Interview mit DJ Satzy

Anfangs März war ich, wie erwähnt, für einige Tage in Sölden. Dabei ging’s, wie man unschwer vermuten kann, natürlich nicht nur ums Skifahren. Das „nicht nur Skifahren“ erlebte ich unter anderem im Après-Ski-Club „Philipp“, oberhalb von Sölden. Dort legt DJ Satzy auf, welcher im Muotathal kein Unbekannter ist. So war doch der lustige Ötztaler letztes Jahr im Muotathal zugegen, und machte an der legendären „Hinterthaler Chilbi“ mächtig Party.

Meine Wenigkeit hat das natürlich verpasst. So wurde ich von meinen „Sölden-Fahrer-Kollegen“ aufgeklärt, wer DJ Satzy ist, und wo er dort auflegt. Selbstverständlich musste ich natürlich auch einmal „Après-Ski“ im „Philipp“ geniessen. Dabei lernte ich auch DJ Satzy kennen, welcher mir einen bodenständigen und aufgestellten Eindruck hinterliess. So bewegte er sich gekonnt durch das trinkende und tanzende Skifahrer-Volk und animierte sie auf seine kumpelhafte Art zu noch mehr Party. Dem Schreibenden gefiels, denn er tänzelte in Skischuhen zu DJ Satzy-Sound. Nach gut vier Stunden fingen mir dann allerdings meine Zehen Schmerzen zu bereiten, aber das ist wieder eine andere Geschichte…

DJ Satzy jedenfalls war locker drauf: Smalltalk hier, Smalltalk dort. So fand er auch den Muotathaler Tisch, kriegte von meinem Bruder einige „ghörige Schnupfs“, und liess unseren „Busfahrer“ schier aus dem Häuschen geraten. Ja, die Party war toll, und der DJ machte seine Sache famos.

Zurück in der Schweiz, überkam mich wieder der Alltag. Aber dem DJ Satzy mal auf den Zahn zu fühlen, und ihn über seinen „Job“ auszuhorchen, kam mir schon während dem „Après-Ski“ im „Philipp“ in den Sinn. So schickte ich dem Ötztaler DJ Satzy, welcher vor einigen Tagen mein facebook-Freund geworden ist, meine (fast schon) legendären Blog-Interview-Fragen. Beinahe in Rekordzeit beantwortete mir Jürgen (ja ja, DJ’s haben auch einen Vornamen!) meine Fragen.

Frage 1: Wie kamst du dazu, als Berufs-DJ zu arbeiten?
Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht.

Frage 2: Ich nehme jetzt mal an, dass du als Kind nicht DJ werden wolltest. Was
war damals dein Berufstraum?
Ich wollte immer Musiker werden, aber meine Familie hat immer gesagt,
ich muss ins Gastgewerbe. Also bin ich Koch geworden.

Frage 3: Was ist deine Motivation, Winter für Winter im „Philipp“ aufzulegen?
Die freundlichen Leute, immer Party, und super Stimmung. Ich kann auch
meine Arbeit verbessern.

Frage 4: Dein Kultstatus in meiner Heimatgemeinde Muotathal steigt Jahr für
Jahr. Wie kam es dazu?
Ja, das ist ganz einfach: Mit reden kommen die Leute zusammen, der
Philipp hat Kultstatus in der ganzen Welt.

Frage 5: Wann legst du das nächste Mal im Muotathal auf?
Am 20. Oktober 2012.

Frage 6: Würdest du die Menschen im Ötztal und Muotathal als
„charakterverwandte Bergler“ bezeichnen?
Nein …. Die Ötztaler haben eine andere Mentalität als die
Muotathaler. In der Schweiz bin ich gerne, da sind andere Leute.

Frage 7: Wie bereitest du dich jeweils auf die neue Après-Ski-Saison vor?
Woher holst du dir die neuen Musik-Ideen?
Ja, wie bereite ich mich vor? Ich bin mittlerweile 18 Jahre im Geschäft, und bekomme von den ganzen Künstlern die Bemusterungen. Da taste ich mich ganz vorsichtig ran, probiere erst mal, und wenn es funktioniert, dann lassen wir es krachen. Ich stehe oft 2 Stunden auf der Theke, und mache Party, aber immer noch auf meine Weise.

Frage 8: Träumst du auch von einer Karriere, wie sie DJ Ötzi oder DJ Antoine
gemacht haben?
Ja, wer träumt nicht davon in meiner Szene?

Frage 9: Welche Musik würdest du für dich persönlich auflegen?
Schürzenjäger und Party.

Frage 10: Gibt es auch ein „Rentenalter“ für DJ’s? Wenn ja, welches?
Ja, kommt darauf an, in welcher Szene du arbeitest. In meiner kannst du
bis 60 leicht arbeiten.

Frage 11: Was würdest du tun, wenn du nach dem Ende der laufenden Skisaison den DJ-Job an den Nagel hängen würdest?
Ich würde wieder als Tiefbau-Polier und als LKW-Fahrer arbeiten.

Besten Dank an DJ Satzy und weiterhin alles Gute bei seiner DJ-Tätigkeit!

feldwaldwiesenblogger