Blues Caravan 2012 mit drei hübschen Mädels

Das Tourplakat machte Appetit, die drei Blues-Girls auch live zu erleben. So machte sich feldwaldwiesenblogger letzten Donnerstagabend auf den Weg nach Zug, in die Chollerhalle.

Etwas erstaunt war ich schon, als kurz vor Konzertbeginn relativ wenig Leute anwesend waren. Aber es zeigt mir halt immer wieder, dass der Blues nur mit „Topcracks“ ein grosses Publikum anzuziehen vermag, wie vor zwei Wochen Johnny Winter. An jenem Abend waren deutlich mehr Leute in der Chollerhalle.

Etwas nach halb neun enterten die drei hübschen Mädels und ein männlicher Drummer (da wurde man fast ein wenig neidisch) etwas schüchtern die Bühne. Ein kurzer Blick ins spärliche Publikum, ein zaghaftes „Hallo“ und stimmen der Gitarren. Dann jedoch ging die Post ab. Der Blues Caravan 2012 mit den beiden Gitarristinnen und Sängerinnen Dani Wilde und Samantha Fish sowie der Bassistin Victoria Smith legte ab dem ersten Akkord frech und unbekümmert los. Das Publikum und ich waren sofort begeistert und es zog uns in ihren Bann.
Begleitet wurden die drei, wie erwähnt, von einem Drummer. Den Namen habe ich auf der Homepage nicht entdecken können, und in der Chollerhalle habe ich ihn nicht richtig verstanden. Jedenfalls unterlegte er den „Girls-Power“ mit einem satten, tighten und gradlinigen Blues-Drumming.

Wie ich das beobachtet habe, war der Blues-Caravan 2012 vor allem mit Songs von Dani Wilde und Samantha Fish bestückt. Die beiden sind nicht nur super Gitarristinnen, sie sind auch hervorragende Sängerinnen. So wechselten sich die beiden mit dem Lead-Part ab und begeisterten mit ihren Songs aus den Bereichen Blues, Soul und Rootsrock. Man sah ihnen an, dass sie den Blues nicht nur spielen, sondern regelrecht leben. Am besten fiel das bei Dani Wilde auf. Bei ihren Ansagen piepte sie wie ein scheues Reh und war obendrein noch erkältet. Wenn sie aber dann spielte und sang, war weder eine Erkältung noch ein Reh zu erkennen oder hören.

Energiegeladen und leidenschaftlich wurden die Songs vorgetragen. Die Ladys brachten den Blues so gekonnt wie alte gestandene Delta-Blueser. Mit dem Unterschied, dass sie noch sehr jung und sehr hübsch sind.

Das fiel natürlich nicht nur mir auf, sondern auch dem begeisterten Publikum. Trotz wenigen Leuten stimmte die Chemie zwischen den Musikern und den spärlichen Zuschauern. Einfach toll!
Das sahen wohl die Kollegen von der schreibenden Zunft auch so. Regelmässig wurden sie vor der Bühne gesichtet, und richteten ihre Objekte auf die Musikerinnen.

Was mir zudem auffiel, war das „Stimmen“ der Gitarristinnen. Die zarten Frauenhände hauten jeweils so leidenschaftlich in die Saiten, dass praktisch nach jedem Song gestimmt werden musste. Megastars wechseln dabei ihre Gitarren und lassen das durch ihre Rowdys machen. Da solche nicht vorhanden waren, machten das Fish und Wilde jeweils gleich selber. Das machte sie noch symphatischer!

Die ganze Show wurde in zwei Blöcke eingeteilt, mit einer Pause dazwischen. Die Zeit verflog im Nu, und verdutzt nahm ich zur Kenntnis, dass sie bereits ihr reguläres Set beendet hatten.
Die Mädels und der Drummer liessen es sich nicht nehmen, eine Zugabe zu spielen. Dabei brachten sie noch einen Specialguest mit auf die Bühne, den sie Dave nannten. Ich habe leider nicht verstanden, wo sie den hergezaubert hatten. Jedenfalls brachten sie mit „The Night Time“ von Creedence Clearwater Revival eine bestens bekannte Coverversion. Die Nummer wurde so wunderschön gebracht, dass einem richtig warm ums Herz wurde. Zudem war es für mich besten Anschauungsunterricht, wie man den Song noch besser singen könnte. Meine Wenigkeit darf den jeweils bei „Schlatt-Lee“ auch singend und drummend darbieten.

Danach war, gegen 23 Uhr, (leider schon) Schluss. Mit den Erinnerungen an einen schönen Bluesabend ging‘s ab nach Hause.


Usum Chäs-Chessi:

Wie ich aus dem facebook entnehmen konnte, wird am Muotathaler Jubliäumsschwingfest vom 22. (ev. 29.) April kein geringerer als der Schwingerkönig Kilian Wenger uns beehren. Ich fragte gestern persönlich ein Mitglied des Muotathaler Schwingklubs, ob das stimme. Er bejahte, und teilte mir zudem mit, dass Mathias Glarner und noch weitere Cracks kommen werden. Das sind doch super Nachrichten.

Ich notierte mir den Termin sogleich in meinem iPhone, und hoffe jetzt einfach, dass der Schwingklub Muotathal mir ein Plätzchen an jenem Sonntag in der Schwingarena hat. Der jubilierende Schwingklub Muotathal wird übrigens 75 Jahre alt. Ich bin stolz darauf, dass ich Mitglied in diesem Klub bin, wenn auch nur Passivmitglied.

Denn das Schwingen ist für mich ein Stück Heimat, Tradition, aber auch Spitzensport vom Feinsten. Spitzensport mit einem supertollen Publikum, wo man sich sofort wohl fühlt. Schwingen bedeutet auch Anlässe in grössten Arenen ohne randalierende Fans. Dorthin kann man noch gehen, ohne dass man Angst haben muss, dass man mit einem blauen Auge heimkommt. Der Schreibende selber trug vor vielen, vielen Jahren unverschuldet ein blaues Auge nach einem Eishockeyspiel davon. So etwas ist beim Schwingsport undenkbar.

Ich freue mich jedenfalls jetzt schon auf den Jubiläumsanlass in unserem Thal, und gratuliere unserem Schwingklub ganz herzlich zu ihrem runden Geburtstag!

feldwaldwiesenblogger