Freitag 15. November, husky lodge: Schlatt-Lee mit Special Guest Richard Koechli

Aus der ursprünglichen Idee, mit einem Bluesstar eine Probe abzuhalten, wird jetzt ein Auftritt. Seit gestern Vormittag ist das Datum unseres gemeinsamen Events fix: Freitag, 15. November 2013.
Schlatt-Lee mit dem very Special Guest Richard Koechli (u.a. Gewinner des diesjährigen Swiss Blues Award) gastiert an jenem Abend in der husky lodge, zuhinderst im Muotathal.

Der Auftritt ist bereits seit gestern Nachmittag auf der Homepage von Richard Koechli aufgeschaltet:

Meinerseits herrscht Mega-Freude, aber ich glaube auch bei Richard Koechli und meinen Mitmusikern von Schlatt-Lee. Wie man sich auf diesen Anlass vorbereiten soll, und was es noch zu organisieren gibt, denken wir später. Von meiner Seite soll dieser Event „locker vom Hocker“ über die Bühne gehen. Dennoch werde ich mich mit Koechli zu gegebener Zeit in Verbindung setzen und die Details besprechen.

Wie ihr seht, halte ich euch bei meinem Experiment immer auf dem Laufenden. Es macht richtig Spass, musikalische Ideen anzudenken, umzusetzen und in meinem Blog zu dokumentieren.
Ja, ich habe richtig Lunte gerochen, und werde in Zukunft noch weitere solche Ideen „ausbaldowern“ und versuchen in die Tat umzusetzen. Mal schauen, was mir da noch so in den Sinn kommt…

Solche Ideen kommen mir noch gerne bei Wanderungen, Spaziergängen oder Joggingläufen in den Bergen in den Sinn.
Heute war ich auf einer, sagen wir dem mal Sprintwanderung, von zu vorderst im Sahli (Bild oben) bis hinauf in die Ruossalp. Unter einer Sprintwanderung verstehe ich einen gut stündigen bis anderthalb stündigen Aufstieg bei relativ raschem Wandertempo (kein Joggen!), und einen etwa dreiviertelstündigen Abstieg.

Heute genoss ich das schöne Wetter, die herrliche Natur und erfreute mich noch mal gehörig über den „Richard Koechli-Event“.
Apropos: Dank einem abgebrochenen Zahn und einem heute Vormittag nötig gewordenen Zahnarzttermin machte ich den Nachmittag kurzerhand arbeitsfrei…

Bei solch stiebenden Wildbächen mache ich jeweils Halt, und staune erstmal. Ich staune über die Natur, wie sich das Wasser in seiner wildesten Form einen Weg hinunter ins Tal bahnt.
Ein Wildbach ist oft in der Nähe des Ursprunges oder der Quelle eines grösseren Gewässers.

So geht es mir auch bei meinen Ideen zu Blogeinträgen: Erst ist eine Quelle, ein Ursprung, vorhanden. Dann folgt ein stiebender Wildbach, die wild um sich treibenden Gedanken. Die Gedanken müssen zuerst hinunter, wie der Wildbach, um in ruhigeren Gewässern fliessen zu können. Erst dann beginne ich zu schreiben. Der Gedankenstrom beginnt dann kontinuierlich und gleichmässig zu fliessen, wie der Bach, der sich im Tal unten in einen grösseren Fluss mit ruhigerem Tempo verwandelt.

Auf der Ruossalp, meiner heutigen Endstation, sah ich auch gegensätzliches. So ist die rechte Seite schon mit Vieh beweidet, die linke Seite hingegen weist noch Schneereste auf. Wie man gut erkennen kann, hat es weiter oben in den Bergen noch reichlich Schnee. Aber auch der wird irgendwann schmelzen, und ist dann Schnee von gestern.

Die Natur weist wie wir Menschen (fast) die genau gleichen Gegensätze auf: Es gibt Sonnen- und Schattenseiten. Auf der Sonnenseite ist hier auf Ruossalp das Alpvieh am Weiden. Auf der Schattenseite ist die Vegetation erst noch am Erwachen. Man stellt aber fest, dass die sogenannte Schattenseite heute auch tüchtig Sonne abbekam.
So ist es doch auch im Leben: Wenn jemand meint, er (oder sie) stünde immer nur auf der Schattenseite des Lebens, so irrt dieser Mensch. Wie uns die Natur hier oben auf Ruossalp lehrt, kehrt auch bei solchen Menschen irgendwann wieder die Sonner hervor, lässt die Sorgen schmelzen und macht das Leben wieder wunderbar und sonnig.

Auch wenn mir jetzt heute keine „bahnbrechenden“ Ideen gekommen sind, kam ich ob der herrlichen Natur und dem endlich schönen Wetter (nach dem fast nicht mehr enden wollenden Grau- und Schmuddelwetter) ins sonnige Philosophieren.
Oder wie es Mona Vetsch heute früh auf SRF 3 schön ausdrückte: „Wir Menschen sind halt schon einfach gestrickt. Es braucht nur ein wenig Sonne und schon sind wir fast alle wieder gut drauf.“

feldwaldwiesenblogger