Mann, die von DRS 3 haben heute doch „einen an der Waffel“!

Heute hat DRS 3 schon zweimal den Anti-Bayern-Song von den Toten Hosen gespielt. Die haben doch „einen an der Waffel“! Oder in gallisch ausgedrückt: Die spinnen, die DRS 3-er!

Zum ersten Mal lief der „Lümmel-Song“ schon morgens vor halb sieben, aufgelegt von Mona Vetsch.

Na warte, Mona, habe ich mir gedacht, und schrieb beim Morgenkaffee Folgendes an die Pinwand von DRS 3:
„Mona, du bist ja sonst eine ganz liebe. Aber den Anti-Bayern-Song von den Toten Hosen hättest du vorhin nicht bringen müssen. Es gibt nämlich auch in der Schweiz Bayern-Fans! :-))“

Wohl angestachelt durch meinen Kommentar, lief das lausige Toten Hosen-Lied um elf Uhr gleich nochmals. Jetzt reichts, dachte ich mir, und verschaffe mir mit diesem Beitrag etwas Luft.

Zusätzlich habe ich mich vor dem Mittag kurz mit dem zweitbekanntesten Bayer verbinden lassen.

Er versicherte mir, dass er nachmittags noch für die Münchner Bayern beten will. Zudem lässt Benedikt ausrichten, dass er einen Urbi et Orbi-Segen nach München schicken will. Halleluja, bei diesem Beistand kann nichts mehr schief laufen.

Nachgefragt bei Doktor Armin Ablondi:

Nach meinem Telefongespräch mit dem Heiligen Vater verflog auch allmählich mein Groll gegenüber DRS 3. Ich machte nach dem leckeren Mittagessen (es gab Südtiroler Spezialitäten!) einen sonnig-warmen Frühlings-Spaziergang zur „Uffschötti“, und begegnete dabei vielen hübschen Frauen.

Was mir dabei zu denken gab, war die Tatsache, dass mir heute alle Frauen schöner als noch vor ein oder zwei Wochen vorkamen. Ich werde mich deshalb vertrauensvoll an Doktor Armin Ablondi wenden und ihn um Rat fragen, was mit mir los sei. Eventuell stimmt mit meinem Hormonspiegel etwas nicht. Mal schaun, was der Herr Doktor meint.
Vielleicht liegts aber auch nur an meiner frisch geputzten Brille.

feldwaldwiesenblogger

Das Wesen der Muotathaler

Im heutigen „Boten“ schnappte ich folgendes auf:

Das wuchtige Volks-Nein zum „Zusatzkredit Kirchenbrücke“ ist, wie der Bote-Schreiberling Franz Steinegger (Nein, nicht der Katastrophen-Fränzel!) richtig bemerkt hat, ein trotziges Nein.
Denn die Brücke ist nun gebaut, und müsste eigentlich logischerweise bezahlt werden.

Jetzt kommt nun das Wesen der Muotathaler ins Spiel: Friedlich, wie sie sind, haben sie dem Projekt zu einer neuen Kirchenbrücke zugestimmt. Denn die alte Brücke musste ersetzt werden, da sie sich in einem schlechten Zustand befand. Zudem war sie auch zu schmal, und nicht gerade fussgängerfreundlich. Das vorgeschlagene Projekt mit einem schönen Holzbogen verzauberte wohl den Wähler, und liess die Kosten auch etwas vergessen. Vor allem aber auch, dass sie eventuell sehr teuer und teurer als budgetiert werden könnte.

Das schmucke Brückchen steht nun schon seit einiger Zeit, und verursacht tatsächlich deutlich höhere Kosten als damals veranschlagt. Es braucht zusätzliches Geld, da man sich mit den Kosten wohl verspekuliert hat.
Das machte denn auch die friedliebenden Muotathaler wütend. Volkes Seele und Stimme wurde zornig, und liess sinngemäss verlauten, dass man die Brücke ja entweder gleich hätte vergolden können, oder dass es eine Betonbrücke auch getan hätte.

Die Projektschöpfer der neuen Brücke, die sich ja wohl ein Denkmal hatten setzen wollen, mussten sich an der Gemeindeversammlung vom letzten Dezember einige Kritik gefallen lassen. Die viel zu teuer gewordene Brücke braucht nun einen Zusatzkredit. Denn sie will ja auch bezahlt sein. Nur: Der Stimmbürger verweigerte sich gestern deutlich der Obrigkeit, und stimmte dem Geschäft nicht zu.
Was für Aussenstehende nicht zu erklären ist, wie Franz Steinegger ja selber „mutmasst“, ist für einen Einheimischen für mich sonnenklar. Wir Muotathaler liessen uns noch nie einfach „so“ etwas aufzwingen. Auch diesmal von den „Brückenbauern“ nicht.

Aber wie weiter? Ich habe folgenden Vorschlag: Die „zu hohe Kosten-verursachenden Kräfte“ sollen einen Beitrag zur Zusatzfinanzierung beitragen. Eine Sammelaktion starten, ein Benefiz-Konzert oder einen Heimatabend durchführen.
Denn ich vermute, dass die Stimmbürger mit einem der obigen Vorschläge milde gestimmt werden könnten. Da kann noch so manche Abstimmung kommen: Ein Ja werden die Muotathaler ohne irgendwelches Zutun mit Garantie nicht in die Urne legen.

Übrigens: Diese Brücken-Geschichte beschreibt in meinen Augen recht gut das Wesen der Muotathaler: Friedlich, wenn man ehrlich mit ihnen ist und sie in Ruhe lässt. Wütend und aufbegehrend, wenn sie von der Obrigkeit und den Behörden hinters Licht geführt werden.

feldwaldwiesenblogger

Wie ich diese Woche mit einem vorgezogenen 1. Aprilscherz zu einem Auftritt kam

Gestern Abend genossen wir vier Jungs von Schlatt-Lee einen rauschenden Auftritt im Hirschen Muotathal.
Wir haben einfach einen Riesenspass am Musik machen, und ich glaube das Publikum hatte den auch. Zudem haben wir tolle und kreative Fans, wie diesen Herrn hier.

Er hat sich gleich eine Fanmontur gebastelt und dazu fast den ganzen Abend ein altes Bild vom Schlattli geschwenkt. Es war einfach nur schön und toll!

Damit wir dieses Gefühl wieder mal erleben und mit anderen teilen dürfen, bin ich dran an mindestens drei weiteren Auftritten für dieses Jahr.
Einen Auftritt habe ich uns mit einem vorgezogenen Aprilscherz „ergaunert“, und zwar im Bäsä-Beizli im Euthal.

Folgende Email schickte ich der Wirtin Monika Kälin (nein, nein, nicht die Monika Kälin, die mit Fritz Küenzli und so…!):

Hallo Monika und Besenbeizli-Team

Wir sind auf der Suche nach Auftrittsmöglichkeiten. Da ich dich und das Besenbeizli inzwischen auch etwas kenne, wage ich mich dich anzufragen, ob wir bei euch einmal an einem Samstag spielen dürften.
Wir von Schlatt-Lee sind vier lustige Gesellen, brauchen keine Gage und lieben einfach das Musik machen. Wir unterhalten die Leute mit Rock-Covers vom Feinsten, aufgepeppt mit einem Schuss Country- und Bluesrock (u.a. CCR, Status Quo, Polo Hofer, Rolling Stones, Georgia Satellites, Steppenwolf). Wir sind ganz sicher nicht zu laut, und sind zudem sehr pflegeleicht. Das einzige was wir benötigen, ist etwas Bier und ein bisschen Platz für unsere klitzekleine Musikanlage.

Was meinst du? Wir würden uns riesig freuen, euch und eure Gäste mal unterhalten zu dürfen.

Beste Grüsse
Koni

Da keine Antwort kam, erlaubte ich mir dann den besagten Scherz. Ich schickte ihr eine weitere Email, welche eine von mir getürkte Antwort von ihr an mich enthielt:

Hallo Monika
Ja sicher! Wir würden gerne am 1. April in eurem Besenbeizli rocken.
Stellt doch bitte schon das Bier kalt.
Also, bis dann!
Koni from „Schlatt-Lee“

—-Ursprüngliche Nachricht—-
Von: info@besenbeizli.ch
Datum: 08.03.2012 09:21
An: Betreff: AW: Schlatt-Lee sucht noch Auftrittsmöglichkeiten

Hallo Koni

Besten Dank für Deine Anfrage. Wir würden uns freuen, wenn Du und deine Formation „Schlatt-Lee“ unser Besenbeizli am 1. April „rocken“ würden.
Gib mir doch Bescheid, ob das Euch passen würde.

Grüsse aus dem sonnigen Euthal
Monika

Gut drei Stunden später meldete sich dann die Bäsäbeizli-Wirtin telefonisch bei mir. Ich dachte schon, sie werde mir nun tüchtig den Kopf waschen. Aber es kam anders: Den Scherz fand sie lustig, und obendrein teilte sie mir mit, dass sie einen Auftritt mit uns im Sommer planen!
Judihui! Der Tag war gerettet und der vorgezogene 1. Aprilscherz tat seine Wirkung und bescherte uns einen Auftritt.

feldwaldwiesenblogger

Email an meine Unicorn Bandkollegen von Ballwil und Bisisthal

Hallo Baubeler und Bisisthaler!

Jetzt hat das verschlafene Dorf Ballwil doch endlich auch etwas Cooles zu bieten: channelsix!

Die Jungs wurden gestern auf DRS 3 als Newcomer-Band vorgestellt. Mit der Single „by my side“ hat die vierköpfige Band channelsix schon für einige Furore gesorgt. DRS 3 hat die Band auf der Musikplattform MX3 entdeckt, und pusht sie nun seitdem.

Mit „‚til you say you’re mine“ wurde nun eine zweite Single veröffentlicht, bevor am 30. März ihre erste CD sich aufmacht, die Musikwelt zu erobern.

Stilistisch gesehen erinnern sie mich an eine Mischung aus Noel Gallagher und Bruce Springsteen. Sie kommen frisch und unbekümmert daher, und scheinen das „gewisse Etwas“ zu haben. Ich gebe der jungen Band gute Chancen, sich in der Schweizer Musikszene zu etablieren. Eventuell könnte channelsix auch Chancen haben, den deutschen Musikraum zu erreichen, wer weiss? Zu gönnen wäre es den jungen Musikern allemal!
Jedenfalls klingen sie recht international, und haben meinen Geschmack getroffen.

Musical greetings
feldwaldwiesenblogger

Grillplausch vor dem Militärspital als Protestkundgebung gegen Asylunterkunft

Heute stand folgendes im „Boten“:

Die Muotathaler wehren sich. Mit Recht! Als momentan beliebteste Plattform wird dafür facebook benutzt. Zudem wird gebetet und gehofft.
Ich hoffe einfach, dass unser Ständerat Peter Föhn den an Gripen-leidenden Ueli Maurer in Bern besänftigen, und ihm eine mögliche Asylunterkunft im Muotathal ausreden kann.

Das unterirdische Militärspital ist einerseits doch total ungeeignet als längerfristige Unterkunft (z.B. kein Tageslicht). Andererseits liegt die Unterkunft unweit des Dorfeinganges, was in einem relativ kleinen Dorf wie Muotathal sicher zu grossen Problemen führen würde.
Dies sollten nach „Adam Riese“ doch wirklich zwei durchschlagende Argumente gegen ein Asylzentrum im Militärspital Muotathal sein.

Zudem hat Muotathal bereits schon ein kantonales Durchgangsheim im Grünenwald, und auch im Dorf selber sind einige Asylsuchende untergebracht. Es ist also nicht so, dass das Dorf komplett gegen Asylanten wäre. Wir leisten unseren Beitrag nämlich bereits schon!

Hinzu kommt: Den Flüchtlingsstrom von Nordafrika her beobachte ich mit einem unguten Gefühl. Darunter sind meines Erachtens praktisch nur wirtschaftliche Flüchtlinge von „revolutionierten“ Staaten wie beispielsweise Tunesien und Libyen. Wahrscheinlich und leider viele davon auch Kriminelle, welche sich vor dem Wiederaufbau ihrer Länder drücken wollen.
Mit diesen Personen haben jetzt schon einige „das Asyl-Geschenk“. Und dieses „Asyl-Geschenk“ wollen wir im Muotathal definitiv nicht!

Muotathal ist auch touristisch und landschaftlich ein interessantes Gebiet. Negativ-Schlagzeilen wegen Asylanten könnten sich auch auf unseren sanften Tourismus auswirken.
Wir sind halt leider (und zum Glück auch) kein nobler Ski- und Tourismus-Ort wie St. Moritz oder Gstaad. Aus diesem Grund meinen wohl die in Bern oben, dass man uns deshalb ohne weiteres eine nationales Asylzentrum „reindrücken“ könnte.
In den besagten Orten St. Moritz und Gstaad würde sich der Herr Maurer das nie getrauen. Ja, so ist das eben!

Nun ruft eine facebook-Gruppe als Protestkundgebung zum Grillplausch vor dem Militärspital auf. Ich habe schnell gegoogelt, und auch im facebook danach gesucht. Ich habe die im Bote-Beitrag erwähnte Gruppe leider nicht gefunden.
Ich möchte aber auch meinen Beitrag dazu leisten. Vielleicht wird bei dieser Protestkundgebung ein Konzert veranstaltet. Da würde ich mit meinem Drum oder meiner Percussion sofort mitmachen.
Mal sehen, was sich daraus entwickelt.

Auf jeden Fall ist es gut, wenn sich in der Bevölkerung Widerstand gegen eine mögliche Asylunterkunft in unserem Thal formiert. Ich hoffe auch, dass dieser Widerstand friedlich und sachlich bleibt, und auch mögliche Protestkundgebungen wie der Grillplausch ohne Störungen über die Bühne gehen werden. Nur so können wir uns erfolgreich wehren, und werden in Bern oben auch wirklich wahr genommen.

feldwaldwiesenblogger

Eindrücke vom 15. International Festival Of Country Music im Zürcher Hallenstadion

Gestern Abend ging‘s mit zwei Kollegen an ein internationales Country-Festival ins Hallenstadion. Als beinharter Rocker wollte ich mir wieder mal Country Musik reinziehen. Nein, Spass beiseite betreffs „beinhartem Rocker“: Ich bezeichne mich einfach als Musikliebhaber, der sich gerne in den verschiedensten Stilrichtungsgärten herumtreibt.

Rechtzeitig (dank meinem neuen Navigon-App!) war man in der „Location“ und ich wartete auf dem Platz 21, Reihe 6, Sektor I gespannt der Dinge, die da folgen sollten.

Als erstes enterte ein etwas älterer und kurliger Herr, mit dem Namen George Hamilton IV, die Bühne. Nur mit einer akustischen Gitarre ausgerüstet, beeindruckte er mich mit seiner wirklich wunderbaren und klaren Tenor-Stimme. Als krönenden Abschluss seines Kurz-Gigs äffte er noch Bob Dylan nach. Der Schreibende war mit einem Bob Dylan-Shirt anwesend und musste an Christa Rigozzi denken. Die hätte mit Bestimmtheit „Du bist so lustig!“ nach vorne gerufen.

Mit einem Bier ausgerüstet, huschte ich wieder auf meinen Platz zurück. Nun war Lonestar an der Reihe, welche mir schon am Trucker- und Countryfestival Interlaken 2009 gefielen. Ihre ohrwurm-verdächtigen Hits und ihre Anleihen aus dem Pop- und Rock-Bereich machen aus ihnen eine tolle Formation. Viel zu schnell war der Gig vorüber.

Danach enterten Asleep At The Wheel die Bühne. Für mich gänzlich unbekannt, hinterliessen sie einen mächtigen Eindruck. Ihr swingender Boogie-Woogie-Country mit Anleihen im Swing-Jazz liessen mein Füsschen dazu wippen.“ Good Feel-Music“, cooler Gesang, begeisternde Fiedel und Steel-Guitar.

Übrigens: Da ich in Sachen Country-Musik nicht so bewandert bin, könnten meine Kommentare den einen oder anderen „du bist so lustig!“ dünken. Ich gebe es ja auch zu, dass ich kein Spezialist auf diesem Gebiet bin und schreibe einfach mein Gefühl des gestrigen Abends frisch von der Musik-Seele direkt in den Blog rein.

Auf dem nachfolgenden, leider zu grellen Bild, erkennt man vielleicht, dass George Hamilton IV einen Song mit Asleep At The Wheel performte. Der besagte George Hamilton war denn auch der Ansager des Abends. Überhaupt: Die Ansagen von George und auch der anderen Country-Stars von gestern Abend waren entweder in so einem guten Englisch oder ich verstand wegen der tollen Anlage und meines weit vorne liegenden Platzes sehr viel davon.

Ricky Skagg und seine Mannen waren nun dran. Skagg, der laut Beschreibung 14-facher Grammygewinner ist, war erst nur mit Saiteninstrumenten und deren Bedienung umgeben auf der Bühne. Die Herren liessen ihr Können einige Male aufblitzen. Nach gut drei Songs kamen dann noch der Schlagwerker, Keyboarder und der Steel-Gitarist dazu. Was diese Band zelebrierte, war schon phänomenal. Ein Song, welcher scheint‘s auf einem Album mit „gospligem“ Country drauf sein soll, gefiel mir besonders gut. Diese CD möchte ich mir gerne besorgen, weiss aber seinen Namen nicht. Vielleicht kann mir ein Leser schreiben, um welche CD es sich da handeln könnte.

Nun kam sie, der Star des Abends: Reba McEntire. Laut Beschreibung hat sie: Zwei Grammys gewonnen, 55 Millionen Alben weltweit verkauft und 64 Top-Ten-Hits in den USA geschafft. Unglaublich, und hier kennen sie nur eingefleischte Country-Fans.
Sie bot denn auch eine top-professionelle Show. Die bald 57-jährige, aus Oklahoma (USA) stammende Reba sieht nicht nur immer noch absolut toll aus. Nein, sie singt auch so toll wie sie aussieht. Dazu begleitete sie eine exzellente und cool-agierende Band.

Wie man auf meinem Bild erkennen kann, wurde sie von 9 Musikern begleitet. Das ist auch ein Punkt, welcher mir gestern auffiel. Die Country-Stars überlassen musikalisch nichts dem Zufall, und nehmen sich für ihren kompakten Sound, verglichen mit einer Rockband, einfach schon viel mehr Musiker auf die Bühne. Zu der Standardbesetzung mit Drummer, Bassist, Gitarrist und Keyboarder kommen bei einer Countryband natürlich ein Fiedler, ein Steelgitarist und ein Akrobat an der Akustikgitarre hinzu. Das Resultat ist ein wahrer Ohrenschmaus, wie bei Reba. Zudem können sie dann einfach alles spielen: Vom traditionellen Countrysong bis hin zu einer knalligen Rocknummer.

Reba und ihre Band ist in meinen Augen ziemlich stark vom traditionellen Country abgewichen, und spielen modernen Poprock-Country. Dazu angereichert mit mehrstimmigem Begleitgesang. Eigentlich Musik für (fast) jedermann(frau).

Als kleines Spässchen hat sich Reba gestern den scheinbar immer noch in der Schweiz weilenden Lionel Messi auf die Bühne geholt. Der spitzbübische Kerl ist nicht nur ein Fussballgott, nein, er ist auch noch ein toller Fiedler und Akustikgitarrist.

Ach ja, fast hätte ich es vergessen: Links neben mir sass eine entzückende junge Frau. Wie sich schon bald herausstellte, war sie in Kanada geboren und aufgewachsen und wohnt nun seit einiger Zeit in der Ostschweiz. Sie spricht fliessend „Ostschweizer Dialekt“ und Englisch. Hut ab! Ich selber spreche nur fliessend „Muotathaler Dialekt“ und ein paar Brocken Hochdeutsch.
Zudem ist sie ein Riesenfan von Reba McEntire. Sie erklärte mir, dass sie viele CD’s von ihr besitzt und es fast nicht fassen konnte, dass Reba nun im Hallenstadion auftrat. Zur Feier des Tages entrollte sie eine selber gestaltete Fan-Fahne, welche ich mit ihr zusammen ablichten durfte.
Es war für mich denn auch nicht überraschend, dass sie bei den meisten Songs stilsicher mitsang. Ich selber musste da passen, und liess mein Füsschen wieder wippen.

feldwaldwiesenblogger

P.S.: Meine Wenigkeit geht die nächsten Tage nach Sölden skifahren. Deshalb gibt’s die nächsten feldwaldwiesenblog-Beiträge erst wieder gegen Ende nächster Woche zu lesen.

Stehen im Muotathal wirklich 750 Betten für Asylbewerber bereit?

Heute konnte man im Boten der Urschweiz folgendes auf der Frontseite lesen:

Was soll man dazu sagen oder schreiben? Ohne dass ich jetzt in irgendwelches rassistisches Geschwafel verfalle, muss ich einfach schon sagen: Die Asylpolitik des Bundes ist doch komplett für die Füchse.
Erst eierte der Bündner Steinbock im Justiz- und Polizei-Departement fürchterlich rum, und hinterliess im Bundesamt für Migration (BFM) bei ihrem Wechsel zum Finanzdepartement ein schlimmes Asylchaos.
Nun kann Bundesrätin Sommaruga den Schlamassel ausbaden, und muss sogar einige „idiotische“ Reorganisationen rückgängig machen. Auch wenn ich erst von ihr nicht sonderlich angetan war, muss ich doch langsam sagen: Ihr Vorgehen und ihre Haltung imponiert mir. Wie ich auch aus den Medien entnehmen konnte, schwebt der SP-Bundesrätin eine Art „Holland-Modell“ im Asylwesen vor.
Die Holländer versuchen ihr Asylwesen in den Griff zu kriegen, in dem sie die Asylsuchenden in einer Art grösseren Gemeinschafts- oder Barackenunterkunft unterbringen. So können sie erstens die Gesuche schneller behandeln und zweitens vermeiden sie so grösseren Kontakt der Asylsuchenden mit der verunsicherten Bevölkerung.

Bei uns in der Schweiz versucht zur Zeit das VBS und sein von der Gripen-geplagte Chef Ueli Maurer, Sommaruga unter die Arme zu greifen. Seine Hilfe basiert auf einer Liste mit möglichen Militärunterkünften für Asylsuchende, welche er erstellen liess.
Das ist so weit alles gut und Recht. Nur: So eine Liste darf einfach nie und nimmer den Medien (in diesem Fall „10 vor 10“) in die Hände fallen. Das ist einfach unerhört!

SVP-Bundesrat Ueli Maurer befand ich erst als einen recht fähigen Bundesrat. In letzter Zeit gibt mir der Herr aber eindeutig zu denken. Da kann mir die SVP lange sagen, sie haben ihren zweitbesten Mann in der Landesregierung. Papperlapapp!
Was der in letzter Zeit für einen Eiertanz rund um seine „Gripen“ aufgeführt hat. Nun verunsichert er die Bevölkerung mit dieser „Militärunterkunfts-Liste“ total. Das geht einfach zu weit.
Denn: Bei Maurer bin ich mir langsam nicht mehr sicher, ob er all diesen „Scheiss“ (sorry wegen des Fäkal-Ausdruckes!) extra macht. Beim „Gripen“ versucht er wohl mit dem Rumge-Eiere Druck auf alle Seiten auszuüben. In Tat und Wahrheit möchte er wohl einen ganz anderen Flieger.
Bei dieser ominösen Unterkunfts-Liste ist ihm wohl der Kragen aus irgendeinem mir nicht bekannten Grund geplatzt. Wahrscheinlich möchte er von links bis rechts gut dastehen, und seinen Beitrag zu unserem Asylunterbringungs-Problem beitragen.

Womit ich wieder am Anfang meines Beitrages stehe: Es kann doch weiss Gott nicht sein, dass man in ein Dorf mit gut 3500 Einwohnern wie Muotathal nun 750 Asylsuchende in ein unterirdisches Militärspital stecken möchte. Diese beiden Zahlen stehen in keinem Verhältnis zu einander, und würde ganz sicher Riesen-Probleme mit sich ziehen.
Die Verunsicherung und die Wut der Menschen habe ich gestern schon im Facebook nachlesen können. Es ist einerseits die Wut auf unser Asylwesen, andererseits aber auch auf die jungen nordafrikanischen Asylbewerber. Diese sind nämlich augenscheinlich bloss Wirtschaftsflüchtlinge. Wahrscheinlich viele davon auch Kriminelle, welche schon hier und dort mit ihrem Gebahren ziemlich negativ auffielen.

Lösungsvorschläge habe ich auch keine. Aber das oben erwähnte „Holland-Modell“ wäre sicher ein Ansatz. In einer wenig besiedelten Gegend eine Barackenunterkunft für Asylsuchende zu errichten, wo sie denn auch leben und sich versorgen könnten und müssten, wäre ganz sicher was.
Man könnte so sicher die verunsicherte und wütende Bevölkerung etwas zufrieden stellen, und zudem wahrscheinlich auch die einzelnen Asylgesuche deutlich schneller behandeln.

Man wird sehen, wie sich das entwickelt. Aber hoffentlich wird nicht zu lange gewartet. Die Bevölkerung scheint nämlich immer verunsicherter und wütender zu werden.

feldwaldwiesenblogger