Buch-Tipp: ASCHENPUTTEL von Silvia Götschi

Kürzlich erhielt ich einen Buch-Tipp, resp. eine Karte mit Krimis von Silvia Götschi aus der „Literaturwerkstatt“. Literaturwerkstatt? Beim näheren Betrachten der Karte stellte ich fest, dass es sich hier um einen kleinen, aber feinen Buchverlag mit Sitz in Küssnacht am Rigi (Kanton Schwyz) handelt. Zur Literaturwerkstatt gehört unter anderem besagte Krimi-Autorin Silvia Götschi, ebenfalls wohnhaft in Küssnacht am Rigi.

Meine Neugier war geweckt. Krimis aus der Innerschweizer Heimat, wieso nicht. Kurzerhand bestellt ich ihren aktuellen Krimi: ASCHENPUTTEL.

Nachdem ich ein anderes Buch fertig gelesen hatte, begann ich voll Eifer Götschis‘ ASCHENPUTTEL zu lesen. Ich habe schon mehr als die Hälfte durch, und bin voll begeistert. Silvia Göstschi schreibt in so einem faszinierenden, eleganten und rhythmischen Stil, dass man sich solgleich mitten im „Fall“ drin befindet. Ihre Schreibweise trifft meinen Nerv, und der hat schon einiges an Krimis gelesen.

Ich kann euch dieses Buch wärmstens empfehlen, denn es liest sich auch für nicht so grosse Krimifans wie mich sicher ganz prima. Frau Götschi versteht ihr feines Handwerk ausgezeichnet, und dürfte wohl auch schon Fans in anderen deutschsprachigen Ländern haben.

Da ich so begeistert war, und mir das Warten auf den dritten Fall von Komissar Kramer (KÜNSTLERPECH) verkürzen möchte, habe ich schnellstens den ersten Fall aus dieser Reihe (ENGELFINGER) bestellt.
Ich staunte nicht schlecht, als ich bei weiteren Internetklicks auf „Literaturwerkstatt“ eine Homepage zu den Thomas Kramer-Krimis entdeckte.

Ja, so ist das halt: Die beschauliche Innerschweiz hat mehr als nur schöne Berge, Seen, Schwinger, Jodler und Wetterschmöcker zu bieten.
Ich hoffe doch sehr, dass Tobias Gohlis (ein absoluter Krimi-Freak) und seine KrimiZeit-Bestenliste-Leute auch mal einen Blick in die Innerschweiz werfen, und sich der Werke von Silvia Götschi annehmen.

feldwaldwiesenblogger

Das Kartenhaus der Schweizer Skiherren

Ja, was soll man nun dazu sagen? Die Zeitungsschlagzeilen sagen mehr als Worte.

Ted Ligety von einem anderen Stern und die Schweizer desolat, ja komplett katastrophal. Kein einziger war gestern im Riesenslalom von Alta Badia in den Punkten!

Die ganze Geschichte gleicht wie ein Ei dem anderen: Schon seit dem Saisonstart stimmt nicht viel zusammen. Ein Katastrophenrennen ums andere! Hüppi und Russi haben nichts mehr zu jubeln oder lachen. Vorbei sind vorerst die erfolgreichen Zeiten. Stattdessen werden Durchhalteparolen gebetsmühlenartig runtergeleiert: Man spricht von Verletzungssorgen, Rückkehrern nach Verletzungen, Abstimmungsproblemen und Materialproblemen.
Bezeichnend dafür ist beispielsweise Carlo Janka.

Vor Ewigkeiten mal Olympiasieger, Weltmeister und Gesamtweltcup-Sieger. Und jetzt: Flasche leer!

Woran mag das bloss liegen? Ich könnte jetzt natürlich auch über unsere Skiherren herziehen wie gewisse Zeitungen und neunmalkluge Sprüche abziehen. Aber was soll das bringen?
Denn der Schweizer Skisport ist nicht am Boden: Die Skidamen zeigen diese Saison doch passable bis sehr gute Leistungen!
Bei den Herren stimmt aber zur Zeit sehr wenig zusammen. Mir kommt das vor wie bei einem Kartenhaus: Ist es mal irgendwo instabil geworden, ist es nun derzeit fast komplett am Einstürzen. Der Beginn könnten die gesundheitlichen Probleme von Janka gewesen sein, der Rücktritt von Cuche oder aber auch die Verletzung von Feuz.

Mir zeigt das eindeutig, dass das Fundament der Schweizer Skiherren zur Zeit auf sehr dünnem Eis gebaut ist. Es braucht nicht viel, und alles ist am Boden.
Oder anders gesagt: Es braucht nun sehr viel, bis es wieder auf solidem Boden stehen wird.
Pflästerlipolitik nützt jetzt gar nichts, weder Schnellschüsse mit Trainerentlassungen, Materialwechseln etc.
Wichtiger wäre in meinen Augen die Konstanz und das Selbstvertrauen der Fahrer und der Trainer zurückzubekommen.
Wieso nicht Einsätze einiger noch nicht ganz fitter Fahrer im Europacup, um Selbstvertrauen zu tanken? Wieso nicht der Rückzug aus dem Rennalltag, um in Ruhe trainieren zu können, was jetzt Janka laut Radiomeldung von heute tun wird?
Es geht halt momentan nur in kleinen Schritten vorwärts, und es soll behutsam vorgegangen werden. Denn die Athleten aber auch deren Trainer sind nur Menschen.

In Ehrfurcht zu erstarren vor Leistungen von Ligety oder Svindal nützen jetzt gar nichts. Fitte, gesunde und vor allem Schweizer Athleten mit viel Selbstvertrauen können auch so fahren. Nur muss dabei alles stimmen, das Kartenhaus darf kein Kartenhaus mehr sein, sondern ein solides, vom Fundament bis ins Dach hinauf gesundes Holzchalet!

Drücken wir doch gerade jetzt unseren Schweizern die Daumen, und geben wir ihnen einfach die Zeit, welche sie brauchen (letzteres gilt vor allem für die Medien)!

feldwaldwiesenblogger

SRF: Logoblödsinn, schlicht genial oder Logo-Klau?

Folgenden Schnappschuss machte ich vor einigen Wochen in Paris, in der Nähe der Basilika Sacré-Cœur auf dem Montmartre:

Hä, was soll ich von diesem Strassenschild halten?
Gut, nach etwas nachdenken versteht man den Typen, welcher den Balken fortträgt: Wir befinden uns dort nicht nur in der Nähe einer Basilika, sondern auch eines bekannten Platzes, dem Place du Tertre. Auf dem besagten Platz haben zahlreiche Karikaturisten und Maler Stände, und man kann sich dort auch malen lassen (auf das habe ich dann doch geflissentlich verzichtet).
Ich vermute jetzt einfach mal, dass sich ein Künstler an jenem Strassenschild zu schaffen gemacht hat.
Und dass das Wörtchen „Sauf“ natürlich nicht für uns Schweizer oder anderen deutschsprechenden Zeitgenossen galt, sondern den Velofahrern: sauf heisst ausser.

Wieso erzähle ich euch das alles? Es hat seinen guten Grund. Mein Schnappschuss bringt mich zum Schweizer Radio und Fernsehen, welches sich ab heute nur noch abgekürzt SRF nennt. Aus SF und DRS wird einfach SRF.
Nicht nur Giacobbo/Müller waren wegen den neuen Logos verwirrt, auch ich.

Aus SF1 wird SRF1, aus SF2 wird SRF2 und aus SF info wird SRF info.

Die Radioprogramme erfahren folgende Änderung:

Dem geneigten Beobachter fallen auf Anhieb die Verwechselbarkeit der ersten beiden Programme auf: Es gibt sowohl ein TV-Programm mit dem Namen SRF1 (oder 2) und ein Radioprogramm mit dem Namen SRF1 (oder 2). Das aber dann doch keine Verwechslung aufkommt, wurde (wie oben ersichtlich), noch schnell der Zusatz „Radio“ hinzugefügt.
Wie soll ich das in Zukunft bloss benennen? Radio SRF1 und Fernseh SRF1?
Und wie ist es mit meinem Lieblingsradiosender DRS3, der nun korrekterweise Radio SRF3 ausgesprochen wird? Auf das „Radio“ könnte man in diesem Fall doch verzichten, denn es gibt keinen dritten TV-Sender mit der Endung „3“, oder?

Ist das alles nur ein Sturm im Wasserglas, ein Logoblödsinn oder schlicht genial?

Unsere Blödzeitung Blick fand am 23.3.2012 sogar heraus, dass da eine Logo-Kopie stattgefunden haben soll.

Tatsächlich, das fällt ja sogar mir auf: Hier spielte die BBC Pate. Als Kommentar liessen die vom Leutschenbach, also die SRF’ler verlauten: „Natürlich haben wir BBC studiert“. Aha, ich würde wohl eher sagen: ein bisschen geklaut!

Ob das nun ein Logoblödsinn, schlicht genial oder ganz eingach ein Logo-Klau ist, das überlasse ich euch. Ich werde heute abend trotzdem mein TV-Gerät anschalten und den Tatort auf „SRF1“ schauen.

feldwaldwiesenblogger

Spendet nächste Woche nicht nur für JRZ sondern auch für Insieme Innerschwyz!

Gestern erhielt ich einen Brief von der TCS-Sektion Schwyz, bei welchen ich Mitglied bin:

Als ich das durchlas, überkam mich sofort ein mulmiges Gefühl. Der Kassier veruntreute Gelder, und zweigte es für sich ab. Eine interne Kontrolle deckte das Gebahren des Mannes auf, der einfach nur zu bedauern ist. Im Schreiben wurde auf die Sache hingewiesen, und zugleich auf Seite zwei eine Einladung zu einer ausserordentlichen Generalversammlung am 8. Januar 2013 hinzugefügt. Der Schaden scheint gross zu sein, und will nun behoben werden.

Nun gut, dachte ich, der TCS wird schon noch ein paar Batzen auf der Kante haben, und wegen dem schon nicht grad die Kurve kratzen müssen. So schlimm das Ganze auch sein mag.

Als ich dann heute frühmorgens (jaja, schon zeitig, denn ich wollte schon am Morgen jemandem zügeln helfen) den „Boten“ beim Morgenkaffee durchlas, war das dem Blatt auch eine Story wert.

Der besagte Kassier von der TCS-Sektion Schwyz zweigte also insgesamt 1 Million Schweizer Franken für sich ab. Und dass nicht nur beim TCS. Betroffen waren auch der Gewerbeverein Arth Oberarth Goldau, und Insieme Innerschwyz.

Ich war zutiefst schockiert! Einem Verein für Menschen mit geistiger und cerebraler Behinderung wurden einfach 400’000 Franken geklaut! Laut dem Zeitungsausschnitt ist der Verein pleite und ruiniert.
Ich kann es immer noch nicht fassen. Denn das komplette Geld ist scheinbar weg. Laut Zeitungsbericht hat der inzwischen geständige und reuige „Kassier“ sich selber bei der Polizei angezeigt und erklärt, dass er sich verspekuliert habe. Da er pleite war, und keinen Ausweg mehr wusste, bediente er sich aus den Kassen der besagten Geschädigten, bei welchen er grad den Job als Kassier inne hatte.

Es ist schlichtwegs eine Katastrophe, vor allem für Insieme Innerschwyz. Ich habe mir deshalb meine eigenen Gedanken dazu gemacht, und fordere euch auf, eine Weihnachtsspende dem Verein zukommen zu lassen.
Statt dass ihr nächste Woche nur für JRZ („Jeder Rappen zählt“) Geld sammelt, gebt doch ein Teil davon Insieme ab!

Denn nicht nur die JRZ-Wasserprojekte brauchen unsere Unterstützung, sondern auch unsere behinderten Mitmenschen in unserem eigenen Land.

Lassen wir doch den Worten Taten folgen. Hier die Koordinaten für eine Spende an Insieme:
insieme Innerschwyz
6430 Schwyz
Tel. 041 810 29 77
Postcheck 60-247 17-7

IBAN-Nr.: CH59 0663 3016 0425 7010 4
Sparkasse Schwyz, 6431 Schwyz

Es ist bald Weihnachten, tun wir doch etwas Gutes!

feldwaldwiesenblogger

Fünf Fragen an den Präsidenten des Schwingklub Muotathal

Im Bote der Urschweiz von vergangenem Montag las ich, dass unser Schwingklub, also der Schwingklub Muotathal, zum diesjährigen 75. Geburtstag eine Jubiläumsschrift herausgibt. Bei einem Unterhaltungsabend wurde das 192-seitige Buch vorgestellt.

Das Jubiläumsschwingfest am 22. April, so quasi der Startschuss zu den Feierlichkeiten, habe ich auch besucht. Ich schilderte damals meine Eindrücke in einem Blogbeitrag: Eindrücke vom Jubiläumsschwingfest im Muotathal

Zu dem schönen Jubiläum gratuliere ich unserem Schwingklub herzlich und schenke ihnen ein „Jubiläums-Interview“. Ich schickte also fünf Fragen an den Schwingklub Präsidenten Rene Schelbert, welche er mir noch gleichentags beantwortete.

Frage 1:
Gab es neben dem Jubiläumsschwingfest vom Frühling und der Vorstellung der Jubiläumsschrift noch weitere Feierlichkeiten rund um den 75. Geburtstag des Schwingklub Muotathals?

Nein es fanden keine weiteren Feierlichkeiten statt. Wir haben uns auf das Jubiläumsschwinget und auf die Jubiläumsschrift fokussiert. Die wunderschöne Jubiläumsschrift erforderte einigen Zeitaufwand.

Frage 2:
Was meinst du, wieso ist das Schwingen derzeit so populär wie eigentlich (fast) noch nie?

Ein Grund ist sicher der junge sympathische Schwingerkönig Kilian Wenger.
Ich denke bei den einen Leuten ist es auch eine Abwechslung zum strengen stressigen Alltag. An einem Sonntag an ein Schwingfest gehen, mit einem friedlichen Volk bei urchiger Musik das Schwingfest verfolgen und die kameradschaftliche Atmosphäre geniessen. Was ebenfalls dazu gehört, ist ein Bier und einen feinen Bratwurst geniessen. Auch bei den jungen Leuten, egal ob Frau oder Mann, ist das Schwingen „i“n.

Frage 3:
Wie sieht’s mit dem Nachwuchs beim Schwingklub Muotathal aus, keine Nachwuchssorgen?

Die Zahlen sind leider auch eher rückläufig. Dies hat sicher auch mit den geburtenschwachen Jahrgängen zu tun. Aber auch das Freizeitangebot ist riesig.
Schön wäre es, wenn unsere Jungschwingerleiter 5-10 Jungschwinger mehr in den Trainings begrüssen könnten.

Frage 4:
Reift im Schwingklub Muotathal in nächster Zeit wieder ein talentierter Schwinger heran, welcher so gut werden könnte wie Heinz Suter?

So gut wie Heinz Suter zu werden, wird schwierig. Er war ein absoluter Topschwinger, was in unserer 75-jährigen Geschichte einmalig ist. Es wird sicher schwierig werden.
Mit Guido Gwerder haben wir einen Schwinger im besten Schwingeralter. Wenn er gesund bleibt, ist ihm noch einiges zuzutrauen. Von den Jungen traue ich dem 17-jährigen Ralf Schelbert einiges zu, wenn er gesund bleibt und hart trainiert.

Frage 5:
Noch ein Blick aufs Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Burgdorf von nächstem Jahr: Wie viele eidgenössische Kränze prophezeist du für den Schwingklub Muotathal?

Sofern Guido Gwerder gesund bleibt und gut trainiert, ist ihm in Burgdorf einiges zuzutrauen. Also ein Kranz ist ein realistisches Ziel. Nur allzu gerne würde ich als Klubpräsident einen Einzug organisieren.

Ich bedanke mich bei Rene Schelbert für die interessanten Antworten und wünsche ihm und dem Schwingklub Muotathal alles Gute!

Mit Schwingergruss
feldwaldwiesenblogger

Für einmal positive Nachrichten von „Berlusconi“!

Guten Morgen!

Eigentlich hätte ich heute Morgen über unsere darbende und kränkelnde Männer-Ski-Nati berichten, und mir ein paar Gedanken von der Seele schreiben wollen.

Aber da erblickte ich in meinem Geschäfts-Email-Account (was für ein komplizierter Name!) eine Email von einem lieben Kollegen.

Sofort änderte ich meinen Plan, und griff stattdessen den Inhalt der Email für den heutigen Tag auf. Die Ski-Nati läuft oder fährt mir schon nicht davon… Ich drücke ihr jedenfalls immer noch die Daumen!
Also: In besagter Email empfiehlt mir der gute Mann einen Lese-Artikel auf bluewin.ch, mit dem Titel:
Berlusconi Tochter lobt Bayern München

Sofort las ich als grosser Bayern München-Fan den Artikel durch, den ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte:

Für einmal gibt es also etwas Positives aus dem Hause „Berlusconi“ zu berichten. Zwar nicht über den Mistkerl Silvio selber, vielmehr aber über seine durchaus reizende Tochter Barbara Berlusconi.
Sitzt die doch im AC Milan-Vorstand, hat Philosophie studiert, und ist erst noch in der Schweiz geboren.
Gut, letztere ist fast nicht zu glauben: Wieso denn das? Floh Papa Berlusconi anno 1984 nach Arlesheim und versteckte sich dort vor dem italienischen Fiskus, währenddessen Tochter Barbara zur Welt kam? Ich weiss es nicht. Jedenfalls scheint die Tochter recht symphatisch, nicht so wie ihr Vater.

Denn es wird noch besser:

„Unser Vorbild ist Bayern München“, und das aus dem Munde eines Vorstandsmitgliedes von der AC Milan und erst noch einer geborenen Berlusconi. Das zergeht einem auf der Zunge ja wie ein gutes Eis. Herrlich!
Das zeigt doch, wie vernünftig die Tochter Barbara ist (oder jedenfalls scheint). Bayern München ist und bleibt ein Vorzeige-Fussballverein in Europa, ja auf der ganzen Welt!

Abschliessend in seiner Email meinte der liebe Kollege:
Jetzt musst du deine Meinung noch über den Berlusconi Clan ändern, wenn seine Tochter noch ein wenig Bayern Fan ist.

Also, hör mal! Ich habe meines Wissens, ohne jetzt alle meine Blogbeiträge über Berlusconi durchzulesen, nicht über den Berlusconi-Clan im Besonderen, sondern über den Silvio im Speziellen meine Kritik abgefeuert. Klar, meint man mit der Kritik wahrscheinlich die ganze Entourage. Aber meine Antipathie gilt ganz klar dem vierfachen Premierminister Silvio Berlusconi, der sich scheinbar ein weiteres mal hat „liften“ lassen.

So wie man den Medien entnehmen konnte, scheint eine fünfte Amtszeit als Premier von Italien überhaupt nicht abwegig. Im Gegenteil! Soll ich jetzt mal etwas Böses über unsere Nachbarn im Süden sagen: Ich glaube, die verdienen den Silvio einfach!
Denn man sagt ja: Jedes Volk hat die Regierung, welche sie auch verdient. Wenn Monti nicht gut genug ist, und weder Volk noch Politik der Meinung ist, dass man endlich SPAREN sollte, dann bitte: Wählt nächstes Jahr unbedingt wieder Silvio Berlusconi!

Derweil darf die schöne Barbara Berlusconi ohne weiteres von Bayern München schwärmen, ich habe nichts dagegen.

Einen schönen Tag!
feldwaldwiesenblogger

Fünf Fragen an den neu gegründeten Chaos Computer Club Schweiz

Gestern entdeckte ich im 20 Minuten folgenden Artikel:

Richtig gesehen! Es gibt in der Schweiz einen neuen Club, wo sich die „guten Hacker“ zu einem Chaos Computer Club Schweiz zusammen getan haben. Das weckte natürlich sofort meine Neugier. Ich formulierte fünf Fragen und schickte sie an den Mitinitiator Bernd Fix. Keine zwei Stunden später erhielt ich von Herrn Fix bereits die Antworten. Sein Name ist wohl Programm: das ging nämlich wirklich „Fix“.

Frage 1:
Wieso haben Sie und Ihre Kollegen eigentlich den Chaos Computer Club Schweiz gegründet?

In der Schweiz ist der Begriff „Hacker“ leider immer noch sehr negativ besetzt und wird mit Leuten assoziiert, die in fremde Rechner eindringen und dort Unfug treiben und Viren verbreiten.

Der „Chaos Computer Club Schweiz“ soll zeigen, dass es auch die „guten“ Hacker gibt, die sich für Bürgerrechte im digitalen Raum einsetzen und ihr Wissen über Computer und deren (Un-)Sicherheit gerne mit allen teilen.

Das dies manchmal auch mit Methoden geschieht, die mit anderer Motivation kriminell ausgenutzt werden können, lässt sich leider nicht vermeiden. Aber für uns ist die Hackerethik (ja, sowas gibt es tatsächlich) so etwas wie eine moralische Leitplanke, die dafür sorgt, dass es nur zum Gemeinwohl gemacht wird.

Frage 2:
Sind in Ihrem Club mitunter die besten Hacker der Schweiz vereint?

Wie gesagt geht es nicht darum die „besten“ Hacker der Schweiz zu vereinigen, sondern die „guten“ Hacker – „gut“ im Sinne eines moralischen Anspruchs und nicht einer Qualifikation.

Frage 3:
Wo möchten Sie und Ihr Club sich als „gute Hacker“ betätigen?

Als aktive Gruppe in der Zivilgesellschaft. „Politik ist Lebensgestaltung“ hat Pestalozzi mal gesagt und als Hacker findet diese Lebensgestaltung vor allem im Internet statt – und damit ist es auch politisch.

Ein aktuelles Beispiel dafür sind sicherlich die Überwachungsgesetze (BÜPF,VÜPF) und die Vorratsdatenspeicherung. Dort werden wir uns zusammen mit anderen Gruppen wie der Digitalen Gesellschaft Schweiz auch in Zukunft engagieren.

Frage 4:
Wenn Sie einen bösartigen Hackangriff im Internet bemerken würden, würden Sie das den Behörden melden, oder würden Sie den gleich selber bekämpfen?

Wir sind keine Cyber-Eingreiftruppe – für niemanden. Nicht für einen Staat, eine Bank oder ein anderes Unternehmen.

„Not my department“ lautet das diesjährige 29C3-Motto – und das gilt auch für diese Frage.

Frage 5:
Kann ich als „Normalbürger“ Ihren Club bei IT-Sicherheitsfragen auch um Rat fragen, ohne dass es mich fast ein halbes Vermögen kostet?

Unser Rat kostet gar nichts. Aber wir können auch nicht garantieren, dass jede Nachfrage sofort beantwortet wird. Wenn aber die Frage interessant genug ist, findet sich bestimmt jemand, der sie auch gerne beantwortet.

Ich bedanke mich bei Bernd Fix und dem Chaos Computer Club Schweiz für die sehr interessanten und zum Teil auch erstaunlichen Antworten. Ich wünsche ihm und dem Club viel Erfolg!

feldwaldwiesenblogger

Abschaffung der Wehrpflicht?

Der Nationalrat debattiert heute über die Abschaffung der Wehrpflicht. Das war gestern in der Tagesschau von SF1 (SRF1?) nur eine „Fussnote“ wert.

Als vor x-Jahren die GSoA (Gruppe Schweiz ohne Armee) die Armeeabschaffungsinitiative vors Volk brachte, war mehr Aufruhr und Aufmerksamkeit zu spüren.

Ich erinnere mich noch gut: Als Jungspund war ich damals etwa zu jener Zeit in einem WK, und viele sagten mir, dass sie als Denkzettel ein „JA“ in die Urne werfen werden. Das habe ich auf getan, und die Initiative erzielte ein beachtliches Resultat.

Viele Jahre später und nach etlichen Umstrukturierungen sowie Reorganisationen plus einigen Skandalen „unserer besten Armee der Welt“, debattiert der Nationalrat also doch das Unausweichliche oder Unmögliche.

Für die einen ist es höchste Zeit, die Wehrpflicht endlich abzuschaffen. Andere hängen daran wie an einer heiligen Kuh, und findens einfach unmöglich.

Meine Wenigkeit hat auch hier im Blog schon seine Meinung dazu kundgetan: Inzwischen bin ich nicht mehr für eine Abschaffung der Armee. Aber ich bin für eine Abschaffung der Wehrpflicht.

Ich bin überzeugt, dass immer noch genügend Schweizer und Schweizerinnen Dienst leisten möchten. Dies garantiert motivierter als die vielen unmotivierten, die einfach „müssen“.

Ich bin auch überzeugt, dass die Qualität zunehmen würde. Zudem reicht eine kleine bewaffnete Einheit vollkommen. Viel wichtiger ist für unser gebirgiges Land eine gut funktionierende Einheit, die bei Naturkatastrophen ausrücken kann.

Wenn ich Ueli wäre (natürlich der Maurer), dann würde ich zuerst für die Schweiz und seine Bürger schauen. Eben Schutz vor Katastrophen. Was die Schweiz bei einem militärischen Ernstkampf auszurichten hätte, bleibt mir sowieso schleierhaft. Wir hätten da schlicht keine Chance!

Und erst dieses leidige Gerede über unsere Luftwaffe. Wieso zum Kuckuck brauchen wir eigentlich neue Kampfjets, eben die depperten Gripen?
Unlängst stand in der Neuen Schwyzer Zeitung (NSZ), dass VBS-Chef Maurer nämlich einen „Pflock“ als neuen Luftwaffen-Chef installiert hat. Er glaubt also wohl auch nicht mehr so recht an unsere Luftwaffe. Oder irre ich mich da?

Ich habe zudem vor einiger Zeit diesbezüglich auch eine Anfrage an den damaligen „Sicherheitspolitiker“ Ständerat Frick geschickt. Er hat oder konnte mir auch keine Antwort geben, wieso wir neue Kampfjets brauchen.

Wenn mir da jemand eine plausible Erklärung abliefern kann, spendiere ich demjenigen gerne ein Bier.

Was wohl heutzutage der legendäre HD Soldat Läppli zu unserer Armee und im Speziellen zur Abschaffung der Weihrpflicht sagen würde? Ich weiss es nicht, denn der Schauspieler Alfred Rasser ist schon seit einiger Zeit tot.
Aber vielleicht hätte er dazu gemeint: „Heijo Miisli, denn chennti nimmi is Milidär, und um Ueli wers ja langwiilig ohni mi!“

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Gäuerle in Illgau und in Amerika

Vergangenen Samstag sah ich an einem Familienfest den lustigen „Zimmerstalden Domini“, wie man in Zeitlupe gäuerlet. Vor blossem Erstaunen und Freude habe ich glatt vergessen, mit meinem Eifon ein Filmli davon zu drehen. Nun gut, das muss ich zu gegebener Zeit mal nachholen.

Übrigens: Gäuerle ist so quasi ein Werbetanz der volkstümlichen Mannen, um ihre Angebetete (auch eine Volkstümliche) zu bezirzen.

Ich klickte deswegen mal kurz auf YouTube und fand dort unter anderem wie man in Illgau und man höre und staune: In den USA gäuerlet!

Hier das Gäuerle in Illgau:

Und hier der Beweis, gäuerle in den USA:

Was meint ihr? Das sieht doch fast gleich aus, nicht wahr. Ich sage nur: Wer hat’s erfunden? Eben!

Wieso „Zimmerstalden Domini“ „ziitlupegäuerlet“, hat seinen guten Grund: Er zeigt den Unwissenden in einem Crashkurs, wie das geht. In voller Geschwindigkeit mag das menschliche Auge nämlich nicht richtig hinterher.

feldwaldwiesenblogger

Der fluchende Bauer aus „Die Wetterpropheten“

Letztes Wochenende zeigte uns ein Kollege einen preisgekrönten Film über unsere „Muotathaler Wetterschmöcker“. Der Film heisst „Die Wetterpropheten“ und ist von Christoph Felder. Laut Aussage des besagten Kollegen wurde der Film im deutschen Fernsehen ausgestrahlt, und eine DVD konnte später auch bezogen werden.

Da ich ein wahrer Fan unserer „Wetterschmöcker“ bin, interessiert mich natürlich jeder noch so kleine Schnipsel über diese „Kulttypen und das Drumherum“. Da mir diese DVD sehr gut gefallen hat, machte ich mich heute morgen in der YouTube-Rappelkiste auf die Suche nach diesem Film.

Gefunden habe ich eine Art Trailer zum Film: Der fluchende Bauer aus dem preisgekrönten Film „Die Wetterpropheten“ von Christoph Felder.

Guckt euch dieses Filmchen mal an. Ich sage nur: Einfach lecker, vor allem die herrlichen Untertitel und die Mausjagd in der Küche!

feldwaldwiesenblogger