Wochenendrückblick

Am vergangenen Samstag machten wir vier schmucken Burschen von SchlattLee im Hirschen Muotathal schöne Musik. Dafür wurde sogar eine eigene Menu-Karte für den Abend kreeirt.
Übrigens: Hirzenwirt, wir nennen uns SchlattLee, nicht Schlattlii. Macht aber gar nichts, es war wieder mal toll, bei euch musizieren zu dürfen. Vielen herzlichen Dank!

Sogar auf dem WC wurde Werbung für uns gemacht…

Wir richteten uns am späten Nachmittag die Bühne gemütlich ein. Der Hut durfte dabei natürlich nicht fehlen. Nur der „Gut Preis“ erschien an jenem Abend leider nicht…

Die ersten Fans trudelten schon früh ein, sie blieben dafür auch nicht so lange…

Die Stimmung war sehr gut, das Volk vergnügt, ebenso meine iPhone-Linse. Da geschehen dann schon mal schiefe Bilder…

Ich genoss den Auftritt in vollen Zügen und verdrosch mein Tama-Schlagzeug dabei heftigst…

Irgendwann war dann Schluss, und der schreibende Drummer landete am frühen Sonntag Morgen noch in der „Vorhöll“, bei den Muotathaler Rednecks…

Am Sonntag Abend erfuhr ich, dass es der wohl bekannteste Rossschwanz der Schweiz, der musizierende und dichtende Oskar Freysinger, in den Staatsrat des Kantons Wallis geschafft hat. Endlich hat im CVP-Kanton Wallis auch die Demokratie Einzug gehalten, denn die SVP war bis dato noch nie in der Exekutive…

Christoph Blocher freute sich zuerst scheints auch diebisch über den Erfolg Freysingers. Denn so ist das „Enfant terrible“ der SVP wohl nicht mehr in Bern anzutreffen („Er wurde weggewählt!“).
Blocher machte aber die Rechnung ohne den Wirt, respektive Freysinger: Dieser sagte ihm freudestrahlend, dass er auch weiterhin Nationalrat bleiben möchte. Dumm gelaufen, Herr Alt Bundesrat…

Heute las ich im 20 Minuten, dass es wieder mal Ärger in der Asylunterkunft Grünenwald bei uns im Thal gegeben hat. Ja, hört das denn nie auf?
Da kriegen diese Menschen (ob jetzt arm oder nicht) Asyl von der humanitären Schweiz. Und was machen da einige „Asylanten“? Sie terrorisieren nicht nur uns, sondern auch sich gegenseitig. Volldeppen!
Was steht da noch in den 20 Minuten Zeilen? Alkohol stand im Spiel? Jetzt verstehe ich die Welt überhaupt nicht mehr. Denn der Marokkaner und „seine Kollegen“ sind ja wohl Muslime, und dürften doch gar keinen Alkohol trinken. Wenn das euer Imam erführe…

feldwaldwiesenblogger

Habemus Juventus Turin!

Eine turbulente Woche liegt hinter uns: Wir haben einen neuen Papst, Bayern mogelt sich in die nächste Runde der ChampionsLeague, Ambri hat sich frühzeitig gerettet, an der Muotathaler Strasse wird ein Hochhaus gebaut, C.H. liefern nicht so ein gutes Album ab und ich erlebte gestern einen schönen Skitag.
Aber alles der Reihe nach.

Am Mittwoch Abend war es so weit: In der Allianz Arena zu München erfuhr ich, dass wir einen neuen Papst haben, der auf den Namen Franciscus hört. Dies war dann auch (fast) das Beste, was es an jenem Abend im Münchner Fussballtempel zu hören und auch zu sehen gab.

Denn die Fussballkost war in meinen Augen bieder. Zu viele Chancen wurden ausgelassen. Robben spielte eigensinnig, die Angriffe der Bayern waren viel zu behäbig und langsam, und zu allem Übel drehten die Gunners kurz vor Schluss noch fast die Ausgangslage. Die Bayern mogelten sich aber über die Zeit, und erreichten glücklich die nächste Runde.
So eine Ausgangslage, mit einem 3:1 auswärts, ist irgendwie tödlich und lähmte nicht nur Lahm die Beine.
Nun gut, jetzt kriegen’s die Bayern in der nächsten Runde mit Juvents Turin zu tun.

Ein harter Brocken, und wäre bis zum letzten Mittwoch (wahrscheinlich ohne grössere Probleme) zu machen gewesen. Aber jetzt?
Ich weiss, ich weiss, ich bin zu kritisch. Aber trotzdem: Ich hoffe, die Bayern verlieren jetzt zu Beginn der heissen Saisonphase nicht ihre Superform. Oder ging es der Mannschaft wie Präsident Uli Hoeness, der scheints eine starke Grippe hat oder hatte?

Noch ein Wort zu den Südkurven-Fans: Deren Protest verstehe ich nun ganz und gar nicht. Bei den ChampionsLeague-Heimspielen machen sie den „Grind“, verzichten völlig aufs Stimmung machen und Fahne schwingen. Der Grund: Bei den UEFA-Pokalspielen gibt’s halt keine Stehplätze mehr, und die hartgesottenen Fans können keine weiteren „Fans“ mehr in ihren Sektor reinschmuggeln. Da gibt’s halt nur noch nummerierte Sitzplätze, für jeden.

Diesen sogenannten Fans (?!) passt halt auch nicht, dass ihnen Uli Hoeness mal gesagt hat, dass der Club nicht von ihnen, sondern von den Cupli-Saufern lebt. Das ist halt so, liebe Leute. Dafür könnt ihr mit wenig Geld an die Bundesliga-Spiele und müsst halt dann mehr für die CL-Spiele hinblättern.
ABER: Der Club braucht euren Support! Hoeness-Aussage hin oder her. Ihr habt doch gesehen, was am Mittwoch ablief. Oder ist es euch egal, dass die Bayern in der nächsten Runde ausscheiden?
Schöne Fans seid ihr, da könnt ihr ja gleich zu den 1860ern wechseln…

Der neue Papst scheint bei den Gläubigen anzukommen. Auch bei mir. Das bescheidene Auftreten, seine positive Ausstrahlung und seine „Primus inter Pares“-Haltung (Erster unter Gleichen, wie der Bundespräsident bei uns) kommt an. Zudem keimt auch mit seiner Namenswahl Franciscus, in Anlehnung an den heiligen Franz von Assisi, Hoffnung auf, dass sich in der röm. kath. Kirche in der nächsten Zeit etwas bewegen könnte.

Ich vermute mal, dass wir mit dem Argentinier Franciscus noch mehr solche Schmankerl erleben werden, wie mit dem Bezahlen der Hotelrechnung nach seiner Papstwahl…

Ambri hat sich frühzeitig gegen die Lakers den Liga-Erhalt gesichert, Bravo! Als alter Ambri-Fan fiebert und leidet man immer noch mit den Leventinern mit. Das Leiden hatte diese Saison zum Glück ein deutlich früheres Ende als letzten Frühling…

An der Muotathaler Strasse geschehen zur Zeit ganz eigenartige Dinge. Ein Hochhaus wird in der Nähe des Bierkellers hochgezogen.

Was soll das eigentlich? Und dann erst noch in Rot!
Mir wurde Angst und Bange, als ich das am Donnerstag Abend sah. Müssen wir Pendler in der nun beginnenden Bauzeit bei Nachtsperrungen etwa damit rechnen, spätabends nicht mehr ins Thal zu kommen? Dafür dürfen wir dann in diesem Hochhaus übernachten?
Wenn dem so wäre, hätte ich dann jeweils gerne das Zimmer oben rechts. Das hat immerhin Fenster mit Jalousien…

C.H. liefern mit ihrem zweiten Album leider nicht mehr so ein starkes Stück Musik ab, wie es beim Erstling der Fall war. Der dritte im Bunde, Nori Rickenbacher, verliess die Formation Ende letzen Jahres. Angeblich möchte er sich mehr um seine Projekte kümmern.
Von ihm war seither nichts mehr zu hören, von den restlichen C.H.’s (Kisha und Reto Burrell) hingegen schon.

„Wurzle“ ist denn auch Programm: Ansatzweise, in den Wurzeln, sind die Songs nicht schlecht. Aber es fehlt ihnen der „Puuaahh“-Effekt, das ein Hammeralbum ausmacht. Noris Stimme fehlt an allen Ecken und Enden. Kisha hat eine schöne Stimme, aber sie singt nicht für „New Country“-Fans, sondern für Kinder…
Burrell ist ein feiner Gitarrero, aber leider kein begnadeter Sänger. Seine Stimme ist auch schön, aber viel zu fein.
Zudem sind nebst ein paar schönen Songs auch einige darunter, dessen Musik und Texte einfach einfältig daherkommen. Sorry für meine Ausdrucksweise, aber in meinen Augen ist das leider so.

Wieso Nori C.H. wirklich verliess, entzieht sich meiner Kenntnis. Seine Stimme überzeugte auf dem Erstling, und hätte dem „zweiten Streich“ ganz sicher mehr Pep verliehen. Aber ob die erwähnten Songs mit oder ohne ihn genau so „einfältig“ ausgefallen wären, steht in einem anderen Buch.
Möglich ist, dass er hinter diesen Songs nicht mehr stehen konnte, und deshalb den Austritt gab.
Jedenfalls: Ich bin etwas enttäuscht, ehrlich. In meinen Augen hätten C.H. das Zeug zu schweizerdeutschen Lady Antebellum’s drauf. Aber mit „Wurzle“ und ohne Nori Rickenbacher definitiv nicht!

Gestern fiel mir noch ein Vergleich ein. Ob der jetzt fair ist oder völliger Humbug, ist egal: C.H. sind ohne Nori Rickenbacher wie der FC Bayern München ohne Uli Hoeness und Franck Ribéry!

Gestern erlebte ich in der Mythenregion schneemässig wahrscheinlich den schönsten Skitag des ganzen Winters. Es hatte federleichten Neuschnee auf der Piste, den man wie durch Butter durchfahren konnte. Einfach herrlich!
Das Wetter aber spielte, wie schon fast den ganzen Winter, seine Kapriolen. Nebst einigen Aufhellungen mit ein bisschen Sonnenschein, war es meist bewölkt, mit leichtem bis stärkerem Schneefall und kaltem Wind. Dazu kam zeitweise auch dicker Nebel auf. Genau so, wie es halt grösstenteils im nun hoffentlich bald zu Ende gehenden Winter war.

Meinen Mitarbeitern liess ich via Whatsapp folgenden Gruss ausrichten: „Ich bin sie am pudern, ich meine natürlich die Skipiste…“

feldwaldwiesenblogger

Pferde-Lasagne oder Bündner Nusstorte?

Gestern nach dem Mittagessen lud uns eine Mitarbeiterin zu Kaffee und Bündner Nusstorte ein.
Meine Wenigkeit ist, wie auch schon erwähnt, leider nicht mit den besten Augen ausgestattet. Aber folgender Sachverhalt liess mich doch ein wenig zweifeln.

Als ich nämlich folgende Packung auf dem Tisch liegen sah, dachte ich zuerst an eine (Pferde?-)Lasagne…

…nach kurzem Gelächter der anderen und näherem betrachten kam dann die Erleuchtung: Es ist Bündner Nusstorte!

Bei mir stellen sich da halt ein paar dringende Fragen: Ist es der Lasagne-Pferdefleisch-Skandal oder meine nicht unbedingt besten Augen, die mich hüben und drüben Lasagne erblicken lassen? Schlägt das Pferdefleisch bereits an? Greift es Hirn und Augen an?

Ich vereinbarte gestern Abend noch einen Termin mit dem uns wohl bekannten Doktor Armin Ablondi. Er lud mich zu sich in seine Praxis ein.

Nach etlichen Gläsern bestem Rotwein konnte er mich endlich beruhigen: „feldwaldwiesenblogger, du tickst noch völlig normal! Der Coop beginnt langsam zu hyperventilieren und druckt auf alle ihre Produkte „lasagne-ähnliche“ Bilder! Nicht dir hat das Pferdefleisch geschadet, sondern Hansueli Loosli und seinem Coop. Ich, Doktor Armin Ablondi, habe immer und überall den Durchblick, und hielt diese Bündner Nusstorte anfänglich nämlich auch für Lasagne!“

Zum Wiehern ist sowas…! Was bin ich auch froh, ging ich gestern noch in die Praxis zu unserem Doktor Armin Ablondi.
Er steckte mir gestern übrigens noch ein Geheimnis: Psst, aber nicht weitersagen! Unlängst war Herr Daniel Vasella auch bei ihm zur Behandlung. Doktor Ablondi meinte kopfschüttelnd: Ein hoffnungsloser Fall von Bonus-Sucht. Ich riet ihm, in die USA auszuwandern, ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten.“
Was, wie wir seit dem Wochenende nun wissen, Tatsache geworden ist…

Übrigens: Heute beginnt in Rom am Nachmittag das Konklave, die Papstwahl. Der folgende Schnappschuss zeigt uns die beiden berühmtesten Öfen für die nächsten Tage…

… ich meine natürlich nicht die beiden Frauen! Die zwei haben mir nämlich den „Rauchjob“ im letzten Moment vor der Nase weggeschnappt. Grummel…

Im einen Ofen werden die Stimmzettel verbrannt, im anderen der schwarze oder dann schlussendlich der weisse Rauch produziert. Angeblich mit Chemikalien…

feldwaldwiesenblogger

Verunstalteter Hesigen-Schneemaa und weitere Schnappschüsse

Man glaubt es kaum, aber es ist doch wahr. Der Hesigen-Schneemaa wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag verunstaltet. Einige Nachtbuben (die Namen sind der feldwaldwiesenblogger-Redaktion bekannt, werden aber aus Datenschutzgründen nicht herausgegeben) haben dem kalten Mann Initialen in den Schnee gebrannt.
Meine Wenigkeit könnte jetzt darob lachen: SO4 steht für den Bundesliga-Club Schalke 04, und die gewannen just am Samstag das Revier-Derby gegen die Dortmunder. Wie man weiss, gibt es im Thal einen Dortmund-Fanclub und eben auch einige Schalke-Fans. Hinter den Kulissen tobt scheinbar ein heftiger Fankampf. Der Höhepunkt war nun das „Brandmarken“ des Hesigen-Schneemaa’s mit den Initialen der Gelsenkirchener.
Soll ich es nun tatsächlich lustig finden? Nein, wenn schon dann schon müsste das Logo „meiner“ Bayern drauf stehn. Aber das lasse ich schön bleiben…

Es gibt sie immer noch, die speziellen Töffnummern. Wo aber der Kanton „Eden“ liegt, entzieht sich leider meiner Kenntnis! Ich vermute aber mal, in Brunnen am See…

Der Frühling zieht ins Lande, und mit ihm auch wieder die schönen Fahrzeuge. Gestern in Brunnen am See gesichtet. Da habe ich doch gleich eine alte Elivs Presley-Melodie voll Inbrunst gepfiffen. Ich musste leider wieder aufhören, sonst wäre ich noch aus der Gartenwirtschaft geflogen…

Ein nettes „Töffli“ habe ich zudem gestern auch noch gesichtet, und vor meiner Linse platziert. Ich bin leider kein Biker, obwohl ich das auch schon gefragt wurde. Ich fahre lieber Ski, ist ja fast dasselbe…

Bei der gestrigen Giacobbo/Müller-Sendung war „unser“ SP-Nationalrat Andy Tschümperlin Gast. Victor Giacobbo bat den SP-Fraktionschef zum Schluss des netten und lustigen Gespräches, er solle doch bitte die Herkunft seines Familiennamens erklären. Nach kurzem Zögern und Grinsen meinte Tschümperlin: Unser Name kommt von „Tschumpel“.
Das passt doch. Zudem: Das hätte ich jetzt auch noch ohne seine Erklärung irgendwie geahnt…

Nicht böse sein, Andy Tschümperlin. Ich bin dir und deiner Combo „Stets ä Soo“ ja verbunden (siehe Bloginterview: Elf Fragen an Stets ä Soo). Unter Musikern darf man sich ja schon mal einen Scherz erlauben…

Zu guter Letzt: Daniel Vasella hat seine Villa in Risch (Kanton Zug) verlassen. Wie die Neue Schwyzer Zeitung heute berichtet, sieht das Ganze nach einer Flucht aus. Von mir aus. Ich trällere dazu grad einen alten Schlager: „Dann geh doch…“

feldwaldwiesenblogger

Das Meisterstück des FC Bayern

Gestern Samstag ging’s mit dem Bayern München Fanclub Zürich wieder mal an ein Spiel nach München. Auf dem Programm stand Fortuna Düsseldorf, ein Aufsteiger.
Beim Einsteigen in den Kleinbus vernahm man Töne wie: „Das wird heute für die Bayern sicher eine Art Trainingsspiel“. Selbst meine Wenigkeit tippte auf ein klares 4:0, und das erste Bayern-Tor bereits nach 5 Minuten.
Das es anders kam, wissen wir ja nun bereits…

Der Tag startete frühlingshaft mild, und mit viel Sonnenschein. Man erblickte bereits wieder den einen oder anderen T-Shirt-Träger. Nach dem harten und schneereichen Winter eine Wohltat.

„You’ll never walk alone“ gilt auch für den FC Bayern München. Match für Match pilgern jeweils so durchschnittlich 2 Kleinbusse à 9 Leute von Zürich aus an die Heimspiele und die Auswärtsspiele der Münchner. Ein 9-Plätzer ist ja im Besitz des Fanclubes, und feierte unlängst seinen 1-jährigen Geburtstag. Er soll scheints schon gut 34’500 Kilometern auf dem Buckel resp. seinen Rädern haben. Gratulation!

Auf der Hinfahrt wurde geplaudert, Musik gehört und auch Zeitung gelesen. So sah man in einer Boulevard-Zeitung die Frage der Woche: „Wer ist das Pudding-Gesicht, das mit der Bombe spielt?“
Traurig genug, dass ein Land wie Nordkorea, dessen Bevölkerung hungert und im Elend lebt, so einen Fettsack als Staatsoberhaupt hat. Die Schweizer sollten sich auch was schämen, verbrachte Kim Jong-un doch einige Zeit in einem Berner Internat.

Es wurde aber auch rumgealbert. So erklärte uns ein 9-jähriger Knirps, was die Abkürzungen der Schweizer Autoschilder bedeuten: ZH = Zwenig Hirni, SH = Schweine Hund, und AG = Arschgesicht. Ein Gelächter ging durch den Bus, man ist doch nie ausgelernt! Zürcher, Schaffhauser und Aargauer bitte nicht ernst nehmen, das war nur Spass eines Schülers!

Am frühen Nachmittag, gegen halb Zwei, waren wir in München, und schritten ans Ort des Geschehens, in die Allianz Arena. Beim Berni, Bayern Münchens Maskottchen, sah man auch den fussballerischen Nachwuchs. Denn keiner ist zu klein, ein Münchner Fan zu sein!

Nach einer Stärkung und einigen interessanten Gesprächen im Paulaner Fantreff gings dann auf die Plätze in die Arena.
Ein bewölkter Himmel, bei immer noch angenehme Temperaturen begleiteten die Fussballer beim Aufwärmen. Aus Schweizer Sicht musste man leider feststellen, dass Shaqiri bei den Reserven mittat. Zudem war Robben wegen einer Wadenverhärtung gar nicht im Kader, und Heynckes schonte Dante und Martinez.
Ein guter Fussballnachmittag konnte also beginnen…

Die Bayern waren bald schon (wieder) Herr der Lage, und begannen die gut organisierten Düsseldorfer einzukreisen.
Aber sieh an, sieh an: Augenreibend nahm man in der 16. Minute zur Kenntnis, dass die Fortuna bei ihrer ersten Chance mit 1:0 in Führung ging. Unglaublich!

In der Folge waren die Bayern aber meist in der Platzhälfte der Düsseldorfer auszumachen. Sie drückten auf einen möglichst raschen Ausgleich, welcher aber bis kurz vor der Pause ausblieb. So machten einige Bayern-Akteure, allen voran Captain Philipp Lahm, ungewöhnliche viele Fehler und zeigten etliche nervöse Aktionen. Die Bayern-Fans mussten bis zur 45. Minute warten, ehe Müller endlich ausglich.
Nach der ersten Halbzeit musste eine Bockwurst und ein Bier her.

Nach der Pause ging’s im ähnlichen Stil weiter: Die Bayern drückten, die Tore blieben aber aus. In der Folge sah man deutlich, dass die Fehler der ersten Halbzeit nicht mehr passierten. Die Bayern spielten leidenschaftlich nach vorn, und erspielten sich Chance um Chance. Das Tor der Düsseldorfer war aber wie vernagelt.
Es bestand höchste Herzinfarkt-Gefahr, denn zu allem Übel und Elend kam noch das 2:1 der Düsseldorfer in der 71. Minute.
Wo war aber Shaqiri, unser „Schweizer“?

Unser Kraftwürfel wärmte sich während der zweiten Halbzeit vor der Südkurve auf (im roten Kreis), und durfte endlich ab der 70. Minute mittun. Tatenlos musste der eben erst Eingewechselte das Gegentor nach der zweiten Chance der Fortuna mitansehen.
Die beiden Gegentore der Düsseldorfer waren übrigens erst die Gegentore 9 und 10 der diesjährigen Meisterschaft!

Die Münchner kämpften aber (zum Glück) weiter, und konnten relativ rasch in der 73. Minute durch meinen Lieblingsspieler Ribéry ausgleichen. In der Folge machten die Bayern weiter viel Dampf, kämpften verbissen um jeden Ball und feuerten aus allen Rohren. Das waren insgesamt gut und gerne gegen 12 glasklare Chancen, die der FCB während des gesamten Spieles ausliess. Etwa auf so viele Ecken brachten sie es zudem. Das zeigt, wie offensiv gespielt wurde.

In der 86. Spielminute kam dann endlich die Erlösung: Jerome Boateng brachte den Ball endlich im Netz unter. Was für eine Erlösung! Die Bayern liessen in der Folge nichts mehr anbrennen, und gewannen verdient mit 3:2.

Der „Stern des Südens…“ konnte nun freudig angestimmt werden, und die Spieler kamen dankend zu ihrem Anhang an die Südkurve.
Für mich war das gestern das sogenannte „Meisterstück des FC Bayern“! Denn wie Klubchef Rumenigge nach dem Spiel sagte: „Möglicherweise hätten wir so ein Spiel im letzten Jahr nicht gewonnen.“ Dieses Jahr aber tun sie’s, und darum haben sie jetzt (Schalke sei Dank!) 20 Punkte Vorsprung auf den Verfolger Dortmund.

Desweiteren war es eine spannende Angelegenheit, und alles andere als ein Trainingsspiel. Ich würde mal sagen: Das sich Zurückkämpfen nach zweimaligem Rückstand hat den Charakter der Mannschaft weiter gefestigt, und ihnen aber auch gezeigt, dass man jeden Gegner ernst nehmen muss. Auch einen Aufsteiger.

Noch ein Wort zu Xherdan Shaqiri: Er hatte ein paar gelungene Aktionen, aber ansonsten lief das Spiel ein wenig an ihm vorbei. Ihm fehlt eindeutig die Spielpraxis. Ich hoffe einfach, dass die ihm auch gewährt wird.

Nach dem Spiel gings dann bald wieder zurück in die Heimat. Mit der Erkenntnis, dass Bayern dieses Jahr garantiert nicht mehr nur überall Vize-Meister werden wird.

Heute Morgen fand ich „bayern-technisch“ noch einen kleinen Schnipsel in der Zentralschweiz am Sonntag. Thomas Strunz, ehemaliger Bayern-Profi („Was erlauben Strunz?“), könnte demnächst als neuer Sportdirektor beim FC Luzern installiert werden.

Gut tun täte der Ex-Bayer den Luzernern alleweil: Gestern schaute im Abstiegskampf gegen Servette nur ein mageres 1:1 heraus. Immerhin sollen sie in der zweiten Halbzeit „wie befreit“ aufgespielt haben, und sich etliche Chancen (wie die Bayern gegen Düsseldorf) erspielt haben.
Ob Strunz in der Pause in der Kabine war, und den Luzernern den Schlendrian ausgetrieben hat?

feldwaldwiesenblogger

Ist Ueli Maurer wirklich ein einsamer Langläufer?

Die Weltwoche will uns in ihrer aktuellen Ausgabe weismachen, dass Ueli Maurer ein einsamer Langläufer ist.

Dem kann ich nur müde lächelnd begegnen: Der feldwaldwiesenblogger-Redaktion liegen drei Bild-Beweise vor, wo unser Bundespräsident und VBS-Minister mitnichten einsam ist.

Bildbeweis 1:

Hier sieht man Bundesrat Maurer aus seinem schnellen Flitzer steigen, bei der Eröffnung des diesjährigen Automobilsalons. Wie von ihm zu vernehmen war, sei ein Autokauf einfacher als der Kauf der Gripen.
Ach was, dranbleiben, Herr Maurer! Das Parlament tut momentan nur ein wenig störrisch.

Bildbeweis 2:

Ueli Maurer am diesjährigen Wasalauf. Wenn man das Bild mit einer Lupe betrachtet, erkennt man, dass es sich bei der Startnummer 8029 um unseren Sportminister handelt.
Platz 7543 (von 15800 Läufern) schaute schliesslich heraus. Kompliment Herr Maurer, nächstes Jahr schaffen Sie’s unter die besten 5000!

Bildbeweis 3:

Beweis 3 zeigt Herrn Maurer beim wöchentlichen Schwingtraining. Aus gut unterrichteten Kreisen wurde mir erzählt, dass sich der sportliche Bundesrat und Beat Schlatter gemeinsam auf das diesjährige Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Burgdorf vorbereiten. Ich sage nur: Gut Schwung, der Kranz liegt alleweil drin!

Ich kann Markus Schär, dem Schreiberling der Köppel-Truppe, also bestens kontern. Unser beliebter Verteidigungs- und Sportminister ist beileibe nicht so einsam, wie er annimmt. Überall, wo er auftritt, stehen sofort ein Haufen Schaulustiger um ihn herum. Man könnte fast meinen, er wäre ein Rockstar…

Mit Niederlagen geht er zudem sportlich um: Ob es jetzt um den Kauf der Gripen geht, oder um die Olympia-Kandidatur von Graubünden. Ueli Maurer begegnet seinen Niederlagen mit Sport. Entweder mit Langlauf, Schwingen oder Velofahren. Darum ist er auch so schlank.


Usum Chäs-Chessi:

Die Sprengung des Sprecherhof-Hochhauses in Aarau von letzter Nacht blieb nicht ohne Folgen. Wie mir gerade berichtet wurde, löste die Tetonation im Muotathal einen Felssturz aus.

An der Bisisthaler Strasse, bei der „Höchmurä“, donnerten Felsbrocken auf die Strasse…

… und auf einen Holzstapel.

feldwaldwiesenblogger

Der FCL ist nun auch zuschauermässig in der Krise…

Ich berichtete ja unlängst schon zweimal über den kriselnden FCL, und forderte auch Massnahmen. Denn dem Innerschweizer Club gehen nun auch die Zuschauer aus.
Im heutigen 20 Minuten steht nämlich:

Da kann Mediensprecher René Baumann schon beschwichtigen, dass es die tiefen Temperaturen waren, die die Fans von der Swissporarena fern hielten.
Ich persönlich finde, dass es der miese Fussball ist, den die Leute so langsam aber sicher von der Allmend wegbleiben lassen. Nicht nur der miese Fussball: Auch das Gezänk im Gebälk, der Angsthasen-Fussball mit Koko und die drohende Abstiegsgefahr.

Wer aber setzt nun ein Zeichen? Alpstaeg? Stierli? Hauser?
Ich vermute mal, die sitzen die Krise jetzt mal aus, reden alles schön und steigen dann Ende Saison doch nicht ab. Servette sei Dank, denn die sind noch schwächer als die FCL-Ausgabe der Saison 2012/2013.

Aber so weiterwursteln? Das kann’s doch einfach nicht sein!
Kein Wunder zieht’s immer mehr Schweizer in die benachbarte Bundesliga. Auch ich habe dort mit dem FC Bayern München meinen Lieblingsklub. Zudem gibt’s in unserem Thal einen Dortmund-Fanclub (ich berichtete auch schon darüber), die auch regelmässig Spiele ihres Lieblingsvereines besuchen.

Klar, die Bundesliga mit unserer „Super League“ zu vergleichen, ist nicht ganz fair. Nur schon die Budgets unserer Schweizer Clubs lassen keine grossen Sprünge zu. Trotzdem: ein klein wenig mehr erwarte ich schon. Gerade von meinem zweitliebsten Fussballverein, „unserem FCL“.

Also Präsdium und Spieler, macht endlich (wieder) euren Job. Schliesst Frieden untereinander. Rafft euch auf und sammelt wieder ordentlich Punkte! Denn dann pilgern auch wieder mehr in euren „Supertempel“, auch ich.

Aber den Ilja Kaenzig braucht ihr nicht zu holen: Der bringt euch nur Ärger und Schulden!

feldwaldwiesenblogger