Frühling an Heilig Abend

Gestern joggte ich am Vormittag mit einem Kollegen rund um den Lauerzersee. Dabei spürte man auf der sonnigen Seite des See’s (Richtung Steinen), dass es ja eigentlich Frühling ist. Angenehm warm. das Gras schön grün und herrlicher Sonnenschein.

Dabei hatten wir gestern Heilig Abend, der 24. Dezember. Im Prinzip Hochwinter. Doch meint Petrus zur Zeit, er müsse die Jahreszeiten etwas vertauschen. Statt Winter lässt er es Frühling sein.
Ist mir eigentlich recht, denn ich jogge wirklich sehr gerne. Natürlich fahre ich auch gerne Ski, aber nicht bei so warmen Temperaturen. Irgendwo in der Schweiz war’s gestern 20 Grad, ich glaube im Baselbiet. Aber auch andernorts war’s, wie angekündigt, warm im zweistelligen Bereich.
Ich denke, Wettergott Petrus meints wettermässig trotzdem gut mit uns. Man muss nur das Beste draus machen, und beispielsweise statt skifahren halt joggen.

Äh nein, ich meinte natürlich nicht Papst Benedikt. Der meint es heute auch gut mit uns, wenn er den Urbi et Orbi-Segen spricht.
Ich meinte natürlich den heiligen Petrus.

Wieso aber dieser Heilige, der Apostel Simon Petrus, zuständig fürs Wetter sein soll, weiss ich nicht. Dem gehe ich nun ein bisschen nach.

Bei Wikipedia steht: „Nach römisch-katholischer Auffassung ist Petrus der Stellvertreter Christi und als erster Bischof von Rom Leiter aller Ortsbischöfe (episcopus episcoporum)“.
Aha, dann war mein obiges Bild gar nicht so ein falsches. Petrus war also gemäss Kirchengeschichte eigentlich der erste Papst, und Benedikt sein x-ter Nachfolger. Ob der aktuelle Papst auch etwas vom Wetter versteht, entzieht sich meiner Kenntnis.

Wir widmen uns aber wieder Simon Petrus. Im Internet findet man allerlei über den sogenannten Wettergott Petrus. Ich denke aber, dass Wikipedia sicherlich eine der gescheiteren Erklärungen parat hält.

Aha, so ist das also! Petrus ist gemäss obiger Defintion vor allem fürs Regenwetter zuständig. Er öffnet und schliesst demnach die Schleusen des Himmels und lässt es regnen oder nicht. Und ich dachte, wie oben beschrieben, er sei auch für den warmen Heilig Abend zuständig gewesen. Wie sich nun herausstellte, (eigentlich) nicht.

Wer aber nun ist für das schöne Wetter zuständig, zum Beispiel für den Frühlingstag von gestern Heilig Abend?
Ich gab auf Google den Begriff „Schönwettergott“ ein. Die Suche brachte nicht viel Schlaues zu Tage. Stattdessen landete ich auf Stupidedia (einem Partnerunternehmen von Wikipedia?). Dort fand ich unter dem Begriff „Wettergott“ folgende Definition:

Das ist jetzt nun wirklich sehr interessant, und liess mich gleich neugierig weiterlesen. Weiter unten las ich folgendes betreffs „Wetterbericht“:

Jetzt bin ich definitiv hellhörig geworden. Nun weiss ich endlich, wieso es so viel regnet. Der Ärger über ein kommendes Tiefdruckgebiet lässt den Wettergott schlecht fühlen und regnen.
Da sind wir ja wieder zurück bei Petrus, welcher ja, wie wir nun gelernt haben, zuständig ist fürs Regenwetter.

Den Schönwettergott konnte ich heute leider (noch) nicht ermitteln. Die Suche nach ihm stelle ich für heute ein. Aber nur vorübergehend. Denn diesbezüglich möchte ich dem Wettermissionar aus Rothenthurm, Martin Horat, näher auf den Zahn fühlen.

In meinem kürzlich geführten Telefoninterview mit Horat habe ich mit ihm nächstes Jahr ein Treffen vereinbart. Dabei möchte ich auch auf den Schönwettergott zu sprechen kommen. Wer weiss, vielleicht liefert er mir dazu Antworten, welche ich euch natürlich hernach nicht vorenthalten werde.

Also, Schönwettergott, lass es von mir aus noch ein wenig Joggingwetter sein. Denk dann aber irgendwann auch wieder an die Skifahrer!

feldwaldwiesenblogger

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