Sonntag, 13. Januar

Kurz nach acht Uhr ging‘s heute Morgen auf die Joggingstrecke, um meine Gedanken für einen Blogeintrag zu sammeln.
Nachdem ich gestern beim Skifahren den Kopf gelüftet habe,…

… sortierte ich heute meine Ideen beim Laufen für einen Text zusammen.

Am 13. Januar 1968, also heute vor 45 Jahren, nahm Johnny Cash im Folsom Prison seine legendäre Liveplatte „At Folsom Prison“ auf. „At Folsom Prison“ verkaufte sich über 6 Millionen Mal und lancierte seine Karriere nach Drogeneskapaden neu, und brachte ihn auf den Höhepunkt seiner Karriere. Hier ein YouTube-Video über Cash’s Auftritt im Folson Prison.

Gestern Abend wurden im Hallenstadion in Zürich die Swiss Awards verliehen. Dabei wurde auch der Schweizer des Jahres gewählt. Mit Dario Cologna wurde sicher ein würdiger Nachfolger von Didier Cuche gekürt.
Was mich unter anderem erstaunt, ist die Tatsache, dass es trotz Krise im Schweizer Schneesport wieder ein Schneesportler auf den Olymp der Schweiz geschafft hat. Mich beunruhigt aber mehr, dass es in letzter Zeit meist prominente Sportler waren, die gewählt wurden. Die hätten doch da einen eigenen Titel mit dem „Schweizer Sportler des Jahres“…

Ein Kollege brachte mich am Freitag auf die Idee, darüber zu schreiben, wieso beispielsweise ein Claude Nobs nie Schweizer des Jahres wurde. Der legendäre Mitbegründer und langjähriger Leiter des Montreux Jazz Festivals ist leider vergangenen Donnerstag gestorben, und wird nun national und international gewürdigt. Sein Lebenswerk ist gewaltig, und ist in wenigen Zeilen nicht abzufassen. Umso mehr erstaunte es uns bei der Diskussion, wieso ein Jörg Abderhalden einst Schweizer des Jahres wurde, ein Claude Nobs aber nie.

Im Gegensatz zu Cuche und Cologna, welche in der ganzen Schweiz beliebt und angesehen sind, ist das Abderhalden vermutlich nur in seiner engsten Heimat, im Toggenburg. Dass man ihn zum Schweizer des Jahres kürte, verstehe ich heute noch nicht ganz.
Ein Claude Nobs hätte das zu Lebzeiten mehr als verdient, jetzt ist es nun zu spät.

Gestern las ich in der Neuen Schwyzer Zeitung, dass die Abzocker die SVP spalten. Gut, dass ist jetzt ein wenig überspitzt geschrieben. Dieser Titel könnte glatt von mir sein…

Gemeint ist wohl eher: Die Mindersche Abzocker-Initiative spaltet die SVP. Das sehe ich genauso. Denn die Basis scheint tatsächlich ein Verständnisproblem zu haben (wie ich übrigens auch!): Bei der Einreichung der Initiative waren ihre Chefs (allen voran Alt-Bundesrat Blocher) noch für die Initiative. Inzwischen ist dem aber nicht mehr so, im Gegenteil. Die sogenannten „Chefs“ sitzen in Nein-Komitees, oder gründeten gleich deren.

Jetzt beginnt‘s zu brodeln, wie man beim Artikel über die Luzerner SVP lesen kann. Ich verstehe den Unmut des Ruswiler Kantonsrates Pius Müller, welcher sich keinen Maulkorb anlegen lassen will. Die Parteileitung der Luzerner SVP will, dass ihre Mitglieder keinem Komitee beitreten, weder einem JA- noch NEIN-Lager.
Der Grund ist ganz einfach: Am 31. Januar findet in Willisau eine Delegiertenversammlung der SVP statt, und man möchte Christoph Blocher nicht mit einer JA-Parole „desavouieren“. Wie blöd ist das denn?

Die SVP-Leute auf dem Lande sind, wie ich auch schon in früheren Beiträgen geschrieben habe, anständige und ehrliche Leute. Sie verstehen nun nicht, wieso Blocher & Co. plötzlich gegen die Abzocker-Initiative sind, und sie (die anständigen SVP-Leute) ihre Meinung nicht vertreten dürfen. Das weckt Unmut und Widerwillen in der Basis, welche mehrheitlich für die Abzocker-Initiative ist.
Das finde ich eigentlich sogar gut. Denn mit diesem scheinheiligen Getue der nationalen SVP-Chefs geht vielleicht noch manchem SVP-Mann und mancher SVP-Frau ein Licht auf. Ein Licht der Erkenntnis, dass sie entweder ihre „Chefs“ in die Wüste schicken sollen oder ihre Parteizugehörigkeit überdenken mögen.

feldwaldwiesenblogger

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