Die olympischen Sommerspiele 2012 in London

Heute lasse ich meinen Gedanken freien Lauf zu diesem sportlichen Gross-Event, der heute Abend in London feierlich eröffnet wird.

Gian Gilli, Delegationsleiter der Schweizer Olympia-Crew, wurde gestern Morgen von DRS 3 bei „Chefsache“ begleitet. Er wusste allerlei Interessantes zu berichten. Vor allem aber lebt er den olympischen Gedanken vor, und treibt selber regelmässig Sport.

Die olympischen Spiele, welche nun während gut zwei Wochen dauern werden, werden viele Menschen vor den Fernsehkasten locken. Dabei sollten sie aber bedenken, dass sie selber auch Sport treiben sollten.
Ich selber ging gestern Abend im Bisisthal joggen, und schaute danach erst die zweite Halbzeit des Fussballmatches Schweiz gegen Gabun.

Mehr Bewegung, Sport und eine gesündere Lebenshaltung machen uns die Sportler in London vor. Wir sollten uns diejenigen Sportler als Vorbilder nehmen, welche sich wirklich wie Sportler verhalten: Fair, korrekt, anständig und vor allem ohne zu schummeln betreffs Doping.

Nur: Irgendwie habe ich das Gefühl, dass sich das beisst. Gerade in den Ausdauersportarten wie Velofahren bleibt ein Verdacht vorhanden. Gibt es da wirklich total „saubere“ Sportler? Wer hätte gedacht, dass ein Fränk Schleck auch „nachhilft“? Eben.

Ist der Leistungsdruck tatsächlich so gross, dass nur noch mit Doping und Chemie genügend gute Leistungen abgerufen werden können?
Hören will das heute natürlich niemand. Für die meisten sind eh die Velofahrer die grössten Dopingsünder. Ich persönlich meine nein, denn in anderen Sportarten wird auch gedopt und „nachgeholfen“.

Ich habe bei allen Olympischen Spielen das Gefühl, dass diese Spiele noch grösser, bunter und extremer sind. Auch diesmal wieder. Aber: Ist das wirklich nötig?
Wird da nicht eine „zu heile“ Welt vorgegaukelt? Klar, der olympische Gedanke zählt. Mitmachen können alle Länder, Rassen und Völkergruppen, theoretisch.
In Tat und Wahrheit können nur die Menschen teilnehmen, die auch genügend Geld aufbringen können. Geld für Training, Kleidung und Unterkunft.

Fakt ist, dass ein grosser Teil der Menschheit in bitterster Armut lebt und ums tägliche Überleben kämpft. Was kümmert diese Leute die Olympischen Spiele?
Auch hier zeigt sich die immer grösser klaffende Schere zwischen arm und reich. Arme und Mittellose haben diese Tage in London sowieso nichts verloren.

Sehr viel Geld wird an den Olympischen Spielen gemacht und eingenommen, in rauhen Mengen. Was da alles rings um die Spiele an Geschäften abgewickelt wird, ist für unsereiner nicht fassbar. Auch hier wird’s nur einen erlauchten Kreis von Menschen geben, die dabei sogar unverschämt reich werden.

Ein schaler Beigeschmack ist für mich bei diesen „Big Games“ einfach vorhanden. Denn sie widerspiegeln halt unsere Gesellschaft wie sie ist. In diesem Punkt sind die Olympischen Spiele unverfälscht und ehrlich. Denn unsere Gesellschaft kann halt einfach nicht anders.

Trotzdem: Ich wünsche London und der Welt schöne Olympische Spiele. Auch deshalb, weil in der Antike Frieden während der Spiele sein musste, also kein Krieg geführt werden durfte. Das wäre doch auch was für die nächsten zwei Wochen!

feldwaldwiesenblogger

Radikales Rauchverbot: NEIN! Radikales Luftverschmutzungsverbot: JA!

Solche Plakate findet man dieser Tage an den Strassenrändern:

Ein breit abgestütztes Komitte aus praktisch allen Parteien (ausser SP und Grüne, wen wunderts?) treten auf der Plattform www.vernuenftig-bleiben.ch gegen eine radikale Initiative der Lungenliga an. Unter dem Titel «Schutz vor dem Passivrauchen» will uns die Lungenliga noch bessere Luft in und um Restaurants und Arbeitsplätze verschaffen.

Das tönt in meinen Augen alles gut und Recht. Nur: Muss man den Bürger tatsächlich bis ins kleinste Nebenzimmer bevormunden und vor dem blauen Dunst schützen?

Ich finde Nein. Denn das gültige Gesetz ist in meinen Augen ok, und schützt uns genügend.
Der- oder diejenigen, welche nicht geschützt sein wollen „paffen“ genüsslich weiter. Sollen sie doch, ist ihre eigene Entscheidung. Und ich muss auch nicht in Lokale oder Räumlichkeiten gehen, wo kein totales Rauchverbot herrscht, ist auch meine freie Entscheidung.

Also, Lungenliga: Lasst uns das bisschen Freiheit zum selber Entscheiden noch. Wir Bürger sind nicht blöd, und wissen uns schon zu schützen.

Mit meinen spontanen Zeilen zum heutigen Thema möchte ich weder die Lungenliga angreifen, noch mich über sie lustig machen. Überhaupt nicht! Denn ihre Arbeit ist sehr wichtig.

Wo ich mich aber definitiv besser geschützt wissen möchte, ist vor der teilweise sehr schlechten Luft wegen Abgasen von Autos, LKW’s und Industrie. Da dürfte in meinen Augen auch mal die eine oder andere Inititative ergriffen werden. Wie wär’s mit:
Autos und LKW’s dürfen keine Abgase mehr produzieren!

Aber diese Forderung dürfte nicht so einfach umsetzbar sein. Ich gebe jedoch zu bedenken: Man ist schon vor mehr als 45 Jahren auf den Mond geflogen, mit damals schon toller Technik. Wieso sollte es also heutzutage nicht möglich sein, nur noch Fortbewegungs- und Transportmittel auf die Strasse zu schicken, welche keine Schadstoffe mehr produzieren? Ich bin überzeugt, das wäre technisch absolut machbar!

Diese und jene Gedanken betreffs Umweltschutz gingen mir gestern bei der mittäglichen Diskussion mit jungen Menschen durch den Kopf, denen unsere Welt Angst bereitet. Angst vor zu vielen Schadstoffen, Angst vor dem Nichts-Tun der Regierungen, Angst vor der Gleichgültigkeit.

Deshalb: Radikales Rauchverbot: NEIN! Radikales Luftverschmutzungsverbot: JA!

feldwaldwiesenblogger

Sommer-Loch, eine Erfindung der Medien?

Wir haben (endlich) richtigen Sommer, mit den „ghörigen“ Temperaturen.
Dazu habe ich heute ein nettes Thema: Sommer-Loch, eine Erfindung der Medien?

Denn die Zeitungen sind dieser Tage nun merklich dünner geworden, aber wieso eigentlich? Das Geschehen in und um die Schweiz steht doch gar nicht still. Trotz Sommer- und Ferienzeit passiert und geschieht gleich viel wie immer (meine ich jedenfalls). Die Zeitungen sind aber trotzdem nicht so dick wie sonst.
Eigentlich müsste das Leutschenbach-TV samt Radiostationen auch Sendezeit kürzen. Macht sie aber nicht. Ergo ist nur ein „Sommer-Loch“ bei den gedruckten Medien feststellbar. Aber die Frage „Warum“ bleibt (vorerst) unbeantwortet.

Die Frage, wie so ein Sommer-Loch aussehen kann, ist vielleicht leichter zu beantworten.

Sieht es eventuell so aus:

Ein dunkles, schwarzes Loch, ein astronomisches Objekt?

Oder so:

Ein leerer Gotthard-Strassentunnel, weil alle in den Ferien sind?

Oder so:

Ein Openair, an einem See, mit lauter friedlichen Menschen?

Ob ich das Sommer-Loch tatsächlich letzten Sonntag beim Reeds-Festival (ein reines Reggae-Openair mit Headliner Jimmy Cliff) in Pfäffikon ZH gefunden habe, weiss ich auch nicht.

Aber bei so einem Anlass mit so viel guter Musik, so schönem Wetter und an so einer herrlichen „Location“ denkt man überhaupt an kein „Sommer-Loch“!

Pah, sollen die Printmedien doch ein Loch in ihre Seiten drucken. Jetzt ist Sommer, „Sommer-Loch“ hin oder her!

feldwaldwiesenblogger

Literaturclub Muotathal

Gestern Morgen schnappte ich beim Studium der Neuen Schwyzer Zeitung folgende Schlagzeile auf der Frontseite auf:

Muotathal hat einen Literaturclub! Von dem habe ich noch nie gehört, ehrlich. Ich bin ja selber eine (kleine) Leseratte, und dachte zuerst gleich an die Gemeinde-/Schulbibliothek. Dass dort irgendwelche (v.a. weibliche) Leserättinen sich zu einem Club zusammengetan haben.
Aber nichts da. Als ich dann den Bericht auf Seite 25 las, kam ich nicht mehr aus dem Staunen raus:

Acht junge Muotathaler teilen ihre Leidenschaft „lesen“ und „Literatur“ miteinander und treffen sich jährlich dreimal zu einem „Literaturzirkel“. Dabei geht’s primär um Literatur, aber auch um angeregte Diskussionen darüber und das leibliche Wohl. Dass sich da irgendwann Traditionen und Rituale eingebürgert haben, gehört einfach zum Charakter und Wesen des „Muotithalers“.
Ich finde das übrigens ganz toll, dass neben dem grossen Angebot an Kultur- und Sport-Vereinen (-Klubs) in unserem Thal auch noch Platz für so kreative Zirkel bleiben. Das ist in meinen Augen ganz einfach auch eine Wesensart der Muotathaler, dass sie sich einerseits gern betätigen und beschäftigen (auch in der Freitzeit!), und andererseits dazu noch sehr innovativ und kreativ sind.

Was mich auch erstaunt hat, ist der Zeitungsbericht des Schreiberlings selber. Er verfasste die Zeilen über diesen „mysteriösen“ Club so, dass man keine Ahnung hat, wer dazu gehören könnte. Ich vermute aber mal, dass er selber dazu gehört…

Meine Wenigkeit würde auch ab und zu gerne mal über „Gelesenes“ diskutieren. Aber ich bin mit meinen mittlerweilen 45 Lenzen wahrscheinlich zu alt für diesen Literaturzirkel und lese ev. auch den falschen „Stoff“.
Ich lese v.a. Kriminalromane, welche ich mir meist aus der Liste von der KrimiZeit-Bestenliste raussuche.
Zur Zeit lese ich „Die Nacht des Zorns“ von Fred Vargas und „Das Handwerk des Teufels“ von Donald Ray Pollock.

Trotz der „Geschlossenheit des Zirkels“ hoffe ich mal auf eine „Gast-Einschleusung“, wie’s im Zeitungsbericht geschrieben steht. Man möchte ja seinen Horizont trotz fortgeschrittenen Alters ständig erweitern…


Usum Chäs-Chessi:

Gestern habe ich folgendes Bild im Facebook erhascht:

Ein aktuelles Bild der Rolling Stones. Da ich ja ein „Follower“ der Band bin, also „Gefällt mir“ angeklickt habe, finde ich immer mal „Facebook-Post’s“ mit Infos, Links und Bilder der „besten Rock’n’Roll-Band“ der Welt.
Zum Bild stand folgender Kommentar: „Have a great weekend! Mick, Keith, Charlie and Ronnie, Shot by Rankin, 11th July 2012“.

Eigentlich völlig bedeutungslos. Aber in mir kam sofort der Gedanke auf, dass die Jungs wieder was am Laufen haben. Denn: Erst kürzlich feierten sie ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum, und ich bin mir sicher, dass die „Rollenden Steine“ immer noch Appetit auf Live-Auftritte haben.
Sind eventuell ein Album und eine Konzerttour in Planung? Nach dem Betrachten des „Post’s“ vermute ich das sogar ziemlich stark…

Äs schöns Weekend!

feldwaldwiesenblogger

Sommerhit 2012: Gut Preis, Gut Preis!

Der Sommerhit 2012 ist da: Gut Preis, Gut Preis!

Eine bis anhin gänzlich unbekannte Band zelebriert ihn also, den Sommerhit 2012. Es ist zu hoffen, dass „Gut Preis, Gut Preis!“ nicht nur beim Publikum gut ankommt, sondern auch bei den Wettergöttern, allen voran natürlich Petrus.

Das coole Video machte übrigens ein junger Videokünstler mit den Initialen PB.

feldwaldwiesenblogger

Rückblick auf Davos Sound Goods und Schlatt-Lee live im Rest. Hölloch

Am Donnerstagabend fuhr ich nach der Arbeit Richtung Davos, zum „Davos Sounds Good“-Festival. Beim „ver-rückten Jazzfestival der Alpen“ genoss ich bis Samstag Mittag Jazz und Blues.

Den Anfang machten für mich am Donnerstagabend beim Hildering Multimedia Brian Carrick’s Heritage Hall Stompers. Brian Carrick und seine Band spielten klassischen Old Time Jazz, welcher mir sehr gefiel.

Am Schlagzeug entdeckte ich keinen geringeren als Thomas Jähn, welcher in Davos lebt, und der Hausdrummer von Walter Weber’s Int. New Orleans Jazzband ist. Ich beobachtete ihn genau, und war sehr angetan von seinem technisch versierten New Orleans-Drumming. Meine Wenigkeit hat sich übrigens gestern bei ihm gemeldet, um mir von ihm einige technische Finessen zeigen zu lassen.

Am Freitag gings gegen Mittag zur Siruptankstelle beim Landgasthof Lengmatta.

Statt Sirup genehmigte sich der Schreibende aber zuerst mal einen Kaffee.

Um die Mittagszeit liess ich mich von den Boogie Woogie- und Swing-Klängen des Michael Alf Trios erfreuen. In der Spielpause unterhielt ich micht mit den Musikern, welche übrigens aus Bayern sind (wie „mein FC Bayern“ ja auch…). Im Gespräch mit dem Drummer erfuhr ich, dass sie Profis sind, und er zudem eine Schlagzeugschule leitet.
P.S.: Die Nähe zu den Musikern und der persönliche Kontakt mit ihnen am „Davos Sounds Good“-Festival ist für mich einfach speziell und macht richtig Spass.

Am späten Nachmittag liess ich mich draussen, also „Open Air“, nieder und genoss gut zwei Stunden lang tollen alten Swing mit The Jazz Steps Band aus Ungarn.

Petrus liess mal Gnade vor Regen walten, und hielt die Schleusen prakatisch bis kurz vor Konzertende geschlossen. Dies veranlasste denn auch eine grosse Schar Zuschauer, sich auf dem Gelände des Elektrizitätswerk EWD nieder zu lassen.

Die Profimusiker, welche wirklich exzellent ihre Instrumente beherrschten, konnten auch singen und verstanden sich zudem auch beim Show-Entertainment.

Beim Schlendern durch Davos erblickte ich noch ein Kunstwerk der besonderen Art: Eine „fahrBar“, welche übrigens nur durch Muskelkraft betrieben werden konnte. Wie lange die jungen Leute die „driving party“ am Laufen hielten, entzieht sich leider meiner Kenntnis…

Am Abend ging’s in die „Eggbar“, wo ich mir THE FALLEN HEROES aus England reinzog. Der Blues und Jazz mit New Orleans Beat, welche die Combo um das Gebrüderpaar Emile und und Ben Martyn zelebrierten, war schon erste Güte.

Ich war sowohl vom Sound, als auch vom Drummer Emile Martyn sehr angetan. Der Sound und der Groove enthielt soviel Energie, dass er sofort in die Beine ging. Die zum Bersten volle Eggbar wurde zu einem wahren Partytempel: Kein Wunder bei diesem tollen „Partysound“.
In der Spielpause kaufte ich mir die aktuelle CD der Band, und begutachtete mir das Drum von Emile Martyn genauer.

Das Schlagzeug sieht voll cool aus, und erst der Hocker: Eine Coca Cola-Harasse mit einem Kissen drauf!
Was Emile auf diesem kleinen, aber feinen Schlagzeug spielte, haute mich fast von meinem Stuhl. Der Typ hat einfach alles drauf, ist technisch saumässig beschlagen und spielte sogar noch einen tierisch fetten Regga-Groove zu einem Bob Marley-Cover. Ich sage euch: Bisher hatte ich nicht wirklich ein Vorbild am Schlagzeug. Seit letzten Freitag aber habe ich eines: Emile Martyn!

Am Samstagmittag fuhr ich bei strömendem Regen wieder von Davos runter, ins heimische Muotathal. Dort hatte ich mit Schlatt-Lee einen „Gig“ beim Restaurant Hölloch, auf der Gartenterasse. Zum Glück hatte Petrus auch da ein Einsehen, und hielt die Regen-Tropfen während unseres Open Air-Konzertes von 18.30 bis 22.00 Uhr zurück. Um 22.05 Uhr begang es nämlich wieder mal zu regenen…

Auf der Gartenterasse von „Höllgrottä Bruno’s“ Beiz hatte es viele gut gelaunte Gäste.

Darunter erblickte ich neben dem vom Hirzen-Gig bestens bekannten „Schlatt-Lee Feen“ einen neu gegründeten Fanclub.

Ich war total sprachlos! Unsere Spass-Combo bereitet nicht nur uns viel Freude, sie scheint auch unserem Publikum Freude und Spass zu bereiten.
Jedenfalls genoss ich den Auftritt in vollen Zügen und traktierte und streichelte mein neues Tama-Drum, wie es grad erforderlich war.
Übrigens: Bruno möchte, dass wir nächstes Jahr im Juli wieder kommen. Wir möchten auch!

Nach dem Auftritt gab’s dann noch etwas Feines zu essen. Für mich, wie immer in der „Höll“, eine „Pizza Hölloch“. Lecker, lecker…
Je später der Abend wurde, je illustrer wurden auch die Gäste…

feldwaldwiesenblogger

Schnappschüsse von zwei Proben

Bevor ich mich ab heute Abend bis am Samstagmittag in Davos beim „Davos Sounds Good„-Jazzfestival musikalisch weiterbilde, betätigte ich mich die letzten beiden Abende selber am Schlagzeug bei zwei Proben.

Am Dienstagabend probte ich mit meinen Kollegen von Sweet&Sour in Illgau. Das Besondere an dieser Probe war die „Location“: Wir probten bei einem Bandmitglied zuhause auf dem Gartensitzplatz.

Dabei positionierte ich mein Schlagzeug so, dass ich eine herrliche Aussicht zum Stoos rüber hatte. Da wir draussen probten, gab es bald auch ein paar „Zaungäste“, welchen unsere spontane Probe im Freien gefiel.
Übrigens: Da es zur Zeit nicht besonders heiss ist, nahm ich kein Bad im blauen Becken…

Gestern Mittwochabend fuhr ich dann nach Ballwil, zur Bandprobe mit der Unicorn Jazzband. Für gewöhnlich proben wir im Schulhaus. Da aber Schulferien sind, wichen wir in die altehrwürdige „Mühle“ aus.

Das besondere an dieser Probe war nebst der „Location“ in diesem bis für 60 Personen konzipierten antik-hölzernen Raum die Tranksame: Ein Bandmitglied bringt dort jedesmal selber gemachten „Most“ mit. Proscht bi Goscht!

So erlebte ich zwei schöne Proben an etwas ungewöhnlichen Orten, welche auch zur momentanen Ferien- und Sommerzeit passen.
Ab heute Abend geniesse ich dann Jazz und Blues beim „ver-rückten Jazzfestival der Alpen“. Ich war bereits letztes Jahr schon an diesem Anlass, und hatte meine wahre Freude daran:
Erneut musikalische Weiterbildung in Davos (Blogbeitrag vom 17.7.2011)

Hier ein Programmauszug, so quasi ein „Gluschtigmacherli“, was mich morgen Freitag so alles erwartet…

feldwaldwiesenblogger

Bruce Springsteen live = Musik vom feinsten ohne Schnörkel-Show

Gestern Abend pilgerte ich, wie gut 42’000 andere auch, in den Letzigrund (Zürich). Bruce Springsteen gab sich die Ehre und verzauberte einmal mehr die Schweiz und seine Fans.
Nachfolgend habe ich eine kleine Bildersammlung an Erinnerungen:

Bei schönstem Wetter und herrlich angenehmen Temperaturen lief ich nach den Intro-Klängen der Titel-Melodie „Die glorreichen Sieben“ hinter der Bühne durch, zum Eingang A.

Ich war mit zwei Kollegen am Konzert, und wir entschieden uns dafür, auf der gegenüberliegenden Seite der Bühne, auf der „Terasse“, Platz zu nehmen. Was für ein herrlicher Ausblick. Zudem war ich zum ersten Mal im neuen Letzigrund, was für mich eher ein „Konzerttempel“ denn ein Fussball-Hexenkessel ist. Ist ja kein Wunder, denn gestern Abend wurde ja nicht gekickt…

Bruce „The Boss“ Springsteen eröffnete sein Konzert um 19.20 Uhr, und liess die Klänge seiner wunderbaren Songs ins Innere des Stadions strömen.

Am Anfang des Konzertes war es noch taghell, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat. Je dämmriger („maugliger“) es wurde, desto magischer wurde die Stimmung!

Trotz karger Bühnenshow (O-Ton 20 Minuten) entstand trotzdem eine fantastische Stimmung im Stadion. Auch zu hinderst! Der Sound war manchmal nicht optimal, ist aber auch kein Wunder bei der selbst gewählten Distanz zur Bühne.

Das Schöne an einer Springsteen-Liveshow ist die Faszination an der Musik. Musik, welche ohne Schnörkel und viel Lichteffekte auskommt. Im Gegenteil: Zu viele Effekte hätten wie bei den Köchen das wunderbare Musik-Menu überreizt. Die Stimmung, die Springsteen und seine E Street Band verbreitete, war absolut magisch und zauberhaft. Zudem trug das schöne Letzigrund-Stadion sein Scherflein dazu bei, einen unvergesslichen Abend entstehen zu lassen.

Anders als beim Sonisphere-Festival in Yverdon (feldwaldwiesenblogger berichtete auch darüber) gab’s keine Warteschlangen beim Bier holen. Da wurden gleich „ghörige“ Tänke installiert.

Wie gestern nach dem gigantischen Konzert des 62-jährigen Springsteen ein Radio-24-Mensch meinte, ist Springsteen vergleichbar mit Coca Cola. Da weiss man nämlich was man hat, und wird seit x-Jahren immer gleich gut und von gleich hoher Qualität bedient.
Das kann ich nicht bestätigen, da ich den „Boss“ erst zum zweiten Mal in meinem Leben live sah. Das erste Mal 1989 im alten „Joggeli“ in Basel.
Ich glaube es dem Radiomann aber trotzdem.

Trotz der gestern gespielten 31 Songs spricht man nicht von der Quantität, sondern wie erwähnt, von der Qualität des Konzertes! Man spricht aber auch von der unglaublichen Spielfreude und Energie von Springsteen. Der Mann ist ein Live-Tier und er genoss sichtlich jede Sekunde seines Auftrittes.

A propos Spielfreude: Die teilte Sir Bruce auch mit dem Publikum. So liess er sich umarmen, verteilte Handshakes, holte Kinder zum Singen auf die Bühne und eine junge Frau zum Tanzen.

Dies veranlasste auch einzelne Zuschauer im hinteren Bereich zum Tanz. Einfach herrlich!

Ein Wort zu den Musikern: Springsteen wurde nach meiner Zählauffassung von 16 Musikern (E Street Band) begleitet. Von den Bläsern über die Background-Sänger bis hin zu den einzelnen Instrumentalisten kann ich nur beste Noten verteilen. Die Damen und Herren Musiker legten so einen wunderbaren Soundteppich hin, dass der Boss sich darauf austoben konnte, wie er grad wollte.

Jetzt weiss ich auch endlich, wieso Marc Sway erstens so ein toller Musiker, und zweitens ab und zu „unauffindbar“ ist. Der Gute ist nämlich noch „Saxer“ bei Bruce!

„Born in the U.S.A.“ war einer der Höhepunkte der Show, und wahrscheinlich der grösste Hit von Springsteen. Standesgemäss hielt eine Konzertbesucherin die US-Flagge bei diesem Song empor.

Nach dreieinhalb Stunden ging ein absolut legendäres Konzert um 22.50 Uhr zu Ende. Beim letzten Song, vor dem Zugabesong „Twist and Shout“, wurde dem vor gut einem Jahr verstorbenen Saxophonisten gedacht. Hühnerhaut-Feeling pur!

Müde, aber zufrieden ging’s heimwärts. Ich staune immer noch ob der Energie, der Stimmkraft und der Magie, welche Bruce Springsteen gestern in Zürich verbreitete.
Ohne grossen Show-Schnickschack wurde Musik vom Feinsten geboten. Die Ohren wurden so dermassen verwöhnt, dass man weder eine grössere Bühne, noch mehr Showelemente auch nur eine Sekunde vermisste. Und das wohl verstanden während einem dreieinhalb-stündigen Konzert!

feldwaldwiesenblogger

Brahn-Wasser (Original-Abfüllung)

Letzten Freitagabend hätte ich eine Einladung zu einem „Trogfäscht“ im Muotathal gehabt. Da ich aber mit der Unicorn Jazzband im PaVino zu Horw einen Auftritt hatte, musste ich dem „Trogfäscht“ einen Korb geben.

Im PaVino spielten wir trotz Regen einen stimmungsvollen Auftritt. Die Gastgeber Edith Käslin und Rolf Albisser hatten sowohl die Bühne als auch die Besucherplätze vollständig bedacht. So sassen oder standen alle (mehr oder weniger) im Trockenen, und genossen einen schönen Abend.
Rolf Albisser dachte sich für einmal: Schöne Musik machen die sechs Männer vom Seetal und Muotathal ja schon. Aber fürs Auge ist das zu wenig. So hängte er hinter uns eine Coiffeusen-Schönheit auf.
Der Abend war für alle gerettet!

Meine Wenigkeit liess sich aber trotz „Trogfäscht“-Absage nicht lumpen. Denn die geladenen Gäste wurden von einem lustigen Zeitgenossen per Email gebeten, von allen möglichen Orten Wasser mitzubringen, um den Trog würdig zu begiessen. Ich antwortete per Email, dass ich „Brahnwasser“ mitgebracht hätte.
Der besagte Spassvogel schlug vor: Mach das doch trotzdem. Schick dem frischgebackenen Trogbesitzer einfach die Wasserflasche per Post.
Gesagt getan: Ich bereitete also ein Paket samt Wasserflasche und einem netten Briefchen vor.

Mein Briefchen hatte folgenden Inhalt:

Lieber Nobi,

Zum „Trogfäscht“ wünsche ich viel Spass, gute Laune und viel Musik!
Da ich wegen einem Auftritt nicht dabei sein kann, schicke ich dir „mein“ Wässerchen mit der Post zu.

Jetzt hesch du also dis Trögli,
du cheibe luschtigs Chögli.
Wasser chamä jetzt dri lärä,
das täti hüt au gärä.

Ich bi abr in Horb am spielä,
und cha nüd gu inä schielä.
Mis Brahnwassr bringt d’Poscht,
äs lösi schints sogar Roscht.

Du darfsch es is Trögli lärä,
äs sig de gar nüd vo färä.
Gnu hanis frisch vo der Quällä,
äs chönn sogar lut bällä.

Ich wüschä üch äs schöns Fäscht,
mit ä hufnä luschtigä Gäscht.
Fiirid und Fäschtit bis am Morgä,
das vertriebi nämli alli Sorgä.

Beschti Grüess a alli!
feldwaldwiesenblogger Koni

A propos Wasser:

Am Samstagnachmittag spielte ich mit Schlatt-Lee bei einem Hochzeits-Apero. Der Anlass fand draussen beim Hirschen Muotathal statt.
Da der Bräutigam Mitglied bei der Feuerwehr Muotathal ist, bescherten ihm seine Kollegen gleich ein bisschen hitzige Arbeit. Ob dabei auch etwas von meinem köstlichen „Brahnwasser“ zum Löschen gebraucht wurde, entzieht sich meiner Kenntnis.
Jedenfalls half die Braut trotz nicht ganz geeigneter Kleidung tatkräftig bei der Löschaktion mit.

Unser Auftritt machte uns vier Musikern und der Hochzeitsgesellschaft sichtlichen Spass. Wettergott Petrus spielte für einmal mit, und bescherte allen einen vergnüglichen Samstagnachmittag.

feldwaldwiesenblogger

Ich habe Post vom Viehinspektorat Muotathal bekommen!

„Hoppla!“, habe ich mir gedacht, als ich heute Morgen diesen Brief in Händen hielt. Habe ich vergessen eine Kuh zu bezahlen?
Aufgeregt öffnete ich noch vor dem Zubereiten meiner Müsli-Schale dieses Couvert: Drin steckte tatsächlich eine Rechnung. Aber nicht für eine Kuh, sondern für eine Kreuzfahrt auf dem Mittelmeer.

Nächstes Jahr im Mai wage ich mich auch mal aufs grosse weite Meer. Auf der MSC Lirica lassen wir uns durchs südliche Mittelmeer schippern, begleitet von einer mächtigen Portion Schweizer Rock- und Bluesmusik. Heissen tut dieser Anlass 5. Schweizer Rock- & Bluescruise.

Das musikalische Line-Up liest sich wie ein „Best of“ der Schweizer Musikszene, ergänzt mit ein paar ausländischen Musikstars. Unter anderem mit den „Hot Chocolate“. Dass diese britische Soul- und Funkband immer noch existiert, versetzte mich doch in Erstaunen. Denn ihre besten Tage sind (eigenlich) längst vorbei. Aber mit den Musikern ist es wie mit Wein: Je älter, desto besser.
Freuen tue ich mich natürlich auch auf unsere einheimische Band, die Dusty Boots. Sie dürfen wirklich stolz darauf sein, dass sie auf diesem Mittelmeer-Schiff mit von der Partie sein dürfen. Kompliment!

Fürs leibliche und körperliche Wohl ist auf diesem Riesenschiff sicher auch gesorgt. So entdeckte ich im Prospekt, dass man nicht im Meer baden muss, und hinter dem Dampfer herschwimmen muss. Nein, man kann ganz gemütlich auf dem Deck sich in einem Swimming-Pool suhlen und dabei erst noch coolen Sound geniessen!


Usum Chäs-Chessi:

Gestern ergatterte ich noch einen Schnappschuss von Bundesrätin Leuthard, als sie sich grad zum alljährlichen „Bundesrats-Schulreisli“ aufmachte. Sieht sie nicht sportlich aus, unsere Verkehrs- und Energie-Ministerin?
Aus sicherer Quelle war zu vernehmen, dass sich Ueli Maurer verdächtig oft bei Frau Doris aufhielt. Ging’s bei diesen beiden um das neu entdeckte „Gottesteilchen“ Higgs (hicks!) oder nur um neue Militär-E-Bikes, welche erst noch ohne Atomstrom auskommen sollen?

feldwaldwiesenblogger