Gedanken zum Krieg und Elend in Syrien

Obiges Bild stammt von Emran Feroz’s Blog.

Wer dieser Emran Feroz ist, weiss ich nicht. Als Info zu seiner Person findet man folgendes:
Ich bin ein junger Blogger und freier Journalist mit “Migrationshintergrund”, der die Medien des 21. Jahrhunderts nutzt, um seine Meinung kund zu geben.

Ich stolperte per Zufall über dieses Bild, respektive den Blog. Mein Bestreben war es, ein Bild zu finden, welches zutreffend den Krieg und das damit einhergehende Elend in Syrien zeigt.

Ich meine, morgen fahren meine Wenigkeit und zig-tausend weitere Bewohner der Schweiz friedlich ans ESAF nach Burgdorf. Einige tausend Kilometer von uns entfernt findet zeitgleich aber ein Völkermord statt. Muss einem das kümmern? Oder soll es egal sein? Darf ich es verdrängen, und während dem Schwingfest schon gar nicht daran denken?

Wie ist es möglich, dass ein Diktator, ein rücksichtsloser Herrscher eines Landes, mit Namen Baschar al-Assad, sein eigenes Volk umbringen lässt? Chaos und Zerstörung in Syrien anordnet? Was geht nur in so einem Menschen vor?

Nach dem Giftgasangriff letzter Woche suchen die UNO-Abgesandten fiebrig nach schlüssigen Beweisen. Nach was für Beweisen? Ob es kein Giftgasanschlag war? Oder ob das Schreckensregime von Baschar al-Assad gar nicht hinter dem heimtückischen Anschlag steckte?

Ist das ganze Leid für die Menschen in Syrien nicht schon schlimm genug? Die Zerstörungswut auf beiden Seiten, Regierung und Rebellen, lässt das halbe Land als Trümmerhaufen zurück. Und was dann?

Wo sollen die Menschen von Syrien hin? Die Flüchtlingsströme in die umliegenden Länder werden von Tag zu Tag grösser. Eine humanitäre Katastrophe bahnt sich an, ja sie ist schon da. Am meisten leiden, wie immer bei sinnlosen Kriegen, die Kinder.

„Der Westen“ wartet ab. Die UNO sucht weiter nach Beweisen. Der US-Präsident Obama wiegelt ab. Das britische Parlament entzog ihrem Premier Cameron die Erlaubnis, an einem Vergeltungsschlag teilnehmen zu dürfen.

Was jetzt? Ich weiss es auch nicht. Als eigentlicher Pazifist und Patriot denke ich, dass alle diplomatischen Möglichkeiten ausgeschöpft werden müssen, um einen „westlichen“ Angriff auf Syrien abwenden zu können. Wird ein Eingreifen aber bald nicht mehr unumgänglich sein?
Ein Schlag gegen Syrien, sei er von der USA und seinen Verbündeten oder unter der Schirmherrschaft der UNO, träfe vor allem die jetzt schon leidende Bevölkerung am härtesten.

Allerdings: Wie lange darf „der Westen“ noch zuschauen? Eigentlich nicht mehr länger.

Ich frage mich, ob ein Eingreifen unter der Schirmherrschaft der UNO nicht langsam das Beste wäre. Wohl verstanden, ich wäre nur einverstanden mit einem UNO-Mandat, kein Alleingang der USA mit seinem verbliebenen Verbündeten Frankreich. Chirurgisch präzise und möglichst kurz, bis ein Waffenstillstand erreicht ist.

Die weiteren Fragen wären: Wie verhalten sich die „Syrien-Verbündeten“ Russland und China bei einem UNO-Eingreifen? Was macht der Iran? Was gedenkt dabei Israel zu tun?
Könnte es zu einem Flächenbrand im Nahen Osten kommen, was Experten befürchten?
Nicht auszudenken wäre der erwähnte Alleingang der USA mit Frankreich. Vielleicht ist diesem Unterfangen mit dem britischen Parlaments-Nein der Wind aus den Segeln genommen worden.

Ich komme wieder zurück zu meinen eingangs gestellten Fragen: Muss einem das kümmern? Oder soll es egal sein? Darf ich es verdrängen, und während dem Schwingfest schon gar nicht daran denken?
Ich meine: Ändern kann ich (leider) nichts daran, wegen dem nicht nach Burgdorf zu fahren ist auch keine Lösung. Aber ich darf den einen oder anderen Gedanken an die Menschen in Syrien verwenden. Und ich kann als gläubiger Christ auch für den Frieden und das Volk von Syrien beten!

feldwaldwiesenblogger

Vorschau und Rückblick vor dem Saisonhöhepunkt ESAF 2013

Da ich selber am Eidgenössischen in Burgdorf weile, kann ich nicht selber bloggen. Diese Aufgabe übernimmt für mich die rassige Schwingerkönigin Sonia Kälin.
Nein, Spass beiseite: Ich habe heute im „Blick“ gesehen, dass Kälin am ESAF bloggt, genauer gesagt vom 30. August bis 2. September. Unter folgendem Link kann man ihre Zeilen lesen:
Kälin Sonia bloggt vom ESAF

Weiter habe ich heute Morgen im „Blick“ gelesen, wie Schwingexperten den ersten Gang einteilen würden. Unisono fordern Vitali, Klarer, Brügger, Bürgler und Co. das Königsduell „Kilian Wenger – Arnold Forrer“ beim Anschwingen.

Ich selber habe das nicht „gefordert“. Meine Einteilung sieht für die ersten fünf Spitzengänge auch ziemlich anders aus, als jene der oben erwähnten Experten: feldwaldwiesenbloggers Einteilung
Es ist gut möglich, dass ich mich ordentlich vertan habe. Ich bin ja auch kein Experte im eigentlichen Sinne, eher ein grosser Fan. Aber wir werden sehen, wie sich der Technische Leiter vom Eidgenössischen Schwingerverband, Werner Jakob, heute entscheiden wird. Heute Nachmittag werden nämlich die Spitzengänge fürs Anschwingen bekannt gegegben!

In praktisch jeder Zeitung werden Vorschauen auf den Saisonhöhepunkt ESAF 2013 platziert.
Ich selber will heute aber zurück blicken, und nahm mir deshalb die Mühe, in der Rappelkiste „YOUTUBE“ die Schlussgänge der letzten 5 Schwingfeste mit Eidgenössischem Charakter zusammen zu suchen.
Dies war aber gar nicht so einfach. Denn: Wie man bei den „Filmli“ unschwer erkennen kann, war der „Schlussgangfilmer“ damals noch nicht aktiv. Das gefundene Material war teilweise in einer schlechten Qualität, oder es gab noch keinen „reinen“ Schlussgang zu sehen. So auch am Unspunnen Schwingfest 2011, wo ich nur einen Zusammenschnitt in Form von Bildern fand.

Zusammenschnitt und Schlussgang Unspunnen Schwingfest 2011:

Daniel Bösch bezwingt Christian Schuler

Schlussgang ESAF 2010 in Frauenfeld:

Kilian Wenger bezwingt Martin Grab.

Ausschnitte und Schlussgang Kilchberg Schwinget 2008:

Christian Stucki und Matthias Sempach stellen im Schlussgang, Sieger Christian Stucki.

Schlussgang ESAF 2007 in Aarau:

Jörg Abderhalden bezwingt Stefan Fausch.

Schlussgang Unspunnen Schwingfest 2006:

Martin Grab bezwingt Jörg Abderhalden.

Der Hype ums Schwingen zieht also nicht nur mehr Fans und Interessierte an. Die rund ums Schwingen eingesetzten elektronischen Möglichkeiten wie etwa Filmkameras oder Internet haben sich rapide verbessert. Sie kommen nun auch bei den „Bösen“ zum Einsatz und werden zu einem optimalen Ergebnis umgesetzt.

So möchte ich nicht nur den Schlussgangfilmer erwähnen, der jeweils Top-Schlussgänge respektive Filmmaterial dazu fertigt. Auch die Schwingerzeitung „Schlussgang“ liefert in Papier und elektronisch eine tolle Info-Plattform rund um unseren Nationalsport ab. Zu erwähnen gibt es neben den beiden „Schwingermedien“ natürlich auch die Internet-Seite „schwingenonline.ch„, welche ebenso gute Arbeit macht und mich als Schwingerfreund immer auf dem neusten Stand hält.

Nun wünsche ich allen ein schönes und eindrückliches Fest am ESAF 2013 in Burgdorf!

feldwaldwiesenblogger

Sind unsere Bratwürste eigentlich nicht legal?

Wenn man nachfolgendes Bild studiert, könnte man meinen, dass wir unsere Bratwürste (immer noch) illegal futtern. Dieses Bild hängt zurzeit nämlich als Plakat an Strassenrändern, Anschlagbrettern und dient als Zeitungsfüller.


(Bildquelle: http://www.blick.ch)

Was ist aber dran, an der „Illegalität“ unserer Bratwürste?
Dieser Frage widmete sich gestern die ganze feldwaldwiesenblogger-Redaktion.

Als Erstes wurde rausgefunden, dass es sich hier um eine Abstimmungsvorlage handelt. Genau wie die GSOA-Wehrpflichtsinitiative kommen „die Bratwürste“ am 22. September auch vors Volk.

Der genaue Wortlaut der Vorlage lautet:
Änderung vom 14. Dezember 2012 des Bundesgesetzes über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel (Arbeitsgesetz, ArG; BBl 2012 9655; Öffnungszeiten der Tankstellenshops).

Alles klar, oder? Dieses Beamtenkauderwelsch habe ich ab der bundeseigenen Homepage www.news.admin.ch.

Trotzdem: Was hat das mit den illegalen Bratwürsten zu tun?
Für mein Wohlbefinden und zum besseren Verständnis machte ich deshalb einen Besuch bei Doktor Armin Ablondi.

Ich fragte meinen berühmten Hausarzt, ob ich meinen Magen auspumpen lassen muss. Wegen den Bratwürsten, welche ich scheinbar (bis anhin) illegal ass.
Der gute Doktor Ablondi, inzwischen auch Hausarzt von (Noch-)Schwingerkönig Kilian Wenger, verneinte. Er meinte, diese seien längst verdaut und stecken nun als Fett an deinem Bauch. Zudem sei der Verzehr von illegalen Bratwürsten nicht eine Frage von Jahren (Verjährungsfrist), sondern Tagen. Verjährungstage? Noch schlimmer…

Ich bat ihn um eine Erklärung der Abstimmungsvorlage. Bei einem Glas (oder auch zwei, das weiss ich nicht mehr so genau) Rotwein erläuterte mir Doktor Armin Ablondi den Sachverhalt.

Hier ein Auszug aus seiner Erklärung:
“ (…) Nun, die Bratwürste verkörpern so quasi die Nachtöffnungszeiten und dessen Angebot der Tankstellenshops im Arbeitsgesetz. Dieses Arbeitsgesetz soll nun eine Änderung, eine Lockerung erfahren.

Eigentlich und vor allem geht es bei der Änderung des Arbeitsgesetzes „nur“ darum, dass Tankstellenshops an Hauptverkehrswegen und Autobahnen erlaubt werden soll, ihr gesamtes Sortiment auch während der Nacht anbieten zu können.

Weiter beinhaltet diese Änderung nichts Schlimmes oder Unsinniges, welches es zu bekämpfen gälte. Ganz im Gegenteil: Es geht darum, eine blöde Absurdität aus der Welt zu schaffen. Diese sieht nämlich bis dato eine Verkaufsbeschränkung zwischen 1 und 5 Uhr nachts von Produkten vor, die nicht auf die Bedürfnisse von Reisenden ausgerichtet sind.
Das klingt nach absolutem Unsinn! Wie wir wissen, gibt es in der Nacht Menschen, die für die Tagmenschen arbeiten. Und diese Nachtarbeiter machen die Nacht halt zu ihrem Tag und haben in der Nacht die gleichen Bedürfnisse, wie wir „Untertagarbeiter“.
Verstehst du?

Die Bedürfnisse dieser Menschen werden mit kalten Cervelats, welche nach der jetzigen Regelung verkauft werden dürfen, nicht unbedingt abgedeckt. Denn: Die Befürworter dieser Änderung haben rausgefunden, dass in der besagten Sperrzeit gar keine Bratwürste verkauft werden dürfen. Grund: Die müssten erst noch gebraten werden!
Ehrlich, etwas viel Dümmeres habe ich noch nicht oft gehört oder gelesen!

Wohl verstanden, wir reden hier nur von Tankstellenshops, welche so oder so lange geöffnet haben. Teilweise gibt es solche Shops, die jetzt schon 24 Stunden offen haben. Die Befürworter sehen deshalb in der Lockerung des Arbeitsgesetzes überhaupt keinen Schritt zu längeren Arbeitszeiten. Dafür bräuchte es nämlich weitere Änderungen in unseren tonnenweisen Gesetzen.

Die Gegner dieser Änderung, welche unter dem Namen „Sonntagsallianz“ rumweibeln, möchten ein Zeichen setzen gegen eine 24 Stunden-Gesellschaft und gegen die Profitgier von Unternehmen. Diese Gruppierung setzt sich vor allem aus linken und kirchlichen Kreisen zusammen. Sie sind die versinnbildlichten Bratwursthasser und wahrscheinlich alles „eingefleischte“ Vegetarier.

Einer der prominentesten Vertreter der „Sonntagsallianz“ ist ausgerechnet der Abt von Einsiedeln, Martin Werlen.
Wieso sich der sonst so besonnene Mann bei dieser Aktion ein spannen lies, leuchtet mir nicht ein. Zudem hätte der gute Abt an einem Sonntag mit Messen lesen besseres zu tun, als so komische Allianzen zu schmieden.

Ich meine, die ganze Geschichte erinnert an biederes Bürgertum. Es geht eigentlich nur um die berühmte Wurst. Nicht mehr und nicht weniger.
Von einer 24 Stundengesellschaft sind wir in der Schweiz weit entfernt, und der Markt reguliert sich von alleine. Denn in der tiefen Nacht sind unter der Woche erfahrungsgemäss sehr wenig Menschen unterwegs. Dass man aber denen, und darunter den Arbeitern, die Bratwurst vergönnt, hat mit Nächstenliebe überhaupt nichts mehr zu tun. Das gibt mir zu denken, Herr Werlen aber offensichtlich überhaupt nicht. (…)“

Beruhigt ging ich aus der Praxis von Doktor Ablondi.
Nun sitze ich also hier, vor meinem PC. Wenigstens weiss ich jetzt, um was es bei dieser Vorlage geht, und sinniere über die sogenannte (Nacht-)Illegalität der Bratwürste nach.

Die Befürworter dieser Arbeitsgesetz-Lockerung hatten bei der Auswahl ihres Propagandamaterials recht: Die Bratwurst kam ihnen als Abstimmungsmotiv gerade recht. Denn ich bin auch der Meinung von Doktor Ablondi, und finde die ganze Sache nicht nur dumm, sondern völlig lächerlich.
Die Bratwurst unterstreicht die Absurdität und die Lächerlichkeit der Vorlage völlig treffend.

Aber eines will mir nicht aus dem Kopf: Abt Martin Werlen, ein Kirchenmann, mischelt bei diesem Abstimmungskampf mit. Warum bloss?
Eigentlich sind Staat und Politik seit einigen Jahren getrennt. Dies schert den gottesfürchtigen Mönch aber nicht im Geringsten. Geht es ihm um seine Zukunft?
Denn bald ist Schluss mit Abt und der nächste kommt. Könnte es sein, dass Herr Werlen in Zukunft in der Politik anzutreffen sein wird, als Nachfolger von Pfarrer Ernst Sieber?


(Bildquelle: http://www.blick.ch)

Zwei gewichtige Argumente sprächen sehr wohl für ein JA des Abtes:
– Die Frühmessen könnten wieder durchgeführt werden, da die Messgänger sich vorher mit warmen Bratwürste stärken könnten.
– Die Pilger könnten künftig während der Nacht unterwegs sein und sich dabei auch gehörig mit einer ordentlichen Bratwurst verpflegen.

Ich weiss, ich weiss, die Pferde sind mit mir und meinen Gedanken wieder mal durchgegangen. Aber wie man diese Geschichte dreht und wendet, es geht eigentlich schlicht nur um eine Frage, die der „Blick“ am 28.6.2013 (für einmal) treffend stellte:
„Geht es nur um die Korrektur eines absurden Gesetzes oder um den Anfang einer Lieberalisierungswelle?“

Diese Frage und meine Gedanken gilt es, liebe Leserinnen und Leser, gut zu überdenken.
Trotzdem: Für die Schweiz geht es bei dieser Vorlage am 22. September nicht um’s Überleben, auch nicht um sein oder nicht sein. Es geht für sie lediglich um „die (Brat)wurst“!

feldwaldwiesenblogger

FC Bayern München: Jahreskarte auf Lebzeiten

Nein, nein, liebe Sportsfreunde, damit bin nicht ich gemeint, sondern unser lieber Nik. Genauer gesagt Niklaus Wilhelm, seines Zeichen Finanzchef beim Bayern München Fanclub Zürich.

Dieser Artikel ist aus dem neusten Migros-Magazin (Nr. 35). Der Titel des ganzen Beitrages lautet: „Elfmeter statt Penalty“.

Vor genau 50 Jahren fiel in der neugegründeten Bundesliga das erste Tor durch den leider bereits verstorbenen Timo Konietzka.
Dies war für die „Migros-Zeitung“ Grund genug, den Schweizer Bundesliga-Fans auf den Zahn zu fühlen. Hierzulande gibt es nämlich viele begeisterte Anhänger, die Wochenende für Wochenende hunderte von Kilometern auf Deutschlands Autobahnen abspulen um ihre Lieblinge live spielen zu sehen.
Neben „unserem Bayernfanclub“ gibt es in der Schweiz auch Fanclubs von Borussia Mönchen Gladbach, Schalke 04, Borussia Dortmund und Hamburg.

Wie man aus obigem Abschnitt „Jahreskarte auf Lebzeiten“ entnehmen kann, ist Nik ein Kind der Bundesliga, und feiert dieses Jahr auch seinen 50igsten Geburtstag.
Deshalb widme ich diesen Blogbeitrag Nik Wilhelm, und wünsche ihm alles Gute zu seinem runden Geburtstagsfest. Er möge bei bester Gesundheit noch an viele Bundesligaspiele seiner Bayern fahren dürfen, und mit ihnen Erfolge feiern können.
Lieber Nik, ich werde bald wieder mal mit nach München kommen, und mit dir und einem feinen Weissbier anstossen!

feldwaldwiesenblogger

Kilian Wenger in der Sprechstunde bei Doktor Armin Ablondi

Mit einem FA-18 wurde Schwingerkönig Wenger rumgeflogen,
gefühlt hatte er sich dabei scheints wie auf harten Drogen.
Hernach litt Kilian an starkem Kopfweh und heftigem Schwindel,
die Verantwortlichen vom Leutschenbach sind schon ein Gesindel.

Gekriegt habe ich von Wenger Kilian am Wochenende einen Anruf,
er bat um Hilfe, und wollte wissen was Armin Ablondi sei von Beruf.
Ich erklärte ihm, dass Armin Ablondi ist Doktor und ihm helfen kann,
derweil der Schweiss dem Diemtigtaler in Bächen runter rann.

Abgemacht habe ich dem Schwingerkönig einen Termin beim Doktor,
reingelaufen ist Wenger wie ein alternder und stotternder Traktor.
Doktor Ablondi kümmerte sich fürsorglich um den Schwinger,
und behandelte ihn ganzheitlich vom Fuss bis zum kleinen Finger.

Gefunden hat er bei Kilian ein sehr starkes „Flügertrauma“,
deswegen schickte ihn Ablondi aber nicht nach Bauma.
Dort wäre nämlich ein Spezialist für so einen ernsten Fall,
Doktor Ablondi wollte ihn aber nicht weitergeben, den Ball.

Eine Therapie, gute Worte und ein Hausmitteli gab er Wenger mit,
damit der König wieder kann trainieren und am ESAF ist topfit.
Doktor Armin Ablondis Behandlung dauerte eine gute Weile,
ich lief währenddessen im Wartezimmer auf und ab eine Meile.

Aus der Praxis kam Wenger Kilian wie ein junges Rehli gesprungen,
und hat dabei lauthals gejauchzt und die Nationalhymne gesungen.
Er strahlte vor lauter Freude wie ein zufriedenes kleines Kind,
und verriet mir, dass er am ESAF mehr will gewinnen als ein Rind.

Ich fragte Ablondi später, was er mit dem Schwingerkönig machte,
dabei machte er lustige Grimassen, auch derbe Faxen, und lachte.
„feldwaldwiesenblogger, das darfst du mich überhaupt nicht fragen,
das fällt unters Arztgeheimnis, ich werd‘s dir aber trotzdem sagen.“

Ablondi sagte: „Ich liess den König springen über die heisse Glut,
denn dies haben schon gemacht die ISV-Cracks, und tat ihnen gut.
Weiter gab ich ihm ein Hausmitteli, ein Rezept vom Pauli Länz,
Wenger soll nun jeden Tag kochen und essen feissen Fänz.“

„Weiter unterstützte ich Kilu mit guten und schönen Worten,
du weisst schon, solche die sind von den richtigen Sorten.
Die Worte brachte ich dem Berner in Form von ‚grüsigen‘ Witzen,
Wenger konnte vor lauter Lachen nicht mehr länger ruhig sitzen.“

Wenger Kilian hat sich bei Doktor Ablondi und mir herzlich bedankt,
beim Rausgehen aus der Praxis hat er ziemlich gefährlich geschwankt.
Ablondi, der flotte Chogen, hatte hervorgenommen Orgel und Wein,
Gebechert und „geprichtet“ wurde bis zum ersten Sonnenschein.

feldwaldwiesenblogger

Die Spitzenpaarungen für den ersten Gang am ESAF 2013

Werner Jakob, Technischer Leiter vom Eidgenössischen Schwingerverband (ESV) hat die Ehre, den ersten Gang am ESAF einzuteilen. Oder zumindest darf er einen Vorschlag an die technischen Leiter der fünf Teilverbände abgeben, welche diese aber meist ohne weiteres absegnen.

Heute Morgen früh las ich in der aktuellen Ausgabe des „SCHLUSSGANG“ ein Interview mit besagtem Werner Jakob. Die einleitende Frage von Manuel Röösli (SCHLUSSGANG-Redaktionsleiter) lautete: „Werner Jakob, haben Sie die Einteilungen für den 1. Gang in Burgdorf schon im Kopf?“
Die Antwort von Jakob war: „Gewisse Paarungen geistern mir natürlich bereits durch den Kopf. (…)“

Dann ging‘s auf meine morgendliche Joggingstrecke im Muotathal, Richtung Husky Lodge, über die neue Brücke zurück und noch „ums Wasser“. Dabei fasste ich den Entschluss, Werner Jakob etwas unter die Arme zu greifen und ihm beim Einteilen der 20 Spitzenpaarungen zur Seite zu stehen. Denn im oben erwähnten Interview erklärt Jakob, dass in Absprache mit dem OK entschieden wurde, am Donnerstagnachmittag (29. August) 20 Spitzenpaarungen bekannt zu geben.

Da bleibt also noch etwas Zeit, und Herr Jakob könnte sich ja mal meine nachfolgende Einteilung zu Gemüte führen. Dabei dürfte er meine Paarungen vor seinem geistigen Auge mit seiner Einteilung vergleichen.

Aber vorerst habe ich noch etwas anderes. In der heutigen Ausgabe des „BOTE DER URSCHWEIZ“ wurden verschiedene Schwyzer Prominente nach ihrem Schwingerkönig-Tipp befragt. Am meisten wurde Kilian Wenger benannt, der in meinem eigenen Barometer auf Rang zwei figuriert.
Was mich aber am meisten freute, ist der Tipp von Wettermissionar Martin Horat:

Genau wie ich setzt er auf den Nordwestschweizer Christoph Bieri. Er ist dabei der einzige der befragten „Promis“. Da kommt schon der Verdacht auf, dass Horat nun regelmässig meinen Blog liest. Oder aber wir sind „Brüder im Geiste“!?

Übrigens: Eine Aussage Horats irritierte mich. Nämlich der Satz „Christoph
Bieri ist es in dieser Saison bereits gelungen, Kilian Wenger und Matthias Sempach zu bezwingen.“

Ist dem so, dass Bieri neben Sempach (am NWS-Teilverbandsfest) auch den Schwingerkönig Wenger diese Saison auf den Rücken legte? Ich habe diese Frage kurz gegoogelt, und kam auf kein positives Ergebnis. Ich kann mich sicher täuschen, aber ich behaupte, dass Christoph Bieri diese Saison Kilian Wenger nicht besiegt hat. Ja, dass sie gar nie aufeinander trafen. Vielmehr meint Martin Horat wahrscheinlich Bruno Gisler, welchen Bieri im NWS-Schlussgang besiegte.

Diese Erkenntnisse brachten mir sogleich in Erinnerung, dass ich den Wettermissionar in nächster Zeit mal besuchen möchte. Wie ich in einem Bloginterview vom 21. Dezember vergangen Jahres berichtete, möchte ich Horat mal besuchen und darüber auch berichten.
Aber erst, wenn die Aufregungen um das Eidgenössische Schwingfest vorüber sind.

Und noch etwas: Eine Antwort von Geni Hasler im heutigen „Bote-Samstagsgespräch“ brachte mich auch ins Grübeln:

Er spricht von einer Zeitung, in welcher es ein Formbarometer der Spitzenschwinger geben soll. Welche Zeitung ist das bloss?
Ich ging deshalb schon wieder auf Google-Suche und gab diesmal die Begriffe „Zeitung“, „Schwinger“ und „Barometer“ ein. Und schwupps: Als erstes Ergebnis stand da ein Link zu meinem Blog.
Gehört jetzt gar Eugen „Geni“ Hasler zu meinen Lesern? Das würde mich natürlich ausserordentlich freuen, denn ich war zu seinen Aktivzeiten ein grosser Fan von ihm und schätze auch jetzt seine Tätigkeit als technischen Leiter des Innerschweizerischen Schwingerverbandes hoch ein.

Hasler glaubt übrigens daran, dass auch ein Innerschweizer den Königstitel holen könnte. Ich finde diese Einstellung sehr gut. Denn was bringt es, wenn nicht mal der oberste Übungsleiter der Innerschweizer an einen Sieg glauben würde? Der Chef geht mit gutem Beispiel voran, lobenswert!

Lobenswert finde ich auch die weiteren Aussagen von Eugen Hasler im besagten Samstagsgespräch. Unter anderem spricht er auch kritisch die Dimensionen an, welche der Schwingsport und im Speziellen das ESAF 2013 in Burgdorf erreicht haben. Wie der Schwingsport weitergehen wird, und seinen „Hype“ drum herum.
Meine Meinung dazu ist auch, dass irgendwann genug wirklich genug ist. Denn zu viele reiten momentan auf der Erfolgswelle des Schwingsportes, haben aber von den Wurzeln und dem Sport im eigentlichen Sinne nicht den Hauch einer Ahnung.

Ok, genug der Einleitung, jetzt wird eingeteilt. Als Grundlage habe ich mir die aktuelle SCHLUSSGANG-WERTUNG, die seit diesem Jahr offizielle Jahrespunkteliste des Eidgenössischen Schwingerverbandes, genommen.

Spitzenpaarungen erster Gang:

1. Wenger Kilian – Bieri Christoph
2. Sempach Matthias – Forrer Arnold
3. Stucki Christian – Gisler Bruno
4. Laimbacher Philipp – Anderegg Simon
5. Schuler Christian – Götte Urban
6. Laimbacher Adi – Bless Michael
7. Imfeld Peter – Glarner Matthias
8. Koch Martin – Gnägi Florian
9. Thürig Mario – Mathis Marcel
10. von Ah Benji – Graber Willy
11. Sempach Thomas – Grab Martin
12. Kämpf Bernhard – Ulrich Andreas
13. Büsser Andy – Matthey Michael
14. Zwyssig Raphael – Zenger Niklaus
15. Roth Jakob – Luginbühl Hanspeter
16. Dick Christian – Föhn Franz
17. Krähenbühl Tobias – Siegenthaler Matthias
18. Kuster Marcel – Jampen Simon
19. Schläpfer Markus – Nydegger Michael
20. Müllestein Mike – Piemontesi Pascal

Ich hoffe, meine Einteilungen sind für Werner Jakob eine Entscheidungshilfe!
So oder so: Ich bin gespannt, wie viele meiner Paarungen denen von Herrn Jakob gleichen.

Mit kräftigem Schwingergruss
feldwaldwiesenblogger

Das „Making of a Plakat“ – oder wie feldwaldwiesenblogger ein Plakat gestaltet

Langsam aber sicher geht der Sommer dem Ende entgegen, und wird vom Herbst abgelöst.
Damit der Herbst nicht nur ein graues und nebliges Unterfangen wird, sorgen wir zumindest an einem Abend für Abhilfe.

Mit WIR ist SCHLATT-LEE, eine Muotathaler Musikformation gemeint, in welcher ich jeweils die Drums windelweich klopfe und das Mikrofon mit meinem Bassgesang zum Glühen bringe.

Und mit dem „Abend für Abhilfe“ ist der Freitag, 15. November, gemeint. Dämmerts?

Am 15. November wird aus einer ursprünglichen Idee und Laune des Schreibers ein Schlatt-Lee-Auftritt mit einem national bekannten Bluesstar stattfinden. Es gelang mir, Richard Koechli zu locken, um mit ihm zusammen in der husky lodge zu hinderst im Muotathal einen schönen Musikabend zu erleben.
Ich berichtete schon darüber, unter anderem in einem Blogbeitrag vom 6. Juni 2013.

Nun wird es langsam aber sicher ernst. Die Planungen meinerseits sind angelaufen. Auch deshalb, weil vor einigen Tagen eine Email von der husky lodge kam. Ich wurde angefragt, ob ich schon etwas Werbung für ihre Homepage hätte. Auf die Schnelle hatte ich (eigentlich) noch nichts weiter parat, als den Hinweis auf das Datum und die beteiligten Musikanten.
So wurde denn auch ein Konzerthinweis auf die Erlebniswelt Muotathal-Homepage aufgeschaltet.

Wie ihr selber sehen könnt, fehlt unser Special Guest, Richard Koechli, beim Konzerthinweis. Spätestens jetzt wusste ich: Jetzt muss Werbung gestaltet werden, welche als Plakat, für Flyer und für Internet/Emails verwendet werden kann.

Am 30. Mai dieses Jahres war es übrigens, als ich meine ursprüngliche Idee anstiess, „einmal eine Probe absolvieren dürfen und können mit einem Bluesstar“. Das Unterfangen „Eigenes Experiment: Drummen mit einem Bluesstar“ hat sich nun, wie bekannt, ausgeweitet.
Was sich nicht geändert hat: Ich berichte (und ich berichtete bereits) in meinem Blog über „mein Experiment“, wie es auch immer ablaufen wird. Dazu gehören auch die Vorbereitungen, über welche ich in loser Folge berichten möchte.

Heute geht’s nun um das „Making of a Plakat“ – oder wie feldwaldwiesenblogger ein Plakat gestaltet.
Als Vorlage nahm ich das Plakat vom letzten Schlatt-Lee-Auftritt, im Restaurant Hölloch bei Bruno Suter.

Im Powerpoint nahm ich anfangs Woche obiges Schlatt-Lee-Plakat, und fing an daran zu basteln. Titel, Datum und Location mussten geändert werden. Zudem kürzte ich den Begleittext für Schlatt-Lee etwas ab und schrieb für Richard Koechli auch einen. Die Angaben zu Koechli entnahm ich ab seiner Homepage.
Ich weiss, viele monieren nun etwas gegen den vielen Text auf dem Plakat. Ok, einverstanden. Aber: Ich möchte diese „Plakatsache“ nicht nur für Plakate verwenden, sondern auch als Werbung für Emails und im Internet.
Zudem bin ich der Meinung, dass nach dem Ersten betrachten eines Plakates mit „Wer, Wo, Was und Wann“ sehr wohl auch noch weitere Infos darauf stehen dürfen.
Diese Plakate werden nicht nur an Strassen hängen, wo man nur die grossen Sachen erhaschen kann. Sie werden auch in Restaurants und an Anschlagbrettern angebracht, wo sich der geneigte Leser über den Musikstil und weitere Details der beiden Musikformationen informieren kann.
Bald hatte ich einen ersten Entwurf, und speicherte ihn einstweilen ab.

Unter der Woche dachte ich nicht nur ans Schwingen und ans ESAF 2013, sondern auch an meine Plakate, meine Werbung. Irgendwann kam der Entscheid, he feldwaldwiesenblogger, du musst A3-Plakate gestalten. Zudem sollen sie in Hochformat erscheinen, und nicht mehr quer (A4).
Heute, am späteren Nachmittag, nach ersten Vorbereitungen fürs ESAF 2013 („Juhui, ich habe schon mein Ticket!“), machte ich mich wieder an meinem PC zu schaffen.
Als erstes änderte ich das Format von „quer“ auf „hoch“, setzte dicke Rahmen um die Infoblöcke von uns und Koechli und änderte noch etwas an den Farbschriften. Die Infotexte liess ich so stehen.
Anschliessend betrachtete ich die „kredenzte“ Werbung eine Weile, und entschied mich dazu, sie als pdf-File meinen Schlatt-Lee-Kollegen zur Begutachtung zu mailen. Denn: Ich bin auf ihre Kommentare gespannt. Zudem kann es nie schaden, wenn solche Dinge noch weitere Augenpaare zur Ansicht kriegen. Es besteht oft die Gefahr, dass man „betriebsblind“ wird, und einfachste Dinge übersieht.
Hier ist er also, mein (vorläufiger) A3-Plakat-Entwurf:

Während dem Verfassen dieser Zeilen kam bereits das erste Feedback, und zwar von Unkl Röne (Duruf).
Er meinte, die gelbe Schrift soll ich weglassen und den Vermerk „Luzerner“ bei der Linie „Gewinner Swiss Blues Award 2013 und Luzerner“ rausnehmen und stattdessen die nächste Linie mit „der Luzerner…“ beginnen. Also: „Der Luzerner Richard Koechli arbeitet seit über 20 Jahren als professioneller…“.
Ich finde, Unkl Röne hat recht. Ich werde dies so abändern.

Die Plakate, respektive die Werbung, wäre nun in trockenen Tüchern.
Weitere Vorbereitungsarbeiten werden demnächst über die Bühne gehen. Auch von diesen werde ich euch, liebe Leserinnen und Leser, gerne berichten.

feldwaldwiesenblogger