderen jammern (meist) nur auf hohem Niveau! Es ist kaum zu glauben.

Aber so wie’s aussieht ist Gott in Sachen Glücklich sein und Zufriedenheit etwas gnädiger mit den Behinderten als mit den sogenannt nicht behinderten: Man hört und liest immer wieder, dass beeinträchtigte Menschen öfters glücklicher und zufriedener sind, als wir „alltagsgestressten Lappis“.
Ich kann das nicht belegen, und möchte mit dieser These auch keinem behinderten Menschen zu nahe kommen.

Was ich mir aber durchaus vorstellen kann: Menschen, welchen das Schicksal hart zusetzte, setzen sich im Allgemeinen mehr mit dem Sinn des Lebens auseinander. Solche Menschen begreifen irgendwann das Leben und werden dadurch zufriedener und glücklicher. Für mich sind sie Die wahren Helden des Alltags.

Uns anderen aber fliegt das Leben und die Zeit öfters nur so um die Ohren, dass wir uns mit dem wahren Sinn des Lebens eigentlich gar nie befassen (müssen).

feldwaldwiesenblogger

Meine No-Go’s in Sachen Satire

Gestern Abend guckte ich wieder mal meine Lieblings-Satire-Sendung: Giacobbo / Müller.
Die Sendung ist seit 27. Januar 2008 im Programm von SF1 und hat sich seither wirklich entwickelt.
Kann sich jemand noch erinnern, als ich am 10.2.2008 einen Blogbeitrag mit dem Titel: „Ist die neue Giacobbo/Müller-Show eigentlich lustig?“ verfasste? Nach zwei Sendungen liess ich in meiner Kritik nicht viele gute Haare an dieser neuen Satire-Sendung übrig.
Das hat sich inzwischen total geändert. Denn ich erinnere mich: Die Qualität der Sendung wurde damals innert kürzester Zeit gesteigert, zum Positiven. Dennoch gibt es Punkte, wie meine No-Go’s weiter unten, welche ich auch bei dieser Satire-Sendung ankreiden muss.

Was mich aber heute noch erstaunt: Aus der Blogsoftware-Statistik entnehme ich, dass dieser Beitrag Monat für Monat immer noch sehr oft angeklickt wird. Von wem weiss ich nicht, da die Software weder Email-Adressen noch irgendwelche Namen nennt.
Ich frage mich jetzt: Sind es Victor Giacobbo und Mike Müller gleich selber, welche sich an meiner Kritik orientierten und es immer noch tun, um ihre Quoten zu steigern?

Jedenfalls bringt mich das zu meinen No-Go’s in Sachen Satire.
Da gibt es zwei Dinge, welche für mich einfach tabu sind. Darüber will und kann ich mich nicht lustig machen.

Es handelt sich dabei um tragische Situationen wie das Unglücksschiff Costa Concordia. Ich sah seither sowohl bei Giacobbo / Müller als auch andernorts, wie sich Leute darüber lustig machten. Ich kann das nicht. Denn wenn bei so einer tragischen Situation Menschen ums Leben kommen, hörts bei mir mit der Satire auf. Definitiv. Auch für „sogenannt komische“ Emails, welche mir zugeschickt wurden, hatte ich kein Verständnis. Ich löschte sie kommentarlos und schäme mich für die Gesellschaft, welche sich über solche Tragödien noch lustig machen kann.

Der andere Punkt ist der religiöse Glauben der Menschen. Da wurde ich vor einiger Zeit bei Giacobbo / Müller so dermassen enttäuscht, dass ich sofort den Fernseher ausschaltete. Wie ich mich (leider) noch entsinnen kann, machten sich die beiden Komiker über Jesus Christus, Details oder Begebenheiten aus seinem Leben und den Gläubigen aufs schändlichste lustig. Das ist unterste Schublade, und war zu viel für mich.

Ich hoffe einfach, dass die Satiriker in Zukunft auf das menschliche Leben und Befinden mehr Rücksicht nehmen. Sollte ich bei meinen satirischen Beiträgen mal irgendjemanden verletzt haben, dann bitte ich ihn/sie um Entschuldigung. Man darf sich bei mir natürlich auch beschweren, sollte sich jemand ungerecht behandelt fühlen.

So, und jetzt noch etwas Satirisches, von und mit Doktor Armin Ablondi:

Eines Tages sagte der Pfarrer im Muotathal zu Doktor Armin Ablondi: „Du, Doktor Ablondi. Du scheinst ja ein ganz gesunder Feger zu sein.“ „Wie kommst du jetzt darauf?“ entgegnete ihm Doktor Armin Ablondi. „Ganz einfach“, meinte der Pfarrer, „ich habe dich schon länger nicht mehr husten hören in der Kirche!“

feldwaldwiesenblogger

Bote der Urschweiz-Fragen an meinen Regierungsrats-Kandidaten und Schlatt-Lee-Werbung

Das hat mich heute ja fast erschlagen, als ich das Wahlcouvert öffnete. Ein Teil der Unterlagen flog auf den Boden, so schwer und gescheit waren sie.
Nach und nach habe ich mich durch den Papierkram gekämpft, und füllte die Stimmzettel aus. Den Wahlzettel für die Regierungsratswahlen hob ich mir aber als Höhepunkt bis zum Schluss auf.

Wie man unschwer erkennen kann, nahm ich die CVP-Liste und brachte noch ein paar Änderungen an.
Zu unterst auf die Liste setzte ich schliesslich noch meinen Kandidaten, den Hesigen-Schneemann. In einem Gespräch verriet er mir, dass er sich dazu entschieden hat, für die Mehrheitsparty ins Rennen zu steigen. Da Bruno Suter diesmal nicht antritt, will es der Schneemann für unsere Protestbewegung richten, und die andern Kandidaten gehörig zum Schwitzen bringen. Der Hesigen-Schneemann, wohnhaft in der Hesigen (Ried-Muotathal) sagt von sich selber: „Klein aber oho!“ Diese Aussage kann ich voll und ganz unterstützen.

Etwas enttäuscht musste ich heute bei der Lektüre des Boten der Urschweiz feststellen, dass mein Kandidat in der Wahlbeilage fehlte. Ist es Unwissenheit der Zeitung, einfach nur Ignoranz oder gar ein abgekartetes Spiel der Staatsparteien und dem „Boten“? Ich weiss es nicht. Ich finde aber, das Stimmvolk hat Anrecht auf vollständige Informationen.

Aus diesem Grunde stellte ich dem Hesigen-Schneemann die gleichen Fragen, welche der Bote der Urschweiz auch den anderen Regierungsrats-Kandidaten stellte.

Alter: 1 Monat

Wohnort: Ried-Muotathal

Ausbildung/Beruf: Schneemann.

Beruf und heutige Tätigkeit: Ortsbild-Verschönerer

Bisherige Mandate/Ämter: 1 Monat Strassenrand Hesigen

Hobbys: Autofahrer betrachten und studieren.

Welches ist Ihr wichtigstes Motiv für die Kandidatur: Ich möchte die Anliegen der kleinen Frauen und Männer vertreten, und für sie die Stimme in der Regierung sein.

Welche zwei Probleme/Aufgaben muss der Kanton Schwyz am dringendsten lösen: Problem 1: Es gibt keine Sommerplätze für Schneemänner. Dieses Versäumnis des jetzigen Regierungsrates muss schnellstmöglich beseitigt werden. Problem oder Aufgabe 2: Die Abgase der vorbeifahrenden Autos und Lastwagen sind fast nicht zu ertragen. Ich muss mein Makeup täglich neu auftragen. Aufgabe der Regierung wäre es, für saubere Luft im Kanton zu sorgen.

Wo warten die grössten Probleme auf den Kanton Schwyz im nächsten Jahrzehnt? Ganz klar bei der Beseitigung der Klimaerwärmung. Geht die nämlich in dem Stile weiter, kann ich keine drei Monate mehr existieren.

Welche Fehler hat der Kanton Schwyz im letzten Jahrzehnt gemacht und warum? Nun, wir Schneemänner sind so quasi Saubermänner, und stehen für eine weisse Weste. Diese hat der Kanton Schwyz aber in den letzten Jahren ganz klar verschmutzt. Statt mit einer Weissgeldstrategie zu arbeiten, wird mit Schwarzgeld gefuhrwerkt. Statt die kleinen Leute, wie wir es sind, zu stärken, vertreibt er uns aus gewissen Gemeinden. Ties tut er mit dem Anlocken reicher Leute, welche die Wohn- und Lebenskosten in schwindelerregende Höhen treiben. Beispielsweise in der Ausserschwyz: Dort können wir mancherorts die horrenden Mieten am Strassenrand nicht mehr bezahlen.

Hat die Steuerbelastung im Kanton das unterste Limit erreicht, oder soll es noch weiter talwärts gehen? Ja und Nein. Eine höhere Steuerbelastung könnten wir vielerorts nicht tragen. Eine noch tiefere hingegen wäre wegen den vielen Reichen der Schmelztod vieler meiner Kollegen.

Soll sich der Kanton Schwyz im bisherigen Tempo weiterentwicklen oder nicht? Kann diese Entwicklung überhaupt gesteuert werden? Keine Ahnung. Was soll sich der Kanton denn noch weiter entwickeln? (Der Hesigen-Schneemann schneuzt sich und denkt angestrengt nach) Eine Gewerkschaft für uns Schneemänner wäre halt schon eine tolle Entwicklung. Aber das bisherige Tempo, welche der Kanton anschlägt, hält man auf die Dauer nicht aus.

Gibt es Aufgaben, die der Kanton Schwyz nicht oder nur ungenügend löst? Ganz klar: Der Schutz von kleinen und fast wehrlosen Leuten wie uns Schneemännern wird fast vollständig vernachlässigt. Ich fordere unbedingt mehr Schutz und Entwicklungsmöglichkeiten. Zudem genügend Kühlhallen für den Sommer.

Braucht der Kanton Schwyz neue politische Strukturen, weil die Gemeindebehörden nur noch mit Mühe besetzt werden können oder Gemeinden/Bezirke mit Aufgaben überfordert sind? Diese Frage kann ich nicht beantworten. Ich kandidiere ja für den Regierungsrat, und habe mir in meinem kurzen Leben bisher noch keine Gedanken über neue politische Strukturen in der Kommunal-Behörde gemacht.

Befürworten Sie mittel- bis langfristig den Ausstieg aus der Kernenergie? Ich persönlich wäre für einen sofortigen Ausstieg. Wir Schneemänner und Schneefrauen brauchen ja keine Heizungen. Somit kämen wir mit dem Strom aus der Wasserkraft und den Alternativenergien problemlos aus.
Denke ich aber auch an die vielen Autofahrer, die täglich frierend an mir vorbeifahren, dann befürworte ich, wenn überhaupt, nur einen langfristigen Ausstieg. Es wird einfach noch zu wenig Alternativstrom produziert, welcher den AKW-Strom ersetzen könnte.

Sind Sie für die Einführung einer Einheitskrankenkasse? Ja, unbedingt. Diese ganze Krankenkassen-Geschichte sollte „suva-mässig“ organisiert werden. Der ganze Kassen-Dschungel ist zu dicht und kostet zudem einfach viel zu viel. Die Kosten sind schon länger nicht mehr kontrollierbar.
Ich für meinen Teil bräuchte ja keine. Denn seit ich existiere, bin ich noch nie krank gewesen.

Sind Sie für oder gegen die Abschaffung der Pauschalbesteuerung im Kanton Schwyz? Dagegen, ganz klar. Es sollen alle durch’s gleiche Loch hindurch, auch die Reichen!
Zudem: Die sollten mal nur eine Woche draussen auf dem Feld leben müssen wie wir. Die wären plötzlich so klein mit Hut. (Der Hesigen-Schneemann zeigt mit den Fingern eine kleine Einheit und grinst dabei verschmitzt)

Sind Sie für die Offenlegung der Parteienfinanzierung? Nein, sonst würden sich noch viele die Augen reiben, mit wie wenig wir einen erfolgreichen Wahlkampf führen.

Sind Sie dafür oder dagegen, dass der Kanton Ergänzungsleistungen für einkommensschwache Familien einführt? Ich bin dafür. Denn ich kenne einige Schneemänner-Familien, welche am absoluten Existenzminimum leben.

Sind Sie dafür oder dagegen, dass der Kanton mit finanziellen Mitteln alternative Energien unterstützt? Dagegen. Das überlassen wir mal ganz schön dem Bund. Zudem verfügen wir im Kanton Schwyz über genügend Wasser, mit welchem wir unseren eigenen Strombedarf decken können. Oder irre ich mich da?

Schluss-Statement des Hesigen-Schneemannes: „Zum ersten Mal in meinem erst kurzen Leben fühle ich mich von einem Gesellschaftsteil verstanden. Ich spreche da von der Mehrheitsparty Muotathal. Die können mir Wärme und Geborgenheit für meine politische Tätigkeit vermitteln, ohne dass ich gleich einen roten Kopf kriege und zu schmelzen beginne.“

Besten Dank dem Hesigen-Schneemann für seine tiefgründigen und gescheiten Antworten. Man erkennt darin doch den grossen und wachen Geist des kleinen Mannes, nicht wahr.


Usum Chäs-Chessi:

Hier noch etwas Werbung in eigener Sache. Folgende Email habe ich heute versandt:

Hallo Musikfreund!

Am Samstag, den 10. März 2012, rocken wir von Schlatt-Lee den Hirschen Muotathal. Unser bewährtes Trio „Mätti, Röne und Koni“ (siehe Bild 1) haben wir mit dem Bassisten Markus Betschart (siehe Bild 2: es ist der Herr im roten Kasten!) zu einem Quartett ausgebaut.

Bild 1:

Bild 2:

Wir unterhalten dich mit Rock-Covers vom Feinsten, aufgepeppt mit einem Schuss Country- und Bluesrock (u.a. CCR, Status Quo, Polo Hofer, Rolling Stones, Georgia Satellites, Steppenwolf).

Dazu darfst du auch aus der feinen Hirschen-Küche naschen (lecker lecker!!!)

Ich rate dir dringend, heute schon deinen Platz zu reservieren. Denn dies wird der erste Grossanlass in der Fastenzeit.

Wir vier Musiker und das Hirzen-Team würden uns freuen, dich am 10. März im Hirschen Muotathal anzutreffen.
Gäll, chusch au. Also, bis bald!

feldwaldwiesenblogger

Der Frühling naht, und was Frankreich exklusiv hier zu sehen kriegt

Um den Frust nach der Basel-Pleite einigermassen im Zaum zu halten, greife ich auf die bewährte Satire zurück.

Erst mal aber noch ein Zwischengedanke: Wieso bloss ist (fast) die ganze Schweiz auf einmal so extrem Fan vom FC Basel? Hä? Das DRS3-Gelabber gestern war ja fast nicht zu ertragen.
Man erinnere sich: Die beiden Basler da konnten nicht schnell genug aus der Schweizer Nati zurücktreten!

Aber eben: Das Fussball-Fan-Gedächntis ist halt manchmal nicht viel grösser als eine Erbse!

Nun, Bayern-Pleite hin oder her: Der Frühling naht. Die Temperaturen steigen, der Hormon-Spiegel beginnt wieder zu tanzen.
So auch bei dieser jungen Dame.

In Frankreich stehen die Präsidentschaftswahlen vor der Tür. Was Frankreich bisher noch nicht gesehen hat, zeigt exklusiv feldwaldwiesenblogger. Ein Bild vom (noch) amtierenden Präsidenten Sarkozy aus Kindheitstagen.

Gewisse Leute, wie die Dame links im Bild, altern wohl nie. Die sah schon zu Sarkozys‘ Kindheitstagen gleich (alt oder jung?) aus, wie sie es heute immer noch tut.

Wie ich ja jetzt nun beweisen konnte: Es gibt Leute und Dinge, welche sich im Leben halt nie verändern: Königin Elisabeth und das Erbsen-Fussballgedächtnis sind zwei solcher Institutionen.

feldwaldwiesenblogger

Fasnachtsfussballreise nach Nürnberg

Meine erste Exkursion dieses Jahres führte mich nach Nürnberg. Zusammen mit drei ganz netten Fussballkollegen begab ich mich über die närrischen Tage auf unsere legendäre Fasnachtsfussballreise.
Hier folgt nun eine kleine Bildstrecke.

In unserem Hotel Maritim nächtigte auch der 1. FC Köln.

Das Spiel zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem 1. FC Köln war recht animiert. In der zweiten Halbzeit kam sogar Spannung auf, da Köln (ohne Prinz Poldi) kurzzeitig ausglich. Letzendlich gewann aber Nürnberg verdient 2:1.

Sogar eine Papstwahl konnte man in der Kölner-Kurve mitverfolgen. Erst kam schwarzer Rauch, dann weisser. Nein, im Ernst: Idioten, die Fackeln und dergleichen abfeuern müssen, gibts halt nicht nur in der Schweiz!

Das Stadion des 1. FC Nürnberg gefiel dem Schreibenden. Wir hatten schöne Plätze, und frieren musste man wegen den (glücklicherweise) steigenden Temperaturen auch nicht.
Ich konnte es mir auch als grosser Bayern-Fan nicht verkneifen, ein Fan-Präsent des „Clubs“ zu kaufen. Damit man sich nicht gleich verrät, kaufte ich mir „nur“ Fan-Socken.

Vor und nach dem Fussballspiel schlenderte man gerne durch die Altstadt.

Es gab viel zu sehen: Von einer verkehrt rumhängenden Luzerner-Fahne auf der Burg (wegen dem noch nicht ganz genesendem FC Luzern auf leichtem Halbmast), über das viel diskutierte Riegelhandwerk bis zu mittelalterlichen Bauten.

Meine Kollegen, unten auf dem Bild, bestaunten den mittelalterlichen Teil der Stadt wie kleine Kinder. Die Kommentare darob waren zwischen infantil und professorwürdig.

Mich beeindruckte auch die Architektur in der Stadt. Nürnberg, welche bald 1000-jährig wird, zeigte denn auch die verschiedenen Epochen des Häuserbaus. Ich finde, auf folgendem Bild erkennt man von rechts nach links drei verschiedene Baustile.

Ach ja, am Glücksrad wurde auch noch etwas gedreht. Glück kann nämlich zum Beispiel der FC Muotathal in der Rückrunde bestens gebrauchen.

Den Sonntag widmeten wir der Geschichte. Am Vormittag stand der Besuch des Gerichtssaales der Nürnberger Prozesse auf dem Programm. Das Memorium Nürnberger Prozesse mit dem Saal 600 wurde im November 2010 eröffnet.

Am Nachmittag gings dann zum Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände. Die aussergewöhnliche Ausstellung „Faszination und Gewalt“ beschreibt sehr eindrücklich den Aufstieg und den Niedergang der NSDAP und die Rolle der Stadt Nürnberg während dieser Zeit. Öfters war man beim Betrachten der Bild- und Tondokumente einfach nur sprachlos.

Am Abend dinierte man zweimal im Maredo. Wo’s einmal eine zweifelhafte Tomatensuppe gab, sonst aber nur Leckereien. Später verlustierte man sich noch im „Brown Sugar“, einem Rolling Stones-Tempelschuppen. Zu super Rockmusik und gutem Bier konnte man sich „krass austoben“.

feldwaldwiesenblogger

Fasnächtliches

Heute Morgen wurde ich um etwa 05.15 Uhr mit kakophonischen Klängen geweckt. Diese Tat vollbrachte unsere Muotathaler Guggenmusik „Höllochpfupfer“. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass diese Combo heute morgen anders als sonst tönte, mit viel mehr Bass und so.
Ich stand auf, durchstöberte den „Boten“ und ging dann bald zum Auto. Da erblickten meine noch müden Augen das Unmögliche:

Die Höllochpfupfer haben sich wegen Schnee und Kälte in einem schmucken Fasnachtswagen samt Musikanlage verschanzt. Aber keine Angst: Trotz Musikanlage, so wurde mir versichert, seien die „Pfupfer“ auch live zu hören.
Dem neugierigen Schreibenden wurde ein Blick ins Innere des Wagens gestattet:

Fröhliche Gesichter und viel Gemütlichkeit strahlte mir entgegen. Am liebsten wäre ich eingestiegen und mitgefahren. Ich fragte noch, ob sie mich mitnähmen und auch nach Luzern fahren würden. Mitfahren hätte ich ohne weiteres können (da hätte es sicher leckeren Kaffee gegeben!), aber Endstation sei halt bei der Weid. Jä nu!

Bei näherem Betrachten des Wagens sah ich dann noch, wie der Wagen getauft wurde:

Hühner-Bar!
Den Guggenmusikern von den „Höllochpfupfern“ wünsche ich eine schöne Fasnachtszeit.

Überhaupt: Ich finde die Dorffasnacht einfach viel gemütlicher als die grosse Sause in Luzern. Aber das ist nur meine Meinung.
Im übrigen fahre ich morgen mit drei fussballverrückten Kollegen nach Nürnberg, zu unserer alljährlichen Fasnachtsfussballreise. Deshalb kehrt bis etwa nächsten Mittwoch hier im Blog Ruhe ein, denn ich bin am Güdeldienstag selber auch noch aktiv an der Fasnacht. Mit den „Schlatt-Lee’s“ unterhalten wir an der Kinderfasnacht die Kleinen und noch nicht ganz Grossen im Restaurant Fluhhof (Ried-Muotathal) mit unseren rockigen Klängen.
P.S.: Wenn mich meine Fussballkollegen nicht daran hindern, und im Hotel in Nürnberg ein funktionstüchtiges WLAN vorhanden ist, gibt’s eventuell auf meiner Facebook-Seite etwas zu lesen. Mal schauen.

Die Hühnerbar unserer Guggenmusik bringt mich im übrigen grad zu einem weiteren Lustigkeitsding.

Der Vater von Sarkozy wurde endlich gefunden! Stan Laurel, was für ein Ding.
Zugesteckt wurde mir dieses Bild vom Lokalhistoriker und Güggeli-Wirt Peter Rickenbacher. Auf der Homepage seines Restaurants Kreuz in Seewen findet sich so allerlei Interessantes und Wissenswertes von und rund um Seewen.
Dass er bei seinen Recherchen auf den Vater von Sarkozy stiess, lässt mich doch einigermassen aufhorchen. Hätte dieser Mann nicht einen Ehrendoktor-Titel verdient, wenigstens während der närrischen Zeit?

Weiter gehts wieder zurück ins Muotathal, genau genommen in die Alpenrösli-Bar (hinter dem Restaurant Alpenrösli). Ich weiss aus zuverlässiger Quelle, dass dort über die Fasnacht die Bluesbrothers anzutreffen sind.

Zu was für Spässen und Ulk die dunklen Anzugträger aufgelegt sein werden, kann jeder-mann und jeder-frau gleich selber vor Ort kontrollieren.
Ob’s auch ein legendäres und skandalträchtiges Bluesbrothers-Konzert geben wird, ist mir zur Stunde noch nicht bekannt. Bei diesen sehr speziellen Konzerten gibt’s immer sehr viel Blues-Groove reinzuziehen. Leider ist aber immer die Polizei in der Nähe anzutreffen…

Der geneigte Leser könnte vielleicht die Frage stellen: feldwaldwiesenblogger, wieso gehst du während der fünften Jahreszeit auf eine Fussballreise?
Ehrlich, ich habe keine Antwort darauf.

feldwaldwiesenblogger

Die Gripen-Welle wütet wüst beim FC Luzern

Beim Zirkus Stierli, oder besser bekannt unter dem Namen FC Luzern, wütet das Gripen-Virus VBS-U.M. besonders wüst.
Der einzige, der scheinbar noch kein Fieber bekommen hat, ist der Zirkus-Direktor selber.

Meinen Rat, seine Mannschaft samt Trainer zu

Doktor Armin Ablondi zu schicken, schlug der Zirkus-Direktor aus. „Es sei doch alles in bester Ordnung“, liess er mir duch seinen Medienchef Stefan Bucher ausrichten.

Überhaupt, seit Stierli seinen Spielern und scheinbar auch Murat Yakin, wegen Ansteckungsgefahr einen Maulkorb verabreicht hat, erreicht man dort (ausser ihm und Herrn Bucher) niemanden mehr.
Das musste der NLZ-Journalist und FCL-Kolumnist Daniel Wyrsch am Sonntag auch feststellen: Der Trainer war für ihn nicht (mehr) erreichbar.

Aber es ist wie es ist: Alle liegen nun mit Maulkorb und Fieber im Bett, und lassen die Gripen über sich ergehen. Es ist nur zu hoffen, dass sie möglichst schnell wieder auf die Beine kommen. Was scheints aber länger gehen könnte. Denn den Herrn links im Bild hat’s besonders schwer erwischt.

Er sitzt mit hohem Fieber, laufender Nase und Wahrnehmungsstörungen beim Arzt, welcher ihn über den Verlauf der Gripen informiert.

Gute Besserung dem älteren Herrn und der FCL-Mannschaft!

Einen Blick in die FCL-Zukunft wage ich aber trotzdem. Wer könnte die mir besser legen, als Mike Shiva.

Der gute Mike musste die Jasskarten gleich zweimal ausgeben. Er glaubte, sich verlegt zu haben.
Nach dem zweiten Mal akzeptierte er dann aber das Karten-Verdikt. Mit besorgter Miene verkündete er mir, dass er ein Inferno auf den FC Luzern zukommen sieht.

„Kein Stein soll mehr auf dem andern bleiben. Zudem würden bald neue und härtere Saiten beim Leuchtenstädter-Klub aufgezogen.“

Wenn er sich da mit seinen gelegten Karten nur nicht täuscht. Denn bei der letzten Vorhersage hatte ich irgendwie ein Déjà-vu-Erlebnis.

Wir werden sehen, was die Zukunft mit dem FC Luzern meint.

feldwaldwiesenblogger