Das Volk ist wohl wieder mal „schweineblöd“!

Wenn ich die aktuellen SRG-Umfrage-Ergebnisse zur Abzocker-Initiative betrache, komme ich zum Schluss: Das Volk ist wohl wieder mal „schweineblöd“! Die erdreisten sich, aktuell fast mit einer Zweidrittel-Mehrheit, einer Inititative zuzustimmen, gegen welche Alt-Bundesrat Christoph Blocher ankämpft! Das ist ungeheuerlich, dreist und eben „schweineblöd“.

Liest man in der aktuellen und älteren Ausgaben der Weltwoche, wird einem das Gefühl vermittelt, dass ich und die Mehrheit des Volkes entweder nicht ganz dicht ist oder einfach total keine Ahnung hat. Keine Ahnung darüber, was bei einem JA zur Minder-Initiative über die „ahnungslose“ Schweizerbevölkerung herabprasseln könnte.
Zudem: Ein Volks-JA für eine Vorlage, gegen die Blocher ist, würde wie eine Revolution aussehen. Eine Revolution einer stummen, aber vernünftigen Volks-Mehrheit.

Die Schlagzeilen der aktuellen Weltwoche-Ausgabe sind deshalb einfach „umwerfend“:

Christian Mundt hat das Gefühl, dass uns die Abzocker-Löhne nichts angehen. „Nicht so schlimm!“, ist eben alles „nur Privatsache“.
Herr Mundt schreibt für die Basler Zeitung, auch so ein „Blocher-Blatt“.

Markus Schär schreibt über den „Abt-Zocker“ Werlen. Nun, Herr Schär, wenn Sie die Zeilen von Herrn Mundt gelesen hätten, wüssten Sie, dass Sie die finanziellen Gepflogenheiten rund ums Kloster Einsiedeln und Abt Werlen auch nichts anginge. Es ist nämlich auch „die Privatsache“ vom Kloster und seinem Vorsteher, dem Abt.

Und Sie, Herr Engeler, Sie sind wohl ein Mitgrund, wieso ein Kollege von mir die Weltwoche „abbestellt“ hat. Immer schön die Banken hochjubeln und die Manager hätscheln, das kommt in Ihren Kreisen halt schon gut an.
Sie finden weder die Abzocker-Inititative noch den Gegenvorschlage des Parlamentes gut. Für Sie geht das alles wohl voll in Ordnung, die üble Abzockerei. Es sind ja sowieso nur „Peanuts“, was sich etliche Manager, CEO’s und Verwaltungsräte in die Lohntüte stopfen lassen.
Eben, Pest und Cholera. Also nur eine lästige Krankheit, dieses Scheissgeld? Dass Geld nicht für alle eine lästige Krankheit ist, haben sie wohl noch nie gehört! Fragen Sie mal die Working Poor…

Herr Urs Paul Engeler, es sind im Volk halt die wenigsten so gescheit und gebildet wie Sie, dass sie auch bei der Weltwoche arbeiten dürfen. Bei einem Wochenblatt, welches von Blocher mitfinanziert wird. Dafür dürfen und müssen Sie mit spitzer Feder Christoph’s Meinungen nachbeten.
Sie, Herr Engeler, und Sie, Herr Mundt kassieren für Ihre „Abzocker-Storys“ sicher auch noch einen Bonus. Stimmt’s oder habe ich Recht?

Wetten, wenn Herr Blocher für die Inititative wäre, würde man Lobhudeleien über Minder und seine gute Tat in der Weltwoche lesen können.
Und das nennen Sie unabhängigen Journalismus? Dass ich nicht lache.

Ein Wort noch zu Urs Paul Engeler: Ich bin keine Fahne im Wind, die mal so oder so ist. Vor etlicher Zeit habe ich Herrn Engeler als einen meiner Lieblingsjournalisten gelobt, dies ist er immer noch. Sein Schreibstil gefällt mir ungemein. Das hat aber nichts mit seiner Tätigkeit bei der Weltwoche zu tun. Diesen Schreibstil hat er sich im Laufe der Jahre angeeignet. Ob jetzt nun unabhängiger Journalismus oder nicht: Herr Engeler ist halt zum Broterwerb irgendwo angestellt, und muss wohl oder übel für oder gegen etwas schreiben. Die Weltwoche resp. Köppel lässt ihm sicher viele journalistische Freiheiten. Geht’s aber um Banken oder Blochersche Angelegenheiten, dann ist das „Schreib-Korsett“ ganz sicher viel enger geschnürt als bei anderen Themen.

Diesen Herrn kann ich langsam nicht mehr sehen. Und erst der Titel: „Blocher siegt im Alleingang“. So ein Schwachsinn! Die „sogenannten Abzocker“ sind ja wohl voll und ganz hinter Blocher’s gegnerischem Kampf und finanzieren seine „Heldentat“ sicher fürstlich mit einer zweistelligen Millionensumme.
Dass aber die Delegierten der Obwaldner SVP so klar für Blocher, resp. gegen Minder’s Inititative ist, begreife ich nicht ganz. Entweder sind die Obwaldner SVP’ler so was von „Blocher-treu“, oder aber sie sind selber auch „kleine Abzocker“?

Bei dieser Vorlage wird nicht nur die SVP sondern das ganze Volk „gespalten“. Auch wegen Blocher. Das gemeine Volk ist gegen die scheussliche Abzockerei. Sie weiss jetzt nur nicht, welcher Vorlage sie zustimmen soll: Minder’s Initiative oder dem Gegenvorschlag des Parlamentes, für den Blocher weibelt?
Zur Zeit ist eine satte Volks-Mehrheit, wie eingangs erwähnt, für die Initiative. Wenn aber gewisse Kreise weiterhin diese Volks-Mehrheit für dumm verkauft, und sie als „schweineblöd“ darstellt, dann weiss ich nicht, ob die Abzocker-Vorlage anfangs März wirklich angenommen wird.

Ich persönlich bin eindeutig für die Initiative. Nicht wegen Blocher oder wegen der Weltwoche, um extra das „Konträre“ zu stimmen. Nein, nein, ich bin überzeugt, dass diese Vorlage längerfrisitg eine positive Wirkung hinsichtlich Besoldung auf unsere Wirtschaft haben wird.
Ich bin der Meinung, dass der parlamentarische Gegenvorschlag schon ziemlich zerpflückt aussieht, und allerlei Schlupflöcher für Abzocker zulassen würde.
Bei einem JA zur Initiative müsste das Parlament über die Bücher resp. Paragraphen. Denn das Mindersche Begehren sähe eine strenge Regelung der börsenkotierten Unternehmen und den Spitzenlöhnen deren CEO’s und Managern vor. Übrigens: Minders Vorlage will nur den börsenkotierten Unternehmen „an den Kragen“, denn es sind ja wohl sie, welche Abzocker hervorbringen und hervorbrachten!
Ich schreibe bewusst „sähe eine strengere Regelung (…) vor“: Bis nämlich diese eindeutig strengere Variante als der Gegenvorschlag in Kraft träte, würde auch dieses Volksbegehren zerpflückt wie ein Beerenstrauch. Wir kennen das doch schon aus der Vergangenheit, nicht wahr Herr Engeler und Herr Mundt?

feldwaldwiesenblogger

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