Ich traf den Winter im schönen Bisisthal und im bluesigen Zug an

Am vergangenen Samstag traf ich den Winter gleich an zwei Orten an. Einerseits im schönen Bisisthal:

Andererseits im bluesigen Zug, in der Chollerhalle:

Johnny Winter, Jahrgang 1944, ist eine Blues-Legende und ein Woodstock-Veteran. Als ich vor Wochenfrist davon las, dass er nach Zug kommt, war für mich sofort klar, wo ich am Samstag anzutreffen sein werde.

Denn es bestand auch die Möglichkeit, noch drei anderen Bands einen Besuch abzustatten, mit welchen ich noch vor gar nicht zu langer Zeit Blog-Interviews gemacht hatte. Bei diesen drei Bands handelt es sich um Pyuss, (ein Konzert in Zürich), Infinitas (unplugged-Konzert) und Stets ä Soo (Raiffeisen-Rocknight). Ich hoffe, dass mir keiner von ihnen böse ist, denn ich wollte unbedingt den Bluesman Johnny Winter mal live erleben.

Als Vorband trat eine mir unbekannte Band mit dem Namen „Hundred Seventy Split“ auf.

Bei näherem Hinsehen, aber auch beim Studium des Programmes, war dann klar, wer hinter dieser Bluesrock-Band steckt. Das Trio besteht nämlich aus zwei Ten Years After-Mitgliedern: Bassman und Woodstock-Veteran Leo Lyons und Sänger/Gitarrist Joe Gooch.
Hundred Seventy Split heizte denn auch gut eine Stunde lang tüchtig mit ihrem „hippigen“ Bluesrock ein. Die messerscharfen Gitarren-Solis und der pumpende Bass von Lyons gefielen, ebenso die Songs. Als Höhepunkt war in meinen Augen das Drum-Solo, welches sowohl vom Hundred Seventy Split-Schlagwerker wie auch vom Johnny Winter Band-Drummer bestritten wurden. Genial.

Dann betrat Johnny Winter nach kurzem Band-Intro die Bühne. Körperlich gezeichnet, nahm er auf einem Stuhl Platz, und liess seinem Gitarrenspiel freien Lauf. Ich bin zwar kein Gitarrist, konnte aber zuvorderst am Bühnenrand erkennen, wieso der Mann für viele andere Blues-Gitarristen (u.a. Eric Clapton) ein Vorbild war.

Seine spezielle Technik, mit dem Daumen und den Fingern die Saiten zu spielen, ist bemerkenswert. Johnny ist zudem immer noch sehr flink unterwegs auf der Gitarre. Zusammen mit seiner Band, welche absolut toll auf ihn einging, brachte Johnny sowohl eigene Hits wie auch Blues-Klassiker.
So huldigte er auch seinem grossen Vorbild Muddy Waters mit dem Song „Got My Mojo Workin'“, mit dem er übrigens auch selber musizierte.

Stimmlich würde ich jetzt mal behaupten, war Johnny nicht mehr auf der Höhe. Aber es sei ihm verziehen, denn was der Kerl in seinen 68 Jahren erlebt hatte, erlebt wohl manch 100-jähriger niemals in seinem Leben. Seine Genialität auf der Gitarre liess er jedoch öfters mit kecken Soli und coolen Riffs aufblitzen. Seine kurzen Ansagen und das Einzählen mit „Two, Three, Four“ liessen Hühnerhaut-Feeling aufkommen.
Beim letzten Song des regulären Sets erhob er sich sogar. Hut ab vor dem grossen Bluesmann.

Nach kurzer Pause gabs noch zwei Zugaben, bei welchen Johnny sogar Slide-Gitarre spielte. Wirklich, ich genoss jede Minute dieses aussergewöhnlichen Konzertes. Der stampfende Blues, denn die tighte Band als Soundteppich hinlegte, war einfach geil. Dazu ein wieder gesunderer Johnny Winter, der trotz körperlicher Beschwerden einen recht frischen und gekonnten Eindruck hinterliess.

Dann waren die gut 90 magischen Minuten leider schon vorüber, Johnny Winter und Band verliessen die Bühne. Die Magie war denn auch dem Publikum anzusehen, welches grösstenteils sogar älter als ich war. Bei einigen hätte man sogar meinen können, dass sie Woodstock mitgemacht haben.

Jedenfalls liess ich es mir nicht entgehen, am Merchandising-Stand die neuste CD von Johnny Winter („Roots“) und ein schickes T-Shirt samt Unterschriften von Hundred Seventy Split zu ergattern.

Ein schöner und unvergesslicher Bluesabend liess ich bei einem Glas Rotwein im Gleis Seewen ausklingen.

feldwaldwiesenblogger

Dr Beerivogel

Gestern Abend wurde ich darauf angesprochen, ob ich nun zum Untersuch bei Doktor Armin Ablondi war. Ich bejahte, und musste zugleich eingestehen, dass er mir bei diesen Frühlingswallungen nicht helfen konnte. Doktor Armin Ablondi meinte lediglich, beweg dich viel an der frischen Luft und geniesse einfach den Vorfrühling und das herrliche Wetter.

Gesagt und getan: Ich nahm mir gestern frei, und ging am Morgen ins Mythengebiet skifahren. Auf dem Weg dorthin erhielt ich ein Telefon, und ja: Ich telefonierte beim Autofahren. Mea culpa, ich weiss, aber es war auch nicht sonderlich viel Verkehr auf der Strasse.
Jedenfalls ging‘s bei diesem Telefonat irgendwie auch um Frühlingsgefühle, aber solche im Herbst. Der Telefonierer erzählte mir von einem Mann. Dieser besagte Mann spürte wohl auch so gewisse Wallungen, und ging auch viel in die Natur. Er erzählte jeweils seiner Frau, dass er „beerenen“ gehe. „Beerenen“ heisst für alle Nicht-Muotathaler: „Pflücken von allerlei Beeren-Sorten“.
Jedenfalls, so erzählte man sich, ging der Mann im Herbst fleissig „beerenen“. Jedenfalls glaubten dies alle, auch seine Frau. Bis dem unbedarften Mann eines Tages jemand auf die Schliche kam, und rausfand, dass er nebst dem „Beeren ablesen“ auch noch bei einer fremden Frau zu Besuch war. Vermutlich gab’s dort auch „einiges zu pflücken“.

Als mir mein Kollege von dieser Geschichte erzählte, fiel‘s mir wie Schuppen von den Augen. Ich weiss nun endlich, woher Ländlerkönig Rees Gwerder die Inspiration zu seinem Ländler-Hit „Dr Beerivogel“ hat. Natürlich: Von dem unbedarften „Beerener“ und „dem fremde Frau-Pflücker“.

Denn bei uns wird ein windiger Mann, welcher statt die erlaubten Beeren zu pflücken, bei einer fremden Frau von den verbotenen Früchten „nascht“, als „Vogel“ bezeichnet.
Meine „Telefongeschichte“ ähnelt der biblischen Garten Eden-Geschichte, wo auch von den verbotenen Früchten gepflückt wurde. Mit dem winzigen Unterschied, dass das Verbotene diesmal ein Mann tat. So ist die Schöpfungsgeschichte also auch gleichberechtigt geworden.

Rees Gwerder ging freilich in seinem Muotathaler-Schalk noch einen Schritt weiter, und erfand für diesen lustvollen Herrn die Bezeichnung „Beerivogel“. Wie treffend!

Das Trio Chugelrund jedenfalls interpretiert den „Beerivogel“ von Rees Gwerder ausgezeichnet. Man kann sich die Geschichte dabei lebhaft vorstellen.


Usum Chäs-Chessi:

Heute sind wir doch alle Cuche-Fans. Bei seinem (leider) allerletzten Rennen im Weltcup liess sich der Neuenburger für seine letzte Fahrt im zweiten Lauf etwas einfallen.

Stilsicher fuhr einer der symphatischsten Ski-Cracks der Gegenwart nicht nur im alten Outfit den steilen Hang in Schladming runter. Er tat dies auch noch mit alten Skiern und Schuhen aus Grossvaters Zeit. Herrlich!

Didier: Wir danken dir für alle schönen Momente, welche du uns während deiner Aktivzeit als Skifahrer beschert hast!

feldwaldwiesenblogger

Das Gesundschrumpfen der SVP

Das Gesundschrumpfen der SVP geht weiter. Nach den National- und Ständeratswahlen folgt nun die Kur in den Kantonen. So auch bei den Kantonratswahlen in meinem Kanton Schwyz.
Das ist nur positiv. Denn zu viel von etwas ist oft auch das berühmte „zu viel des Guten“. Eine gesunde Mischung aus unseren staatstragenden Parteien, ohne dass dabei eine Partei zu stark überwiegt, ist wohl das Beste für eine gut funktionierende Demokratie. So braucht’s nebst einer soliden Mitte halt auch einen starken linken und rechten Flügel. Zum Tore schiessen werden auf allen Positionen einer Mannschaft taugliche Spieler gebraucht. Paradebeispiel: Der FC Bayern…

Nebst den Sitzverlusten der SVP im Kanton Schwyz gibt’s an der kantonalen SVP-Führungsspitze einen längst fälligen Wechsel. Judith Uebersax tritt ab.

Mit ihr geht eine mir unheimliche Hardlinerin von Bord, welche den Ton der Zeit öfters nicht traf und manchmal ziemlich rüpelhaft übers Ziel schoss.

In den Startlöchern sitzt Xaver Schuler, ein facebook-Freund von mir. Der junge Mann aus Seewen, 32-jährig, ist in meinen Augen ein fähiger Mann und darf von mir aus „fröhli“ neuer SVP-Kantonalpräsident werden.

Ich will jetzt keine Lobhudeleien über Herrn Schuler loswerden. Aber das Gesundschrumpfen der SVP hat auch mit „loswerden von Irrköpfen“ zu tun. Zudem sollen die Neuen der dezimierten Mannschaft sowie deren Chefs vernünftiger ausgewählt werden.
Einen Xaver Schuler zähle ich zu einer vernünftigen Person in einer leicht verkleinerten SVP-Fraktion im Kanton.

Ich informiere mich auch laufend über regionale politische Begebenheiten, und versuche mir ein Bild darüber zu machen. Darum glaube ich auch, dass ich hier einen Kommentar abgeben darf.
Obwohl meine politische Einstellung eher Mitte-Links ist (vermutlich wie die Klein-Partei CSP), finde ich die Politik von Schuler differenziert, sachlich, bodenständig, und wie oben erwähnt, vernünftig. Klar, er ist noch jung und in vielen Belangen noch kein Polit-Schwergewicht. Macht aber nichts: Von diesen Schwergewichten haben wir schon genug in der Politik, und frischen Wind hat noch in keiner Partei geschadet.

Zudem: Die Rechte wird doch viel eher wahr genommen, wenn sie vernünftig und sachlich politisiert. Wer nimmt schon so fehlgeleitete Politiker wie Blocher, Mörgeli, Pelli etc. ernst? Ich jedenfalls nicht. Mir ist es dabei auch egal in welcher Partei sie sitzen: Hauptsache, sie führen das Volk nicht an der Nase rum und erzählen dauernd Bockmist.

Das mit dem „vernünftig und sachlich Politisieren“ gilt natürlich für alle Parteien. So beobachte ich auch argwöhnisch die „neue linkslastige Mitte“ im Bundeshaus. Ich finde, als Gegenpol braucht’s mehr denn je eine starke, gesunde und vernünftige Rechte (mit SVP und FDP), welche gewisse Dinge auch anprangern darf und muss.

Bei diesen „gewissen Dingen“ meine ich unter anderem auch unsere Energie- und Steuerpolitik. Bevor jedes AKW ausgeschaltet wird, soll und muss gründlich über Alternativen nachgedacht werden. Denn die müssen nicht nur umweltverträglich sein, nein, sie müssen auch noch den immer grösser werdenden Strombedarf der Schweiz decken.

Das gleiche bei den Forderungen der „Freunden“ der Schweiz. Ob Kavallerie oder Cowboys: Das komplette Bankgeheimnis muss doch nicht schon bei den ersten Gefechten preisgegeben werden. Dagegen halten sollen die einst so stolzen Eidgenossen, welche die Habsburger auch das Fürchten gelernt haben. Oder sind das jetzt nur wieder irgendwelche uns in der Schule vorgegaukelten Ammenmärchen?
Item: Die Schweiz muss gegenüber dem Ausland wieder selbstbewusster auftreten. Die Amerikaner und die EU sollen erst ihre eigenen dringlicheren Hausaufgaben machen, bevor sie uns „knechten“ wollen.

So, mein Politdiskurs von heute ging jetzt weiter als beabsichtigt. Sogar über den Kanton Schwyz hinaus. Trotzdem darf die kantonale SVP am 21. März Xaver Schuler junior (wie er sich eigentlich ganz korrekt nennt) als ihren neuen Chef ernennen. Denn Schwyz (aber auch die Schweiz) braucht eine „gesund-geschrumpfte“ SVP mit vernünftigen Köpfen.

feldwaldwiesenblogger

Mann, die von DRS 3 haben heute doch „einen an der Waffel“!

Heute hat DRS 3 schon zweimal den Anti-Bayern-Song von den Toten Hosen gespielt. Die haben doch „einen an der Waffel“! Oder in gallisch ausgedrückt: Die spinnen, die DRS 3-er!

Zum ersten Mal lief der „Lümmel-Song“ schon morgens vor halb sieben, aufgelegt von Mona Vetsch.

Na warte, Mona, habe ich mir gedacht, und schrieb beim Morgenkaffee Folgendes an die Pinwand von DRS 3:
„Mona, du bist ja sonst eine ganz liebe. Aber den Anti-Bayern-Song von den Toten Hosen hättest du vorhin nicht bringen müssen. Es gibt nämlich auch in der Schweiz Bayern-Fans! :-))“

Wohl angestachelt durch meinen Kommentar, lief das lausige Toten Hosen-Lied um elf Uhr gleich nochmals. Jetzt reichts, dachte ich mir, und verschaffe mir mit diesem Beitrag etwas Luft.

Zusätzlich habe ich mich vor dem Mittag kurz mit dem zweitbekanntesten Bayer verbinden lassen.

Er versicherte mir, dass er nachmittags noch für die Münchner Bayern beten will. Zudem lässt Benedikt ausrichten, dass er einen Urbi et Orbi-Segen nach München schicken will. Halleluja, bei diesem Beistand kann nichts mehr schief laufen.

Nachgefragt bei Doktor Armin Ablondi:

Nach meinem Telefongespräch mit dem Heiligen Vater verflog auch allmählich mein Groll gegenüber DRS 3. Ich machte nach dem leckeren Mittagessen (es gab Südtiroler Spezialitäten!) einen sonnig-warmen Frühlings-Spaziergang zur „Uffschötti“, und begegnete dabei vielen hübschen Frauen.

Was mir dabei zu denken gab, war die Tatsache, dass mir heute alle Frauen schöner als noch vor ein oder zwei Wochen vorkamen. Ich werde mich deshalb vertrauensvoll an Doktor Armin Ablondi wenden und ihn um Rat fragen, was mit mir los sei. Eventuell stimmt mit meinem Hormonspiegel etwas nicht. Mal schaun, was der Herr Doktor meint.
Vielleicht liegts aber auch nur an meiner frisch geputzten Brille.

feldwaldwiesenblogger

Das Wesen der Muotathaler

Im heutigen „Boten“ schnappte ich folgendes auf:

Das wuchtige Volks-Nein zum „Zusatzkredit Kirchenbrücke“ ist, wie der Bote-Schreiberling Franz Steinegger (Nein, nicht der Katastrophen-Fränzel!) richtig bemerkt hat, ein trotziges Nein.
Denn die Brücke ist nun gebaut, und müsste eigentlich logischerweise bezahlt werden.

Jetzt kommt nun das Wesen der Muotathaler ins Spiel: Friedlich, wie sie sind, haben sie dem Projekt zu einer neuen Kirchenbrücke zugestimmt. Denn die alte Brücke musste ersetzt werden, da sie sich in einem schlechten Zustand befand. Zudem war sie auch zu schmal, und nicht gerade fussgängerfreundlich. Das vorgeschlagene Projekt mit einem schönen Holzbogen verzauberte wohl den Wähler, und liess die Kosten auch etwas vergessen. Vor allem aber auch, dass sie eventuell sehr teuer und teurer als budgetiert werden könnte.

Das schmucke Brückchen steht nun schon seit einiger Zeit, und verursacht tatsächlich deutlich höhere Kosten als damals veranschlagt. Es braucht zusätzliches Geld, da man sich mit den Kosten wohl verspekuliert hat.
Das machte denn auch die friedliebenden Muotathaler wütend. Volkes Seele und Stimme wurde zornig, und liess sinngemäss verlauten, dass man die Brücke ja entweder gleich hätte vergolden können, oder dass es eine Betonbrücke auch getan hätte.

Die Projektschöpfer der neuen Brücke, die sich ja wohl ein Denkmal hatten setzen wollen, mussten sich an der Gemeindeversammlung vom letzten Dezember einige Kritik gefallen lassen. Die viel zu teuer gewordene Brücke braucht nun einen Zusatzkredit. Denn sie will ja auch bezahlt sein. Nur: Der Stimmbürger verweigerte sich gestern deutlich der Obrigkeit, und stimmte dem Geschäft nicht zu.
Was für Aussenstehende nicht zu erklären ist, wie Franz Steinegger ja selber „mutmasst“, ist für einen Einheimischen für mich sonnenklar. Wir Muotathaler liessen uns noch nie einfach „so“ etwas aufzwingen. Auch diesmal von den „Brückenbauern“ nicht.

Aber wie weiter? Ich habe folgenden Vorschlag: Die „zu hohe Kosten-verursachenden Kräfte“ sollen einen Beitrag zur Zusatzfinanzierung beitragen. Eine Sammelaktion starten, ein Benefiz-Konzert oder einen Heimatabend durchführen.
Denn ich vermute, dass die Stimmbürger mit einem der obigen Vorschläge milde gestimmt werden könnten. Da kann noch so manche Abstimmung kommen: Ein Ja werden die Muotathaler ohne irgendwelches Zutun mit Garantie nicht in die Urne legen.

Übrigens: Diese Brücken-Geschichte beschreibt in meinen Augen recht gut das Wesen der Muotathaler: Friedlich, wenn man ehrlich mit ihnen ist und sie in Ruhe lässt. Wütend und aufbegehrend, wenn sie von der Obrigkeit und den Behörden hinters Licht geführt werden.

feldwaldwiesenblogger

Wie ich diese Woche mit einem vorgezogenen 1. Aprilscherz zu einem Auftritt kam

Gestern Abend genossen wir vier Jungs von Schlatt-Lee einen rauschenden Auftritt im Hirschen Muotathal.
Wir haben einfach einen Riesenspass am Musik machen, und ich glaube das Publikum hatte den auch. Zudem haben wir tolle und kreative Fans, wie diesen Herrn hier.

Er hat sich gleich eine Fanmontur gebastelt und dazu fast den ganzen Abend ein altes Bild vom Schlattli geschwenkt. Es war einfach nur schön und toll!

Damit wir dieses Gefühl wieder mal erleben und mit anderen teilen dürfen, bin ich dran an mindestens drei weiteren Auftritten für dieses Jahr.
Einen Auftritt habe ich uns mit einem vorgezogenen Aprilscherz „ergaunert“, und zwar im Bäsä-Beizli im Euthal.

Folgende Email schickte ich der Wirtin Monika Kälin (nein, nein, nicht die Monika Kälin, die mit Fritz Küenzli und so…!):

Hallo Monika und Besenbeizli-Team

Wir sind auf der Suche nach Auftrittsmöglichkeiten. Da ich dich und das Besenbeizli inzwischen auch etwas kenne, wage ich mich dich anzufragen, ob wir bei euch einmal an einem Samstag spielen dürften.
Wir von Schlatt-Lee sind vier lustige Gesellen, brauchen keine Gage und lieben einfach das Musik machen. Wir unterhalten die Leute mit Rock-Covers vom Feinsten, aufgepeppt mit einem Schuss Country- und Bluesrock (u.a. CCR, Status Quo, Polo Hofer, Rolling Stones, Georgia Satellites, Steppenwolf). Wir sind ganz sicher nicht zu laut, und sind zudem sehr pflegeleicht. Das einzige was wir benötigen, ist etwas Bier und ein bisschen Platz für unsere klitzekleine Musikanlage.

Was meinst du? Wir würden uns riesig freuen, euch und eure Gäste mal unterhalten zu dürfen.

Beste Grüsse
Koni

Da keine Antwort kam, erlaubte ich mir dann den besagten Scherz. Ich schickte ihr eine weitere Email, welche eine von mir getürkte Antwort von ihr an mich enthielt:

Hallo Monika
Ja sicher! Wir würden gerne am 1. April in eurem Besenbeizli rocken.
Stellt doch bitte schon das Bier kalt.
Also, bis dann!
Koni from „Schlatt-Lee“

—-Ursprüngliche Nachricht—-
Von: info@besenbeizli.ch
Datum: 08.03.2012 09:21
An: Betreff: AW: Schlatt-Lee sucht noch Auftrittsmöglichkeiten

Hallo Koni

Besten Dank für Deine Anfrage. Wir würden uns freuen, wenn Du und deine Formation „Schlatt-Lee“ unser Besenbeizli am 1. April „rocken“ würden.
Gib mir doch Bescheid, ob das Euch passen würde.

Grüsse aus dem sonnigen Euthal
Monika

Gut drei Stunden später meldete sich dann die Bäsäbeizli-Wirtin telefonisch bei mir. Ich dachte schon, sie werde mir nun tüchtig den Kopf waschen. Aber es kam anders: Den Scherz fand sie lustig, und obendrein teilte sie mir mit, dass sie einen Auftritt mit uns im Sommer planen!
Judihui! Der Tag war gerettet und der vorgezogene 1. Aprilscherz tat seine Wirkung und bescherte uns einen Auftritt.

feldwaldwiesenblogger

Email an meine Unicorn Bandkollegen von Ballwil und Bisisthal

Hallo Baubeler und Bisisthaler!

Jetzt hat das verschlafene Dorf Ballwil doch endlich auch etwas Cooles zu bieten: channelsix!

Die Jungs wurden gestern auf DRS 3 als Newcomer-Band vorgestellt. Mit der Single „by my side“ hat die vierköpfige Band channelsix schon für einige Furore gesorgt. DRS 3 hat die Band auf der Musikplattform MX3 entdeckt, und pusht sie nun seitdem.

Mit „‚til you say you’re mine“ wurde nun eine zweite Single veröffentlicht, bevor am 30. März ihre erste CD sich aufmacht, die Musikwelt zu erobern.

Stilistisch gesehen erinnern sie mich an eine Mischung aus Noel Gallagher und Bruce Springsteen. Sie kommen frisch und unbekümmert daher, und scheinen das „gewisse Etwas“ zu haben. Ich gebe der jungen Band gute Chancen, sich in der Schweizer Musikszene zu etablieren. Eventuell könnte channelsix auch Chancen haben, den deutschen Musikraum zu erreichen, wer weiss? Zu gönnen wäre es den jungen Musikern allemal!
Jedenfalls klingen sie recht international, und haben meinen Geschmack getroffen.

Musical greetings
feldwaldwiesenblogger