Habemus Pop

Vorgestern wurde ich via Twitter von Habemus Pop angeschrieben: „Lieber Feldwaldwiesenblogger, vielen Dank fürs followen. Wir sind uns ja als feldwaldundwiesenrapper gar nicht so unterschiedlich… Schau dir doch mal unser Video an. Ein ironisches Lied über die schönste Limmatstadt der Welt.“

Und tatsächlich: Mein Blogger-Pseudonym „feldwaldwiesenblogger“ animierte gewisse Rapper zu „feldwaldwundwiesenrapper“ – Habemus Pop mit „Züristyle“ ist das Ergebnis.

Neugierig googelte ich die mir unbekannten Rapper. “Züristyle isch ä no geil” bloggt Marco Durrer auf www.78s.ch
Als Einleitung zu seinem Beitrag schreibt Durrer: „Darauf hat die Welt gewartet: Habemus Pop! Ausgerechnet ein Berner namens Zwingli räppt den Züristyle und beschert der weltschönsten Limmatstadt eine neue Hymne.“

Habemus Pop „zwitscherten“ mir weiter zu: „… wenn es dir gefällt, dann würden wir uns freuen, wenn du uns unterstützen würdest und uns zwitscherst oder bloggst. Es wär uns eine Ehre.“
Soso, gewissen Leuten ist es also schon eine „Ehre“, wen ich über sie blogge oder twittere. Das freut natürlich mein feldwaldwiesenblogger-Herz!

„Züristyle“, ein ironisches Lied über das schöne Zürich, gefällt mir, und bringt mich auch zum Schmunzeln. So wie gewisse Leute wohl auch schmunzeln wenn sie meine Texte lesen, geschieht das beim Hören und sehen des Rapsongs von Habemus Pop. In diesem Sinne sind wir uns wahrscheinlich sehr ähnlich, eben „feldwaldundwiesendinger“.

Habemus Pop und auch ich nehmen sich nicht allzu ernst, und rappen oder schreiben hemdsärmlig über Dinge. die uns grad beschäftigen. Wir zwinkern öfters mit beiden Augen und sehen die Dinge nicht so „bierernst“ wie gewisse Leute. Dennoch scheint mir auch bei Habemus Pop, dass es nicht ihr Ziel ist, die Dinge über die sie rappen, durch den Kakao zu ziehen.

Wer aber sind Habemus Pop?
Der von ihnen geschickte facebook-Link kann ich nur zu einem Teil öffnen, da ich nicht (mehr) bei facebook bin. Weiteres Google-Durchsuchen brachte mich wieder auf den oben erwähnten „www.78s.ch“-Blog. Eine eigene Homepage scheint die Rap-Formation noch nicht zu haben.
Was ich aber zu den Jungs noch fand, war ein Mx3-Link. Dort finden sich diverse Infos, so zum Beispiel auch eine Biografie, welche ich auch beim facebook-Link fand. Habemus Pop sind also ein Duo, bestehend aus dem Findelkind Herr Zwingli, welcher in einem Korb die Limmat hinunter trieb, und Herr Zähringer. Herr Zähringer brachte den Herr Zwingli kurz vor seinem 40. Geburtstag auf die schiefe Bahn der Popmusik.


(Bildquelle: http://www.78s.ch)

Auf Mx3.ch, dem Swiss Music Portal, ist das Duo seit einem Monat angemeldet. Wir haben’s hier also mit absoluten „Frischlingen“ zu tun. Da scheint’s erst die Debut-Single „Züristyle“ zu geben, dazu ein Radiointerview auf Radio Rabe.

Was mir auch gut gefällt ist ihr witziges Logo:


(Bildquelle: habemuspop.bandcamp.com)

Hinter der Bildquelle entdeckt man die Lyrics zu ihrem Debut-Song. Beim Anklicken von habemuspop.bandcamp.com kann man den zynisch-ironischen Text nachlesen, welchen man vielleicht beim Anhören des Songs teilweise nicht richtig verstanden hat.
Unterhalb des Textes findet man auch den Verfasser der Lyrics und den „Vocalist“, Alain Messerli. Ist Herr Zwingli also Alain Messerli? Und der mit dem Bass auf dem Foto ist in dem Fall Urs Widmer, alias Herr Zähringer?
Zu Habemus Pop scheinen auch die Backing-„Vocalistin“ Britta Roth zu gehören, und wohl auch der Producer Daniel Lozano.
Der Release von „Züristyle“ erfolgte laut Angabe zudem am 7. August 2013. Wir haben’s hier nicht nur mit einer neuen Band zu tun, sondern auch mit einem brandneuen Song. Wobei Band: Spricht man bei Rappern auch von „Band“?

Ich muss ehrlich gestehen: Rap ist sonst nicht so mein Ding. Steckt aber keine verherrlichte Gewalt sowie irgendwelcher Kommerzschei** dahinter, stattdessen aber ein cooler Text und eine passable Melodie, so werde ich auch aufmerksam darauf.
Hier ein Text-Auszug von „Züristyle“, welcher mir besonders gut gefällt:

Woni Basel bastlet han, isch mir alles i d’Hose
Bern hani schnäll i de Znünipause gmacht
Woni Genf gschaffe, hani sälber glacht.
Aber z’Züri isch mir eifach alles glunge
Won ich’s gschafft han, han ich Halleluja gsunge

Ich finde, Habemus Pop haben etwas. Sie wirken für mich erfrischend, witzig, herrlich zynisch-ironisch und nehmen sich typischerweise für „feldwaldundwiesendinger“ wie sie und ich es sind, nicht allzu ernst.
Meine Wenigkeit, dem nun die „Ehre“ zustand, den Habemus Pop ein kleiner Beitrag zu widmen, findet, dass sie das Zeug dazu haben, sich im Schweizer Musikbusiness ihren Platz zu erobern.
Macht’s gut Jungs!


Usum Chäs-Chessi:

Folgender Leserbrief weckte heute Morgen meine Aufmerksamkeit:


(Quelle: http://www.bote.ch)

feldwaldwiesenblogger’s Kommentar: Ich boykottiere sowieso meist die Durchfahrt durch Schwyz. Wegen irgendwelchen Veranstaltungen und Märkten ist für uns Muotathaler je länger je mehr Schluss beim „Sonnenplätzli“. Zum Glück wird das schon seit Jahren beim Abzweiger den Grund hinunter signalisiert, damit man nicht „vergebens“ zum Verbotsschild fährt. Die klugen Strassenmänner von Schwyz nehmen die erwähnte Signalisationstafel schon gar nicht mehr weg. Sie müssen sie nur jeweils umdrehen.

Sollen sie doch von mir aus den Hauptplatz begrünen, wie Adi Gwerder schreibt, und die Signalisationstafel immer auf „Durchfahrt verboten!“ lassen.

Die „Aristokraten von Schwyz“, wie sie die alten Muotathaler gerne nannten, haben die „armen Buurli“ aus dem Muotathal halt nicht (immer) so gerne. Wir sie aber auch nicht (immer).

feldwaldwiesenblogger

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