Das Vize-Triple ist perfekt!

Was ich ja schon bei einem Blogeintrag vom 12.4.2012 orakelte „Bayern München auf dem Weg zum Vize-Triple?“ ist gestern nun definitiv Tatsache geworden. Ob die Bayern wegen diesem nirgends existierenden „Titel“ einen Blumentopf bekommen, entzieht sich meiner Kenntnis.

Man kann die Mannschaft nun als „Looser“ und Pechvögel der Saison abstempeln. Tatsache aber ist, dass sie bei allen drei Wettbewerben bis am Schluss dabei waren. Sie wurden überall Zweite. Man kann sich nun fragen: „Woran lag’s?“
Ging den Bayern die Puste im Endspurt aus? Stimmte etwas in ihrem Kopf nicht? Ist Jupp Henyckes halt doch zu alt für so einen intensiven Trainerjob? Wiegten Bastian Schweinsteigers verletzungsbedingte Abwesenheiten halt doch schwerer, als angenommen? Oder war es letztendlich einfach nur Pech?

Nun, ich denke, dass es eine Mischung aus all meinen Fragen war. Zwar muss man einen objektiven Fokus auf die ganze Geschichte werfen: Landesmeister wird man nicht aus Glück, sondern wegen konstant guten Leistungen über eine ganze Saison. Die Bayern konzentrierten sich wohl die ganze Saison auf ihr „Final dahoam“, und verloren so irgendwann nach der Winterpause den Kampf um die Meisterschaft.

Cupsieger (DFB und ChampionsLeague) wird man natürlich auch wegen konstant guten Leistungen. Aber bis zum Finale. Im Final beginnt die Geschichte von vorne: Dort findet ein Tages- oder Glücksform-Wettbewerb statt, ähnlich einer Olympia-Abfahrt, wo’s schon etliche Glücks- oder Zufallssieger gab. Bei einem Fussball-Finale stehen die Chancen 50:50 und man kann das Glück mit einem cleveren Spiel auf seine Seite zwingen.
Aber nicht gegen Chelsea! Da scheiterte der haushohe Favorit Barcelona im Halbfinal, und im Finale die nicht ganz so haushohen Favoriten Bayern.

Obiges Bild könnte man nun als symptomatisch für den gestrigen Match heranziehen, welcher ich mir jetzt doch nicht in München ansah (wie mal etwas grossmundig angekündigt). Keine freien Hotelzimmer, bis hinunter zum Starnbergersee, bei unverschämt hohen Kosten…
Schweinsteiger läuft seinem Gegenspieler Drogba und seiner Form hinterher, wie eigentlich die halbe Saison wegen zwei Verletzungen. Drogba avancierte gestern mit seinen beiden wichtigen Toren zum Matchwinner, Schweinsteiger zur unglücklichen Figur wegen seinem an den Pfosten gesetzten Elfer. Da könnte man allenfalls die Crux an der ganzen Sache suchen. Schweinsteiger ist zum Schlüsselspieler der Bayern herangereift. Ist er nicht topfit, kann’s für die Bayern schwierig oder gar unmöglich werden.

Aber nichts destotrotz: Kopf hoch, Bastian und FC Bayern!
Hätte Bayern wohl mit einem topfitten Schweinsteiger gegen ein sehr defensives (destruktives?) Chelsea den Pokal geholt?
Hätte, wenn und aber nützen nun nichts mehr. Den Pott holten sich halt nun die Jungs von Roberto di Matteo. Ich gratuliere ebenfalls als fairer Verlierer.

Ich schicke aber noch einen klitzekleinen Giftpfeil hinterher: Hat di Matteo seine „Beton-Taktik“ für Chelsea wohl beim Verzehr einer St. Galler OLMA-Bratwurst erfunden?

Ich muss ehrlicherweise noch zugeben: Ich habe mich bei den Halbfinals gefreut, als Chelsea statt Barcelona der Finalgegner von Bayern wurde. Seit gestern sehe ich das anders…

feldwaldwiesenblogger

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