Hände hoch für Waffenkontrolle

Diese Woche wurde mir eine Email zugestellt, welche folgenden Link enthielt:
Hände hoch für Waffenkontrolle

Unter dieser Amnesty International-Seite findet man einerseits diese erschütternde Information:

Andererseits eine Petition, wo jeder elektronisch mit seiner Stimme ein (kleines) Zeichen setzen kann:

Ich habe es gemacht! Denn, wie die obige Info besagt, ist „jeder Schi-schi“ ins kleinste Detail geregelt (gilt v.a. für die westliche Gesellschaft). So ist der Handel mit Bananen und Dinosaurierknochen international mit klaren Regeln ausgestattet. Aber der Handel mit Waffen und konventionellen Rüstungsgütern nicht! Sowas gibt mir einfach zu denken.
Gerade bei uns im sogenannten „zivilisierten“ Westen tut man (fast) alles, um Leben zu erhalten und zu verlängern. Sei es mit besserer Medizin oder aber auch durch massgeschneiderte Lebensmittel. Das Unlogische und Schräge daran ist, dass man den Mahnfinger gegen ungesunde Lebensmittel, Fett, übersüsste Getränke und schlechte Medizin hebt. Parallel dazu werden aber die noch tödlicheren und verheerenderen Waffen erforscht und entwickelt. Das ist doch total absurd!

Unsere Spitzenmedizin und unsere total gesunde Lebensmittelindustrie bringt man gerne in die unterentwickelte zweite und dritte Welt. Das ist natürlich lobenswert.
Was aber auch dorthin gebracht wird, sind die hochmodernen Scheiss-Waffen. Damit habe ich einfach Mühe. Einerseits möchte man ein gesundes Leben, andererseits aber auch todbringende Waffen. Da bin ich einfach dagegen, und habe, wie erwähnt, mit meiner Stimme ein (wenn auch nur kleines) Zeichen gesetzt.

Ich weiss, das Leben ist nicht logisch. Aber nachdenken darf man trotzdem. Und wieso nicht Zeichen setzen, wo man auch etwas dagegen tun kann. Denn in meinen Augen soll der Handel mit Waffen und konventionellen Rüstungsgütern in einem ersten Schritt strengen Regeln unterworfen werden. In einem zweiten Schritt sollen solche Händel sogar international verboten werden! Denn, logisch gesehen, wenn man weitere lebensverlängernde und gesunde Massnahmen für die Menschheit fördern will, müssten zwingend Waffen- und Rüstungsbetriebe geschlossen werden. Sie sind für das Menschenleben alles andere als gesund.
Ich höre dabei schon die Aufschreie: Das geht doch nicht, das kannst du doch nicht fordern!

Aber eben, das Leben ist halt nicht logisch. Man schützt es mit gesunder Lebenshaltung so gut es geht, lässt es aber an anderen Orten durch Spitzenwaffen zerstören. Deshalb fordere ich es halt trotzdem: Schliesst die Waffen- und Rüstungsbetriebe lieber heute als morgen! Auch solche Betriebe würden wieder neue Betätigungsfelder finden. Wie wäre es z.B. mit Entwicklung von hochtechnologisierten Anlagen, dass für jeden Menschen auf unserem Planeten genügend sauberes Trinkwasser vorhanden wäre?

Von mir aus kann man mich Pazifist und Träumer nennen, mir egal. Aber bei solchen Dingen erhebe ich mich, und versuche etwas dagegen zu tun. Dabei setze ich mich mit den Mitteln ein, die mir zur Verfügung stehen. Am besten geht das bei mir über meinen Blog, wo ich meine Gedanken an andere Menschen weiterbringen kann. Am zweitbesten mit meinem Schlagzeug, wenn es darum gehen würde, für einen guten Zweck Musik zu machen. Am drittbesten mit einer Geldspende an so eine Organisation wie Amnesty International.

Darum fordere ich euch auf, obigen Link mal anzuklicken, die Sache zu studieren und mit euren Stimmen ein wichtiges Zeichen zu setzen!

feldwaldwiesenblogger

Ein zweites Mikrofon wird wohl die Wiederwahl von Obama versauen

Wie man gestern mitbekam, lief beim Atomgipfel in Seoul versehentlich wieder mal ein Mikrofon mit.
Diese „Mikrofon-Pannen“ scheinen sich in letzter Zeit zu häufen. So meine ich mich zu entsinnen, dass unlängst auch bei Sarkozy ein „abgeschaltetes“ Mikrofon an irgendeinem Gipfel lief. Beim Le President ging’s um feurige Liebeserklärungen zwischen ihm und Angie Merkel.
Hier als Erinnerung die Abschrift des Original-Wortlautes:
Sarkozy:“ Angie, ich schwöre dir ewige EU-Liebe, wenn du mir zur Wiederwahl verhilfst!“ Händchen haltend stammelte Merkel: „Naturellement, Nik, je t’aime! Und ich werde dir helfen und beistehen, deiner Wiederwahl steht nichts im Wege. Wir sind doch so ein schönes EU-Paar, n’est-ce-pas?“

Am vergangenen Montag also nun der Mikrofon-Lapsus zwischen dem Noch-US-Präsidenten Obama und dem Noch-Russland-Präsidenten Medwedew.

Schön und gut. Die Marionette Medwedew räumt seinen Präsidenten-Sessel ja sowieso für seinen Chef und Diktator Wladimir Putin. Und Barack Obama wird aller Wahrscheinlichkeit nach auch nicht mehr gewählt. Da könnte der Weltwochen-Schreiberling Hanspeter Born mit seiner Story „Wieso Romney gewinnt“ nämlich sogar Recht haben.

Was mir aber gestern eifrige Spione zugespielt haben, könnte zu einem der grössten Skandale zwischen der USA und Russland werden.
In Seoul lief noch ein zweites „nicht eingeschaltetes“ Mikrofon mit. Jenes lief nämlich noch länger, als das nun allen bekannte erste. feldwaldwiesenblogger liegen die Originalaufnahmen vor. Was ich da zu hören bekam, schockierte mich zu tiefst. Denn wenn man folgendes Bild näher betrachtet, stellt man sich automatisch die Frage: Wo zum Henker hat Obama da bloss seine Hand?

Wenn man das geheime Tondokument hört, wird alles klar. Darin erkennt man eine böse Anklage von Seiten Obamas an Medwedew.
Hier ebenfalls eine Abschrift des Original-Wortlautes:
Obama: „Dmitri, du Sauhund! Ich habe rausgefunden, dass du was mit Michelle hattest. Das wirst du mir büssen, ich reisse dir die E**r ab!“ Medwedew:“ Beruhige dich, Barack. Michelle hat es auch gewollt. Pass du nur auf, denn jetzt kommt wieder Wladimir, und der ist auch heiss auf Michelle!“

Diese Aussagen, Obamas eindeutiger Handgriff und die Affäre von Frau Obama mit Herr Medwedew wird wohl Obama’s Wiederwahl im Herbst versauen. Die Republikaner wird’s freuen, die Demokraten werden verduzt aus der Wäsche gucken. Das mit Billyboy Clinton und Flötenspielerin Lewinsky ging ja noch. Aber dass nun eine amerikanische Präsidentengattin etwas mit einem russischen Präsidenten hatte, das ist zu viel. Das wird mit Bestimmtheit einen Mega-Skandal geben!
Wie die Geschichte wohl weitergehen wird? Ich halte euch mit meinem Spionage-Team auf dem Laufenden…

feldwaldwiesenblogger

The Making of „The Hampeissi-Hufä“-Film

Viele haben sich schon gefragt: Wie entstand der „Hampeissi-Hufä“-Film mit Martin Horat, und vor allem: wer hatte die Idee dazu.
Bevor nämlich der Regisseur Xavier Koller sein ganzes Repertoire an filmtechnischen Tricks für den nun weltweit bekannten und bereits legendären Schweiz Tourismus-Film zog, versuchte sich ein gewisser Maze anno 2009 daran. In der Wühl- und Rappelkiste „YouTube“ fand ich gewissermassen „The Making of the Hampeissi-Hufä-Film„.
Der mir unbekannte Maze sass zusammen mit Martin Horat Probe in „Hampeissi-Häufen“, und verfilmte dies zu lustigen Filmchen. Als Produzent wird das mir ebenfalls unbekannte Lakeside Festival 2009 angegeben. Die ganze Geschichte ist also schon drei Jahre alt, und wurde erst im vergangenen November mit dem Ibächler Oscar-Preisträger Koller professionell umgesetzt und um die ganze Welt geschickt.

Als Müsterchen habe ich hier den Teil 2 dieses „Making of“-Filmchens:

Der Maze scheint ja ein richtiges Weichei zu sein: Au, au, au…!
Nein, Spass beiseite: Er hat es leider verpasst, selber Kapital daraus zu schlagen. Oder wollte er das gar nicht?


Usum Chäs-Chessi:

Eines muss ich jetzt dringend mal los werden: Martin Horat, der Sensehändler und Zahnarzt für Kühe, gehört zwar zu den Muotathaler Wetterfröschen. Er ist aber kein Muotathaler, sondern Rothenthurmer, und wohnt auch dort. Den gestern angesprochenen „linken Mainstream-Medien“ will das einfach nicht in den Schädel rein. Sie bringen’s regelmässig „lätz“. Ich werde es ihnen jetzt aber schon in den Schädel bringen…

Ein zweites „Loswerderli“, wenn ich schon mal dabei bin, ist mein längst geplantes Blog-Interview mit den Muotathaler Wetterfröschen. Die Fragen habe ich wegen mangelnden PC-Kenntnissen der Wetterfrösche an Peter Rickenbacher, Gasthaus Kreuz (Seewen) geschickt. Rickenbacher beherbergt die Wetterschmöcker so quasi in seiner Gaststätte und auf seiner Homepage. Er hat einerseits ein „Wetterschmöckerstübli“, andererseits hat er ein Teil der „Kreuz-Homepage“ für sie reserviert.
Die Fragen liess ich im Januar raus, aber die viel beschäftigten und in allem möglichen sitzenden Wetterfrösche, fanden leider bisher noch keine Zeit, mir Antworten darauf zu geben. Schade, schade. Aber ich bin geduldig, und warte… Denn: Angeblich soll Martin Horat mit facebook Bekanntschaft geschlossen haben. Das kann ja sonnig und heiter bis stark bewölkt werden…

feldwaldwiesenblogger

Das „Kasperli“-Theater in der Weltwoche

In der neusten Ausgabe der Weltwoche liess mich ein „irre komischer“ Artikel aufhorchen. Andreas Kunz beschreibt darin das Drama um den neuen „Kasperli“. Neugierig las ich mich durch den Artikel, und wunderte mich dann doch ein wenig. Denn: Die Weltwoche macht nun ihr eigenes „Kasperli“-Theater.

Die „rechtschaffene“ Weltwoche sieht darin ein Vergehen, dass sich ein paar nationale Medienstars um Nik Hartmann am „Kasperli“ vergangen haben sollen. Es ist die Rede von Missbrauch, Kopie und Diebstahl von einem nationalen Heiligtum, ohne dass das irgendwie rechtlich korrekt abgeklärt worden wäre. Die einzige Abklärung sei ein Hartmann’scher Brief gewesen, und dies auch nur deshalb, weil scheint’s ein schlechtes Gewissen aufgekommen sei.

Vertreten werden die besagten Medienstars übrigens von der Agentur „Andreas & Conrad“. Da die Weltwoche es nicht für nötig befand, ihnen die Möglichkeit einer Stellungnahme einzuräumen, hatte ich vor, das zu tun.
Ich schrieb deshalb eine nette Email an die erwähnte Agentur.

Guten Tag

Ich wollte nachfragen, ob Sie die Weltwoche-Geschichte rund um den „neuen Kasperli“ auch als ein Drama empfinden?
Ist die Story reiner Mumpitz, also „Holzöpfel und Zipfelchappe“? Oder steckt da doch ein klitzekleines Wahrheitskorn drin?

Wissen Sie, ich finde den Moderator Nik Hartmann sonst ein ganz „gmögiger Kerl“ und witziger Unterhalter. Ich möchte nur nicht, dass er sich in seinem Eifer „verkasperlt“.

Deshalb biete ich Ihnen („Andreas & Conrad“-Agentur) und Nik Hartmann, die Möglichkeit, auf meinem Blog http://feldwaldwiesenblog.blueblog.ch/ zu dieser leidigen Geschichte Stellung zu nehmen.
Was meinen Sie dazu? Nehmen Sie mein Angebot ruhig an, ich beisse nicht!

Zudem: Die Konrad’s müssen doch zusammen halten, ich bin schliesslich auch einer.

Mit freundlichen Grüssen und Tra-tra-trallalla (oder darf ich das ohne Einverständnis des „wahren Kasperli“ gar nicht verwenden?)

feldwaldwiesenblogger Koni, Muotathal

Die Antwort der Agentur war leider nur kurz und bündig:
„hallo koni

merci für das nette angebot stellung zu nehmen. ist tatsächlich ein sturm im sirupglas,
wir verzichten darum dankend.

ganz liebe grüsse und weiterhin viel erfolg mit dem blog!“

Etwas enttäuscht war ich schon. Denn ich hätte mir von der Agentur eine schöne Stellungnahme gewünscht.
Ich überlegte kurz, und fand rasch eine Lösung. feldwaldwiesenblogger schlüpfte kurzerhand in die Rolle der Agentur, und verfasste für sie eine Stellungnahme.

„Liebe Weltwoche.

Euer „Kasperli“-Artikel in Ehren, aber das geht zu weit. Auch wenn ihr „Schreibjagd“ macht gegen Linke, das Schweizer Radio und Fernsehen, Künstler, und und und. Es hat einfach Grenzen.
Wo kämen wir beispielsweise hin, wenn jeder Künstler, welcher von einem anderen Künstler etwas „covert“, neben der Suisa noch die Genehmigung bei der Weltwoche einholen müsste.

Überhaupt: Wieso müsst ihr auch über Kultur und Kulturschaffende berichten? Das ist doch das Hoheitsgebiet der linken Mainstream-Medien, aber ganz sicher nicht jenes von einem SVP-Blatt. In dieses Blatt gehören, wenn überhaupt, nur Storys über Ländlermusik.

Unsere jungen Medienschaffenden, allen voran Nik Hartmann, wollen und wollten nur das Beste. Sie verfolgen dabei hehre Ziele, und meinten, dass es an der Zeit sei, den „Kasperli“ wieder zu reaktivieren. Der „Kasperli“ begleite die Crew um Hartmann schon durch die Kindheit. Nun sind sie alle erwachsen, und möchten nichts anderes, als den „Kasperli“ machen.
Wir sind stolz darauf, dass sie das einerseits gut können, und andererseits bei uns unter Vertrag sind. Hahaha, Spass muss sein, nicht wahr!?

Der „Alt-Kasperli“ Jörg Schneider hat übrigens von Nik Hartmann einen schönen Brief erhalten, und antwortete darauf mit einem super-lieben Brief. Also, wo ist das Problem?
Ihr von der Weltwoche wollt den Lesern doch nur alles madig machen mit eurem Gerechtigkeitssinn!

Nun, wir wollen aber nicht so sein, und fragen Sie an, ob eure Hausjuristen die ganze Angelegenheit prüfen möchten? Wir möchten ja nichts „Ungesetzliches und Unmoralisches“ auf die Kleinsten loslassen. Aber bitte keine Juristen von der SVP, gell!

Wir betonen zudem, dass wir uns keiner Schuld bewusst sind, und bitten Sie, in Zukunft solche Polemiken sein zu lassen. Denn Ihr Blatt machte schon aus vielen Storys einen Sturm im „Sirupglas“, was wir mit grosser Besorgnis beobachten.
Auch wenn einige von uns die Weltwoche heimlich auf der Toilette lesen: Den „Kasperli“-Artikel von Herrn Andreas Kunz haben allesamt die Schüssel runtergespült.

Ihre „Andreas & Conrad“-Agentur“

So, jetzt ist alle klar!?

feldwaldwiesenblogger

Münchner-Frühlingsfahrt zum Arbeitssieg gegen Hannover 96

Gestern Samstag war ich wieder mal mit dem Bayern-Fanclub Zürich an einem Spiel des FC Bayern. Diesmal an einem Heimspiel, gegen Hannover 96.


Mit dem neuen Fanclub-Fahrzeug, welches seit Ende Februar in Betrieb ist und bereits 4000 Kilometer auf den Rädern hat, ging‘s auf eine wunderschöne Frühlingsfahrt nach München.


Gut zwei Stunden vor dem Match war noch eitel Sonnenschein über dem Stadion. Frohgemut ging’s ins Paulaner, an den reservierten Fanclub-Tisch, welchen man sich gestern aber erst „erkämpfen“ musste.


Dabei stimmte man sich aufs Spiel ein, und Gross und Klein löschte mit den entsprechenden Gefässen seinen Durst.
Zur Sprache kamen, wegen meiner Herkunft, auch die Muotathaler Wetterfrösche. Denn es zogen dunkle Wolken über dem Stadion auf. Wird es das erste Gewitter dieses Jahres geben? Denn man hörte es bereits schon donnern…


Kurz vor dem Spiel nahm man seinen Platz ein, so auch der BFC Zürich in der Südkurve. Der Schreibende sass gemütlich auf der Osttribüne im dritten Oberrang und verfolgte dort das Geschehen. Einerseits sass ein Fussball-Veteran zu meiner Linken, welchen (fast) nichts mehr aus der Ruhe bringen kann. Andererseits nahm eine bildhübsche Blondine zu meiner Rechten Platz. Wie sich herrausstellte, war sie nicht nur blond, sondern auch noch ein Bayernfan aus Hannover. Sie verfolgte gut gelaunt das Spiel, und meinte, dass doch alle Schweizer Bayernfans seien. Schön wär‘s!


Der Match fand dann unter teilweise starkem Regen statt.
Juppy Henyckes versuchte mit ein paar Änderungen in der Startaufstellung gewisse Leute zu schonen. So brachte er als Sturmspitze Ivica Olic statt Mario Gomez, und Pranjic stand ebenfalls in der Startaufstellung. Thomas Müller sass auf der Bank und Schweinsteiger war gar nicht im Aufgebot.

Die Bayern bemühten sich denn auch von Anfang an, mit viel Ballbesitz das Spiel in den Griff zu bekommen. Man merkte ihnen den harten Cupfight von letztem Mittwoch an. Denn die Spritzigkeit fehlte doch etwas. Ich denke aber, dass ist kein Wunder, haben doch die Münchner zur Zeit nur englische Wochen. So erspielten sich die Bayern in der ersten Halbzeit kaum Torchancen. Die Hannoveraner aber auch nicht. So unterlief in dieser Phase dem sonst wenig beschäftigten Neuer wieder mal ein Lapsus. Ein Zuspiel auf einen eigenen Verteidiger landete in den Füssen eines Hannoveraners, welche aber dank beherztem Eingreifen der Bayern-Verteidiger nicht „erben“ konnten.
Glücklicherweise erzielte Toni Kross aber noch vor der Pause das erlösende 1:0, nach herrlicher Vorarbeit von Ribery und Robben. Die Klasse hat sich also wieder mal durchgesetzt.

In der zweiten Halbzeit ging’s ähnlich weiter. Sich bemühende Bayern gegen gut aufgestellte Hannoveraner. Die Einwechslung von Anatoli Timoschtschuk (für Pranjic) brachte zwar nicht viel mehr Druck nach vorne, hingegen die Einwechslung von Mario Gomez für Olic. Dem leider glücklos kämpfenden Olic, welcher nach einer sehr langen Verletzung den Tritt immer noch nicht fand, gelang sehr wenig.
Gomez war kaum da, herrschte schon Torgefahr vor dem Hannover-Tor. Es ging dann auch nicht sehr lange, bis er sein obligates Tor zum 2:0 machte. Der Mann hat einfach einen Lauf, und ist Bayern’s Torgarant Nummer 1. Nicht auszudenken, wenn er verletzt ausfallen würde. Wer könnte ihn zur Zeit ersetzen? Ich sehe im aktuellen Kader zur Zeit niemanden. Da muss Bayern dringendst handeln.

Jedenfalls stand‘s 2:0, und je länger der Match dauerte, bekam man das Gefühl, dass die Gedanken der Bayern bereits beim bevorstehenden Marseille-Spiel sind. Prompt fiel in dieser Phase der Anschlusstreffer durch Ya Konan, und zwar in der 74. Minute. Jetzt wurde es nochmals heiss auf dem Rasen, denn die Hannoveraner glaubten nun an einen möglichen Punktgewinn. Henyckes wechselte auch noch Müller (für Kroos) ein, welcher das sichernde 3:1 auf dem Fuss hatte, es aber „vermüllerte“. Er läuft leider immer noch der Form seiner besten Tage hinterher.

Fünf Minuten vor Spielende durfte sich Neuer rehabilitieren, und liess seinen Lapsus endgültig vergessen. Bei einer Rettungsaktion von Boateng landete der Ball fast im Tor, doch Manuel Neuer rettete mirakulös.

Ribery und Robben nahmen denn auch ihre Verantwortung wahr, und retteten mit abgeklärtem und cleverem Spiel den Bayern ihre drei Punkte über die Zeit.

Die Bayern gewannen letztendlich verdient mit einem „Arbeitssieg“ 2:1. Denn der Sieg nach dem Cup-Krimi in Gladbach war alles andere als ein einfacher Spaziergang. So verloren die Gladbacher gar ihr Heimspiel gegen Hoffenheim…
Jetzt gilt es, sich gut zu erholen und zu regenerieren. Denn die englischen Wochen gehen, wie erwähnt, mit dem ChampionsLeague-Spiel vom kommenden Mittwoch in Marseille weiter.


Nach dem Spiel gings zurück zum Auto, und man fuhr ins Allgäu, nach Leutkirch-Reichenhofen. Mit einem feinen Essen im Gasthaus zum Bären liess man es sich gut gehen. Bei ausgelassener Stimmung wurde über dies und jenes diskutiert. Unter anderem auch, ob Shaqiri in München jemals Fuss fassen wird, ober ein Bankdrücker werden könnte. Als Schweizer freut man sich eigentlich schon über seinen Wechsel nach München. Nur: auf welcher Position soll er bloss spielen? Denn ein ordentlicher Stürmer, welcher Gomez dann und wann vertreten könnte, wäre wohl eine bessere Option. Nicht wahr?


Jedenfalls ging die Münchner-Fahrt, mit einem Arbeitssieg im Gepäck, gut gelaunt wieder retour in die Schweiz. Der BFC-Präsident war sich nicht zu schade, das Sieg-Gepäck persönlich im Gepäckraum zu sichern. Dabei inspizierte er gründlichst den Bus von ganz hinten auf seine Bequemlichkeit. Ob der Bus nun auf allen Positionen bequem genug ist, war zum Redaktionsschluss noch nicht klar. Der präsidiale Bericht diesbezüglich ist noch ausstehend…

Zurück im Glarnerland, fuhr der Schreibende mit einem guten Gefühl für „seinen“ FC Bayern heim ins Muotathal. Er träumt weiter von einem möglichen Triple-Gewinn der Münchner…

feldwaldwiesenblogger

Interview mit DJ Satzy

Anfangs März war ich, wie erwähnt, für einige Tage in Sölden. Dabei ging’s, wie man unschwer vermuten kann, natürlich nicht nur ums Skifahren. Das „nicht nur Skifahren“ erlebte ich unter anderem im Après-Ski-Club „Philipp“, oberhalb von Sölden. Dort legt DJ Satzy auf, welcher im Muotathal kein Unbekannter ist. So war doch der lustige Ötztaler letztes Jahr im Muotathal zugegen, und machte an der legendären „Hinterthaler Chilbi“ mächtig Party.

Meine Wenigkeit hat das natürlich verpasst. So wurde ich von meinen „Sölden-Fahrer-Kollegen“ aufgeklärt, wer DJ Satzy ist, und wo er dort auflegt. Selbstverständlich musste ich natürlich auch einmal „Après-Ski“ im „Philipp“ geniessen. Dabei lernte ich auch DJ Satzy kennen, welcher mir einen bodenständigen und aufgestellten Eindruck hinterliess. So bewegte er sich gekonnt durch das trinkende und tanzende Skifahrer-Volk und animierte sie auf seine kumpelhafte Art zu noch mehr Party. Dem Schreibenden gefiels, denn er tänzelte in Skischuhen zu DJ Satzy-Sound. Nach gut vier Stunden fingen mir dann allerdings meine Zehen Schmerzen zu bereiten, aber das ist wieder eine andere Geschichte…

DJ Satzy jedenfalls war locker drauf: Smalltalk hier, Smalltalk dort. So fand er auch den Muotathaler Tisch, kriegte von meinem Bruder einige „ghörige Schnupfs“, und liess unseren „Busfahrer“ schier aus dem Häuschen geraten. Ja, die Party war toll, und der DJ machte seine Sache famos.

Zurück in der Schweiz, überkam mich wieder der Alltag. Aber dem DJ Satzy mal auf den Zahn zu fühlen, und ihn über seinen „Job“ auszuhorchen, kam mir schon während dem „Après-Ski“ im „Philipp“ in den Sinn. So schickte ich dem Ötztaler DJ Satzy, welcher vor einigen Tagen mein facebook-Freund geworden ist, meine (fast schon) legendären Blog-Interview-Fragen. Beinahe in Rekordzeit beantwortete mir Jürgen (ja ja, DJ’s haben auch einen Vornamen!) meine Fragen.

Frage 1: Wie kamst du dazu, als Berufs-DJ zu arbeiten?
Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht.

Frage 2: Ich nehme jetzt mal an, dass du als Kind nicht DJ werden wolltest. Was
war damals dein Berufstraum?
Ich wollte immer Musiker werden, aber meine Familie hat immer gesagt,
ich muss ins Gastgewerbe. Also bin ich Koch geworden.

Frage 3: Was ist deine Motivation, Winter für Winter im „Philipp“ aufzulegen?
Die freundlichen Leute, immer Party, und super Stimmung. Ich kann auch
meine Arbeit verbessern.

Frage 4: Dein Kultstatus in meiner Heimatgemeinde Muotathal steigt Jahr für
Jahr. Wie kam es dazu?
Ja, das ist ganz einfach: Mit reden kommen die Leute zusammen, der
Philipp hat Kultstatus in der ganzen Welt.

Frage 5: Wann legst du das nächste Mal im Muotathal auf?
Am 20. Oktober 2012.

Frage 6: Würdest du die Menschen im Ötztal und Muotathal als
„charakterverwandte Bergler“ bezeichnen?
Nein …. Die Ötztaler haben eine andere Mentalität als die
Muotathaler. In der Schweiz bin ich gerne, da sind andere Leute.

Frage 7: Wie bereitest du dich jeweils auf die neue Après-Ski-Saison vor?
Woher holst du dir die neuen Musik-Ideen?
Ja, wie bereite ich mich vor? Ich bin mittlerweile 18 Jahre im Geschäft, und bekomme von den ganzen Künstlern die Bemusterungen. Da taste ich mich ganz vorsichtig ran, probiere erst mal, und wenn es funktioniert, dann lassen wir es krachen. Ich stehe oft 2 Stunden auf der Theke, und mache Party, aber immer noch auf meine Weise.

Frage 8: Träumst du auch von einer Karriere, wie sie DJ Ötzi oder DJ Antoine
gemacht haben?
Ja, wer träumt nicht davon in meiner Szene?

Frage 9: Welche Musik würdest du für dich persönlich auflegen?
Schürzenjäger und Party.

Frage 10: Gibt es auch ein „Rentenalter“ für DJ’s? Wenn ja, welches?
Ja, kommt darauf an, in welcher Szene du arbeitest. In meiner kannst du
bis 60 leicht arbeiten.

Frage 11: Was würdest du tun, wenn du nach dem Ende der laufenden Skisaison den DJ-Job an den Nagel hängen würdest?
Ich würde wieder als Tiefbau-Polier und als LKW-Fahrer arbeiten.

Besten Dank an DJ Satzy und weiterhin alles Gute bei seiner DJ-Tätigkeit!

feldwaldwiesenblogger

Was man bei der Blocherschen‘ Hausdurchsuchung wirklich fand

feldwaldwiesenblogger machte sich gestern bei der Hausdurchsuchung in der Villa Blocher persönlich ein Bild (oder mehrere) vor Ort. Was ich dabei antraf, erschreckte mich einerseits zu tiefst, andererseits gab’s auch einiges zu schmunzeln.
Exklusiv habe ich hier Bilder, die Blocher jeder Zeitung verweigerte, sogar der Weltwoche. Mir erlaubte er aber, einige Bilder zu schiessen, und in meinen Blog zu stellen.
So traf ich einen aufgestellten Christoph Blocher an:

Als Ablenkung schickte mir Blocher seine sexy Putzfrau:

Ich fand trotzdem, was ich suchte: Seine Frau Silvia im Keller beim Akten vernichten…

…Natalie Rickli beim Wischen ihres aufgewirbelten Staubes…

…Christoph Mörgeli beim Fassadenreinigen. Dies erst noch bei einer waghalsigen Aktion. Der Putz der SVP-Hütte scheint zu bröckeln…

…Den Hausmeister erwischte ich sogar beim Saugen des Teppichs, was er aber vorher darunter kehrte, blieb meinen Augen verborgen.

Zu guter Letzt traf ich noch den Bruder von Blocher im Musikraum an. Er kann so schön lachen, wie Christoph…

Dabei kippten wir ein, zwei Bierchen und unterhielten uns über die mysteriöse Aktion der Zürcher Staatsanwaltschaft III. Das Gespräch drehte sich natürlich um die Hausdurchsuchung, und wieso der FDP-Kronprinz Philipp Müller dies als (fast) einziger Politiker gut fand. Blocher tippt da auf eine Seilschaft zwischen der Schweizerischen Nationalbank SNB und den Filzläusen FDP. Die filzlosen SP hingegen, allen voran Professor jur. Daniel Jositsch, halten zu Blocher.
Beim Abschied gab sich Christoph Blocher kämpferisch und meinte: „Die Akten, die Silvia vorhin am Vernichten war, stammen noch aus meiner Zeit als Bundesrat. Schreib das ruhig in deinen Blog. Zudem müssen die Schweizer Bürger vor der SNB und seinen FDP-Hintermännern gewarnt werden!“


Usum Chäs-Chessi:


Martin, ich glaube, jetzt wäre es dann wieder an der Zeit, dass du dich deiner Hauptbeschäftigung widmest: Dem Wetterschmöcken auf dem „Hampeissi-Haufen“. Dass du bei der Feier der Bankiervereinigung auch dabei sein musstest, erfüllt mich mit grosser Sorge. Was hast du plötzlich in diesen Kreisen verloren?
Willst du in Zukunft etwa beim „Schmöcken von Banknoten“ das Wetter prophezeien?
Lass das bitte bleiben, und vergiss nicht, wo deine Wurzeln sind. Schon so manch einer konnte den Verlockungen der grossen weiten Welt nicht widerstehen. Du bist zwar jetzt ein Medien-Star, und alle mögen es dir gönnen. Nur: Für jeden „Seich“ musst auch du nicht herhalten, und zu allen möglichen (und unmöglichen) „Bonzen“ reisen!

feldwaldwiesenblogger

Ich traf den Winter im schönen Bisisthal und im bluesigen Zug an

Am vergangenen Samstag traf ich den Winter gleich an zwei Orten an. Einerseits im schönen Bisisthal:

Andererseits im bluesigen Zug, in der Chollerhalle:

Johnny Winter, Jahrgang 1944, ist eine Blues-Legende und ein Woodstock-Veteran. Als ich vor Wochenfrist davon las, dass er nach Zug kommt, war für mich sofort klar, wo ich am Samstag anzutreffen sein werde.

Denn es bestand auch die Möglichkeit, noch drei anderen Bands einen Besuch abzustatten, mit welchen ich noch vor gar nicht zu langer Zeit Blog-Interviews gemacht hatte. Bei diesen drei Bands handelt es sich um Pyuss, (ein Konzert in Zürich), Infinitas (unplugged-Konzert) und Stets ä Soo (Raiffeisen-Rocknight). Ich hoffe, dass mir keiner von ihnen böse ist, denn ich wollte unbedingt den Bluesman Johnny Winter mal live erleben.

Als Vorband trat eine mir unbekannte Band mit dem Namen „Hundred Seventy Split“ auf.

Bei näherem Hinsehen, aber auch beim Studium des Programmes, war dann klar, wer hinter dieser Bluesrock-Band steckt. Das Trio besteht nämlich aus zwei Ten Years After-Mitgliedern: Bassman und Woodstock-Veteran Leo Lyons und Sänger/Gitarrist Joe Gooch.
Hundred Seventy Split heizte denn auch gut eine Stunde lang tüchtig mit ihrem „hippigen“ Bluesrock ein. Die messerscharfen Gitarren-Solis und der pumpende Bass von Lyons gefielen, ebenso die Songs. Als Höhepunkt war in meinen Augen das Drum-Solo, welches sowohl vom Hundred Seventy Split-Schlagwerker wie auch vom Johnny Winter Band-Drummer bestritten wurden. Genial.

Dann betrat Johnny Winter nach kurzem Band-Intro die Bühne. Körperlich gezeichnet, nahm er auf einem Stuhl Platz, und liess seinem Gitarrenspiel freien Lauf. Ich bin zwar kein Gitarrist, konnte aber zuvorderst am Bühnenrand erkennen, wieso der Mann für viele andere Blues-Gitarristen (u.a. Eric Clapton) ein Vorbild war.

Seine spezielle Technik, mit dem Daumen und den Fingern die Saiten zu spielen, ist bemerkenswert. Johnny ist zudem immer noch sehr flink unterwegs auf der Gitarre. Zusammen mit seiner Band, welche absolut toll auf ihn einging, brachte Johnny sowohl eigene Hits wie auch Blues-Klassiker.
So huldigte er auch seinem grossen Vorbild Muddy Waters mit dem Song „Got My Mojo Workin'“, mit dem er übrigens auch selber musizierte.

Stimmlich würde ich jetzt mal behaupten, war Johnny nicht mehr auf der Höhe. Aber es sei ihm verziehen, denn was der Kerl in seinen 68 Jahren erlebt hatte, erlebt wohl manch 100-jähriger niemals in seinem Leben. Seine Genialität auf der Gitarre liess er jedoch öfters mit kecken Soli und coolen Riffs aufblitzen. Seine kurzen Ansagen und das Einzählen mit „Two, Three, Four“ liessen Hühnerhaut-Feeling aufkommen.
Beim letzten Song des regulären Sets erhob er sich sogar. Hut ab vor dem grossen Bluesmann.

Nach kurzer Pause gabs noch zwei Zugaben, bei welchen Johnny sogar Slide-Gitarre spielte. Wirklich, ich genoss jede Minute dieses aussergewöhnlichen Konzertes. Der stampfende Blues, denn die tighte Band als Soundteppich hinlegte, war einfach geil. Dazu ein wieder gesunderer Johnny Winter, der trotz körperlicher Beschwerden einen recht frischen und gekonnten Eindruck hinterliess.

Dann waren die gut 90 magischen Minuten leider schon vorüber, Johnny Winter und Band verliessen die Bühne. Die Magie war denn auch dem Publikum anzusehen, welches grösstenteils sogar älter als ich war. Bei einigen hätte man sogar meinen können, dass sie Woodstock mitgemacht haben.

Jedenfalls liess ich es mir nicht entgehen, am Merchandising-Stand die neuste CD von Johnny Winter („Roots“) und ein schickes T-Shirt samt Unterschriften von Hundred Seventy Split zu ergattern.

Ein schöner und unvergesslicher Bluesabend liess ich bei einem Glas Rotwein im Gleis Seewen ausklingen.

feldwaldwiesenblogger

Dr Beerivogel

Gestern Abend wurde ich darauf angesprochen, ob ich nun zum Untersuch bei Doktor Armin Ablondi war. Ich bejahte, und musste zugleich eingestehen, dass er mir bei diesen Frühlingswallungen nicht helfen konnte. Doktor Armin Ablondi meinte lediglich, beweg dich viel an der frischen Luft und geniesse einfach den Vorfrühling und das herrliche Wetter.

Gesagt und getan: Ich nahm mir gestern frei, und ging am Morgen ins Mythengebiet skifahren. Auf dem Weg dorthin erhielt ich ein Telefon, und ja: Ich telefonierte beim Autofahren. Mea culpa, ich weiss, aber es war auch nicht sonderlich viel Verkehr auf der Strasse.
Jedenfalls ging‘s bei diesem Telefonat irgendwie auch um Frühlingsgefühle, aber solche im Herbst. Der Telefonierer erzählte mir von einem Mann. Dieser besagte Mann spürte wohl auch so gewisse Wallungen, und ging auch viel in die Natur. Er erzählte jeweils seiner Frau, dass er „beerenen“ gehe. „Beerenen“ heisst für alle Nicht-Muotathaler: „Pflücken von allerlei Beeren-Sorten“.
Jedenfalls, so erzählte man sich, ging der Mann im Herbst fleissig „beerenen“. Jedenfalls glaubten dies alle, auch seine Frau. Bis dem unbedarften Mann eines Tages jemand auf die Schliche kam, und rausfand, dass er nebst dem „Beeren ablesen“ auch noch bei einer fremden Frau zu Besuch war. Vermutlich gab’s dort auch „einiges zu pflücken“.

Als mir mein Kollege von dieser Geschichte erzählte, fiel‘s mir wie Schuppen von den Augen. Ich weiss nun endlich, woher Ländlerkönig Rees Gwerder die Inspiration zu seinem Ländler-Hit „Dr Beerivogel“ hat. Natürlich: Von dem unbedarften „Beerener“ und „dem fremde Frau-Pflücker“.

Denn bei uns wird ein windiger Mann, welcher statt die erlaubten Beeren zu pflücken, bei einer fremden Frau von den verbotenen Früchten „nascht“, als „Vogel“ bezeichnet.
Meine „Telefongeschichte“ ähnelt der biblischen Garten Eden-Geschichte, wo auch von den verbotenen Früchten gepflückt wurde. Mit dem winzigen Unterschied, dass das Verbotene diesmal ein Mann tat. So ist die Schöpfungsgeschichte also auch gleichberechtigt geworden.

Rees Gwerder ging freilich in seinem Muotathaler-Schalk noch einen Schritt weiter, und erfand für diesen lustvollen Herrn die Bezeichnung „Beerivogel“. Wie treffend!

Das Trio Chugelrund jedenfalls interpretiert den „Beerivogel“ von Rees Gwerder ausgezeichnet. Man kann sich die Geschichte dabei lebhaft vorstellen.


Usum Chäs-Chessi:

Heute sind wir doch alle Cuche-Fans. Bei seinem (leider) allerletzten Rennen im Weltcup liess sich der Neuenburger für seine letzte Fahrt im zweiten Lauf etwas einfallen.

Stilsicher fuhr einer der symphatischsten Ski-Cracks der Gegenwart nicht nur im alten Outfit den steilen Hang in Schladming runter. Er tat dies auch noch mit alten Skiern und Schuhen aus Grossvaters Zeit. Herrlich!

Didier: Wir danken dir für alle schönen Momente, welche du uns während deiner Aktivzeit als Skifahrer beschert hast!

feldwaldwiesenblogger

Das Gesundschrumpfen der SVP

Das Gesundschrumpfen der SVP geht weiter. Nach den National- und Ständeratswahlen folgt nun die Kur in den Kantonen. So auch bei den Kantonratswahlen in meinem Kanton Schwyz.
Das ist nur positiv. Denn zu viel von etwas ist oft auch das berühmte „zu viel des Guten“. Eine gesunde Mischung aus unseren staatstragenden Parteien, ohne dass dabei eine Partei zu stark überwiegt, ist wohl das Beste für eine gut funktionierende Demokratie. So braucht’s nebst einer soliden Mitte halt auch einen starken linken und rechten Flügel. Zum Tore schiessen werden auf allen Positionen einer Mannschaft taugliche Spieler gebraucht. Paradebeispiel: Der FC Bayern…

Nebst den Sitzverlusten der SVP im Kanton Schwyz gibt’s an der kantonalen SVP-Führungsspitze einen längst fälligen Wechsel. Judith Uebersax tritt ab.

Mit ihr geht eine mir unheimliche Hardlinerin von Bord, welche den Ton der Zeit öfters nicht traf und manchmal ziemlich rüpelhaft übers Ziel schoss.

In den Startlöchern sitzt Xaver Schuler, ein facebook-Freund von mir. Der junge Mann aus Seewen, 32-jährig, ist in meinen Augen ein fähiger Mann und darf von mir aus „fröhli“ neuer SVP-Kantonalpräsident werden.

Ich will jetzt keine Lobhudeleien über Herrn Schuler loswerden. Aber das Gesundschrumpfen der SVP hat auch mit „loswerden von Irrköpfen“ zu tun. Zudem sollen die Neuen der dezimierten Mannschaft sowie deren Chefs vernünftiger ausgewählt werden.
Einen Xaver Schuler zähle ich zu einer vernünftigen Person in einer leicht verkleinerten SVP-Fraktion im Kanton.

Ich informiere mich auch laufend über regionale politische Begebenheiten, und versuche mir ein Bild darüber zu machen. Darum glaube ich auch, dass ich hier einen Kommentar abgeben darf.
Obwohl meine politische Einstellung eher Mitte-Links ist (vermutlich wie die Klein-Partei CSP), finde ich die Politik von Schuler differenziert, sachlich, bodenständig, und wie oben erwähnt, vernünftig. Klar, er ist noch jung und in vielen Belangen noch kein Polit-Schwergewicht. Macht aber nichts: Von diesen Schwergewichten haben wir schon genug in der Politik, und frischen Wind hat noch in keiner Partei geschadet.

Zudem: Die Rechte wird doch viel eher wahr genommen, wenn sie vernünftig und sachlich politisiert. Wer nimmt schon so fehlgeleitete Politiker wie Blocher, Mörgeli, Pelli etc. ernst? Ich jedenfalls nicht. Mir ist es dabei auch egal in welcher Partei sie sitzen: Hauptsache, sie führen das Volk nicht an der Nase rum und erzählen dauernd Bockmist.

Das mit dem „vernünftig und sachlich Politisieren“ gilt natürlich für alle Parteien. So beobachte ich auch argwöhnisch die „neue linkslastige Mitte“ im Bundeshaus. Ich finde, als Gegenpol braucht’s mehr denn je eine starke, gesunde und vernünftige Rechte (mit SVP und FDP), welche gewisse Dinge auch anprangern darf und muss.

Bei diesen „gewissen Dingen“ meine ich unter anderem auch unsere Energie- und Steuerpolitik. Bevor jedes AKW ausgeschaltet wird, soll und muss gründlich über Alternativen nachgedacht werden. Denn die müssen nicht nur umweltverträglich sein, nein, sie müssen auch noch den immer grösser werdenden Strombedarf der Schweiz decken.

Das gleiche bei den Forderungen der „Freunden“ der Schweiz. Ob Kavallerie oder Cowboys: Das komplette Bankgeheimnis muss doch nicht schon bei den ersten Gefechten preisgegeben werden. Dagegen halten sollen die einst so stolzen Eidgenossen, welche die Habsburger auch das Fürchten gelernt haben. Oder sind das jetzt nur wieder irgendwelche uns in der Schule vorgegaukelten Ammenmärchen?
Item: Die Schweiz muss gegenüber dem Ausland wieder selbstbewusster auftreten. Die Amerikaner und die EU sollen erst ihre eigenen dringlicheren Hausaufgaben machen, bevor sie uns „knechten“ wollen.

So, mein Politdiskurs von heute ging jetzt weiter als beabsichtigt. Sogar über den Kanton Schwyz hinaus. Trotzdem darf die kantonale SVP am 21. März Xaver Schuler junior (wie er sich eigentlich ganz korrekt nennt) als ihren neuen Chef ernennen. Denn Schwyz (aber auch die Schweiz) braucht eine „gesund-geschrumpfte“ SVP mit vernünftigen Köpfen.

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