Die olympischen Sommerspiele 2012 in London

Heute lasse ich meinen Gedanken freien Lauf zu diesem sportlichen Gross-Event, der heute Abend in London feierlich eröffnet wird.

Gian Gilli, Delegationsleiter der Schweizer Olympia-Crew, wurde gestern Morgen von DRS 3 bei „Chefsache“ begleitet. Er wusste allerlei Interessantes zu berichten. Vor allem aber lebt er den olympischen Gedanken vor, und treibt selber regelmässig Sport.

Die olympischen Spiele, welche nun während gut zwei Wochen dauern werden, werden viele Menschen vor den Fernsehkasten locken. Dabei sollten sie aber bedenken, dass sie selber auch Sport treiben sollten.
Ich selber ging gestern Abend im Bisisthal joggen, und schaute danach erst die zweite Halbzeit des Fussballmatches Schweiz gegen Gabun.

Mehr Bewegung, Sport und eine gesündere Lebenshaltung machen uns die Sportler in London vor. Wir sollten uns diejenigen Sportler als Vorbilder nehmen, welche sich wirklich wie Sportler verhalten: Fair, korrekt, anständig und vor allem ohne zu schummeln betreffs Doping.

Nur: Irgendwie habe ich das Gefühl, dass sich das beisst. Gerade in den Ausdauersportarten wie Velofahren bleibt ein Verdacht vorhanden. Gibt es da wirklich total „saubere“ Sportler? Wer hätte gedacht, dass ein Fränk Schleck auch „nachhilft“? Eben.

Ist der Leistungsdruck tatsächlich so gross, dass nur noch mit Doping und Chemie genügend gute Leistungen abgerufen werden können?
Hören will das heute natürlich niemand. Für die meisten sind eh die Velofahrer die grössten Dopingsünder. Ich persönlich meine nein, denn in anderen Sportarten wird auch gedopt und „nachgeholfen“.

Ich habe bei allen Olympischen Spielen das Gefühl, dass diese Spiele noch grösser, bunter und extremer sind. Auch diesmal wieder. Aber: Ist das wirklich nötig?
Wird da nicht eine „zu heile“ Welt vorgegaukelt? Klar, der olympische Gedanke zählt. Mitmachen können alle Länder, Rassen und Völkergruppen, theoretisch.
In Tat und Wahrheit können nur die Menschen teilnehmen, die auch genügend Geld aufbringen können. Geld für Training, Kleidung und Unterkunft.

Fakt ist, dass ein grosser Teil der Menschheit in bitterster Armut lebt und ums tägliche Überleben kämpft. Was kümmert diese Leute die Olympischen Spiele?
Auch hier zeigt sich die immer grösser klaffende Schere zwischen arm und reich. Arme und Mittellose haben diese Tage in London sowieso nichts verloren.

Sehr viel Geld wird an den Olympischen Spielen gemacht und eingenommen, in rauhen Mengen. Was da alles rings um die Spiele an Geschäften abgewickelt wird, ist für unsereiner nicht fassbar. Auch hier wird’s nur einen erlauchten Kreis von Menschen geben, die dabei sogar unverschämt reich werden.

Ein schaler Beigeschmack ist für mich bei diesen „Big Games“ einfach vorhanden. Denn sie widerspiegeln halt unsere Gesellschaft wie sie ist. In diesem Punkt sind die Olympischen Spiele unverfälscht und ehrlich. Denn unsere Gesellschaft kann halt einfach nicht anders.

Trotzdem: Ich wünsche London und der Welt schöne Olympische Spiele. Auch deshalb, weil in der Antike Frieden während der Spiele sein musste, also kein Krieg geführt werden durfte. Das wäre doch auch was für die nächsten zwei Wochen!

feldwaldwiesenblogger

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