Eindrücke vom Jubiläumsschwingfest im Muotathal

Gestern besuchte ich zusammen mit gut 2500 weiteren Schwingfreunden den Jubiläumsanlass des Schwingklubs Muotathal. Der jubilierende Klub zählt heuer stolze 75 Lenze, und feierte dies gestern mit einem „königlichen“ Schwingfest.
So kam der aktuelle Schwingerkönig Kilian Wenger, sah und siegte. Mit fünf gewonnenen Gängen und einem gestellten Durchgang zeigte Wenger, in welch guter Frühform er jetzt schon ist.

Frankreich hatte gestern seinen Sieger mit dem Bodensozialisten Franz Holland, Muotathal seinen mit dem Schwingerkönig Kilian Wenger. Herr Holland ist ziemlich sicher ein verlogener und arroganter Franzosen-Politiker, Herr Wenger ein sympathischer und in der ganzen Schweiz beliebter Spitzensportler.

So stand mir Kilian Wenger vor gut zwei Wochen ebenfalls Red und Antwort in meinen „Elf Fragen an Schwingerkönig Kilian Wenger„.

Wenger wurde gestern denn auch seiner Favoritenrolle gerecht, und erhielt viel Applaus nach dem Schlussgangsieg über seinen „Angstgegner“ Andreas Ulrich (Gersau). Überhaupt war Ulrich der einzige gestern, welcher dem Schwingerkönig einigermassen Paroli bieten konnte. So trotzte er Wenger im dritten Gang einen starken „Gestellten“ ab.

Wenn ich zum gestrigen Anlass eine kleine Kritik anbringen möchte, dann die, dass von der Schwyzer Elite leider der eine oder andere „Top-Crack“ gefehlt hat. Wie ich im Verlauf des Tages mitbekam, gab es da verschiedene Gründe: Von Verletzungen über leichte Blessuren bis hin zu Ferien war die Rede.
Nun gut, das Schwingfest war trotzdem ein schöner, sehr gut organisierter und viel besuchter Anlass.

So hatte Petrus ein Einsehen, und stoppte den Regen pünktlich zum Beginn des Anlasses. Man konnte die Schwingerliste glücklicherweise trocken studieren.

Überhaupt, es war zeitweise recht sonnig, und unser Thal präsentierte sich für die Auswärtigen (ab und zu) von der besten Seite. Der Schnee ist aber immer noch sehr nahe… Frühling, wo bist du gerade?

Simon Gerber und Bruno Facchin verfassten hernach, wie immer, für den Boten der Urschweiz einen stimmungsvollen Zeitungsbericht mit schönen Fotos. Auf diese Lektüre freue ich mich jeweils jeden Montagmorgen.

Der Schwingklub Muotathal liess sich nicht lumpen, und hatte sogar einen kleinen Gabentempel parat.

Zudem winkte dem Sieger ein Lebendpreis mit dem Muni „Pocher“ (Ich glaube, sein Vorname ist Oli).

Was mir ganz sympathisch rüberkam, war die Tatsache, dass der jubilierende Schwingklub auf ein breitangelegtes Sponsoring verzichtete. Es wurde mir zudem auch bestätigt, dass man dem Schwingerkönig kein Startgeld zahlen musste. Ich sage da ganz einfach: Hut ab!
Nach dem vierten Gang gab’s eine kleine, aber feine Geste: Man liess alle (noch lebenden) ehemaligen Sieger des Muotathaler Rangschwingens auflaufen. Dabei gab’s für die gestandenen Mannen gebührenden Applaus und ein schönes Jodellied vom Jodelklub Muotathal.

Es wurde während des ganzen Anlasses gute bis sehr gute Schwingerarbeit geboten. Dabei konnte man feststellen, dass die Schwinger konzentriert bei der Sache waren, und sich wettkampfmässig auf die bevorstehende Kranzfest-Saison vorbereiteten. Die Nachwuchsschwinger gingen teilweise ungestüm zur Sache und zeigten öfters spektakuläre Schwünge. Die Routiniers standen dem gestern aber in nichts nach, und schwangen ebenfalls sehr offensiv und (fast) ohne Taktik-Korsett.

Der Kollege „Schlussgangfilmer“ Jakob Niederberger war ebenfalls im Thal anzutreffen. Vor dem Wettkampf führten wir kurz „Smalltalk“ und unterhielten uns unter anderem über unsere Internet-Seiten. Dabei war die Rede davon, dass wir beides Idealisten sind und unsere Seiten aus reiner Freude an der Sache führen.
Der Herr im roten Kreis ist der „Schlussgangfilmer“, bei seiner Lieblingsbeschäftigung.

Zu einem gut besuchten Schwingfest gehört natürlich auch eine Festwirtschaft. Im und um’s „Pragelzelt“ herrschte den ganzen Tag reger Betrieb. Wegen der kühlen Witterung gab’s viel Appetit und Lust auf etwas Warmes. So war gestern eher Kaffee statt Bier Trumpf!

Einen Schnappschuss der besonderen Art gelang mir gestern auch noch. So erwischte ich gestern Kilian Wenger zusammen mit seinem „Bodyguard“. Der „Bodyguard im weissen Hemd“ beschützte den König den ganzen Tag. Er führte die ihm übertragene Spezial-Aufgabe übrigens hervorragend aus. Auf meinem Bild kann man gut erkennen, dass der „Bodyguard“ Herrn Wenger auch vor zu viel aufdringlichen Fragen der schreibenden Zunft (wenn nötig) abgeschirmt hätte.
Dem fotografierten „Bodyguard“ im roten Kreis winkt ein Bier oder ein Most, wenn er sich auf dem Bild erkennen sollte.

feldwaldwiesenblogger

Ein Gedanke zu “Eindrücke vom Jubiläumsschwingfest im Muotathal

  1. Fussballgott schreibt:

    Hast noch vergessen zu erwähnen das neben dem Muni Pocher noch das gespendete MTB von der Firma A.Schelbert Söhne (Bächelers) steht. 😉 Das übrigens von Schönschwinger Edi Kündig im 2. Rang abgeholt wurde. Siehe Gabentempel Foto oben! Gruss Fussballgott

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