Eindrücke vom Judas Priest-Konzert im Forum Fribourg

Der Ort des Geschehens:

Die Vorgruppe Thin Lizzy in „Blau“:

Aber auch in „Rot“ machten sie eine gute Figur. Dabei liessen sie alte Kracher los, wie „Whiskey in the Jar“ oder „Boys are back in town“. Der Schreibende kam langsam in Fahrt…:

Nach dem Konzert war vor dem Konzert. Die Anheizer „Thin Lizzy“ machten Appetit auf mehr, und Durst auf Bier. Die Wartepause verlief aber im Nu…:

Bei der kurzen Umbau-Pause konnte man auch „hartgesottene Fans“ beobachten. Aber die sind, trotz teils „gefürchigem“ Aussehen, friedlich und diszipliniert. Ganz im Gegensatz zu den Idioten von „Fussball-Hooligans“ oder „Fussball-Rowdys“. Jungs, nehmt uns Rocker als Vorbilder…:

Dann ging die Post ab, mit den 1969 gegründeten „Oldies“ Judas Priest. Die britische Heavy Metal-Band feuerte eine Rocksalve nach der anderen ab. Dabei wurde auf Grossleinwand projiziert, von welcher Scheibe der dargebotene Song war…:

Die Show der Band war absolut mega. Von farbenfrohem Licht…:

… über eine ausgeklügelte Lasershow…:

… bis hin zu Pyro- und Rauch-Technik, liessen die „Priests“ nichts anbrennen:

Musikalisch, resp. gesangstechnisch, hatte ich am Anfang meine Zweifel: Sänger Rob Halford schien mir nicht in bester Verfassung zu sein. Mit zunehmender Konzertdauer, etwa nach gut fünf Songs, als mit „Victim of Changes“ ein uralter Klassiker lief, bekam der Mann langsam Stimme. Wie wenn er nicht „eingelaufen“ oder „eingesungen“ auf die Bühne kam.
Nach besagtem Song lief Halford und Band zu Höchstform auf. Die Fans dankten es mit vielen gereckten Händen:

Wie man auf obigem Bild auch erkennen kann, fand das Konzert in einer grosszügigen Halle mit schöner Holzdecken-Konstruktion statt. Der Sound, welcher auf der grossen und sehr gut eingerichteten Bühne „produziert“ wurde, war zwar laut, aber ziemlich gut.
In der Halle befanden sich geschätzte 5000 Zuschauer. Darunter hatte es auch junge Pfeifenraucher:

Und Fans, die versuchten, das Licht von der Bühne einzufangen:

Da ich das Konzert in vollen Zügen genoss, und dabei auch öfters „headbangte“ (das Genick spüre ich immer noch ein wenig), habe ich die Songs nicht gezählt oder notiert. Auch beim recht langen Zugabenteil habe ich nicht mitgeschrieben. Was ich mir hingegen gemerkt habe, war die Dauer des Konzertes (ca. zweieinviertel Stunden, Kompliment an die Band und deren sichtlichen Spielfreude!!!) und den letzten Song: „Living after Midnight“:

Dann war die Show vorbei, welche in meinen Augen so „der Hammer“ war, dass mir sogar die „hohe“ Bayernniederlage einfach „Wurscht“ war.

Die sich relativ schnell leerende Halle bot noch einen Blick auf den Ort des Geschehens, bevor’s ins Hotelrestaurant ging:

Meine Wenigkeit übernachtete im nahe gelegenen Ibis-Hotel. Den Spitzen-Konzertabend liess ich zusammen mit zwei Kollegen bei einem Rotwein „ausplampen“.

feldwaldwiesenblogger

Elf Fragen an Polution

Und schon wieder gibt’s ein Blog-Interview! Diesmal hatte ich die Ehre, mit der Muotathaler Hardrock-Band Polution ein Interview zu führen.

Da Polution ebenfalls vor einem CD-Release stehen, wie meine letzten Blog-Gäste, die dustyboots, war’s für mich an der Zeit, den fünf Jungs aus Muotathal und Illgau ebenfalls meine berühmt (berüchtigten) elf Fragen zu zustellen.

Meine Aufmerksamkeit weckte vor allem ein Artikel, welcher unlängst im Bote der Urschweiz erschien (siehe dazu unten auch bei Frage 5):

Meine Fragen kamen bestückt mit interessanten Antworten und Aussagen zurück. Besten Dank an die Musiker von Polution!

Polution veröffentlichen mit „Beyond control“ bereits ihre zweite CD. Dass hinter so einer CD ein Berg Arbeit steckt, habe ich bei diesem und jenem Bandprojekt selber hautnah miterlebt. Dass dabei viel Herzblut investiert werden muss, steht eigentlich ausser Frage. Ohne diesen „Betriebsstoff“ würde so ein Ding wahrscheinlich gar nie zu Stande kommen.

Ich staune dabei immer wieder, wie viel Zeit und Arbeit Musiker wie die Polution in ihr liebstes Hobby, die eigene Band stecken. Eine Band mit Coverversionen und Auftritten gibt schon ein Haufen Arbeit. Wenn dann aber noch an eigenen Songs gearbeitet wird, welche irgendwann auf eine CD gebannt werden möchten, dann benötigt das ungleich mehr Zeit und Aufwand. Deshalb geniessen Bands wie Polution meinen grössten Respekt.

Wie immer interessieren mich die Menschen und ihre Motive, die hinter irgendetwas stehen. Dabei probiere ich meine Fragen so zu formulieren, dass meine Interview-Gäste frisch von der Leber weg erzählen können und dürfen.

Meine Absicht ist es auch, die Antworten oder Aussagen möglichst unverändert wider zu geben. Deshalb wird der eine oder andere staunen ob der Schreibweise der Polution-Antworten: Sie wurden durchs Band in „kleinschrift“ gehalten, ohne Grossbuchstaben. Ich liess es so stehen, ebenfalls die „Sonderzeichen“ wie „:-)“. Ich finde, es gibt dem ganzen eine persönliche Note!

Frage 1:
Wie ich mitbekommen habe, tauft ihr am 9. Juni eure neue CD „Beyond control“. Verratet ihr mir schon, wer die „Plattengotte“ und wer der „Plattengötti“ sein wird?
wir wissen auf alle fälle schon, wer die gotte und der götti sein wird. jedoch verraten wir dies noch nicht. 🙂 dafür bitten wir um verständnis. 😉

Frage 2:
Darf man sich an der Plattentaufe im Restaurant Rose (Ibach) auf Überraschungen gefasst machen?
wahrscheinlich werden unsere neuen bühnenkostüme mit den glitzersteinchen sehr überraschen. 🙂 nein, spass beiseite.
da wir immer noch mitten in den vorbereitungen für die plattentaufe sind, können wir momentan noch keine genauen auskünfte über den ablauf bekanntgeben.
wir sind noch mit so vielen dingen beschäftigt.. aber das eine oder andere wird die leute sicher noch überraschen.

Frage 3:
Wie lange habt ihr am zweiten Silberling gearbeitet?
nach der veröffentlichung der ersten scheibe hatten wir relativ viel um die ohren. viele konzerte, die tour mit shakra usw. somit hat sich die neue scheibe ca. über die letzten zweieinhalb jahre entwickelt, plus die aufnahmezeit von einem monat, die mixes, mastering und grafikarbeiten. die technischen probleme nicht mit eingerechnet. 🙂 somit kann man fast von drei bis dreieinhalb jahren ausgehen.

Frage 4:
Eure Debut-CD „Overheated“ wurde damals von Tommy Vetterli produziert. Bei „Beyond Control“ fungierte Ralph Zünd als Produzent. Inwiefern unterscheidet sich die Arbeitsweise dieser beiden Herren?
da gibt es verschiedene punkte. bei der ersten scheibe haben wir alles digital aufgenommen und waren natürlich sehr unerfahren, wobei uns tommy vetterli sehr viel beibringen konnte. auch wurde dabei jeder für sich einzeln aufgenommen und schlussendlich alles übereinandergelegt. somit entstand dann das „gesamtbild“.
bei der neuen cd haben wir uns für eine analogaufnahme (alles auf band wie früher) entschieden, und zusätzlich alle instrumente gleichzeitig eingespielt. eigentlich so, wie es früher und auch heute je länger je mehr wieder gemacht wurde und wird. das ist sozusagen die amerikanische art, eine cd aufzunehmen. die analogtechnik, sowie das gemeinsame einspielen, machen die ganze sache viel lebendiger und somit auch druckvoller. es ist zwar sehr aufwändig und schwierig, aber schlussendlich entscheidet das endprodukt, und das ist super.

Frage 5:
Laut „Bote“-Bericht vom 2.5.2012 habt ihr mit „Reduced to the max“ den Konsens gefunden? Wie ist das eigentlich zu verstehen?
wir sind eine band, die nicht besonders auf schnickschnack steht. sei es bei überproduzierten songs mit synthis usw. wir wollen das was wir auf cd haben, auch live spielen können. das in bezug auf technische möglichkeiten, sowie auch die spielerischen. heutzutage ist es oft so, dass auf cd’s im hintergrund noch ein streichorchester oder so ähnlich zu hören ist, und live einfach nichts von dem vorhanden ist. oder man hört auf der cd fünf gitarren und live sind es zwei. dadurch werden immer irgendwelche sounds und eindrücke verfälscht, und das wollen wir nicht.
das gleiche gilt auch für unser auftritt an sich. wir gehen so auf die bühne, wie wir auch nach der arbeit oder in der freizeit rumlaufen. wir brauchen nicht irgendwelche nietenbänder, perücken und schminke, oder ähnliche sachen.
vielleicht haben wir da eine eigenart an uns, welche nicht allen passt. aber uns passt sie.

Frage 6:
Kann man sagen, dass ihr auf der neuen CD „back to the roots“ gegangen seid, also zurück zum guten alten Rock’n’Roll?
rock’n’roll ist ein sehr grosser begriff. die art, wie wir musik machen ist sicher purer rock’n’roll (siehe auch antwort zu frage 5).
aber stilistisch sind wir relativ breit gefächert, was sicher damit zusammenhängt, dass wir bei der neuen scheibe jedes stück zusammen geschrieben haben und somit jeder seine musikalischen vorlieben mit einbringen konnte. am besten kauft sich jeder eine scheibe von uns, und bildet sich seine meinung selber.

Frage 7:
Was sind eure Erwartungen zum Release von „Beyond control“?
das ist eine sehr schwierige frage. wir denken oder hoffen zumindest, dass wir mit der sehr grossen unterstützung unseres schweizer vertriebes „nonstopmusic“ und unseren partnern in der promotion usw. schon etwas erreichen können.
was wir wirklich unserem vertriebspartner zu verdanken haben ist, dass unsere scheibe in allen exlibris- sowie media markt-fillialen in der schweiz erhältlich sein wird. das ist bei weitem nicht bei allen neuerscheinungen so. dadurch erhoffen wir uns schon etwas mehr aufmerksamkeit in der schweizer musikszene.
ansonsten erhoffen wir uns, dass möglichst viele leute freude an der neuen scheibe haben werden, und wir viele konzerte spielen und evtl wieder auf tour gehen können.

Frage 8:
Seid ihr eigentlich bei einer Plattenfirma unter Vertrag?
ja, wie die erste cd „overheated“ erscheint auch das neue album „beyond control“ bei „unserem“ label escape music ltd. aus england.
bis jetzt haben die gute arbeit geleistet, und wir hoffen, dass es so weitergeht.

Frage 9:
Was meint ihr, wird die zweite CD noch grössere Wellen werfen, als die erste?
das ist momentan noch schwierig zu sagen. obwohl die ersten reviews schon im internet zu finden sind, und das schon über einen monat vor dem eigentlichen release-date. somit könnte schon das eine oder andere mehr daraus entstehen.

Frage 10:
Wie sieht’s mit der Konzert-Planung aus: Openairs, kleine Club-Gigs oder gar wieder eine kleine Europa-Tour wie anno 2009 ?
wir sind momentan noch recht stark mit der promo für die cd beschäftigt, wobei natürlich auch die konzertbewerbungen darunter fallen.
d.h., wir schreiben die verschiedensten veranstalter an, und hoffen auf möglichst viele rückmeldungen. wir sind froh über jedes angebot, sei es openair, club, bikerparty, europatour oder noch weiter. 🙂 auf alle fälle können wir uns eine tour wieder sehr gut vorstellen.

Frage 11:
Wie sieht eigentlich euer zeitlicher Aufwand aus: Arbeitet ihr wegen „Polution“ teilweise schon gar nicht mehr zu 100% in euren angestammten Berufen?
da man in der musikbranche sowieso nichts verdienen kann, und so eine cd-produktion mit allem drum und dran ca. 50’000.- franken kostet, können wir uns weniger zu arbeiten gar nicht leisten. wir haben auch leute mit eigenem geschäft in der band, welche sozusagen mehr als 100% arbeiten. 🙂
ein traum wäre es auf alle fälle, von der musik leben zu können. aber da warten wir mal ab, was sich mit der neuen scheibe so entwickelt. 😉

Weitere Infos über Polution finden sich auf ihrer Homepage: www.polution.ch
Ich wünsche den fünf „Rockern“ von Polution alles Gute für die Zukunft!

feldwaldwiesenblogger

Wecken am Morgen, mit Schabernack oder Jogging?

Meiner Rubrik „Jogging-Gedanken“ habe ich schon länger keinen Beitrag mehr gewidmet. Deshalb widme ich meinen heutigen Blogbeitrag diesen „Gedanken“.

Jedermann und –frau hat so seine eigenen Methoden, am Morgen wach zu werden.
Ich selber tue dies gerne joggend, leider aber viel zu wenig. Heute Morgen jedoch liess ich es mir nicht nehmen, und machte mich gleich nach dem Aufstehen auf, zum Joggen. Es war einfach herrlich: Erstens hatten wir heute einen wunderschönen Morgen, und zweitens war ich nach dem Joggen definitiv hellwach.

Ich versuche zur Zeit regelmässig zu joggen, da ich mich für die Kampagne „Vom Sofa zum Lauerzerseelauf“ angemeldet habe.

Meli Sport Schwyz rief, und ich folgte, aber erst auf einen Tipp eines Kollegen. Seit Ende März nun bin ich auch dabei, und präpariere mich für den 1. Lauerzerseelauf vom Freitag 29. Juni.
Montag für Montag treffen wir uns bei der Sportanlage Wintersried (Ibach), und werden dort während gut einer Stunde von einem professionellen Betreuer-Team fit getrimmt.
Neben dem montäglichen Training versuche ich aber noch, nach Möglichkeit, zwei weitere Laufeinheiten während der Woche einzubauen.

So geschehen auch heute Morgen. Dabei strömen mir, während dem Joggen, immer haufenweise Gedanken durch den Kopf. Viel davon ist einfach nur Blödsinn. Doch ein Gedanke blieb hängen, und bewegte sich ums Thema „Wecken am Morgen“. So entstand auch der heutige Titel „Wecken am Morgen, mit Schabernack oder Jogging?“
Dabei kam mir eine Arbeitskollegin in den Sinn, welche am Morgen im Betrieb meistens nicht sehr wach dreinblickt.

Für sie dachte ich mir die nachfolgenden Zeilen aus, welche ich ihr auch in einer Email zustellte:

Guten Morgen Frau Arbeitskollegin

Der automatische Weckdienst unserer Firma hat festgestellt, dass Sie noch müde sind, und alles andere als wach aussehen.
Ein speziell eingerichtetes Software-Tool versucht Sie nun wach zu kriegen.
Bitte klicken sie dazu auf folgenden Link:
http://www.youtube.com/watch?v=KU5o6M7S5nQ

Freundliche Grüsse und einen schönen Tag
Der firmeneigene Weckdienst

P.S.: Sie können diesen automatischen Weckdienst natürlich jederzeit wieder deaktivieren.

Die Methoden könnten unterschiedlicher nicht sein: Die Arbeitskollegin versuchte ich mit Schabernack wach zu kriegen, mich selber mit Joggen.
Wobei beides zum gleichen Ziel führte: Beide sind nun wach und sehr arbeitsam…


Usum Chäs-Chessi:

Gestern staunte ich nicht schlecht ob dem Inhalt einer erhaltenen Email. Oder besser gesagt über die Anrede an mich:

Werte Pressse,

Voller Vorfreude machen wir Sie auf unseren nächsten Release aufmerksam:

Essenz – Haertzmusig (Release: 25.05.2012)
Essenz ist unterwegs und hält Ausschau. …

Da werde ich also schon als „Werte Pressse“ angeschrieben. Was habe ich bloss verbrochen?
Nein, im Ernst, es hat mich gefreut. Es zeigt mir jedenfalls, dass mein Blog gelesen wird, und trotz vielem Schabernack (siehe oben!) auch ernst genommen wird.

Der Absender der Email war übrigens „Mundartisten Records„. Sie machen dabei aufmerksam auf ihren neusten Release, wie oben erwähnt.
Essenz (ein Berner Jugendarbeiter) ist also unterwegs und hält Ausschau. Sein Album „Haertzmusig“ wird dabei von dem renommierten Schweizer Indie-Label Mundartisten Records (Knackeboul, Chocolococolo, etc.) vertrieben.
feldwaldwiesenblogger wünscht viel Erfolg!

feldwaldwiesenblogger

Elf Fragen an dustyboots

Immer wieder mal schicke ich elf Fragen los, mit der Hoffnung, dass sie mit Antworten zurück kommen.
So geschehen auch diesmal, mit meinen heutigen Blog-Gästen, den dustyboots.
Die Fragen beantwortete mir Alex Gwerder (Sänger, Gitarrist, Bluesharp-Spieler, Komponist und Bandleader) der „Boots“. Er meinte als Einleitung: „Wenn Dir etwas zu lang ist, bin halt manchmal ein bisschen ausführlich, kannst Du die Sätze auch kürzen oder ein wenig verändern, solange der Sinn der gleiche bleibt.“
Alex, Besten Dank für deine ausführlichen und interessanten Antworten!
Ich habe überhaupt nichts gekürzt, denn ich möchte hier meinen „Interview-Partnern“ so quasi eine Plattform geben. Uneingeschränkt und ohne Kürzungen sollen deren Statements beim Leser ankommen.

Die dustyboots hier näher vorzustellen, wäre wie wenn ich Wasser in die Muota giessen würde. Die Band, gegründet 1991, hat seither 660 Konzerte gegeben (siehe bei Frage 10). Der Ursprung und die Wurzeln der „Boots“ sind in meinem Heimatort, Muotathal. Das merkt man denn auch der Band an. Geradlinig, unverfälscht und mit einem Schuss Muotathaler Schalk gehen die Jungs von dustyboots ihren Weg. So konnte die Band letztes Jahr mit einem Openair-Konzert im heimischen Muotathal ihr 20-jähriges Band-Jubiläum feiern.

Detailierte Informationen über die Band kann man der gut gestalteten Homepage der dustyboots entnehmen. Mein Ziel ist es hier nicht, ihre Infos und ihre Bio abzuschreiben und zusammen zu fassen.
Vielmehr interessiert mich, wer und was hinter den „Boots“ steckt. Was für Menschen das sind und welche Motive sie haben, ihre Band so intensiv zu „betreiben“.
Deshalb denke ich, dass uns Alex Gwerder mit seinen nachfolgenden Antworten und Aussagen einen kleinen, aber feinen Einblick hinter die Kulissen der dustyboots gewährt.

Frage 1:
Ich habe auf eurer Homepage gelesen, dass ihr Studioaufnahmen gemacht habt. Dabei habt ihr „akustische Coversongs“ aufgenommen. Das heisst also, dass ihr eine „unplugged CD“ rausgeben werdet?
„Unplugged“ ist nicht ganz das richtige Wort. Es gibt eine CD mit Songs ohne elektrische Gitarre. Das Ganze ist mit Schlagzeug, Percussion, Bass, Piano und dazu die Instrumente Akustik-Gitarre, Dobro, Mandoline und Harp aufgenommen.

Frage 2:
Auf was für Coverversionen darf man sich dabei freuen?
Immer wieder wird an den Konzerten gefragt: Ist dieser oder jener Song auch auf einer CD? So haben wir uns gedacht, dass wir diese, meistens speziellen Songs, die uns halt eben auch sehr gefallen, in einer Akustik-Version aufnehmen. Darunter sind Titel wie „Dead Flowers“, „Simple Man“, „Regular Guy“ oder „Joy of my Life“.

Frage 3:
Gibt es bei der Veröffentlichung der „akustischen Coversongs“ auch wieder so eine rauschende Plattentaufe wie anno 2010?
Nein, so eine grandiose CD-Vorstellung, mit über 1000 Besuchern wie bei der CD „MEMPHIS“, wird es nicht geben. Wir werden das Ganze in einem Rahmen, wie die CD „Live im Emmental“, machen. Es wird sicher etwas in der Zeitung oder auch im Radio kommen, aber auf ein grosses Fest haben wir bei diesem Projekt verzichtet.
Kann ja sein, dass wir uns das für ein weiteres Vorhaben in der Zukunft aufheben??

Frage 4:
Plant ihr eventuell sogar eine kleine „unplugged Tour“?
Auch das muss ich mit NEIN beantworten. Unsere Konzerte werden wie bis anhin beides, das heisst: Rock/Blues/Country/TexMex und Set`s mit einem Akustik-Teil beinhalten.

Frage 5:
Wie sieht’s mit Eigenkompositionen aus: Gibt’s bereits schon neue Songs?
Es gibt eigene Songs an denen ich am Arbeiten bin. Aber bei dieser CD haben wir bewusst auf solche verzichtet. Entweder soll es eine CD mit Cover-Songs, oder es soll eine CD mit nur eigenen Titeln sein. Aber ich bin mir sicher, dass der eine oder andere neue eigene Song in Zukunft zu hören sein wird!

Frage 6:
Die aktuelle CD „Memphis“ zeigte mir, dass ihr eine Entwicklung von einer Countryband zu einer reifen Band gemacht habt, welche Roadmusic vom feinsten spielt. Geht eure Entwicklung noch weiter?
Das kann ich beim besten Willen nicht sagen. Aber wir machen sicher nicht Musik um stehen zu bleiben, sondern versuchen uns immer wieder zu fordern und damit weiter zu entwickeln.
Vor allem ist wichtig, dass man eine eigene Art – unsere Art Musik -, die man auch im Alltag verkörpert, präsentieren kann! Natürlich kommt es auch auf die Bandmitglieder an, was sie denken und fühlen. Genau da haben die „dustyboots“, so glaube ich, einen super Mix, aus dem diese spezielle Art von Musik entsteht! Ich auf jeden Fall bin stolz, dass wir immer ohne Einfluss von fremdem diesen, unseren Weg gegangen sind!

Frage 7:
Ist „Roadmusic“ eigentlich ein Oberbegriff für „erdigen Country-Rock über bluesige Roots und Creedence-Feeling bis zu Tex-Mex und straightem Rock’n’Roll“ (Auszug aus dem Pressetext von K-Tel International (Switzerland) AG)?
Der Name Roadmusic für die „dustyboots“ ist während der Entstehung der CD „MEMPHIS“ entstanden. Jeder, der uns und unsere Musik kennt weiss, dass wir keine herkömmliche Countryband sind. Wie oben erwähnt, hat sich unsere Musik über die Jahre entwickelt. Dass die eigenen Songs eher weniger zu Countrymusik eingeordnet werden, kann man gar nicht beeinflussen, es entsteht einfach! Die Musik wächst in irgend einem Kopf und wenn man das auf ein Instrument überträgt, entsteht eine spezielle Form von Musik. Das ist bei uns eindeutig die Roadmusic, wo die Oberbegriffe Rock, Blues, Folk, Country und TexMex dazu gehören.

Frage 8:
Welche Bands oder Musiker sind eigentlich eure grössten Vorbilder?
Ich kann nur von mir sagen, dass ich nicht unbedingt grosse Band-Vorbilder habe. Sicher sind Bands wie CCR, Georgia Satellites oder Lynyrd Skynyrd meine Favoriten, aber richtige Vorbilder wäre zu viel gesagt.
Aber als Songwriter habe ich ein echtes Vorbild, und zwar ist das Calvin Russel, der neben vielen anderen Songs auch den Song „Soldier“ geschrieben hat!

Frage 9:
Gab es auch schon Anfragen von Plattenfirmen, welche euch unter Vertrag nehmen wollten? Würdet ihr so ein Angebot annehmen?
Wir hatten vor einigen Jahren schon Anfragen. Doch als wir die Anforderungen und auch die Konsequenzen sahen, die man hätte einhalten müssen, war das für uns kein Thema!
Man muss immer wissen, wer man ist und wo man sich im Bekanntheitsgrad befindet. Aus diesen Kriterien sollte man abschätzen, ob sich das lohnt oder ob so eine Plattenfirma überhaupt Interesse hat, dich weiter zu bringen! Es gibt wenige in diesem harten Musikgeschäft, die etwas für dich machen wollen, meistens ist nur der eigene Profit, der zählt!
Ich kann nur sagen, für die „dustyboots“ war es zu 100% richtig, dass wir immer unser eigener Meister waren, und die Finger von fremden Abzockern gelassen haben.

Frage 10:
Ich staune immer wieder über die Anzahl eurer Auftritte pro Jahr. Wie bringt ihr das alles unter einen Hut, v.a. der Gemeindepräsident?
Ja, unsere Anzahl von Konzerten ist wirklich beachtlich (bis jetzt 660 Konzerte)! Damit wir das alles unter einen Hut bringen können, braucht es Leidenschaft und Organisation!!
Unser Lead-Gitarrist Jim Bows aus Langenthal ist Profimusiker, der Schlagzeuger Erich Strasser aus Luzern ebenfalls. Franz Föhn (Muotathal) ist Wirt und Musiker, und so sind nur noch zwei, die das Musik machen neben dem Beruf „nur“ als Hobby betreiben. Der Bassmann Marcel Hertner aus dem Baselland und ich, Alex Gwerder aus dem Muotathal. Für die beiden Profimusiker ist die Menge von Konzerten kein Thema. Sie sind sogar auch noch anderweitig – immer wieder – mit anderen Musikprojekten beschäftigt.
Da Franz Wirt und somit selbständig ist, und deshalb die Musik und auch die Politik als Gemeindepräsident betreffs Termine selber einteilen kann, braucht es natürlich eine Riesenorganisation. Für Ihn ist es auch meistens kein Problem die Musik-Termine einzuhalten. Am meisten in der Klemme sind Marcel und ich, weil wir unsere Berufe noch voll ausüben. Die Aufgaben, wie Proben, organisieren und Konzerte, gehen zu Lasten unserer Freizeit.
Von meiner Seite kann ich nur sagen, dass ich die meisten freien Tage, ausser die Ferien die ich mit der Familie geniesse, für die Musik investiere.
Natürlich braucht es unbedingt das Einverständnis der Frau und Familie, wenn man ein so intensives Hobby ausübt! Dass das bei mir der Fall ist, und ich so meine „Sidetrack“-Seite ausleben kann, ist nicht selbstverständlich, was ich sehr schätze.
So hatten wir all die Jahre, ausser wir waren schon mit Konzerten besetzt, fast keine Probleme mit den Konzertterminen. Dass freut mich als Bandleader der „dustyboots“ natürlich sehr!

Frage 11:
Was haltet ihr von dem sogenannten „New Country“, welcher Lady Antebellum oder die Schweizer C.H. spielen?
Ich bin nicht abgeneigt von dieser Musik, doch ist sie mir doch eher zu kommerziell! Es wird nicht unbedingt aus dem Herz Musik gemacht, sondern man orientiert sich sehr stark nach dem Musikmarkt/Trend. Ich z.B. kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass man sich einfach für ein Projekt verkauft und auf einmal Feuer und Flamme ist für etwas, dass ich vorher eher verschmäht habe. Für mich ist wichtig, wenn man etwas macht – welche Richtung Musik auch immer -, dass man mit Haut und Haar und mit dem Herzen dahinter stehen kann!

feldwaldwiesenblogger

Jazz of de Borg

Hallo Musikfreund!

Am Sonntag, 3. Juni 2012, steigt wieder mal eine grosse Sause:

Die Unicorn Jazzband aus Ballwil LU und Muotathal SZ sowie die Freetime Big Band aus Hochdorf LU spielen zusammen an einem Openair Konzert im Park der Johnanniter Kommende zu Hohenrain LU.

Das Konzert beginnt um 16.00 Uhr, die Festwirtschaft öffnet seine Tore schon um 15.30 Uhr.
Bei ungünstiger Witterung kannst du entweder die Muotathaler Wetterfrösche oder unter der Telefon-Nummer 086 041 448 02 02 um Rat fragen.

Die Unicorn Jazzband, das „Dorforchester“ aus Ballwil – ergänzt mit einer Muotathaler Rhythmusgruppe – unterhält dich auf lockere Art mit gestandenen Blues, Rags, Stomps und Rambles aus dem letzten Jahrhundert.

Die 18-köpfige Freetime Big Band, aus der „Seetaler Hauptstadt“ Hochdorf, spielt für dich in einer klassischen Jazz Big Band Besetzung. Dabei werden sie gemäss ihrem Motto „swing and be funky“ verschiede Big Band Nummern kredenzen.

Ich lade dich herzlich ein, mit uns einen gemütlichen Old Time und Big Band Jazz-Nachmittag/-Abend zu verbringen.

Du wirst zudem auch kulinarisch von der Festwirtschaft mit tollen Leckereien vom Grill sowie diversen kühlen Getränken verwöhnt.

Ich würde mich freuen, auch dich am 3. Juni in Hohenrain anzutreffen.

Also, bis bald!
feldwaldwiesenblogger Koni

Was stimmt denn nicht im Kanton Schwyz?

Emil Gwerder, Kernteam-Leiter des Projektes Naturpark Schwyz, gibt den Bürgern des Kanton Schwyzes zum Morgenessen ein paar gehörige Denkanstösse.
Im Samstagsgespräch des „Bote der Urschweiz“ zwischen Christoph Clavadetscher und Emil Gwerder tauchen ein paar kernige Aussagen auf.

Dabei kriegen auch Ständerat Peter Föhn (SVP) und Wettermissionar Martin Horat ihr Fett ab.

Aber auch die Politik unseres Kantons scheint krank zu sein.

Unser politische Klima geht auch zusehends den Bach runter.

Nur, Emil Gwerder, ist das nur im Kanton Schwyz so?
Das Misstrauen der Bevölkerung, vor allem auf dem Lande, nimmt schweizweit zu. Es ist ein generelles Problem der Schweiz. Verursacht durch die nationale Politik. Denn was zur Zeit alles rund um die Schweiz abgeht, von den auszuhandelnden Steuerabkommen bis hin zu den Bilateralen Verträgen mit der EU: Überall harzt es. Die Eigenständigkeit scheint uns dabei abhanden zu kommen.

Deshalb erstaunt es mich nicht im geringsten, dass die Bevölkerung dort, wo sie noch was zu sagen hat, erstens misstrauisch und zweitens ablehnend gegenüber Neuem ist.
Es stimmt also nicht nur im Kanton Schwyz etwas nicht, sondern in der ganzen Schweiz.

Gwerder, und sein Kernteam für den Naturpark, werden es schwer haben, die Bevölkerung auf ihre Seite zu bringen. Zuerst müssten andere, gröbere Baustellen schweizweit bearbeitet werden. Man kann auch sagen: Sie kommen zum falschen Zeitpunkt mit ihrem Projekt.

Ich habe meinem Brainstorming zu diesem „Samstagsgespräch“ bewusst freien Lauf gelassen, damit ich meine Gedanken unverfälscht in meinen Blog stellen kann.
Überdies bin ich für Diskussionen mit Befürwortern und Gegnern des Naturpark-Projektes jederzeit zu haben.
Ich bitte auch die Gegner, sachlich und fair zu bleiben. Denn was mir sehr wichtig ist, ist eine anständige Diskussionskultur.
Ich habe Mühe mit anonymen Flugblättern, aber auch mit „Leintüchern“, welche beschmiert werden mit Kriegsrhetorik.
Ich bin auch Gegner des Naturpark-Projektes, probiere aber (hoffentlich) anständig dagegen zu argumentieren.

feldwaldwiesenblogger

Frage des Tages: Soll die Euro 2012 boykottiert, verlegt oder gar abgesagt werden?

Als ich heute Morgen im „20 Minuten“ las, stiess ich auf folgenden Artikel:

Ja, was soll man dazu sagen? Soll ich jetzt nun die beiden „küssenden Herren“ auslachen?
Ich glaube, der Grund für diese Fotomontage ist viel zu traurig, um darüber Witze zu machen. Es geht um massive Menschenrechtsverletzungen in der Ukraine. Nicht nur an der Oppositionspolitikerin Julija Timoschenko. Nein, auch zig-tausende andere Menschen in besagtem Land leiden unter dem „Regime“ von Wiktor Janukowitsch. Welcher im Übrigen ein bisschen wie Ex-Kanzler Gerhard Schröder aussieht.

Was kann man nun machen? Im Grunde genommen eigentlich nichts. Die ganze Planung und Errichtung des Anlasses ist schon so weit fortgeschritten, dass man die Euro höchstens absagen, aber sicher nicht in ein anderes Land verlegen kann. Wie beispielsweise nach Deutschland oder eben in die Schweiz und Österreich, was gewisse Kreise fordern.

Was mich dabei aber aufregt und bedenklich stimmt, sind die heuchlerischen Staatschefs. Merkel und Co. wollen nun die Spiele boykottieren. Super, Glückwunsch, tolle Idee!
Wie wäre es aber gewesen, wenn man vorher ein bisschen nachgedacht hätte, und die Fussball-Europameisterschaft schon gar nicht an so ein Land vergeben hätte? Ja ja, da wurde wieder mal nicht richtig nachgedacht, Frau Merkel…
Aber Nein, ich vergas: Die Spiele hatte ja die UEFA vergeben. Merkel und Co. haben dabei nur tatenlos zugesehen…
Und die Russen sollen sowieso die Klappe halten: Die sind in Sachen Menschenrechtsverletzungen keinen Deut besser als die Ukrainer, im Gegenteil.

Ehrlich, Ueli Maurer tut das einzig Richtige: Halt einfach ans Startspiel gehen. Das findet sowieso in Polen statt, und da die Schweizer nicht dabei sind, hat Maurer keine Veranlassung länger dort zu bleiben.

Ob die Fussball-Europameisterschaft boykottiert werden soll, muss jeder Staatschef selber wissen. Aus ob genannten Gründen würde ich aber denen empfehlen, hinzureisen und sich dort was zu schämen.
Eine Verlegung kommt zum jetzigen Zeitpunkt sicher nicht mehr in Frage. Dasselbe gilt wohl auch für eine Absage. Es sei denn, Menschenrechtsaktivisten fahren mit schlimmem Terror auf. Was aber um Himmels Willen hoffentlich nicht eintreffen wird.

feldwaldwiesenblogger