Polo Hofer und Band im Stadtkeller Luzern

Gestern Abend war’s nach gut drei Jahren wieder mal so weit: Ich durfte Polo Hofer und seine Band wieder mal live erleben. Diesmal war wieder der Stadtkeller in Luzern dran, der schon kurze Zeit nach der Türöffnung fast bis zum letzten Platz besetzt war.

Die Bühne war bereit, die Fans auch…

Punkt 20.30 Uhr gingen die Lichter in Luzern aus (wegen irgendeiner superschlauen Veranstaltung), nicht aber im Stadtkeller. „Die Band“, bestehend aus Hape Brüggemann (keyb), Mario Capitanio (g+voc), Marc Gerber (g+voc), Peter Enderli (b) und Ueli Enderli (dr), enterte die Bühne.

Die Band hatte nicht nur die Erleuchtung, sie gab den musikalischen roten Faden für den Abend vor. Ohne diese geniale und hervorragend eingespiele Band wäre Polo an diesem Abend wohl kaum aufgetreten.

Denn als Polo das Lokal betrat, war mir sofort klar: Der Mann ist krank. Dies bestätigte er dann auch auf der Bühne mit den Worten, dass sein Arzt ihm eigentlich Bühnenverbot erteilt habe. Polo Urs Hofer redete von Fieberschüben und Schweissausbrüchen. Dies hatte aber erstaunlicherweise und zum Glück keine Konsequenzen für seinen Gesang.

Auf meinem Bild sang er in „Lemmy-manier“ einer seiner vielen Hits, wie Oh Ramona, Alperose, Im letschte Tram, Wyssebüehl, Liebe Siech, Du Ängel du, Zigünerhärz und noch etliche andere.

Polo war, wie erwähnt, sichtlich angeschlagen. Er ging dann auch ab und zu von der Bühne, oder machte es sich bei seinen Mitmusikern auf der Bühne bequem und liess sie gewähren.

Dies tat aber dem gestrigen Auftritt überhaupt keinen Abbruch, im Gegenteil. Ich habe das Spezielle und Unvorhergesehene einfach gern. So spielte die Band vor der Pause gut fünf Songs ohne Hofer. Dabei handelte es sich um Coverversionen, gesungen von „Super-Mario“ und Komikzeichner Capitanio. Darunter waren so Klassiker wie Ritchie Valens‘ „La Bamba“ oder das völlig überraschende, aber hervorragend zelebrierte „Purple Rain“ von Prince.

Nach der Pause ging’s in ähnlichem Stil weiter: Die Band führte und Polo sang, wie wenn er gar nicht krank wäre. Ich hatte sogar das Gefühl, dass es Polo im zweiten Set besser ging. Zudem war Polo National trotz allem in bester Laune und erzählte uns auch einige Witze.
Kostprobe gefällig? „Da kam eines Tages ein Mann zu seiner Frau heim, und erzählte ihr, dass er eine Organverschiebung habe. Was soll das denn sein, meinte die verdutzte Frau? Der Mann erklärte, dass ihm sein Arzt gesagt habe: Seine Leber sei am Arsch.“

Im zweiten Teil des Konzertes legte Polo auch wieder, wie erwähnte, eine Pause ein. Dazu bat er den Gastsänger Bruno Dietrich zu sich auf die Bühne. Zusammen legten die beiden samt Band einen Reggae-Hit hin, dass meine Beine nur so „zappelten“. Den Songtitel kann ich leider nicht mehr „benamsen“.
Danach präsentierte uns Herr Dietrich mit seiner wunderbaren Stimme einige Soulklassiker und auch eigene Songs.
Als er am Piano sitzend seinen neusten Hit anklingen liess, endete er plötzlich abrupt. Scheinbar auf Wunsch und Geheiss des Stadtkeller-Managers wechselte der Instrumenten-Tausendsassa zum Schlagzeug. Zusammen mit den beiden Gitarristen und dem Bassisten fetzten sie uns den Led Zeppelin-Kracher „Whole Lotta Love“ von der Bühne. Der Schreiberling war natürlich „very amused“.

Ob dieser kunterbunte Musik-Mix alle Stadtkeller-Besucher so liebten wie ich, weiss ich nicht. An den hochgereckten Armen konnte ich jedoch erkennen, dass halt doch vor allem die von Polo gesungenen Hits am besten ankamen.

Schliesslich war der sehr gelungene Gastauftritt von Bruno Dietrich vorbei, und Polo kehrte wieder auf die Bühne zurück.
Zu Bruno Dietrich noch eine Info: Er ist ja bekanntermassen auch auf der 5. SCHWEIZER ROCK- & BLUESCRUISE vom 19. bis 26. Mai 2013 dabei. Interessehalber fragte ich den Drummer Ueli Enderli nach dem Auftritt, ob den Dietrich auf dem Schiff mit ihnen mittun werde. Seine Antwort war: „Er wisse es nicht. Es könnte aber gut möglich sein.“ Das hoffe ich doch schwer, dass das möglich sein wird. Meine Wenigkeit wird an dieser ROCK- & BLUESCRUISE nämlich auch dabei sein.

Nachdem Hofer die Bühne wieder betrat, wurde zum Schlussspurt angesetzt. Dabei erlebte Schlagzeuger Enderli noch einen Schrecken: Bruno Dietrich bearbeitete bei „Whole Lotta Love“ sein Bassdrum-Pedal wohl so heftig, dass es Schaden nahm. Enderli musste den einen Song (ich glaube es war „Alperose“) mit einer halbfunktionierenden Fussmaschine spielen. Das merkte man dem Song auch an, denn der wurde in einem schnelleren Tempo als üblich gespielt…
Der arme Rowdy wurde rumgescheucht und musste in Windes Eile ein neues Bassdrum-Pedal besorgen.

Auf dem finstern Foto erkennt man den Rowdy, der nach geglückter Rettung das ramponierte Pedal wieder zu reparieren versuchte.

Dann kam der letzte Song und kurz vor halb Zwölf die Zugabe „Im letschte Tram“. Ein bereits das Lokal verlassender Mann meinte: „In Luzern fahren doch gar keine Trams.“ Wie wahr!
Nach diesem schönen Song war Schluss, und Polo und die Band verliessen unter kräftigem Applaus und „Polo Polo“-Rufen die Bühne.

In meinen Augen war das gestern ein magisches und wunderschönes Konzert, trotz oder gerade wegen des angeschlagenen Polo’s. Ich wünsche ihm aber trotzdem gute Genesung, und dass er sich „ächli Sorg hed“. Denn seine Fans und ich möchten unser nationales Urgestein doch noch ein gutes Zeitchen live erleben dürfen…

Beim Rauslaufen entdeckte ich noch Polo’s Manager, der den Stadtkeller-Vertrag ausgiebig studierte.

Es schien alles in Ordnung zu sein.
Zudem machte ich Wundernase noch einen Abstecher zu der CD-Verkäuferin. Ich fragte sie beiläufig, ob eine neue CD von Polo Hofer geplant sei. Sie bejahte. Ich fragte: „Dieses Jahr?“ Sie sagte: „Nächstes Jahr.“ Ich fragte: Mit neuen, eigenen Songs? Sie nickte. He, das ist ja vollgeil!


Usum Chäs-Chessi:

Der Inhalt des heutigen Chäs-Chessi ist gefüllt mit den verschiedensten Zutaten. So kann ich berichten, dass im gestrigen „Boten“ mein Vorschlag zu dem mittelalterlichen Fundstück kein Gehör fand. So was, dabei habe ich doch Beweise…

Ich las heute in der Zeitung, dass der Schweizerische Skiverband zwei Österreicher für den Posten des Alpin-Chefs und des Männerchefs ernannt hat. Was seid ihr doch für Vollidioten! Schickt lieber den SSV-Präsidenten Lehmann in die Wüste und holt stattdessen Gian Gilli und Schweizer Funktionäre und Trainer! Ich bin wütend auf den SSV…

Desweiteren empöre ich mich wegen:

Das darf doch einfach nicht wahr sein! Von 40 Franken gleich auf 100 Franken, so was Bescheurtes! Wie wäre es mit einer Abstufung à la Österreich’s Pickl? Dass Vielfahrer mehr bezahlen müssen als „Seltenfahrer“?
Da gäbe es genügend sinnvollere Varianten, zumal das technisch absolut machbar wäre. Ich meinerseits werde ein künftiges Referendum unterstützen.

Gestern machte ich beim 28. Priischlefele Muotathal einmal mehr das „Informatik-Büro“ (Startliste, Rangliste und Zertifikate).

Diese schönen Zettel prangten in der Aula des Bezirkschulhauses, in welchem der Anlass vor vollem Hause stattfand.

Bevor ich mich am Samstagmorgen aufmachte, meinen PC und den Drucker für das Priischlefele zu installieren, machte ich in Fussballgotts Velo- und Mofa-Paradies einen Abstecher.

Viele schöne Velos standen am Tag der offenen Velo- und Mofa-Türen draussen. Was will uns Fussballgott damit sagen?
Ich weiss es, ich weiss es: Wir Schweizer werden fetter und fetter und sollen uns gefälligst mehr bewegen. Am besten mit einem seiner schmucken Zweiräder.

Dazu hatte er nämlich auch schicke und sichere Kopfbedeckungen in seiner zur Festhütte umfunktionierten Werkstatt feil.
Lieber Fussballgott, ich muss dir aber leider mitteilen, dass ich mich persönlich halt lieber zu Fuss fortbewege. Sei es joggend, marschierend, ski- oder autofahrend.
Aber ich bin mir gewiss, dass es genügend vernünftige Menschen gibt, die nicht wie ich durch die Gegend „secklen“. Sie strampeln stattdessen mit einem Drahtesel von dir auf unseren Strassen umher…

feldwaldwiesenblogger

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