Sonisphere Festival 2012 in Yverdon-Les-Bains

Gestern wurde mit der dritten Auflage des Sonisphere Festivals die Openair-Saison 2012 eingeläutet. Der diesjährige Schweizer-Ableger dieses Festivals fand in Yverdon-Les-Bains statt.

Beim Eingangsbereich (übrigens in der Nähe des Neuenburger See’s) wurde man auf ein paar wichtige Details aufmerksam gemacht. Unter anderem hätte man nicht fotografieren dürfen. Dies galt aber definitiv nicht für mein iPhone.
Dabei hörte man die letzten Töne der ersten Band (die Schweizer Eluvitie), welche grad ihren Auftritt beendeten.

Das Openair fand unter besten äusseren Bedingungen statt. Sowohl das Wetter wie das Gelände mit dem herrlichen Rasen waren einzigartig. Kein Vergleich mit dem Sonisphere-Festival von vor zwei Jahren in Jonschwil. Ich sage nur: Schlammschlacht in Jonschwil

Da die Sonne doch schon ziemlich heftig auf unsere Köpfe schien, hiess es eine geeignete Kopfbedeckung zu finden. So traf ich einerseits einen Grosswildjäger, andererseits aber auch ein Beduine.

Nebst dem entsprechenden Hut musste man sich natürlich auch genügend Flüssigkeit zuführen. So beobachtete ich durstige Zeitgenossen, die sich gleich zwei Bier auf einmal holten… Recht hatten sie!
Denn das einzige Manko am gestrigen Openair war der Verkauf von Tranksame. Im „20 Minuten“ stand heute, dass man bis zu 30 Minuten für ein Getränk anstehen musste. Ich kann das nur bestätigen, denn zwischen dem Motörhead- und Metallica-Gig stand ich auch gut eine halbe Stunde für ein Getränk an.
Die Frage muss sich der Veranstalter gefallen lassen: Wieso hatte es nicht mehr Getränkestände, und vor allem auch verschiedene? Man durfte ja keine Getränkeflaschen mit reinnehmen…

Gemächlich trabte man Richtung Bühne, und beäugte mit einem Bier in der Hand die Bands Nummer 2 und 3: Gojira und Mastodon. Beide Bands waren für mich gänzlich unbekannt, und gefielen mir nicht besonders. Zudem fiel immer wieder mal der Ton aus. Die technischen Schwierigkeiten waren aber dann bald behoben.

Da die Musik noch nicht so mein Ding war, konnte ich andere Sonderbarkeiten beobachten. Einerseits verrückte Frisuren:

Andererseits verrückte Fussballfans, welche aber auf wirklich alles einen sonderbar giftig-gelben Kleber heften müssen:

Dann kam mit Slayer ein erster musikalischer Höhepunkt, welche in Punkto Härte und Geschwindigkeit überzeugten. Ich bin zwar kein Fan von dieser Combo. Dennoch beeindruckten sie mich mit ihrem gekonnten Spiel. Slayer schaffen es, ihre agressive Musik auf den Punkt rüber zu bringen. Es kam denn auch schon ziemlich Stimmung auf.
Auf dem Bild kann man übrigens einen „toleranten Rasta-Man“ erkennen, der sich dieses Festival auch nicht entgehen lassen wollte. Denn Reggae gab es gestern definitiv keinen zu hören, gekifft wurde aber trotzdem…

Mit Lemmy Kilmister’s Motörhead kam für mich bereits ein absolutes Highlight auf die Bühne! Denn Motörhead steht für mich einfach für dreckigen, lauten und unverfälschten Rock’n’Roll. So spielten sie ihre Klassiker während gut einer Stunde, die meinen Kopf zum Headbangen brachten.
Gegen Ende des Gigs meinte Lemmy, welcher die Reinkarnation eines Rock’n’Rollers in Person ist: „We are Motörhead and we play dirty Rock’n’Roll!“ Dem ist nichts weiter hinzu zu fügen.

Um etwa 20.30 Uhr enterten die Headliner METALLICA die Bühne, und bretterten los, was das Zeug hielt. Die schon etwas reiferen Herren Hettfield, Ulrich + Co. brachten eine hervorragende Bühne mit drei grossen Bildschirmen und toller Lichtshow mit.
Was mir zudem besonders gefiel, war Hetfield’s Nostalgie-Mikrofon! Seine Stimme klang aber alles andere als altbacken. Sein Gesang und der Ton der Instrumente wurden zu einem wunderbaren Sound „performed“.

Nach einigen Songs gab’s eine kurze Filmsequenz, mit Ton untermalt. Dies war die Überleitung zum Hauptteil der Show: „Das Performen des legendären Black Albums.“ Kaum zu glauben, aber wahr: Das Black Album feiert heuer sein 20-jähriges Jubiläum, und zählt zu einem der wichtigsten Alben der Rockgeschichte.

Ich fand dies eine geniale Idee, dass Metallica das „Black Album-Jubiläum“ auf diese Art feiern. Song für Song wurde davon gespielt, mit den Klassikern „The Unforgiven“, „Sad but true“, „Nothing else matters“ und „Enter Sandman“. Dass dabei nebst dem musikalischen Können der Bandmitglieder auch ein Haufen Technik und Technik-Spezialisten dazugehört, geht oft etwas unter.
So widme ich folgendes Bild den besagten Technikern, welche die Technik von A bis Z im Griff hatten, und uns einen wahren Ohren- und Augenschmaus bereiteten.

So gab es, wie erwähnt, wunderbaren Sound, aber auch eine tolle Lasershow. Von meiner iPhone-Kamera konnte sie leider nur in beschränkter Qualität eingefangen werden. Aber einen „richtigen“ Photoapparat hätte man ja ohnehin nicht mit hineinnehmen dürfen…

Als Abschluss des regulären Set’s wurde „Enter Sandman“ zelebriert. Dabei wurden auch Pyro-Effekte in die Show integriert, wie auch bei den Zugabesongs.

So um 22.55 Uhr ging die „tolle Sause“ furios zu Ende. Ich sah gestern Metallica bereits zum vierten Mal. So gut wie gestern Abend habe ich persönlich die Band und deren Show aber noch nie gesehen. Schlicht und einfach ausgedrückt: ES WAR DER HAMMER! Gestern stimmte einfach alles: Wetter, Sound, Show und die Spielfreude von Metallica.
Die gut 32’000 Zuschauer („Metallica’s family“) fanden das auch, und liessen es die Band mit einem lang anhaltenden Applaus wissen.
Gut gelaunt ob so einem wunderschönen Openair ging’s zurück ins Auto und in die Innerschweizer Heimat. Um 02.30 Uhr plumpste ich müde, aber zufrieden ins Bett.

feldwaldwiesenblogger

Zu Pfingsten: Gottloses Europa?

Zu einem Artikel der aktuellen Weltwoche-Ausgabe machte ich mir einige Gedanken:

Im besagten Artikel geht’s auch um absolute Zahlen. Die Zunahme der „Gottlosen“ oder „Ungläubigen„ ist stetig steigend.

Aber wieso ist das so? Wieso nimmt die Zahl der Ungläubigen so markant zu? Ist es wirklich nur die verstaubte Kirche, die junge Leute mit solchen Plakaten auf die Strasse treibt?

Da bin ich mir nicht (mehr) so sicher. Die heutige Zeit bietet allen Alterskategorien, aber vor allem den Jüngeren, so viel Ablenkung. Ein Gott oder die Sinnfrage nach ihm braucht‘s da gar nicht mehr. In sogenannt „guten Zeiten“ hat man ja was man braucht, nämlich die Zerstreuung und die Abwechslung.

Aber was ist in Krisenzeiten? Wonach richten sich da die „Ungläubigen“? Was gibt ihnen da Halt?

Auch „unser“ Kardinal Kurt Koch weiss da keinen wirklichen Rat. Im Interview mit der Weltwoche spricht er in meinen Augen vor allem die Gläubigen an. Das ist sein gutes Recht, denn er ist ein Vertreter der römisch katholischen Kirche, und bräuchte sich um die „Ungläubigen“ gar nicht zu kümmern.

Dennoch versucht er es.

Da hat er natürlich vollkommen Recht: Die christlichen Wurzeln gehen verloren. Dass er dabei nicht auf dem Islam rumhackt ehrt ihn. Denn der ist ja bei uns sicher nicht der Grund für den „Untergang“ des Christentums. Das sieht andernorts, Afrika und Asien, natürlich ganz anders aus. Aber das ist wieder ein ganz anderes Thema.
Auch bei seinem „Gegenrezept“ hat er natürlich Recht. Nur: Wie soll das funktionieren, wenn die Eltern selber ungläubig sind, oder die Kinder nicht in einer intakten Familie aufwachsen?
Wie soll das funktionieren wenn die „Gspändli“ der Kinder auch keinen Bezug zu Gott haben? Die Fragen könnte man so noch beliebig weiterspinnen. Man kommt an kein Ende.

Ist das Christentum in Europa wirklich bald ausgestorben? Oder gibt es noch Hoffnung und Rettung?
Ein Blick in die Geschichtsbücher verrät uns, dass in der mehr als 2000-jährigen Geschichte des Christentums schon viele Krisenzeiten überstanden wurden. Ich meine mich sogar zu entsinnen, dass das Kloster Einsiedeln irgendwann vor Urzeiten nur noch ein einziges Mitglied hatte. Heute aber herrscht dort ein reges Treiben, sowohl als Wallfahrtsort wie auch als Stätte für die Brüder und Geistlichen. Die Hoffnung lebt also immer noch weiter…

Zu der „gottlosen Story“ in der Weltwoche kann ich höchstens noch bemerken, dass der Glaube an Gott wahrscheinlich in Zukunft viel flexibler gehandhabt wird (oder werden muss). Die sogenannt scharfen Grenzen zwischen den Landeskirchen und Freikirchen werden wahrscheinlich fliessender werden. Denn ich vermute trotz allem, dass viele Menschen, auch junge, an Gott glauben. Sie glauben an Gott, aber nicht an die Institution Kirche.

Ich für meinen Teil bin auch gläubig. Ich glaube an Jesus Christus, bin Mitglied in der röm. kath. Kirche, und trage meinen Beitrag bei mit meinem Schlagzeugspiel und dem Lektorendienst. Aber sonst? Die Institution Kirche ist für mich mehr Mittel zum Zweck. Aber ich glaube nicht an die Kirche, denn die ist aus Menschen Hand geschaffen, und so fehlerhaft und weltlich wie wir Anderen. Kirche ist für mich: Die Mitarbeiter, die ein Bistum beschäftigt, und die Gebäude, worin der gemeinsame Glaube gelebt werden kann. Wenn man das mal erkannt hat, dann hat man mit dem Glauben keine Schwierigkeiten mehr. Für mich jedenfalls gilt das so.
Zudem: Was gibt es besseres, als einen festen Glauben an Gott in Krisenzeiten? Kirche hin oder her…

feldwaldwiesenblogger

Ausschaffungsinitiative und kriminelle Nordafrikaner

Heute fielen mir im „20 Minuten“ gleich zwei Artikel auf. Einerseits die „Zwei Varianten zur Ausschaffungsinitiative“, …

… andererseits „Bei uns herrscht höchste Alarmstufe“. Gemeint sind hier die kriminellen nordafrikanischen Flüchtlinge…

Eigentlich haben beide Artikel inhaltlich nichts miteinander zu tun. Aber thematisch natürlich schon.
Man erinnere sich: Der Bundesrat tut sich enorm schwer, bei der Umsetzung der Ausschaffungsinitiative. Scheinbar könnte sie (die Initiative) bei einigen Punkten zu Menschenrechtsverletzungen führen…

Im Gegenzug die kriminellen Nordafrikaner, welche z.B. in Freiburg bereits eine Sondereinheit der Polizei nötig machen…

Jetzt stellt sich hier die Frage: Wer von beiden verletzt den anderen mehr?

a) Verletzt die Schweiz tatsächlich die kriminellen nordafrikanische Flüchtlinge menschenrechtsmässig, wenn sie sie ausschafft, nach dem sie wiederholt kriminell geworden sind?

oder:

b) Verletzen uns die kriminellen Nordafrikaner auch, in dem sie uns beklauen, körperlich attackieren und in gewissen Gebieten die Bürger in Angst und Schrecken versetzen?

Was wiegt in dem Fall nun schwerer?

Jetzt kann mir kommen wer will, vom ultra-linken bis zum extrem-rechten: Für mich ist die Antwort hier klar. Kriminelle Ausländer, seien es nun Asylanten oder bereits solche mit Aufenthaltsbewilligung, gehören ausgeschafft, wenn sie wiederholt und massiv gegen unsere Gesetzte verstossen. Basta!

Was ist denn das für ein Völkerrecht, welches nicht mal mehr den anständigen Bürger schützt. Aber jene kriminellen Subjekte schützen möchte, welche tun und lassen, was Gott verboten hat. Das ist ja absurd!

Ich weiss, das liest sich für gewisse Leute ein wenig polemisch. Es ist aber alles andere als rassistisch oder hetzend gemeint. Im Gegenteil: Ich nehme die bestens integrierten Ausländer in Schutz, und möchte sie vor Übergriffen geschützt wissen. Übergriffe, die stattfinden werden, wenn gewisse Bürger einfach die Schnauze von kriminellen Asylanten gestrichen voll haben, und auf die falschen losgehen könnten.

Zudem: Ich spreche sicher auch für all jene, welche bereits ihre negativen Erfahrungen mit den besagten Nordafrikanern gemacht haben.

Ich rate dem Bundesrat und dem Parlament deshalb dringend, die Ausschaffungsinitiative vernünftig und in einer angemessenen Zeit umzusetzen.
Denn: Völkerrecht herrscht dort, wo jedem Volk (Schweizer und Ausländer) zu ihrem Recht verholfen wird, EU-Freizügigkeitsabkommen hin oder her. Denn in diesen Punkten nimmt’s Bundesbern einfach „bünzlig“ exakt, fast buchstabengetreu. Das tun unsere „lieben“ Nachbarstaaten garantiert nicht!

feldwaldwiesenblogger

Das Ueli Maurer-Special

Mein Lieblings-Bundesrat Ueli Maurer bringt mich doch immer wieder zum Schmunzeln.
Deshalb widme ich ihm heute ein kleines Special, das „Ueli Maurer-Special“.
Der Auslöser für meine persönliche Widmung war Video Nummer 1 meiner kleinen Reihe, wo der VBS-Vorsteher etwas unsanft von einem Unwissenden traktiert wird.

Der blöde Ösi-Basler Dragovic schlägt Ueli Maurer. Diesen Blödmann dürfen die Austrianer ruhig wieder zurück haben…

Mike Shiva und Ueli Maurer. Was der Shiva kann, kann der Ueli schon lange…

Auch im Kinderprogramm des Schweizer Fernsehens machte Herr Maurer einst eine gute Figur…

Der Lebenslauf von Ueli Maurer ist beeindruckend, ebenso seine immer dünner werdende Haarpracht…

Ueli Maurer’s Drogenexperiment mit den fliegenden Füchsen…

Schawinski der Schlaumeier, fand das Rauslaufen von Ueli Maurer bei einer seiner hochstehenden Diskussionssendungen schwach. Ich hingegen fand’s absolut stark. Bei so schwachsinnigem Gelabber muss man ja davonlaufen…

Ueli Maurer kann sogar ganz famos singen. Seine Lippenbekenntnisse zu dem im Hintergrund laufenden Chor sind einfach phänomenal…

feldwaldwiesenblogger

Das Vize-Triple ist perfekt!

Was ich ja schon bei einem Blogeintrag vom 12.4.2012 orakelte „Bayern München auf dem Weg zum Vize-Triple?“ ist gestern nun definitiv Tatsache geworden. Ob die Bayern wegen diesem nirgends existierenden „Titel“ einen Blumentopf bekommen, entzieht sich meiner Kenntnis.

Man kann die Mannschaft nun als „Looser“ und Pechvögel der Saison abstempeln. Tatsache aber ist, dass sie bei allen drei Wettbewerben bis am Schluss dabei waren. Sie wurden überall Zweite. Man kann sich nun fragen: „Woran lag’s?“
Ging den Bayern die Puste im Endspurt aus? Stimmte etwas in ihrem Kopf nicht? Ist Jupp Henyckes halt doch zu alt für so einen intensiven Trainerjob? Wiegten Bastian Schweinsteigers verletzungsbedingte Abwesenheiten halt doch schwerer, als angenommen? Oder war es letztendlich einfach nur Pech?

Nun, ich denke, dass es eine Mischung aus all meinen Fragen war. Zwar muss man einen objektiven Fokus auf die ganze Geschichte werfen: Landesmeister wird man nicht aus Glück, sondern wegen konstant guten Leistungen über eine ganze Saison. Die Bayern konzentrierten sich wohl die ganze Saison auf ihr „Final dahoam“, und verloren so irgendwann nach der Winterpause den Kampf um die Meisterschaft.

Cupsieger (DFB und ChampionsLeague) wird man natürlich auch wegen konstant guten Leistungen. Aber bis zum Finale. Im Final beginnt die Geschichte von vorne: Dort findet ein Tages- oder Glücksform-Wettbewerb statt, ähnlich einer Olympia-Abfahrt, wo’s schon etliche Glücks- oder Zufallssieger gab. Bei einem Fussball-Finale stehen die Chancen 50:50 und man kann das Glück mit einem cleveren Spiel auf seine Seite zwingen.
Aber nicht gegen Chelsea! Da scheiterte der haushohe Favorit Barcelona im Halbfinal, und im Finale die nicht ganz so haushohen Favoriten Bayern.

Obiges Bild könnte man nun als symptomatisch für den gestrigen Match heranziehen, welcher ich mir jetzt doch nicht in München ansah (wie mal etwas grossmundig angekündigt). Keine freien Hotelzimmer, bis hinunter zum Starnbergersee, bei unverschämt hohen Kosten…
Schweinsteiger läuft seinem Gegenspieler Drogba und seiner Form hinterher, wie eigentlich die halbe Saison wegen zwei Verletzungen. Drogba avancierte gestern mit seinen beiden wichtigen Toren zum Matchwinner, Schweinsteiger zur unglücklichen Figur wegen seinem an den Pfosten gesetzten Elfer. Da könnte man allenfalls die Crux an der ganzen Sache suchen. Schweinsteiger ist zum Schlüsselspieler der Bayern herangereift. Ist er nicht topfit, kann’s für die Bayern schwierig oder gar unmöglich werden.

Aber nichts destotrotz: Kopf hoch, Bastian und FC Bayern!
Hätte Bayern wohl mit einem topfitten Schweinsteiger gegen ein sehr defensives (destruktives?) Chelsea den Pokal geholt?
Hätte, wenn und aber nützen nun nichts mehr. Den Pott holten sich halt nun die Jungs von Roberto di Matteo. Ich gratuliere ebenfalls als fairer Verlierer.

Ich schicke aber noch einen klitzekleinen Giftpfeil hinterher: Hat di Matteo seine „Beton-Taktik“ für Chelsea wohl beim Verzehr einer St. Galler OLMA-Bratwurst erfunden?

Ich muss ehrlicherweise noch zugeben: Ich habe mich bei den Halbfinals gefreut, als Chelsea statt Barcelona der Finalgegner von Bayern wurde. Seit gestern sehe ich das anders…

feldwaldwiesenblogger

Ja oder Nein zur Bauspar-Initiative?

Wie man meinem heutigen Titel „Ja oder Nein zur Bauspar-Initiative?“ erkennen kann, bin ich noch unschlüssig, was ich dazu in die Urne legen soll. Am 17. Juni können wir über diese Initiative abstimmen. Für mich Grund genug, jetzt schon Gedanken darüber zu machen.

Glücklicherweise steht in der Presse regelmässig etwas zu diesem Thema, so auch heute Morgen in der „Neuen Schwyzer Zeitung“:

In einer Pro- und Contra-Kolumne dürfen sich Thomas Aeschi (SVP) und Louis Schelbert (Grüne) ausführlich dazu äussern.
Nach dem Studium dieser Lektüre würde ich eher zu einem Nein tendieren. Die Argumente von Louis Schelbert überzeugen mich mehr, als die Pro-Argumente von Thomas Aeschi.

Zu einem Nein lassen mich vor allem zwei Aussagen von Schelbert tendieren:
1. Erwerbstätige mit kleineren und mittlere Einkommen bis 100’000 Franken haben wohl kaum genügend „übriggebliebenes“ Geld, mit welchem längerfristig gesehen so ein Eigenheim finanzieren lässt.
2. Die Gutverdienenden, die sich Wohneigentum auch ohne diese Initiative leisten können, können damit noch Steuern sparen. Das ist ganz sicher nicht Sinn und Zweck der Übung. Dies sah der Bundesrat übrigens auch so, und empfiehlt ein Nein.

Fazit: Die Aussagen von Aeschi tönen einfach zu prosaisch. Seine Sicht der Dinge wird von den Aussagen von Schelbert in die Realität zurück geholt.
Ich habe mich aber noch nicht definitiv entschieden, und werde dazu weiter die Augen und Ohren offen halten.


Usum Chäs-Chessi:

Die „Neue Schwyzer Zeitung“ widmet heute einen Extra-Kommentar auf der Frontseite und fünf Extra-Seiten im Sportteil dem „Cupsieger der Herzen“, dem FC Luzern!
Folgendes Bild lässt ein wenig die Euphorie erahnen, welche die Luzerner auch ohne Cupsieg losgetreten haben. Es wird nach vorn geblickt: Dann holen wir eben den EUROPACUP! Ich finde, das ist die richtige Einstellung.

feldwaldwiesenblogger

Auffahrts-Kuddelmuddel

Das Wetter macht zurzeit ja eine richtige Berg- und Talfahrt. Vor allem die Temperaturen. Einmal ist um die 30 Grad, wie vergangenen Freitag. Dann wieder um 0 Grad, wie heute am frühen Auffahrtsmorgen.

Dennoch wagen sich die ersten Grilleure nach Draussen, um sich ihrem liebsten Hobby zu widmen. Dass dabei nicht nur deren Grilladen zu Aufregung führen, sondern auch ihre Outfits, beweist der junge und schon etwas beleibte Grillmeister.

Wie erwähnt, heute Morgen und auch letzte Nacht war es bitterkalt. Zum Glück fand unser gestriger Unicorn Jazzband-Auftritt am Jubiläum des STV Ballwil (75 Jahre, wie der Schwingklub Muotathal) in einer beheizten und schönen Festhütte statt. So gefror der gelbe Gerstensaft nicht gleich schon im Becher…

… und mein Jazz-Schlagzeug musste auch nicht frieren. Übrigens: Meinen Schlagzeug-Teppich brauchte ich gestern Abend nicht. Unsere „Bühne“ war eine sportliche Tartanbahn.

Vor dem Auftritt, welcher von 23 Uhr bis 2 Uhr in der Früh war, guckten wir gemeinsam den Cupfinal zwischen dem FC Luzern und dem FC Basel. Bis auf die Verlängerung und das Penaltyschiessen konnten wir uns das ganze Spiel ansehen.
Was ich dabei zu sehen bekam, liess mich meine Augen reiben. Der FC Luzern kann ja Fussball spielen, und wie! Murat Yakin liess einen attraktiven Fussball spielen, der erstens ansehnlich war und zweitens den Meister von der Rheinstadt vor etliche Probleme stellte. Respektive denen fast keine Torchancen zu gestand. Die Luzerner waren läuferisch überzeugender und präsenter als die Basler. Dabei kamen sie zu etlichen Torchancen und gefährlichen Torszenen im Strafraum, welche halt schon mal zu Toren führen müssten. Die Chancenauswertung und die Kaltblütigkeit fehlen den Leuchtenstädtern wirklich noch.
Zudem meine ich auch, dass eine Miniausgabe eines Stürmers wie Mario Gomez gut zum FC Luzern passen würde. Ein Abstauber, ein Torjäger oder wie man den auch immer nennen will. Einfach einen, der auch mal ein Tor aus so einer brenzligen Situation schiesst.
Aber sonst: Trotz Niederlage im Penaltyschiessen dürfen die Luzerner heute mit erhobenen Hauptes rumlaufen. Denn in den 90 Minuten der regulären Spielzeit waren sie deutlich besser als der FC Basel.

Als kleine Nachbetrachtung, und auch aus reiner Neugier habe ich mir nochmals die Cup-Songs beider Teams angehört. Angeblich hat sich Chris von Rohr dazu auch geäussert (wie so oft), und faselte was von „unterirdisch“. Da ich praktisch nie Regionalradio höre, in diesem Fall Radio Pilatus und Radio Basilisk, kannte ich die beiden Songs eigentlich nicht. Meine Wenigkeit hört nur dann Regionalradio, und zwar Radio Central, wenn übers Schwingen berichtet wird.
Deshalb musste ich mir die beiden Songs in der Wühl- und Rappelkiste YOUTUBE reinziehen.

Hier also der „Cupsong“ vom FC Luzern…

… und jener vom FC Basel…

Urteilt selber, wer bei diesem Schlagabtausch die Nase vorne gehabt hätte.
Meine Wenigkeit meint dazu nur: Dass man sich an einem Rolling Stones-Klassiker vergreifen kann, grenzt fast an „Gotteslästerung“, und gehört eigentlich disqualifiziert…

feldwaldwiesenblogger