Meine Recherchen zu „flätthüntschsauft“

Am letzten Sonntag verfasste ich einen Blogbeitrag mit dem Titel „Das berühmte Muotithaler Bar Fäscht darf sich nicht mehr Flätthüntschsauft nennen„. Ich machte darin ein paar grundsätzliche Gedanken zur Namensgebung „flätthüntschsauft“, und ob dies eigentlich von Seiten des alten Muotathaler Barfest-OK’s rechtens sei, diesen Namen dem neuen OK zu verbieten.
Ich wollte es nach diesem Beitrag dann eigentlich auf sich beruhen lassen. Da folgte jedoch am 28.10.2013 folgender Kommentar zum erwähnten Blogeintrag:

werter feldwaldwiesenblogger,
leider muss ich dich korrigieren, ich habe zwar nichts mit dem alten OK zu tun, aber habe einiges mitbekommen. und die marke „flätthüntschsauft“ ist im schweizerischen markenregister registriert und als marke geschützt.
den rest lasse ich dich gerne selber besser recherchieren.

Ich war sofort hellwach, und mein Recherche-Instinkt erwachte schlagartig. Denn dieser Kommentar war in meinen Augen sogar eine Aufforderung, diesbezüglich Recherchen anzustellen. Dies begann ich denn auch zu tun, gemäss meinem Vorbild Urs Paul Engeler. Erst wird sauber recherchiert, dann kommen die knallharten Fakten auf den Tisch, respektive in meinen Blog.

In der Folge möchte ich euch, liebe Leserinnen und Leser, an meinen Recherche-Tätigkeiten teilhaben. Es geht schlicht und einfach um unser aller „flätthüntschsauft“.


(Bildquelle: lautundspitz.ch)

Ich schrieb also folgende Email an die Schweizerische Markenregistrierung:

Können Sie mir Auskunft geben, ob der Begriff „flätthüntschsauft“ bei Ihnen als Marke registriert wurde?

Der Hintergrund zu meiner Frage ist ein Blogeintrag meinerseits:
http://feldwaldwiesenblog.blueblog.ch/20131027

Ich vermutete in meinem Beitrag, dass „flätthüntschsauft“ nicht als Marke registriert wurde.

Nun gab mir ein Kommentarschreiber (siehe ganz unten beim Beitrag) gestern dazu folgende Auskunft: „…die marke „flätthüntschsauft“ ist im schweizerischen markenregister registriert und als marke geschützt.“

Nach diesem Kommentar wurde ich hellhörig, und suchte via Google ihre Email-Adresse raus. Können Sie mir, wie eingangs schon gefragt, darüber Auskunft geben? Auch, wer diese Marke bei Ihnen schützen liess?

Freundliche Grüsse
feldwaldwiesenblogger

Die Antwort folgte postwendend:

Sehr geehrter feldwaldwiesenblogger,

ja, dieser Begriff ist als Marke eingetragen von:

(…)

P.S.: Der Name ist der feldwaldwiesenblogger-Redaktion bekannt. Nennen wir ihn in der Folge Mister X.

Weil wir fast täglich solche Geschichten erleben, haben wir unseren Service für die Markenregistrierung gemacht. Denn durch einen rechtzeitigen Markenschutz können sich viele unangenehme Ereignisse vermeiden lassen.

Gerne beraten wir Sie für die Registrierung einer neuen Marke wie z.B. dem neuen Namen für das Fest.

Freundliche Grüsse
Francois Cochard
Markenexperte

Ich machte mir in der Folge ein paar Gedanken zu der Email von Herr Cochard, und verfasste relativ schnell eine neue an den netten und auskunftsfreudigen Herrn:

Sehr geehrter Cochard

Besten Dank für Ihre Informationen! Ich bin nicht darauf aus, eine reisserische Geschichte in meinen Blog zu stellen. Mich interessieren einfach die Fakten, und ob die auch stimmen resp. belegbar sind.

Deshalb habe ich weitere Fragen dazu. Dazu erst mal aber eine Erklärung.
Wie ich in meinem Blogbeitrag beschrieb, und vorgängig ein wenig im Internet recherchierte, habe ich folgendes dazu erfahren: „Unter Urheberrecht versteht man „immaterielle Eigentumsrechte“ an kreativen geistigen Schöpfungen.“

Demzufolge müsste „Flätthünschsauft“ also eine kreative geistige Schöpfung von Mister X und seinen Kollegen sein. Ist es aber in meinen Augen überhaupt nicht. Denn wie ich weiter herausfand, hat meines Wissens vorgängig schon Kaplan Alois Gwerder den Begriff „Flätthünschsauft“ erfunden, kreiert, was auch immer. Belegbar und nachlesbar unter folgendem Link.

Die Herren rund um Mister X haben viel mehr „geräubert“ oder „geistiges Eigentum“ von Kaplan Alois Gwerder (letztendlich natürlich vom Muotathalerdialekt) gestohlen, entwendet, was auch immer. Sie haben diesen Begriff genommen, und nicht selber „kreativ geistig geschöpft“. Anschliessend haben sie ihn registrieren lassen und dann kräftig Profit daraus geschlagen.

Nun meine Fragen:
War dieses Vorgehen wirklich rechtens, resp. war das kein Diebstahl von geistigem Eigentum von Kaplan Alois Gwerder?
Haben Sie das bei der Markenregistrierung vorgängig geprüft?
Wenn nun solche unschönen Dinge an den Tag kommen, hat man dann auch die Möglichkeit, dagegen vorzugehen, resp. kann man erreichen, dass der Begriff „Flätthünschsauft“ bei Ihnen wieder aus der Markenregistrierung gestrichen wird?

Freundliche Grüsse
feldwaldwiesenblogger

Wieder postwendend kam eine Antwort von Herrn Cochard:

Guten Tag feldwaldwiesenblogger,

ich denke, hier liegt ein Missverständnis vor: wir sind eine Firma, die als Dienstleistung die Registrierung von Marken im Schweizerische Markenregister anbietet, das aber vom Institut für Geistiges Eigentum geführt wird. Ihre Fragen müssen Sie also an dieses Institut wenden. http://www.ige.ch

Was ich Ihnen aber sagen kann: Ihre Fragen sind durchausberechtigt und bergen juristisches Konfliktpotential. Beim Markenschutz gilt, „dä Gschnäller isch dä Gschwinder“. Was aber nicht heisst, dass die Person, welche eine Marke zum Schutz anmeldet, auch berechtigt ist, dies zu tun. Und das kann juristisch angefochten werden.

Freundliche Grüsse
Francois Cochard


(Bildquelle: partyguide.ch)

Voll im Recherchier-Fieber verfasste ich noch gleichen Tags eine Email an das Institut für Geistiges Eigentum:

Guten Tag

Wie Sie aus untenfolgendem Mailverkehr entnehmen können, hatte ich eine Anfrage betreffs Markenregistrierung von dem Begriff „flätthüntschsauft“.
Herr Cochard von der Markenregistrierung.ch GmbH hat mich dann in seiner Antwort darauf hingewiesen, dass ich mich an Sie, an das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum, wenden soll.
Ich stelle Ihnen also die gleichen Fragen, welche ich Herrn Cochard bereits schon gestellt habe.

Zuerst mal: Ich bin ein Blogger, und habe ich mich kritisch in einem Beitrag zur Namensgebung „flätthüntschsauft“ geäussert:
http://feldwaldwiesenblog.blueblog.ch/20131027

Ich bin nicht darauf aus, eine reisserische Geschichte in meinen Blog zu stellen. Mich interessieren einfach die Fakten, und ob die auch stimmen resp. belegbar sind.

Deshalb habe ich Fragen dazu. Dazu erst mal aber eine Erklärung.
Wie ich in meinem Blogbeitrag beschrieb, und vorgängig ein wenig im Internet recherchierte, habe ich folgendes dazu erfahren: „Unter Urheberrecht versteht man „immaterielle Eigentumsrechte“ an kreativen geistigen Schöpfungen.“

Demzufolge müsste „Flätthünschsauft“ also eine kreative geistige Schöpfung von Mister X (siehe weiter unten, wo Herr Cochard mir mitteilte, wer „flätthüntschsauft“ hat schützen lassen) und seinen Kollegen sein. Ist es aber in meinen Augen überhaupt nicht. Denn wie ich weiter herausfand, hat meines Wissens vorgängig schon Kaplan Alois Gwerder den Begriff „Flätthünschsauft“ erfunden, kreiert, was auch immer. Belegbar und nachlesbar unter folgendem Link.

Die Herren rund um Mister X haben viel mehr „geräubert“ oder „geistiges Eigentum“ von Kaplan Alois Gwerder (letztendlich natürlich vom Muotathalerdialekt) gestohlen, entwendet, was auch immer. Sie haben diesen Begriff genommen, und nicht selber „kreativ geistig geschöpft“. Anschliessend haben sie ihn registrieren lassen und dann kräftig Profit daraus geschlagen.
Die besagten Herren haben „flätthüntschsauft“ übrigens für ein mehrmals stattfindendes Barfest im Muotathal verwendet. Das OK rund um den Namensschützer Mister X ist nun zurückgetreten, und verbot dem neuen OK, welche jetzt das zukünftige Barfest im Muotathal organisiert, weiterhin „flätthüntschsauft“ zu verwenden.

Nun meine Fragen:
War dieses Vorgehen wirklich rechtens, resp. war das kein Diebstahl von geistigem Eigentum von Kaplan Alois Gwerder?
Haben die Herren um Mister X das bei der Markenregistrierung oder bei Ihnen, dem Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum, vorgängig prüfen lassen?
Wenn nun solche unschönen Dinge an den Tag kommen, hat man dann auch die Möglichkeit, dagegen vorzugehen, resp. kann man erreichen, dass der Begriff „Flätthünschsauft“ wieder aus der Markenregistrierung gestrichen wird?

Freundliche Grüsse
feldwaldwiesenblogger

Dies ist jetzt der aktuelle Stand, heute Donnerstag 31. Oktober. Vom Institut für Geistiges Eigentum habe ich leider noch keine Antwort erhalten. Entweder sind sie dort schon im Winterschlaf oder aber meine Fragen haben sie total überfordert.
Wie auch immer: Hinter der Namensgebung „flätthüntschsauft“ und deren Registrierung steckt einige Brisanz. Ich hoffe doch schwer, dass ich von dem Institut noch elektronische Post erhalten werde. Sobald ich mehr weiss, lasse ich euch, liebe Leserinnen(und aussen), natürlich wieder daran teilhaben.

feldwaldwiesenblogger

Unsere Armeespitze ist neuerdings unter den Geheimniskrämern


(Quelle: Neue Schwyzer Zeitung)

Unsere Armeespitze ist neuerdings unter den Geheimniskrämern zu finden! Wie unsere Innerschweizer Schreiberlinge von der Zentralschweiz am Sonntag und der Luzerner Zeitung herausfanden, existiert ein Geheimbericht, denn nicht mal die Mitglieder der Sicherheitspolitischen Kommision (SiK) des Nationalrates kennen (dürfen).

Brisantes soll darin enthalten sein: Die grossangelegte Armeeübung „Stabilo Due“ soll simpel gesagt eine einzige Katastrophe gewesen sein. Mängel und Fehler hüben und drüben soll es dabei gegeben haben.
Nach dem Studium dieser Hiobsbotschaft heute früh verschluckte ich mich fast an meinem Müesli.

Der Kommentarschreiber Pascal Imbach geht sogar noch einen Schritt weiter, und meint: „Die Schweiz unterhält einen milliardenteuren Militärapparat, der – um es auf den Punkt zu bringen – nur im «Übungsmodus» funktioniert.“
Das schlägt dem Fass praktisch den ganzen Boden raus…

Hier der ganze Kommentar von Herrn Imbach:


(Quelle: http://www.schwyzerzeitung.ch)

Eine einzige Katastrophe! Ueli Maurer, VBS-Chef und Alpkäseliebhaber, …


(Bildquelle: Bote der Urschweiz)

… hat jetzt den Käse! Die einst beste Armee der Welt schneidet gemäss dem Geheimbericht total unterirdisch ab. Kein Wunder, will der zweithöchste im VBS, Armeechef Blattmann, dieses scheussliche Papier unter Verschluss halten. Wohl mit „zündroten Grinden“ würden einige dieses „bunten Trachtenvereines“ nach der Veröffentlichung rumlaufen. Unter diesem Gesichtspunkt ist die Geheimniskrämerei schon zu verstehen…

Trotzdem, ich kann es nicht unterlassen, an die Armeespitze einen Appell zu richten.
Meine hochdekorierten Armeeherren: Wieso habt ihr nicht auf die GSoA gehört, und der Abschaffung der Wehrpflicht zugestimmt? Das habt ihr jetzt nun davon…

Was der Armeeführung um Herrn Blattmann hingegen gelang: Diese Geheimnistuerei kam erst nach besagter Abstimmung ans Tageslicht. Was für ein Glück!

Ich vermute, dass dieses mehrseitige Papier meine Befürchtungen um den Zustand der Armee bestätigen würde. Nämlich dass es in dieser Miliz-Armee nur so von Nieten und unmotivierten Soldaten wimmelt. Wie will man da eine grossangelegte Armeeübung gescheit durchführen, geschweige denn gewinnen.
Einerseits sind die Soldaten im WK (oder auch RS), um ein bisschen Ferien zu machen, auf den Putz zu hauen und ordentlich zu bechern. Andererseits gibt es dort solche Helden, welche während der Dienstzeit munter für ihr Geschäft weiterarbeiten.

Wen wundert’s da, dass so eine Übung mit einem Haufen von Amateuren, Hobbyrambos, Ferienspezialisten und nebenher arbeitenden Geschäftsleuten einfach total schief läuft.

Dies will Herr Blattmann nicht wahr haben und hält den miesen Bericht lieber unter Verschluss. Dabei stammelte er etwas von „Im Interesse der Landessicherheit soll der Bericht unter Verschluss bleiben“. So ein Chabis! Solche Dinge kommen doch immer ans Licht, gerade zu Zeiten von Whistle Blowern und NSA-Schnüffeleien.

Steht doch einfach zu eurer Armee, welche den Verantwortlichen aus dem Ruder gelaufen ist. Sowohl kostentechnisch wie auch in Sachen Technik- und Personalwesen!

Macht endlich einen Profibetrieb daraus, und hört mit dem amateurhaften Kasperlitheater auf!

feldwaldwiesenblogger

Das berühmte Muotithaler Bar Fäscht darf sich nicht mehr Flätthüntschsauft nennen


(Bildquelle: https://www.facebook.com/events/201437630000511)

Diese schönen Schilder sind zurzeit an unseren Strassen in Muotathal, Schwyz und wo weiss ich noch wo (Bisisthal?) anzutreffen. Der geneigte Leser fragt sich jetzt: Da gab es doch einst das „Flätthüntschsauft-Barfest“ am selben Datum (erster Samstag im November) und am selben Ort. Wieso um Himmels Willen wird jetzt aber auf die schöne Namensgebung „Flätthüntschsauft“ verzichtet?

Nun, wie mir zu Ohren kam, gibt es da einen ganz einfachen Grund: Das alte Organisationskomitee (OK) trat nach dem letzten Flätthüntschsauft-Fest im vergangenen Jahr zurück. Ein neues festwilliges OK bildete sich, um die Tradition eines Barfestes im Muotathal weiter zu führen. Der Witz war jetzt nun, dass die alte Truppe der neuen verbot, den Namen Flätthüntschsauft weiter zu verwenden.

Das machte mich dann allerdings stutzig. Ich fragte mich sogleich: Haben diese werten Herren den Namen seinerseits für ihr Barfest eigentlich schützen lassen? Ich vermute mal Nein.

Hier muss ich eine Klammer einschieben: Ich muss vorausschicken, dass ich zu diesem Thema nur Internet-Recherchen angestellt, und keine Betroffenen vom alten oder neuen Barfest-OK befragt habe. Womöglich stimmen eventuell nicht alle Fakten, und sind nur Vermutungen meinerseits.

Weiter im „Recherche-Text“: In der Vergangenheit habe ich nie ein umrundetes C hinter dem Flätthüntschsauft erblickt. Dies lässt nämlich sofort erkennen, dass etwas urheberrechtlich geschützt wurde.


(Quelle: http://www.copyright.ch)

In obiger Erklärung steht: Unter Urheberrecht versteht man „immaterielle Eigentumsrechte“ an kreativen geistigen Schöpfungen.
Demzufolge müsste Flätthünschsauft eine kreative geistige Schöpfung sein, wenn es denn nach Schweizer Recht geschützt wäre. Um dies zu erkennen, dass dies unmöglich der Fall sein kann, muss ich nicht Jurist, sondern Muotathaler sein.

Denn: Flätthüntschsauft ist keine kreative geistige Schöpfung, sondern setzt sich aus den drei Muotathaler Mundartwörtern flätt, hüntsch und sauft zusammen. Das „Kreative“ daran ist höchstens, dass hintereinander Setzen dieser drei Worte.

Aber nicht mal das ist eine eigene „geistige Schöpfung“ wie ein Klick auf folgenden Link verrät: Flätthüntschsauft


(Quelle: http://www.muotathal.ch)

Das alte OK hat bezüglich dieser Wortklauberei um Flätthüntschsauft „geräubert“. Es ist also ganz klar keine eigene kreative geistige Schöpfung, sondern eher ein „geistiger Diebstahl“ aus dem Muotathaler Mundart-Wörterbuch von Kaplan Alois Gwerder.

Diese ganze Geschichte um den Namensverbot von Flätthüntschsauft habe ich nun in wenigen Zeilen entkräftet. Das neue OK dürfte also ohne Weiteres ihr Barfest weiterhin Flätthüntschsauft nennen, ohne dass es Schwierigkeiten geben könnte.

Ich vermute einfach mal, dass sie es leid waren, mit dem alten OK und deren Häuptlingen um deren „geistigen Diebstahl“ zu streiten. Zu blöde und absurd erschien ihnen wahrscheinlich die ganze Situation, dass sie das Fest einfach nun so nennen, was es von seit Beginn weg eigentlich schon immer war: Ein „hundsgewöhnliches“ Barfest, nicht mehr und nicht weniger.

Aber es gibt halt immer wieder Leute, die meinen, sie haben die Weisheit einerseits mit den Löffeln gefressen und andererseits noch gepachtet. Diese Kombination macht die Menschen gerne egoistisch, gierig und unvernünftig.

Ich meinerseits hätte mich wahrscheinlich gerne auf diesen Spass eingelassen, ob ich jetzt Flätthüntschsauft verwenden darf oder nicht. Mir können diese Herren sowieso nichts anhaben, denn ich jongliere lieber mit den geschriebenen Worten, als mich mit solchen Streitereien auseinander setzen zu müssen.

Meine Wenigkeit verwendet den Begriff flätthüntschsauft gerne auch auf Twitter. Dabei brauche ich niemanden zu fragen, ob ich das darf oder nicht. Denn ich missbrauche kein geschütztes geistiges Eigentum. Viel mehr verwende ich gerne geistiges Eigentum aus dem vielseitigen Muotathaler Mundart-Wortschatz, damit dieses Kulturgut nicht verloren geht.

Das hat das alte OK leider nicht als solches erkannt. Sie haben sich selber aus dem Muotathaler Mundart-Wortschatz bedient und Profit daraus geschlagen. Dies hingegen mögen sie scheinbar dem neuen OK nicht gönnen. Solches Verhalten darf man meines Erachtens getrost als „kleinkariertes Füdlibürgertum“ bezeichnen.

Dem neuen OK des nun heissenden „Muotithaler Bar Fäscht“ wünsche ich trotzdem viel Erfolg und ein tolles Fest am 2. November in der Mehrzweckhalle Stumpenmatt!

feldwaldwiesenblogger

Nachlese zur Herbstversammlung der Muotathaler Wetterschmöcker

Seit gestern Abend wissen wir nun also wieder, wie das Wetter für das kommende halbe Jahr, das sogenannte Winterhalbjahr, wird.


(Bildquelle: http://www.bote.ch)

Der Bote der Urschweiz hat denn auch eine schöne Zusammenfassung der gestrigen Herbstversammlung im Mythenforum (Schwyz) parat.


(Bildquelle: http://www.bote.ch)

Diesmal gewann der Letzte vom vergangenen Frühling, Steinbockjäger Karl Reichmuth. Ironie des Schicksals: Der Erste vom Frühling, Muser Martin Holdener, wurde Letzter!

Reichmuth’s Prognosen deuten auf einen schneereichen und eisigen Winter hin. Eigentlich schön, vor allem für die Schneesportler. Nur: Der Winter will auch im nächsten Frühling, wie schon dieses Jahr, einfach nicht zu Ende gehen, und strebt also erneut eine Verlängerung an. Der Steinbockjäger meint: „Die ergiebigen Schneefälle zögen sich bin in den Frühling.“ Hoffen wir’s mal nicht…

Hier im Detail auch die Winterprognosen der anderen fünf Wetterpropheten:


(Bildquelle: http://www.bote.ch)

Immerhin macht uns der Sandstrahler Peter Suter Hoffnung: „Der Vorwinter wird bis zu Neujahr zu trocken und nicht zu kalt ausfallen.“ Je nach Sichtweise eine tolle Prognose, vor allem für die Autofahrer und die Anti-Wintersportler…

Aufhorchen liess mich der Tannzäpfler Alois Holdener: „Es wird an mehreren Tagen Schneefall geben. Wahrscheinlich müssen die Gemeinden auch unsere farbigen Leute zum Schneeschaufeln aufbieten.“ Politisch korrekt nannte er die afrikanischen Asylanten „farbige Leute“. Hut ab, Tannzäpfler!
Natürlich unterstütze ich seine Meinung voll und ganz. Diesen Menschen kann es nicht schaden, eine Beschäftigung zu haben. Denn erstens tut ihnen das Schneeschaufeln gut, und zweitens machen sie in dieser Zeit nichts Dümmeres…

Desweiteren haben die Wetterschmöcker heute Morgen ein paar ganz schöne Zwitscherlaute von sich gelassen:


(Quelle: twitter.com/M_Wetterprophet)

Wunderbar, nicht wahr! So erfahren wir noch Dinge, die nicht über’s Radio Central verbreitet wurden, und nicht im Bote der Urschweiz oder in der Neuen Schwyzerzeitung standen. Zum Beispiel, dass die sechs urchigen Mannen nach der Versammlung noch tüchtig gefeiert haben…
Zudem habe ich heute erfahren, dass der gestrige Sieger, der Steinbockjäger Karl Reichmuth heute schon wieder aktiv ist:
Der Steinbockjäger ist wieder auf der Jagd,
dabei hat er wie immer seine tüchtige Magd.

Aber auch die anderen fünf Wetterschmöcker sind trotz „Blauen“ wieder in ihr Business, das Wetterprophezeien, eingestiegen:
Der Wettermissionar hat zwar ein bisschen Kopfweh,
anzutreffen ist er heute Abend wieder im Fernseh.

Der Sandstrahler war in der Natur schon früh,
das bereitet dem rüstigen Rentner keine Müh.

Der Tannzäpfler schritt am Morgen schon in den Wald,
dabei meinte er, der Winter wird kommen sehr bald.

Der Naturmensch brummte schon früh in seinen Bart,
der nächste Winter wird werden „grad ordäli“ hart.

Der Muser fuhr vom Haggen nach Schwyz runter,
und meinte, die Bäume werden immer bunter.

So kann der Winter nun getrost kommen. Wir sind dank den Wetterprognosen unserer sechs Muotathaler Wetterschmöcker bestens gerüstet.


Usum Chäs-Chessi:

Die Jungen Grünen zeigen mir dieser Tage wieder mal, wie man „twittertechnisch“ überhaupt nicht unterwegs sein darf!


(Bildquelle: Neue Schwyzer Zeitung)

Ich bin auch ein Twitterer, und bin mir sehr wohl der Verantwortung bewusst, die so ein scheusslicher Tweet auslösen kann. Meine Wenigkeit ist zwar im Riesenbiotop des Twitters so quasi ein Nobody, und völlig unabhängig was ich „rauszwitschere“. Trotzdem habe auch ich mich an gewisse Regeln zu halten.

Was dieser grüne Twitterer mit seiner „Freude über den F/A-18-Absturz“ rausliess, ist einfach unterste Schublade. Zum Glück reagierte die Jungpartei sofort, und löschte diesen Irrsinn.

Irre ich mich, oder sind die jungen Linken besonders anfällig auf unüberlegte Twitterei? Es ist noch nicht lange her, als der JUSO-Chef David Roth sich mit einem Bier über den Tod der früheren britischen Premierministern Margaret Thatcher freuen wollte.

Läppisch sage ich dazu: Diese jungen Leute sind noch grün hinter ihren Ohren, was ja auch ein Stück weit auf ihre politische Herkunft zurück zu führen ist. Trotzdem oder gerade diese Kreise müssen sich ihrer Verantwortung bewusst sein, was sie via Twitter, Facebook und allgemein übers Internet verbreiten. Denn ihre jungen „Anhänger“ sind ja wohl allesamt irgendwo auf so einer „Socialmedia-Plattform“ unterwegs, respektive leben ja geradezu dort.

Also, Vorsicht ihr Freunde des grünen Twitter-Terrors: Mässigt eure „schwarzen Schafe“!

feldwaldwiesenblogger

feldwaldwiesenblogger twittert für dich!

Hier wieder mal ein Lebenszeichen von mir. Denn ich wurde heute Morgen bereits schon gefragt, ob ich überhaupt noch blogge.
Ja natürlich blogge ich noch!!! Dabei ist es seit meinem letzten Beitrag gerade mal 10 Tage her…

Also, ich hatte eine Woche Ferien und in der jetzigen Woche eine Unmenge an Arbeit im Geschäft. Trotzdem: Ich blieb nicht tatenlos.


(Bildquelle: http://www.biomerieux.de)

Ich twitterte in dieser Zeit relativ viel, einerseits auf meinem eigenen feldwaldwiesenblogger-Kanal.

Ich habe bereits 548 Follower (Folger), welche meinem Gezwitscher lauschen. Und täglich werden es mehr. Dabei liess ich schon über 1500 Tweets (kleine Textnachrichten mit Links- oder Bildanhängen) raus…
Ich habe viel Spass an dieser „Social-Media-Plattform“, und twittere seit Kurzem auch für den BFC Zürich (Bayern München-Fanclub Zürich).


(Bildquelle: feldwaldwiesenblogger)

Seit heute twittere ich auch für die Muotathaler Wetterfrösche. Sie wissen nur (noch) nichts davon…
Auf folgendem Link kann man nun den urchigen Wetterpropheten „twittertechnisch“ folgen: Wetterschmöcker


(Bildquelle: feldwaldwiesenblogger)

Mir macht die „Twitterei“ so viel Spass, dass ich meine Dienste auch dir, liebe Leserin, lieber Leser, anbieten möchte. Natürlich kann ich nicht für die ganze Welt twittern. Aber für die eine oder andere Band, Verein, Organisation, Gruppierung etc. hätte ich schon noch Zeit und Musse.
Denn: Bei Twitter hat man pro Tweet nur (!) 140 Zeichen zur Verfügung. Mir kommen dabei jeweils allerlei Schlagzeilen und freche Sprüche in den Sinn. Sonst wäre ich bei meinem eigenen Twitterkanal ja nicht auf über 1500 Tweets gekommen…

Natürlich kann man an die Tweets auch Links oder Bilder hängen. Bei Twitter lebt aber mehr das geschriebene Wort, ganz im Gegensatz zu Facebook, wo mehr die Bilder für sich sprechen (müssen).

Übrigens: Auf Twitter tummelt sich bereits schon die halbe Welt und zwitschert mehr oder weniger Gescheites…
Dabei trifft man vom schnüffelnden Obama, über einen lustigen Victor Giacobbo, hin zu einem ernsteren Abt Wehrlen bis zum jungen Fussballprofi Shaqiri einige an sogenannten „Schwergewichten“ an. Natürlich sind bei Twitter aber auch Du und Ich als „Normalos“ vertreten.

Alos: Ihr dürft euch ungeniert bei mir melden, und wir besprechen das Vorgehen mit der „Zwitscherei“.

Das Bloggen und Twittern macht mir riesigen Spass. Deshalb lasse ich euch auch an meiner Freude teilhaben. Sei es bei meinem Blog mit „Carte Blanche“-Beiträgen, oder eventuell bald für den einen oder anderen Twitterkanal.

feldwaldwiesenblogger

Fates Warning-Konzert im Z7 – Ein Rückblick

Am letzten Samstagabend ging es zu Dritt nach Pratteln, in die berühmt-berüchtigte Konzertfabrik Z7.
Auf dem Programm stand ein Konzert der Prog-Metal-Band Fates Warning. Prog-Metal-Band? Fates Warning?

Wikipedia zitiert darüber wie folgt:

„Fates Warning ist eine US-amerikanische Metal-Band, die zu den Begründern des Progressive Metal zählt. Nach der Gründung der Band im Jahr 1983 in Connecticut erschien 1984 ihr erstes Album unter dem Titel Night on Bröcken, das noch stark von der Beeinflussung traditioneller Heavy-Metal-Bands wie Iron Maiden geprägt war. Das Debütalbum galt als wenig bedeutend, wohingegen die nachfolgenden fünf Alben der Gruppe als wegweisend für die Entwicklung des Progressive Metal angesehen werden, was besonders auf ihre Veröffentlichungen zwischen den Jahren 1985 und 1988 zutrifft mit den Platten The Spectre Within (1985), Awaken the Guardian (1986) und No Exit (1988). Diese Alben zeichnen sich durch komplexe und filigrane Vokalstrukturen aus, die östliche Einflüsse zeigen. Hinzu kommt das professionelle Gitarrenspiel von Matheos und Arduini/Aresti, welches sich durch komplexe Riffs, Tempowechsel, songdienliche, aber auch angepasst-virtuose Soli und Akustikpassagen auszeichnet.“
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Fates_Warning)


(Bildquelle: http://www.fateswarning.com)

Meine Wenigkeit wurde durch einen Kollegen auf dieses Konzertereignis aufmerksam gemacht, mit dem Hinweis, dass Fates Warning seit 9 Jahren kein Studioalbum mehr auf den Markt brachten. Mit dem neuen Werk „Darkness In A Different Light“ sind die US-Amerikaner nun auf Tour.
Kleine Randnotiz: Besagter Kollege G wollte nach dem Konzert sich das neue Studiowerk zulegen. Ihm wurde aber mitgeteilt, dass es die Band versäumt hat, CD’s mit nach Pratteln zu nehmen…

Vorgängig ging man sich im nahe gelegenen „Countryschuppen“ Kentucky Saloon mit Speis und Trank stärken.
„Unsere Muotathaler“ Dusty Boots sind in jenem Saloon übrigens auch schon aufgetreten…

Frohgemut ging‘s dann rüber zur Konzertfabrik, wo wir „nur“ 40 Franken für den Einlass hinzublättern hatten. Die erste von zwei Vorgruppen war bereits schon fertig, die zweite war noch „an der Arbeit“. Eine ordentliche Prog-Metal-Band aus Norwegen, welche ein wenig an Dream Theater erinnerte.


(Bildquelle: feldwaldwiesenblogger)

Nach einer kurzen Umbaupause und einem kurzen Intro betraten Fates Warning um 22 Uhr die Bühne. Die aktuelle Band besteht zurzeit aus Ray Alder (Gesang), Jim Matheos (Gitarre), Frank Aresti (ebenfalls Gitarre), Joey Vera (Bass) und Bobby Jarzombek (Schlagzeug).
Aresti ist auf dieser Tour nicht dabei und wurde durch einen jungen Gitarristen (auf dem Bild ganz rechs) exzellent vertreten.

Als Gitarrist Jim Matheos auf die Bühne kam, erklärte jemand aus dem Publikum: Das ist der Chef. In der Tat ist er der „Chef“, ist er doch noch das einzig verbliebene Gründungsmitglied. Zudem erinnerte er mich mit seiner lockig-langen Haarmähne an Steve Harris, den Mastermind von Iron Maiden. Ironie des Schicksals: In den Anfangstagen von Fates Warning wurden sie, wie oben gelesen, von den „eisernen Jungfrauen“ musikalisch beeinflusst…

Was mir auch auffiel: Die Band trat sehr bescheiden auf. Die allesamt in dunklen „Uni-T-Shirts“ und Jeans aufspielenden Fates Warning scherten sich einen Deut um Glitzer und Glamour. Das einzige Sinnbild für ihr „Rockerdasein“ sind die noch immer langen Haare, mit Ausnahme des Bassisten Vera.


(Bildquelle: feldwaldwiesenblogger)

Auch das Bühnenbild wurde bescheiden gehalten. Kein Pomp, kein Firlefanz und keine besonders ausgeklügelte Lichtshow. Das einzige Showelement waren wahrscheinlich die im Hintergrund bläulich eingeblendeten Hieroglyphen.
Solcherlei Bescheidenheit macht mir besonders Eindruck. Fates Warning hat es nicht nötig, songliche Schwächen oder technischen Fähigkeiten mit Schnickschnack zu übertünchen.
Es wurde zudem gänzlich auf peinliches „Rumgepose“ verzichtet.

Die Musiker beherrschen ihre Instrumente allesamt brillant und bringen sich stets absolut song- und banddienlich ein. Zu erwähnen gilt auch, dass auf ein Drumsolo und ellenlange Gitarrensoli verzichtet wurde. Ihre vertrackten und sehr abwechslungsreichen Songs brauchen solcherlei schlicht nicht. Im Gegenteil: Es würde nur stören.
Als einziges Manko würde ich des Sängers Stimme verzeichnen. Nicht wegen seiner Fähigkeiten als solches, sondern eher wegen Stimmproblemen am Samstagabend. Eventuell hatte Ray Alder auch eine Erkältung wie der Schreibende… Jedenfalls merkte man das vor allem bei seinen Ansagen, die schon mal in einem erstickten Schlucken untergingen. Der Gesang im Allgemeinen war eigentlich in Ordnung. Wir vermuteten hinterher, dass das Konzert eventuell wegen dem Sänger „nur“ 90 Minuten dauerte…


(Bildquelle: feldwaldwiesenblogger)

Die im Z7 angebrachten Spiegel verleihen einem der schönsten Konzerttempel der Schweiz zusätzlich Tiefe. Zudem lassen sie auch das Gegenüber erkennen, das eigene Spiegelbild. Und so meinte mein eigenes Spiegelbild zu mir: „Du kanntest diese Band leider bisher viel zu wenig, trotz der einen alten CD in deinem Besitz. Die fandest du aber vorgängig nicht mal mehr. Eigentlich eine Schande.“
Recht hatte mein Spiegelbild! Fates Warning gefielen mir wirklich ausgezeichnet, und ich werde in Zukunft ein Auge auf die Band werfen. Zudem habe ich mir bereits die neuste Scheibe zu Gemüte geführt.

Von dieser neuen CD wurden am Samstag ein paar wenige Songs kredenzt, so unter anderem „Firefly“. Dieses „Firefly“ war für mich denn auch der beste Song des Abends. Eine wunderbare Nummer in einem Midtempo-Groove, unterlegt mit einer schönen Melodie, Prog-Metall-Riffen und dem markanten Gesang von Alder. Wenn Fates Warning so daherkamen, zogen sie mich sofort in ihren Bann.
Oder auch bei ruhigen Passagen, wenn Vera aus seinem Bass einen hypnotischen Rhythmus peitschte, welcher der Drummer geschickt unterstützte. Überhaupt der Schlagzeuger: Bobby Jarzombek sah man kaum hinter seiner grossen „Küche“. Man nahm ihn aber auch nicht unbedingt zwingend wahr. Dies sei scheint‘s ein gutes Zeichen für gutes Drumming, erklärte mir mal ein Jazzmusiker.

Klar gab es auch Songs, die mir weniger gefielen. Die Mehrzahl der Lieder überzeugte mich aber und hinterliessen bei mir einen nachhaltigen Eindruck.
Progressive Metal ist halt nicht gleich Progressive Metal! Es kommt immer auch darauf an, wie diese Art von Musik gespielt wird. Wenn sie auf die Spitze getrieben wird und nur noch das Technische überwiegt, beginne ich langsam wegzuhören. Solche Elemente waren aber nur selten beim Fates Warning-Konzert auszumachen.

Fates Warning steht für Melodien, schöne Gesangsbögen, den entsprechenden teilweise vertrackten Gitarrenriffen, fordernden Solis, hypnotischen Basseinlagen und einem technisch hochstehenden Schlagzeugspiel. Das samstägliche Konzert im Z7 verdiente deshalb von mir gleich zwei Daumen hoch!


(Bildquelle: feldwaldwiesenblogger)

Das nicht in grossen Scharen erschienene Publikum spendierte der Band hinterher auch den wohl verdienten Applaus.
Dank dem Standort Pratteln, ideal im Dreiländereck gelegen, erschienen wohl auch deutsche und französische Fans der Band am Konzert. Die nicht allzu grosse Meute bestand denn auch nicht unbedingt aus „Schweinerock-Fans“. Es handelte sich teilweise schon um ältere Herrschaften, die man getrost als die „Klassikhörer“ unter den Metallfans bezeichnen kann. Dass die während des Konzertes nicht unbedingt den grössten Radau machen, versteht sich von selbst. Diese Art Konzertgänger macht es halt wie ich auch: Zuhören, geniessen und (meist) Ruhe bewahren…

Für meine Kollegen der Grümpi-Band 2014 habe ich noch ein kleines Mitbringsel aus Pratteln:


(Bildquelle: feldwaldwiesenblogger)

Brauchen wir für unseren „Muotathaler Grümpelturnier-Konzertevent“ etwa ein Mischpult in solchen Dimensionen? Ja? Ich habe es nach dem Z7-Konzert mitlaufen lassen. Es befindet sich noch im Kofferraum meines Subaru‘s…


Usum Chäs-Chessi:

Mir kam gerüchteweise zu Ohren, dass die Muotathaler „Sound- und Fassfreunde“ aufhören möchten. Ich hoffe, es bleibt beim Gerücht. Denn es wäre wirklich schade.
Bekannt geworden ist diese lustige Truppe durch das Organisieren von speziellen Rockkonzerten hinter dem Restaurant Alpenrösli in einer Art „Konzerthüttli“. Da sich im näheren Umfeld eine neue Wohnsiedlung niederliess, scheint diese Art von Musikvergnügen leider nicht mehr möglich.


(Bildquelle: feldwaldwiesenblog.blueblog.ch)

Aus diesem Grund organisieren die Sound- und Fassfreunde (ein letztes Mal?) im Saal des geschlossenen Hotels Tell im Muotathal am Samstag, 16. November ein Konzert. Auftreten sollen dabei „The Western Sizzlers, eine Band des ehemaligen Georgia Satellites-Mitglied Rick Richards.

Als „Gluschtigmacher“ gibt es ein YouTube-Video, auf welchem die Band „Break The Rules“, ein Status Quo-Song, covert.
Anmerkung der feldwaldwiesenblogger-Redaktion: „feldwaldwiesenblogger, das ist doch der (!) Quo-Kracher, bei welchem jeweils du mit deiner Stimme das Gitarrensolo machst…“

Zum Video, welches am 19.09.2013 veröffentlicht wurde, findet man unter anderem folgenden Hinweis:“(…) Taken from their debut album „For Ol‘ Times Sake“, The Western Sizzlers have arrived …. and yes sir, they can „Boogie“! (…)“

(Quelle: http://www.youtube.com)

Der Link zu diesem Video wurde mir als Konzerthinweis vom Sound- und Fassfreunde-Mitglied Bruno Gwerder zugestellt. Besten Dank!
Ich habe mir das Datum notiert und werde mir diese geile Rocksause natürlich nicht entgehen lassen. Als alter Status Quo- und Georgia-Satellites-Fan kommt man an jenem Abend sicher voll auf seine Kosten. YEAH, long live Rock’n‘Roll!

feldwaldwiesenblogger

Doktor Armin Ablondi’s Keller-Räumung ergab 10 verstaubte Perlen

Doktor Armin Ablondi hat in den letzten beiden Wochen seinen Keller aufgeräumt, und mir dabei ein paar verstaubte Perlen überlassen. Bei diesen besagten „Perlen“ handelt es sich allesamt um filmische Dokumente, welche ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Nach gründlichem Staub wischen sind sie nun wieder ganz ansehnlich.

Perle Nr. 1:
Eine Perle jüngeren Datums zwar, Doktor Ablondi wollte sie aber in seiner „Räumungswut“ schon wieder los werden:

Ein „Sempach-Spezial“ vom Schlussgangfilmer Jakob Niederberger, veröffentlich am 7.10.2013.

(Video-Quelle: http://www.youtube.com)

Perle Nr. 2:
21.4.2001: Das Ländlertrio Ablondi-Imhof, verstärkt mit Hans Hofer (Schnuuregige) am „Sepp Duss sim 60ste“ in der Sparenhütte Menzingen. Doktor Armin Ablondi selber „in Action“ mit seinem Örgeli.

(Video-Quelle: http://www.youtube.com)

Perle Nr. 3:
Der „Fuseljasser-Blues“, vorgetragen von Doktor Ablondi und seinen beiden Kumpels zu später Stunde im Juni 2007.

(Video-Quelle: http://www.youtube.com)

Perle Nr. 4:
Doktor Armin Ablondi und Heiris Chrigul „im musikalischen Schuss“ auf der Waldi-Alp im Muotathal (Juli 2007).

(Video-Quelle: http://www.youtube.com)

Perle Nr. 5:
Retomons & Waschi GmbH, eine der Lieblingsbands von Doktor Armin Ablondi. Am 30.06.2012 entstand dieses Film- und Tondokument beim Restaurant Treib in Seelisberg (UR). Die Retomons covern dabei den Song „Folsom Prison Blues“ vom legendären Johnny Cash. Doktor Ablondi nennt diese Art von Musik „Agro-Country“.

(Video-Quelle: http://www.youtube.com)

Bevor wir zur nächsten Perle kommen, rügte mich Doktor Armin Ablondi erst mal zünftig. Ihm passt nicht, dass ich Stellung für Roger Köppel nach seinem fremdenfeindlichen Auftritt bei „Hart aber fair“ bezogen habe.


(Quelle: feldwaldwiesenblog.blueblog.ch)

„Dieser Köppel verkennt die Situation auf und vor Lampedusa total! Am letzen Montag konnte man sich als Schweizer nur schämen wegen diesem Weltwoche-Heini. Zum Glück ist der Roger ein halber Deutscher…“ wetterte Doktor Ablondi weiter.

Zudem regt ihn die diesbezügliche Berichterstattung in der neusten Weltwoche massiv auf.


(Quelle: http://www.weltoche.ch)

Doktor Armin Ablondi meinte erzürnt weiter: „Dieser junge Schnuderi, der hat doch keine Ahnung! Europa ist Schuld an der Misere in Afrika. Deshalb stehen wir in der Pflicht, so viele Flüchtlinge wie möglich aufzunehmen.“

Mit der nächsten, einer für ihn sehr persönlichen Perle, konnte ich den beliebten Doktor jedoch wieder beruhigen…

Perle Nr. 6:
Eine Ansage im Schweizer Fernsehen im Jahr 1982. Wie mir schon vorgängig zu Ohren kam, war Doktor Armin Ablondi damals heimlich verknallt in die hübsche Programmansagerin.

(Video-Quelle: http://www.youtube.com)

Perle Nr. 7:
„Söll emol cho“ im legendären „Teleboy“, ein „Best of“ der damaligen Versteckte Kamera-Spässe vom letztes Jahr verstorbenen Kurt Felix. Doktor Armin Ablondi kugelt sich noch heute vor Lachen ob dem älteren Herrn mit den „Söll emol cho“-Rufen.

(Video-Quelle: http://www.youtube.com)

Perle Nr. 8:
Die Dusty Boots haben es Doktor Armin Ablondi sehr angetan. Den Auftritt der Muotathaler Road Music-Band in der Hopp de Bäse-Sendung vom 14.11.2009 zieht sich der Doktor regelmässig rein.

(Video-Quelle: http://www.youtube.com)

Perle Nr. 9:
Doktor Armin Ablondi ist ein wahrer Fan von der Feuerwehr Muotathal, genauer gesagt von dessen Unterabteilung Atemschutz. Dieses filmische Dokument aus dem Jahr 2000 ist einer der Lieblingsstreifen unseres Muotathaler Kulturbotschafters.

(Video-Quelle: http://www.youtube.com)

Perle Nr. 10:
„Das Rätpäck-Interview mit Büne Huber, Frontmann der Berner Mundartrockband Patent Ochsner, ist einfach hammergeil! Büne Huber, der Swiss Lebowski, wird wegen DJ Bobo schlicht und einfach stehen gelassen…“ erklärte mir ein hoch erfreuter Doktor Armin Ablondi bei der letzten Perle.

(Video-Quelle: http://www.youtube.com)

Ich bedanke mich bei Doktor Armin Ablondi für die wirklich schönen Filmperlen! Die Welt wäre ohne diese Juwelen und ohne unseren Doktor kulturell um einiges ärmer.
Aber keine Angst: Bei Ablondi’s Keller-Räumung ging nichts verloren. feldwaldwiesenblogger transportierte diese Kostbarkeiten klammheimlich in sein eigenes Archiv.
Liebe Leserinnen und Leser, wenn ihr schön brav seid, gibt es vielleicht bald wieder einmal Perlen aus dem geräumten Ablondi-Keller zu sehen und hören.

Zum Schluss unseres „verstaubte Perlen suchen“-Abends gab mir Doktor Armin Ablondi noch einen Rat auf den Heimweg: „Verlier deine Menschlichkeit nicht an die rechts-bürgerlichen Kreise um Roger Jürg Köppel. Diese Kreise plustern sich gerne menschenverachtend auf, um ihre Druckerzeugnisse verkaufen zu können. Lass deinen gesunden Menschenverstand walten, und vergiss dabei nicht die schwächeren und ärmeren Menschen auf unserer Welt!“

feldwaldwiesenblogger

Die Herbstversammlung der Muotathaler Wetterschmöcker – eine dichterische Vorschau


(Bildquelle: http://www.einsiedeln-tourismus.ch)

Ende Oktober ist es endlich wieder so weit,
die Muotathaler Wetterschmöcker sind bereit.
In Schwyz findet die Herbstversammlung statt,
die sechs Prognosen sind auf so manchem Blatt.

Im Mythenforum, am Freitag den 25. Oktober,
bis dann muss sein das ganze Heu im Schober.
Die sechs urchigen Mannen lassen’s uns wissen,
ob’s gibt einen Winterschlaf auf weichen Kissen.

Wird der Winter eisig kalt, streng und sehr lang,
oder mit wenig Schnee, für die Skifahrer bang?
Gespannt bin ich auf deren weisen Vorhersagen,
denn die SRF-Prognosen tun mich nur plagen.

Die vom Leutschenbach können nicht machen,
eine Prognose für fünf Tage, ohne zu lachen.
Unsere Wetterschmöcker sagen jeweils voraus,
das Wetter für sechs Monate mit viel Applaus.

Der „Naturmensch“ geht auf die Alp im Juni,
dort erzählt ihm das Wetter der junge Muni.
Der „Tannzäpfler“ streicht durch den Wald,
flüstern tut ihm der Wind: es gibt Regen, bald.

Der „Muser“ hat gerne das schöne Wiibervolch,
und beobachtet auf dem Haggen den Regenmolch.
Der „Wettermissionar“ sitzt auf einem Haufen,
voll mit Ameisen, die über seinen Bauch laufen.

Der „Steinbockjäger“ macht sie auf der Jagd,
die Vorhersagen zusammen mit seiner Magd.
Der „Sandstrahler“ wandert durch die Natur,
und ist dabei dem Wetter immer auf der Spur.

Die Studierten jagten uns einen Schrecken ein,
mit Winterprognosen, das kann gar nicht sein.
Der Winter soll uns vertreiben in ganzen Herden,
länger, härter und kälter soll er sogar werden.

Diesen Profi-Meteorologen ist nicht zu trauen,
sie reden den ganzen Tag viel wie die Frauen.
Was rauskommt ist oft nicht klar zu verstehen,
solcherlei kann ich auch aus der Natur ersehen.

Deshalb vertraue ich auf unsere Wetterschmöcker,
deren Aussagen sind haarig wie des Dromedars Höcker.
Die Anpassung dieser Tiere an trockenes Klima,
das erinnert doch an den schönen Sommer, prima!

Ob der „Muser“ oder der „Wettermissionar“ gewinnt,
Hauptsache die Zeit bis zur Versammlung zerrinnt.
Gönnen mag ich den verdienten Sieg allen Herren,
darum soll sich bis dahin die weise Jury scherren.

Freuen dürfen sich auf den schönen Abend die Leute,
es dürfte geben im Mythenforum eine Riesenmeute.
Die sechs Wetterschmöcker sind für den Anlass fit,
trainiert wurde mit Brisago und Kafi Schnaps, ein Hit.

feldwaldwiesenblogger

Filmische Juwelen… 6 Entdeckungen von feldwaldwiesenblogger

Gestern Abend guckte ich mir Roland Emmerich’s „White House Down“ im Kino an. Wie Björn Schneider in seiner Filmkritik auf cineman.ch ganz richtig analysiert, handelt es sich dabei um „ein brillant fotografiertes Action-Feuerwerk, dessen überzogener Patriotismus und dünne Handlung durch die perfekte Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern ausgeglichen wird“. Die beiden Hauptdarsteller sind übrigens Channing Tatum (Ex-Cop John Cale) und Jammie Foxx (US-Präsident James Sawyer).

(Quelle: http://www.youtube.com)

„White House Down“ ist nun ein weiterer Blockbuster von Emmerich, welcher mit „Independence Day“ und „2012“ bereits grosse Erfolge feiern konnte. Schon bei diesen beiden Filmen ging es um pathetischen US-Patriotismus, welcher leider auch wieder bei seinem neusten Werk allgegenwärtig ist. „Die dünne Handlung“ und eben dieser „Patriotismus“ sind für mich Grund, dem Film nur vier von fünf Punkten auf meiner Richterskala zu vergeben.

Am Schluss des Filmes, beim Abspann, konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen: Da lief nämlich „Street Fighting Man“, ein Song der britischen (!) Band Rolling Stones. Dies so viel zum „US-Patriotismus“, der dann doch glücklicherweise vor der Schlussmusik Halt machte. Dies wiederum macht die Sache sehr sympathisch, und gibt dem Film einen halben Extrabonus-Punkt meinerseits…

Etwas ganz anderes: „Die lustigsten Torjubel der Welt

(Video-Quelle: http://www.youtube.com)

Zu diesem YouTube-Video, welches am 23.8.2010 hochgeladen wurde, steht folgender Kommentar: „In der ersten isländischen Liga ist der Fußballverein UMF Stjarnan nur Mittelmaß. Doch wenn es um den Torjubel geht, macht den Spielern niemand etwas vor.“

Tatsächlich, dem gibt’s wirklich nichts mehr hinzuzufügen…

Heute fand ich im „Bote der Urschweiz“ einen Schnipsel in der Rubrik „Hafechabis“, welches wunderbar zu meinem heutigen filmischen Beitrag passt:


(Quelle: http://www.bote.ch)

Xavier Koller wurde am 17. Juni 1944 in Ibach (Gemeinde Schwyz) geboren. Er war Regisseur von „Das gefrorene Herz“, „Der schwarze Tanner“ und „Reise der Hoffnung“ (mit Oscar-Auszeichnung!) und hat mit „Die schwarzen Brüder“ im vergangenen Jahr einen Buchklassiker verfilmt. Darin wird die Chronik der kleinen Schweizer Sklaven gezeigt, ein trauriges Kapitel Schweizer Geschichte.

(Video-Quelle: blogs.tageswoche.ch)

Am Montag dieser Woche wurde mir das Cover eines „Wahnsinns-Streifens“ zugespielt:


(Bildquelle: unbekannt)

Mädchen nach Mitternacht“ (unter anderem mit der Schwyzerin Monika Kälin) lief vor gefühlten 30 Jahren praktisch in jedem Schweizer Kino.
Mir kam zu Ohren, dass die 3-Gang-Gäng dieses filmische Juwell demnächst in ihrem Pragelpass-Kino zeigen wird.


(Bildquelle: 3-Gang-Gäng)

Der Film „z’Alp„, welcher „das jährlich grösste und aufregendste Ereignis eines Bauern – den Alpaufzug (Uffahre, Züglete, Öberefahre)“ zeigt, läuft ab dem 10. Oktober in den Schweizer Kinos. Die Vorpremiere fand letztes Wochenende unter anderem auch im Muotathal statt. Weitere Infos zu diesem wunderschönen Dokfilm von Thomas Rickenmann findet man unter diesem Link.

(Quelle: http://www.youtube.com)

Von unserem Davoser Freund und Trainer Arno del Curto gibt’s auch ein kleines filmisches Juwel neueren Datums. Aber Vorsicht, dies ist nichts für zarte Gemüter, denn del Curto sagt mehrfach das „No-Go“-Wort…

Einfach auf „Arno del Curto“ klicken, und los geht’s!
Arno del Curto
(Video-Quelle: unbekannt)

feldwaldwiesenblogger

„Wir können nicht ganz Afrika aufnehmen“

Gestern war Roger Köppel, Weltwoche-Chefredaktor und Verleger, bei der ARD-Sendung „Hart aber fair“ zu Gast. Ich sah beim „Rumzappen“ kurz in die Sendung rein, und stellte fest, dass dort ziemlich hart über die Lampedusa-Tragödie diskutiert wurde.

Heute Morgen wurde die angesprochene Sendung auf SRF 3 erwähnt, mit dem Vermerk, dass sich Roger Köppel an diesem Abend „keine Freunde“ gemacht hat. Wirklich?
Jedenfalls wies Morgenmoderatorin Annick Lautenschlager darauf hin, dass auf spiegel.de ein entsprechender Artikel zu finden ist: Lampedusa-Debatte bei Plasberg: „Schön Safari in Südafrika, was?“


(Quelle: http://www.spiegel.de)

Der gestern als „rechter Schmierfink“ bezeichnete Roger Köppel vertrat in meinen Augen eigentlich nur eine vernünftige Haltung. Nämlich die: „Wir können nicht ganz Afrika aufnehmen“.

Meine Wenigkeit hat sich bereits schon vergangene Woche Gedanken zu dieser menschlichen Tragödie gemacht: Wieder Flüchtlingsdrama bei Lampedusa

Darin beschreibe ich vier Denkanstösse, zugegebenermassen etwas überzeichnet, im Kern aber sehr wohl bedenkenswert. Meine klare Haltung dazu ist auch: Italien und die übrigen europäischen Länder sind nicht die Urheber der Flüchtlingsströme.

Die Linken, Netten und sowieso alle Gutmenschen verbieten sich dieser Tage Kommentare à la Köppel oder von rechts-bürgerlichen Kreisen. Unisono nehmen sie die Schuld am Drama auf sich und verbreiten uns allesamt ein schlechtes Gewissen. Da heisst es weiter, dass wir zu wenig human sind und noch viel (!) mehr Flüchtlinge aufnehmen sollten.
Wer etwas Vernünftiges dagegen zu sagen wagt, wird als unmenschlich abgekanzelt und verdient „keine Freunde“, wie Roger Köppel.

Ehrlich, auf solche Freunde kann ich verzichten, welche jedes Augenmass verloren haben, und keine gescheite Diskussion mehr zulassen mögen.
Ich sage dann gleich: „Schickt doch gleich Luxusdampfer nach Afrika, und nehmt so viele Flüchtlinge wie nur irgend möglich rüber nach Europa. Unterbringen dürft ihr sie dann bei allen linken und grünen Politkern sowie bei den linken Medienfritzen.“ Dies entspräche dann meinem Denkanstoss Nummer 2.
Wäre etwa so ein Vorschlag genehm? Wohl kaum.


(Quelle: http://www.spiegel.de)

Wie man weiter aus dem Spiegel-Artikel entnehmen kann, ist das „Ausfluss einer europäischen Politik“. Diese europäische „Horror-Politik“ ist fast an allem schuld: Die überforderten Italiener, die subventionierten EU-Agrarprodukte und furchtbare Fischereiabkommen waren für die diskutierende „Hart aber fair“-Runde die Hauptgründe der Flüchtlingsmisere auf dem afrikanischen Kontinent.

Sind diese linken Meinungen und Theorien nicht alles nur dummes Geschwätz und Blödsinn? Etwa gleich schlau wie die Aussage: „Die Schwarzen darf man nicht mehr als Neger bezeichnen. Aber Afrika darf man mit zwei F schreiben.“

Die Affen sind ganz klar jene, die die Situation vor Lampedusa so dermassen hoch stilisieren, dass man gleich den ganzen europäsichen Kontinent vor Gericht ziehen sollte. Diesen vermaledeiten Europäern gilt es, Menschlichkeit in ihre Köpfe zu hämmern.

Wolfgang Niedecken von BAP gelangte gestern sicher zur richtigen Einschätzung, wenn er meinte, dass „uns“ (gemeint sind wir niederträchtigen Europäer) ganz offenbar schwarze Menschenleben schlicht weniger Wert seien als weiße.

Über Menschenleben mache ich ganz sicher keine schlechten Witze. Jeder ums Leben gekommene Flüchtling bei dieser Boots-Katastrophe ist einer zu viel, nur um dies auch klar zu stellen!

Aber gewisse Kreise machen es sich schon verdammt einfach. Wie zum Beispiel:


(Quelle: http://www.spiegel.de)

Roger Köppel, dessen Ehefrau als „Boatpeople“ aus Vietnam gekommen ist, geht ja wohl kaum als Rassist und blöder Südafrika-Safari-Tourist durch. Vielmehr sollte Khadra Sufi unserem Herrgott auf den Knien danken, dass sie eine Diplomatentochter ist. Ohne dieses Privileg hätte sie wohl kaum ins rettende Europa fliehen können.

Ich habe einfach etwas gegen Ungerechtigkeiten und Ungleichgewichte. So nahe mir das Schicksal von Frau Sufi auch geht, so abgehoben erscheint sie gegenüber ihren Landsleuten aus Somalia. Ihr Privileg in einer besseren Gesellschaftsschicht geboren worden zu sein ist denn auch ihr Glück. Ohne dieses „Glück“ enden nämlich viele afrikanische Flüchtlinge auf einem dieser elenden und verrosteten Kähne, welche kaum mehr seetauglich sind und kentern können wie eben geschehen vor Lampedusa.


(Quelle: http://www.spiegel.de)

Dabei möchten diese Flüchtlinge nichts anderes, als auch ein Stück vom Paradies abbekommen. Oder anders gesagt: Wer in von Krieg oder Hungersnöten heimgesuchten afrikanischen Staaten oder Slums geboren wurde, hat schon fast von Anfang an verloren. Diese Tatsachen machen mich nachdenklich und lassen meine Hände in den Hosensäcken oft zu Fäusten werden. Man kann leider fast nichts dagegen tun…

Bei gewissen Situationen, oder wenn die linken Gutmenschen wieder mal keine Ruhe geben, möchte ich denen gerne mit meinem Denkanstoss Nummer 4 entgegnen: „Die europäischen Länder formieren eine grosse Armee aus ihren Ländern und marschieren in Afrika ein. Einerseits wird „aufgeräumt“ und die Diktatoren und ihre Despoten beseitigt, beispielsweise in Syrien. Andererseits werden ganze Landstriche mit der Grossarmee bewässert, bebaut und wieder bewohnbar gemacht, wie beispielsweise in dem diesbezüglich gebeutelten Somalia.“

Wie sonst will man dem Elend Herr werden? Statt mit dummen und blöden Aussagen rumschwatzen, sollten sich die Verantwortlichen in Europa darüber klar werden, wie sie dem Elend in Afrika in Zukunft begegnen können.

Einfach ist das garantiert nicht. Aber es sich einfach machen, tun gewisse Leute leider schon! Immer wenn sich eine humanitäre Tragödie ereignet, kommen die Schlauen aus ihren Löchern und predigen solch einen Käse, dass ich denen am liebsten die Mäuse auf den Hals hetzen möcht.

Ich persönlich erinnere mich nicht nur nach einer Bootskatastrophe vor Lampedusa ans Flüchtlingselend auf unserer Erde. Meine Gedanken kreisen ab und zu um diese Problematik. Sie macht einen nicht nur traurig, sondern meist völlig fassungslos. Dabei denke ich oft: Was ist auf unserer Erde nur schief gelaufen? Hat Gott gewisse Leute einfach vergessen?
Man kriegt zu diesen Fragen einfach keine Antworten.


(Bildquelle: tvprogramm.srf.ch)

Ich habe vor einigen Wochen Roger Köppel als Redner bei einem Anlass erlebt. Der Mann ist alles andere als ein Rassist, Pessimist, Dummschwätzer oder ein „rechter Schmierfink“. Köppel hat ganz klare Vorstellungen von Demokratie und vernünftige Ideen und Ansichten von dem und diesem. In seinen Augen macht die Schweiz vieles richtig und soll sich nur nicht zu stark an die EU anbiedern.

Zugleich sieht Roger Köppel auch völlig realistisch die Flüchtlingsproblematik. So leid einem die Einzelschicksale vor Lampedusa auch tun mögen, die Wurzel dieses Übels ist nicht hier zu suchen, sondern ganz klar in den Herkunftsländern. Dies darf er und unsereins aber schon gar nicht sagen, denn sonst haben wir bald „keine Freunde“ mehr.

Dabei wies der Weltwoche-Mann gestern nur auf die Verantwortung der afrikanischen Staaten hin, und wie man womöglich diesen Problemen begegnen könnte. Eben, ein absoluter „Realo“, und nicht so ein elender Traumtänzer wie sie derzeit reihenweise im Schweizer und Deutschen TV zu sehen sind. Neunmalkluge Schwätzer ohne jeglichen vernünftigen Vorschläge. Stattdessen faseln die irgendwas von humanitärem Quatsch, statt Tacheles zu reden. Wie beispielsweise von Diktatoren, Despoten, Ausbeutern, Schleppern und anderen menschenverachtenden Subjekten. Die gälte es nämlich zu eliminieren, und nicht dem gesamten europäischen Kontinent ein schlechtes Gewissen einzujagen!

feldwaldwiesenblogger