Meine Gedanken zu Bischof Vitus Huonder

Als ich heute in der „Zentralschweiz am Sonntag“ rumblätterte, wurde ich wegen diesem Artikel hellhörig.

Wie bitte? „Der Bischof von Chur macht den Gläubigen eine besondere Empfehlung: Sie sollen Pfarrblätter meiden, wenn sie mit diesen nicht zufrieden seien.“

Was meint Herr Huonder eigentlich, wer er ist? Da platzt mir manchmal also schon der Kragen, wenn ich höre und lese, was der „Bischof von Chur“ zu sagen hat. Ich habe dabei öfters das Gefühl, dass wir es mit einer „Light-Version“ von Wolfang Haas zu tun haben, welcher glücklicherweise nach Liechtenstein wegbefördert worden ist.

Der Anlass des bischöflichen Rüffels war sicher (unter anderem auch) folgender Artikel aus dem „Pfarrblatt Urschweiz“:

Darin macht sich Eugen Koller, Zentralredaktor des besagten Pfarrblattes, kritische Gedanken über Bischof Vitus Huonder. Dabei bleibt Koller aber stets sachlich, und bringt seine Bedenken zum Ausdruck, dass Vitus Huonder innerkirchliche Gräben wieder aufriss. Gräben, dereinst von Wolfang Haas verursacht, von Bischof Amedée Grab wieder sorgsam zugekittet, und nun wieder aufgerissen wurden. Sehr bedenklich und bedauerlich.

Diese Kritik mag es aber scheinbar überhaupt nicht leiden! Entweder ist das Bistum Chur mit Bischof Huonder sehr dünnhäutig, oder aber sie befinden sich hinter ihren dicken Bistumsmauern wieder im tiefsten Mittelalter.

Mir könnte es ja durchaus egal sein, was sich im Bistum Chur abspielt. Denn Herr Huonder ist nicht mein Chef, zum Glück nicht.

Aber: Ich bin gläubiger Katholik, trage mit meiner Schlagzeugbegleitung des Maronichores in der Kirche und als Lektor auch ein wenig zum „Kirchenleben“ bei. Dabei denke ich an all jene, welche für die Kirche arbeiten: Die Priester, Ordensleute und auch die vielen Laien. Für sie beziehe ich Stellung, und finde, dass ihr oberster Chef wirklich ein Hirte sein soll. Ein barmherziger Hirte, der das Wort Gottes für alle verkündet, sich auch um schwarze Schafe kümmert, und nicht wieder irgendwelche mittelalterliche Regeln einführen soll.

Herr Bischof Huonder ist mit seiner Art nämlich auf dem besten Wege, die Brücke zu den jungen und zweifelnden Christen abzureissen. Ihm scheint es egal zu sein, dass die Kirchen immer leerer und „verstaubter“ werden, statt voller und mit viel Leben.

Ein Eugen Koller hat die Zeichen der Zeit erkannt, und kann als gläubiger Katholik auch nicht einfach wegsehen. Er beschreibt voller Taktgefühl die Missstände, und regt zum Nachdenken an.
Die Botschaft Gottes kann es doch nicht sein, alle Kritiker von Chur fern zu halten, und „fast diktatorisch“ über ein Bistum zu walten.

Ich bin kein studierter Theologe, und könnte deswegen mit Huonder niemals ein Streitgespräch über theologische Fragen führen. Ich bin aber ein Christ, lese ab und zu in der Bibel, und spüre gerade bei Gottesdiensten, wo ich mit meinem Schlagzeug spielen darf, eine kirchliche Gemeinschaft. Eine kirchliche Gemeinschaft, welche nicht nur aus Priestern und Ordensleuten besteht, sondern gerade auch aus Laien. Laien, welche das Herz am rechten Fleck tragen, und dabei mit viel Aufopferung zur Gemeinschaft in der Kirche beitragen.

Ich frage mich ernsthaft: Weiss und spürt das der „Kirchenmann“ Huonder? Oder lebt er so in seinen kirchlichen Traditionen, dass er geflissentlich vergisst, dass da noch Gläubige vorhanden sind? Gläubige mit Fehlern und Schwächen, wie er übrigens auch, welche aber etwas zur kirchlichen Gemeinschaft beitragen möchten.

Ich hoffe einfach nur, dass das Bistum Chur und sein Bischof Vitus Huonder wieder ein Schritt auf die Gläubigen zugehen, und sich nicht noch weiter von ihnen entfernen.

feldwaldwiesenblogger

3 Gedanken zu “Meine Gedanken zu Bischof Vitus Huonder

  1. katholik schreibt:

    Hr. Koller spaltet die Gemeinden. Das Pfarreiblatt ist ein Hetz- und Streitblatt. Und Hr. Koller möchte wohl die Kirche spalten…

    Wir wollen ein aufbauendes und einheitschaffendes Pfarreiblatt und nicht die Stänkereien von Hr. Koller

  2. Sonnenstrahl schreibt:

    Felwiesenblog
    Was meint Herr Huonder wer er ist… Diese Aussage lässt mich schmunzeln und über Ihre Aussagen muss ich auch lächeln weil sie einfach lächerlich sind.

    Die Empfehlung das Pfarrblatt zu meiden – wenn man mit diesem nicht zufrieden ist – ist doch eine normalste Aussage und warum sich darüber ärgern. 1. Ist es nur eine Empfehlung und 2. Was ist den schlimm daran – wenn jetzt unzufriedene Personen das Pfarreiblatt meiden und sich anderswo informieren?

    Ich meinerseits kann sagen – ich bin glücklich und froh darüber – dass Bischof Huonder unsser Bischof ist. Das er die Einheit mit der Weltkirche sucht und nicht eigene Regeln aufstellt. Ich beziehe Stellung zu vielen Laien die Bischof Huonder schätzen und in ihm einen Hirten sehen.

    Also feldwaldwiesenblogger. Lassen Sie die Kirche im Ort stehen und andere Meinungen gelten. Und machen Sie doch bitte den ersten Schritt auf die Weltkirche zu. Und suchen Sie bitte die Einheit mit den Gläubigen die nicht ihrer Ansicht sind indem sie einfach auch anderen Empfehlungen akzeptieren ohne sich grün und blau zu ärgen…

    es grüsst eine glückliche und fröhlich Christin aus dem Bistum Chur…

  3. Floh schreibt:

    lieber feldwaldwiesen Blogger

    wenn Sie immer noch im Muotathal wohnen, so ist Bischof Vitus Ihr Bischof. Er ist auch meiner und ich kann ganz gut mit ihm leben, denn er möchte nur eins, dass wir Christen uns nicht immer mehr von Rom entfernen, leider neigen viele Schweizer oder allgemein Westeuropäer dazu, zu denken, sie wären die Weltkirche, alles müsse genau so gehen wie sie es sich Vorstellen, bedenken dabei nicht, dass andere Länder ganz andere Vorstellungen vom Glauben haben. Da bei uns das Volk nicht mehr an Gott glaubt, ja Sie haben richtig gelesen, der Volksglaube ist Tod, versucht unser Bischof die Menschen aufzurütteln, er hat nur einen einzigen Wunsch, dass wir eine tiefe, befreiende Liebe zu Gott erfahren können. Wir sollen nicht den Bischof, den Pfarrer die Laien an erster Stelle liebe, sondern Gott, leider bleiben viele bei sich selber stehen und suchen in der Kirche bloß das eigene Vergnügen, anstatt eine tiefe Beziehung mit Gott. Wenn Erstkommunion ist, wollen alle ein riesen großes, tolles Fest, danach sieht man sie nicht mehr in der Kirche. Das zeigt doch klar wie es um den wahren Glauben steht und wenn unser Bischof den Mut hat uns aufzurütteln, wird er gleich gesteinigt …seufz. Was Herr Koller betrifft, in fast jedem Pfarreiblatt greift er unseren Bischof oder die Weltkirche an, er stellt Berichte ein die fast ausschließlich gegen die Kirche gerichtet sind, so etwas ist fast schon krankhaft.

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