Brahn-Wasser (Original-Abfüllung)

Letzten Freitagabend hätte ich eine Einladung zu einem „Trogfäscht“ im Muotathal gehabt. Da ich aber mit der Unicorn Jazzband im PaVino zu Horw einen Auftritt hatte, musste ich dem „Trogfäscht“ einen Korb geben.

Im PaVino spielten wir trotz Regen einen stimmungsvollen Auftritt. Die Gastgeber Edith Käslin und Rolf Albisser hatten sowohl die Bühne als auch die Besucherplätze vollständig bedacht. So sassen oder standen alle (mehr oder weniger) im Trockenen, und genossen einen schönen Abend.
Rolf Albisser dachte sich für einmal: Schöne Musik machen die sechs Männer vom Seetal und Muotathal ja schon. Aber fürs Auge ist das zu wenig. So hängte er hinter uns eine Coiffeusen-Schönheit auf.
Der Abend war für alle gerettet!

Meine Wenigkeit liess sich aber trotz „Trogfäscht“-Absage nicht lumpen. Denn die geladenen Gäste wurden von einem lustigen Zeitgenossen per Email gebeten, von allen möglichen Orten Wasser mitzubringen, um den Trog würdig zu begiessen. Ich antwortete per Email, dass ich „Brahnwasser“ mitgebracht hätte.
Der besagte Spassvogel schlug vor: Mach das doch trotzdem. Schick dem frischgebackenen Trogbesitzer einfach die Wasserflasche per Post.
Gesagt getan: Ich bereitete also ein Paket samt Wasserflasche und einem netten Briefchen vor.

Mein Briefchen hatte folgenden Inhalt:

Lieber Nobi,

Zum „Trogfäscht“ wünsche ich viel Spass, gute Laune und viel Musik!
Da ich wegen einem Auftritt nicht dabei sein kann, schicke ich dir „mein“ Wässerchen mit der Post zu.

Jetzt hesch du also dis Trögli,
du cheibe luschtigs Chögli.
Wasser chamä jetzt dri lärä,
das täti hüt au gärä.

Ich bi abr in Horb am spielä,
und cha nüd gu inä schielä.
Mis Brahnwassr bringt d’Poscht,
äs lösi schints sogar Roscht.

Du darfsch es is Trögli lärä,
äs sig de gar nüd vo färä.
Gnu hanis frisch vo der Quällä,
äs chönn sogar lut bällä.

Ich wüschä üch äs schöns Fäscht,
mit ä hufnä luschtigä Gäscht.
Fiirid und Fäschtit bis am Morgä,
das vertriebi nämli alli Sorgä.

Beschti Grüess a alli!
feldwaldwiesenblogger Koni

A propos Wasser:

Am Samstagnachmittag spielte ich mit Schlatt-Lee bei einem Hochzeits-Apero. Der Anlass fand draussen beim Hirschen Muotathal statt.
Da der Bräutigam Mitglied bei der Feuerwehr Muotathal ist, bescherten ihm seine Kollegen gleich ein bisschen hitzige Arbeit. Ob dabei auch etwas von meinem köstlichen „Brahnwasser“ zum Löschen gebraucht wurde, entzieht sich meiner Kenntnis.
Jedenfalls half die Braut trotz nicht ganz geeigneter Kleidung tatkräftig bei der Löschaktion mit.

Unser Auftritt machte uns vier Musikern und der Hochzeitsgesellschaft sichtlichen Spass. Wettergott Petrus spielte für einmal mit, und bescherte allen einen vergnüglichen Samstagnachmittag.

feldwaldwiesenblogger