Bruce Springsteen live = Musik vom feinsten ohne Schnörkel-Show

Gestern Abend pilgerte ich, wie gut 42’000 andere auch, in den Letzigrund (Zürich). Bruce Springsteen gab sich die Ehre und verzauberte einmal mehr die Schweiz und seine Fans.
Nachfolgend habe ich eine kleine Bildersammlung an Erinnerungen:

Bei schönstem Wetter und herrlich angenehmen Temperaturen lief ich nach den Intro-Klängen der Titel-Melodie „Die glorreichen Sieben“ hinter der Bühne durch, zum Eingang A.

Ich war mit zwei Kollegen am Konzert, und wir entschieden uns dafür, auf der gegenüberliegenden Seite der Bühne, auf der „Terasse“, Platz zu nehmen. Was für ein herrlicher Ausblick. Zudem war ich zum ersten Mal im neuen Letzigrund, was für mich eher ein „Konzerttempel“ denn ein Fussball-Hexenkessel ist. Ist ja kein Wunder, denn gestern Abend wurde ja nicht gekickt…

Bruce „The Boss“ Springsteen eröffnete sein Konzert um 19.20 Uhr, und liess die Klänge seiner wunderbaren Songs ins Innere des Stadions strömen.

Am Anfang des Konzertes war es noch taghell, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat. Je dämmriger („maugliger“) es wurde, desto magischer wurde die Stimmung!

Trotz karger Bühnenshow (O-Ton 20 Minuten) entstand trotzdem eine fantastische Stimmung im Stadion. Auch zu hinderst! Der Sound war manchmal nicht optimal, ist aber auch kein Wunder bei der selbst gewählten Distanz zur Bühne.

Das Schöne an einer Springsteen-Liveshow ist die Faszination an der Musik. Musik, welche ohne Schnörkel und viel Lichteffekte auskommt. Im Gegenteil: Zu viele Effekte hätten wie bei den Köchen das wunderbare Musik-Menu überreizt. Die Stimmung, die Springsteen und seine E Street Band verbreitete, war absolut magisch und zauberhaft. Zudem trug das schöne Letzigrund-Stadion sein Scherflein dazu bei, einen unvergesslichen Abend entstehen zu lassen.

Anders als beim Sonisphere-Festival in Yverdon (feldwaldwiesenblogger berichtete auch darüber) gab’s keine Warteschlangen beim Bier holen. Da wurden gleich „ghörige“ Tänke installiert.

Wie gestern nach dem gigantischen Konzert des 62-jährigen Springsteen ein Radio-24-Mensch meinte, ist Springsteen vergleichbar mit Coca Cola. Da weiss man nämlich was man hat, und wird seit x-Jahren immer gleich gut und von gleich hoher Qualität bedient.
Das kann ich nicht bestätigen, da ich den „Boss“ erst zum zweiten Mal in meinem Leben live sah. Das erste Mal 1989 im alten „Joggeli“ in Basel.
Ich glaube es dem Radiomann aber trotzdem.

Trotz der gestern gespielten 31 Songs spricht man nicht von der Quantität, sondern wie erwähnt, von der Qualität des Konzertes! Man spricht aber auch von der unglaublichen Spielfreude und Energie von Springsteen. Der Mann ist ein Live-Tier und er genoss sichtlich jede Sekunde seines Auftrittes.

A propos Spielfreude: Die teilte Sir Bruce auch mit dem Publikum. So liess er sich umarmen, verteilte Handshakes, holte Kinder zum Singen auf die Bühne und eine junge Frau zum Tanzen.

Dies veranlasste auch einzelne Zuschauer im hinteren Bereich zum Tanz. Einfach herrlich!

Ein Wort zu den Musikern: Springsteen wurde nach meiner Zählauffassung von 16 Musikern (E Street Band) begleitet. Von den Bläsern über die Background-Sänger bis hin zu den einzelnen Instrumentalisten kann ich nur beste Noten verteilen. Die Damen und Herren Musiker legten so einen wunderbaren Soundteppich hin, dass der Boss sich darauf austoben konnte, wie er grad wollte.

Jetzt weiss ich auch endlich, wieso Marc Sway erstens so ein toller Musiker, und zweitens ab und zu „unauffindbar“ ist. Der Gute ist nämlich noch „Saxer“ bei Bruce!

„Born in the U.S.A.“ war einer der Höhepunkte der Show, und wahrscheinlich der grösste Hit von Springsteen. Standesgemäss hielt eine Konzertbesucherin die US-Flagge bei diesem Song empor.

Nach dreieinhalb Stunden ging ein absolut legendäres Konzert um 22.50 Uhr zu Ende. Beim letzten Song, vor dem Zugabesong „Twist and Shout“, wurde dem vor gut einem Jahr verstorbenen Saxophonisten gedacht. Hühnerhaut-Feeling pur!

Müde, aber zufrieden ging’s heimwärts. Ich staune immer noch ob der Energie, der Stimmkraft und der Magie, welche Bruce Springsteen gestern in Zürich verbreitete.
Ohne grossen Show-Schnickschack wurde Musik vom Feinsten geboten. Die Ohren wurden so dermassen verwöhnt, dass man weder eine grössere Bühne, noch mehr Showelemente auch nur eine Sekunde vermisste. Und das wohl verstanden während einem dreieinhalb-stündigen Konzert!

feldwaldwiesenblogger

Brahn-Wasser (Original-Abfüllung)

Letzten Freitagabend hätte ich eine Einladung zu einem „Trogfäscht“ im Muotathal gehabt. Da ich aber mit der Unicorn Jazzband im PaVino zu Horw einen Auftritt hatte, musste ich dem „Trogfäscht“ einen Korb geben.

Im PaVino spielten wir trotz Regen einen stimmungsvollen Auftritt. Die Gastgeber Edith Käslin und Rolf Albisser hatten sowohl die Bühne als auch die Besucherplätze vollständig bedacht. So sassen oder standen alle (mehr oder weniger) im Trockenen, und genossen einen schönen Abend.
Rolf Albisser dachte sich für einmal: Schöne Musik machen die sechs Männer vom Seetal und Muotathal ja schon. Aber fürs Auge ist das zu wenig. So hängte er hinter uns eine Coiffeusen-Schönheit auf.
Der Abend war für alle gerettet!

Meine Wenigkeit liess sich aber trotz „Trogfäscht“-Absage nicht lumpen. Denn die geladenen Gäste wurden von einem lustigen Zeitgenossen per Email gebeten, von allen möglichen Orten Wasser mitzubringen, um den Trog würdig zu begiessen. Ich antwortete per Email, dass ich „Brahnwasser“ mitgebracht hätte.
Der besagte Spassvogel schlug vor: Mach das doch trotzdem. Schick dem frischgebackenen Trogbesitzer einfach die Wasserflasche per Post.
Gesagt getan: Ich bereitete also ein Paket samt Wasserflasche und einem netten Briefchen vor.

Mein Briefchen hatte folgenden Inhalt:

Lieber Nobi,

Zum „Trogfäscht“ wünsche ich viel Spass, gute Laune und viel Musik!
Da ich wegen einem Auftritt nicht dabei sein kann, schicke ich dir „mein“ Wässerchen mit der Post zu.

Jetzt hesch du also dis Trögli,
du cheibe luschtigs Chögli.
Wasser chamä jetzt dri lärä,
das täti hüt au gärä.

Ich bi abr in Horb am spielä,
und cha nüd gu inä schielä.
Mis Brahnwassr bringt d’Poscht,
äs lösi schints sogar Roscht.

Du darfsch es is Trögli lärä,
äs sig de gar nüd vo färä.
Gnu hanis frisch vo der Quällä,
äs chönn sogar lut bällä.

Ich wüschä üch äs schöns Fäscht,
mit ä hufnä luschtigä Gäscht.
Fiirid und Fäschtit bis am Morgä,
das vertriebi nämli alli Sorgä.

Beschti Grüess a alli!
feldwaldwiesenblogger Koni

A propos Wasser:

Am Samstagnachmittag spielte ich mit Schlatt-Lee bei einem Hochzeits-Apero. Der Anlass fand draussen beim Hirschen Muotathal statt.
Da der Bräutigam Mitglied bei der Feuerwehr Muotathal ist, bescherten ihm seine Kollegen gleich ein bisschen hitzige Arbeit. Ob dabei auch etwas von meinem köstlichen „Brahnwasser“ zum Löschen gebraucht wurde, entzieht sich meiner Kenntnis.
Jedenfalls half die Braut trotz nicht ganz geeigneter Kleidung tatkräftig bei der Löschaktion mit.

Unser Auftritt machte uns vier Musikern und der Hochzeitsgesellschaft sichtlichen Spass. Wettergott Petrus spielte für einmal mit, und bescherte allen einen vergnüglichen Samstagnachmittag.

feldwaldwiesenblogger

Ich habe Post vom Viehinspektorat Muotathal bekommen!

„Hoppla!“, habe ich mir gedacht, als ich heute Morgen diesen Brief in Händen hielt. Habe ich vergessen eine Kuh zu bezahlen?
Aufgeregt öffnete ich noch vor dem Zubereiten meiner Müsli-Schale dieses Couvert: Drin steckte tatsächlich eine Rechnung. Aber nicht für eine Kuh, sondern für eine Kreuzfahrt auf dem Mittelmeer.

Nächstes Jahr im Mai wage ich mich auch mal aufs grosse weite Meer. Auf der MSC Lirica lassen wir uns durchs südliche Mittelmeer schippern, begleitet von einer mächtigen Portion Schweizer Rock- und Bluesmusik. Heissen tut dieser Anlass 5. Schweizer Rock- & Bluescruise.

Das musikalische Line-Up liest sich wie ein „Best of“ der Schweizer Musikszene, ergänzt mit ein paar ausländischen Musikstars. Unter anderem mit den „Hot Chocolate“. Dass diese britische Soul- und Funkband immer noch existiert, versetzte mich doch in Erstaunen. Denn ihre besten Tage sind (eigenlich) längst vorbei. Aber mit den Musikern ist es wie mit Wein: Je älter, desto besser.
Freuen tue ich mich natürlich auch auf unsere einheimische Band, die Dusty Boots. Sie dürfen wirklich stolz darauf sein, dass sie auf diesem Mittelmeer-Schiff mit von der Partie sein dürfen. Kompliment!

Fürs leibliche und körperliche Wohl ist auf diesem Riesenschiff sicher auch gesorgt. So entdeckte ich im Prospekt, dass man nicht im Meer baden muss, und hinter dem Dampfer herschwimmen muss. Nein, man kann ganz gemütlich auf dem Deck sich in einem Swimming-Pool suhlen und dabei erst noch coolen Sound geniessen!


Usum Chäs-Chessi:

Gestern ergatterte ich noch einen Schnappschuss von Bundesrätin Leuthard, als sie sich grad zum alljährlichen „Bundesrats-Schulreisli“ aufmachte. Sieht sie nicht sportlich aus, unsere Verkehrs- und Energie-Ministerin?
Aus sicherer Quelle war zu vernehmen, dass sich Ueli Maurer verdächtig oft bei Frau Doris aufhielt. Ging’s bei diesen beiden um das neu entdeckte „Gottesteilchen“ Higgs (hicks!) oder nur um neue Militär-E-Bikes, welche erst noch ohne Atomstrom auskommen sollen?

feldwaldwiesenblogger

Schlagzeug spielen an einem wunderschönen Ort!

Obiges Bild habe ich letzten Sonntag gemacht. Wie die alte Fasnacht, immer zu spät, komme ich nun mit einem längst vergangenen Auftritt (ist zwar erst vier Tage her).
Mit der Unicorn Jazzband spielte ich im Betagtenzentrum Dösselen in Eschenbach (Luzern), und zwar im wunderschön angelegten Eingangsbereich.
Ich schnappte mir natürlich einen super Platz für mein Schlagzeug. Nämlich unter einer Art Pergola-Dach, welches uns zudem vor dem später einsetzenden Regen schützte.

Desweiteren hatte ich einen herlichen Ausblick auf den „Innenhof“ mit dem tollen Rundbrunnen.

Der Regen setzte zum Glück erst gegen Ende das Auftrittes ein. Davor konnten die anwesenden Personen sich mit Apero-Getränken und Grilladen eindecken.
Zudem hielt eine Künstlerin (?) eine Ansprache zum Thema Klangwelten (siehe Transparent über dem Eingang).

Die Rede der engagierten Frau kam mir und meinen Bandkollegen vor wie eine Predigt in der Kirche. Ob es nun an ihrem Tonfall oder dem Inhalt der Ansprache lag? Ich kann es immer noch nicht sagen…

Jedenfalls nach gut zwei Dritteln des Vormittagprogrammes begann es zu regnen, und die meisten Leute zogen sich ins Innere des Betagtenzentrums zurück. Das hinderte uns aber nicht daran, noch eine weitere halbe Stunde Jazzmusik zu machen. An meinem wunderschönen Platz war es ja trocken…

feldwaldwiesenblogger

Das Nein zur Staatsvertrags-Initiative tut zum ersten Mal weh!

Jaja, schneller als erwartet, tut das Nein zur Staatsvertrags-Initiative weh:

Der ausgehandelte Kompromiss betreffs dem Fluglärmstreit mit Deutschland freut nur den Flughafen Zürich und den deutschen Verkehrsminister Ramsauer.
Die Politiker von links bis rechts sind kritisch bis ablehnend. Das Beste aber ist die CVP-Frau Brigitte Häberli-Koller: Sie würde es begrüssen, dass das Volk am Schluss mitentscheiden könnte. Babeli, lesen Sie mal im folgenden Kasten!

Der Staatsvertrag muss von den eidgenössischen Räten ratifiziert werden! Nix mit Volk, denn die wollen nicht über Staatsverträge abstimmen.
Haben Sie das schon vergessen, Frau Babeli Häberli-Koller?

Ich meinerseits mag es jetzt den Superschlauen gönnen, dass das Volk nicht mehr über so „Banalitäten“ wie Staatsverträge befinden darf und muss. Mich betrifft diese Lappalie „Fluglärm“ sowieso nicht. Ich wohne nämlich nicht dort. Ätsch!

feldwaldwiesenblogger

„Balitalien“ dank Balotelli?

Der Final der EURO 2012 rückt näher. Spanien gegen Italien wird hoffentlich zu einem echten Fussball-Knüller.
Die Frage bleibt: Schiesst Balotelli heute Abend Italien in den siebten Fussballhimmel, so quasi zu „Balitalien“?
feldwaldwiesenblogger machte sich so seine eigenen Gedanken, welche Rolle Balotelli heute Abend wohl spielen wird?

Wird Super-Mario den Takt angeben?

Wird er von einem verrückten Torhüter umgerannt?

Wird er zur Ballerina?

Oder verstrickt er sich in einen Boxkampf?

Spätestens nach halb Zwölf werden wir’s wissen. Ich wünsche einen spannenden Fussballmatch.
Meine Wenigkeit ist übrigens für Italien…

feldwaldwiesenblogger