Bei Alex Frei scheiden sich immer noch die Geister. Aber er hat (teilweise) Recht…

Heute Morgen las ich noch schlaftrunken folgenden Artikel in der Neuen Schwyzer Zeitung:

Riecht das bereits schon nach Ärger, nachdem Carlos Bernegger als FCL-Coach einschlug wie eine Bombe? Sein Fazit liest sich nach sechs Spielen sehr erfolgreich: Vier Siege und zwei Unentschieden.

Da kommt er wieder hoch, der Zwiespalt mit Alex Frei.
Als Spieler schien er mit oft unnahbar, überehrgeizig und zuweilen manchmal ein Arschloch.
Mein Beitrag vom 19. März hallt in mir immer noch nach, auch weil ich den Menschen Frei als starke Persönlichkeit einschätze, welcher einen Plan hat.

Der Mensch und Sportchef Alex Frei macht das wie Matthias Sammer beim FC Bayern. Nach Siegen wird auch in München dann und wann der Mahnfinger erhoben.
Zu oft hat man in Luzern erlebt, was Dani Wyrsch heute in seinem Frontkommentar der Neuen Schwyzer Zeitung unter anderem anspricht und schreibt: „Es ist professionell, beim FCL auf die Euphoriebremse zu drücken, dessen Stimmungslage zu oft entweder himmelhochjauchzend oder zu Tode betrübt ist.“

Diese „Sammersche“-Haltung von Frei finde ich gut. Trotzdem besteht ein kleiner Zwiespalt: Auch wenn der Erfolg der Mannschaft gehört, darf der Coach ausnahmsweise mal mit den Spielern zur Fankurve.
Mir kam es letzten Mittwoch, als ich beim 2:0-Erfolg über den FC St. Gallen ebenfalls in der Swissporarena war, nicht in den Sinn, deswegen Bernegger zu kritisieren. Ganz im Gegenteil: Die Fans schrien nach ihm („Carlos, Carlos…“) und Bernegger zierte sich erst, bis er dann doch noch kam.

An jenem Abend hätte ich es eher als Arroganz des Trainers angesehen, wenn er nicht zu den Fans gekommen wäre. Denn der Erfolg geht ganz klar auch auf seine Kappe…

Trotzdem: Druck auf die Euphoriebremse ist geboten, gerade in Luzern.
Das beschreibt heute Morgen Roger Wehrli in seiner FCL-Kolumne (diesmal) wirklich zutreffend!

Alex Frei denkt durch und durch profesionell und möchte seinen Trainer nicht als hopsenden „Kloppo“ sehen. Ich übrigens auch nicht. Denn das manchmal zu emotionale Getue von BVB-Coach Jürgen Klopp geht mir manchmal wirklich auf den Sack.
Wenn der nämlich nach dieser Saison eventuell zu Manchester United geht, ist die Hopserei sowieso zu Ende. In England dulden sie nicht solche „Affen“…

Zurück zum FC Luzern: Mit ein paar Siegen ist es natürlich noch nicht getan. Die neue Saison muss vorbereitet werden, die angefangene, sehr professionelle Arbeit von Bernegger und Frei weitergeführt werden.

Ich bin der Meinung, dass man Feste feiern soll, wie sie fallen. Dass die „Feierei“ des Coaches nun (einstweilen) vorbei sein soll, wird Bernegger schon verkraften. Ich würde mal sagen, dass er dies nächste Saison, nach dem Gewinn des Meistertitels, wieder tun darf…

Was Alex Frei betrifft: Er ist auch noch ein „Frischling“ in seinem Job, wie Bernegger. In meinen Augen muss auch er noch dazulernen, wie Bernegger. Da kommt Dani Wyrsch mit nachfolgender Aussage (Auszug aus seinem heutigen Kommentar), die ich als Lektion für Frei sehe, gerade richtig:

Apropos professionelle Arbeit beim FC Luzern: Seit Bernegger und Frei bei den Leuchtenstädtern sind, hat sich Herr Alpstaeg (professionell) zurückgehalten. Ich hoffe, dass dies so bleibt…

feldwaldwiesenblogger

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