Die Herbstversammlung der Muotathaler Wetterschmöcker – eine dichterische Vorschau


(Bildquelle: http://www.einsiedeln-tourismus.ch)

Ende Oktober ist es endlich wieder so weit,
die Muotathaler Wetterschmöcker sind bereit.
In Schwyz findet die Herbstversammlung statt,
die sechs Prognosen sind auf so manchem Blatt.

Im Mythenforum, am Freitag den 25. Oktober,
bis dann muss sein das ganze Heu im Schober.
Die sechs urchigen Mannen lassen’s uns wissen,
ob’s gibt einen Winterschlaf auf weichen Kissen.

Wird der Winter eisig kalt, streng und sehr lang,
oder mit wenig Schnee, für die Skifahrer bang?
Gespannt bin ich auf deren weisen Vorhersagen,
denn die SRF-Prognosen tun mich nur plagen.

Die vom Leutschenbach können nicht machen,
eine Prognose für fünf Tage, ohne zu lachen.
Unsere Wetterschmöcker sagen jeweils voraus,
das Wetter für sechs Monate mit viel Applaus.

Der „Naturmensch“ geht auf die Alp im Juni,
dort erzählt ihm das Wetter der junge Muni.
Der „Tannzäpfler“ streicht durch den Wald,
flüstern tut ihm der Wind: es gibt Regen, bald.

Der „Muser“ hat gerne das schöne Wiibervolch,
und beobachtet auf dem Haggen den Regenmolch.
Der „Wettermissionar“ sitzt auf einem Haufen,
voll mit Ameisen, die über seinen Bauch laufen.

Der „Steinbockjäger“ macht sie auf der Jagd,
die Vorhersagen zusammen mit seiner Magd.
Der „Sandstrahler“ wandert durch die Natur,
und ist dabei dem Wetter immer auf der Spur.

Die Studierten jagten uns einen Schrecken ein,
mit Winterprognosen, das kann gar nicht sein.
Der Winter soll uns vertreiben in ganzen Herden,
länger, härter und kälter soll er sogar werden.

Diesen Profi-Meteorologen ist nicht zu trauen,
sie reden den ganzen Tag viel wie die Frauen.
Was rauskommt ist oft nicht klar zu verstehen,
solcherlei kann ich auch aus der Natur ersehen.

Deshalb vertraue ich auf unsere Wetterschmöcker,
deren Aussagen sind haarig wie des Dromedars Höcker.
Die Anpassung dieser Tiere an trockenes Klima,
das erinnert doch an den schönen Sommer, prima!

Ob der „Muser“ oder der „Wettermissionar“ gewinnt,
Hauptsache die Zeit bis zur Versammlung zerrinnt.
Gönnen mag ich den verdienten Sieg allen Herren,
darum soll sich bis dahin die weise Jury scherren.

Freuen dürfen sich auf den schönen Abend die Leute,
es dürfte geben im Mythenforum eine Riesenmeute.
Die sechs Wetterschmöcker sind für den Anlass fit,
trainiert wurde mit Brisago und Kafi Schnaps, ein Hit.

feldwaldwiesenblogger

Filmische Juwelen… 6 Entdeckungen von feldwaldwiesenblogger

Gestern Abend guckte ich mir Roland Emmerich’s „White House Down“ im Kino an. Wie Björn Schneider in seiner Filmkritik auf cineman.ch ganz richtig analysiert, handelt es sich dabei um „ein brillant fotografiertes Action-Feuerwerk, dessen überzogener Patriotismus und dünne Handlung durch die perfekte Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern ausgeglichen wird“. Die beiden Hauptdarsteller sind übrigens Channing Tatum (Ex-Cop John Cale) und Jammie Foxx (US-Präsident James Sawyer).

(Quelle: http://www.youtube.com)

„White House Down“ ist nun ein weiterer Blockbuster von Emmerich, welcher mit „Independence Day“ und „2012“ bereits grosse Erfolge feiern konnte. Schon bei diesen beiden Filmen ging es um pathetischen US-Patriotismus, welcher leider auch wieder bei seinem neusten Werk allgegenwärtig ist. „Die dünne Handlung“ und eben dieser „Patriotismus“ sind für mich Grund, dem Film nur vier von fünf Punkten auf meiner Richterskala zu vergeben.

Am Schluss des Filmes, beim Abspann, konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen: Da lief nämlich „Street Fighting Man“, ein Song der britischen (!) Band Rolling Stones. Dies so viel zum „US-Patriotismus“, der dann doch glücklicherweise vor der Schlussmusik Halt machte. Dies wiederum macht die Sache sehr sympathisch, und gibt dem Film einen halben Extrabonus-Punkt meinerseits…

Etwas ganz anderes: „Die lustigsten Torjubel der Welt

(Video-Quelle: http://www.youtube.com)

Zu diesem YouTube-Video, welches am 23.8.2010 hochgeladen wurde, steht folgender Kommentar: „In der ersten isländischen Liga ist der Fußballverein UMF Stjarnan nur Mittelmaß. Doch wenn es um den Torjubel geht, macht den Spielern niemand etwas vor.“

Tatsächlich, dem gibt’s wirklich nichts mehr hinzuzufügen…

Heute fand ich im „Bote der Urschweiz“ einen Schnipsel in der Rubrik „Hafechabis“, welches wunderbar zu meinem heutigen filmischen Beitrag passt:


(Quelle: http://www.bote.ch)

Xavier Koller wurde am 17. Juni 1944 in Ibach (Gemeinde Schwyz) geboren. Er war Regisseur von „Das gefrorene Herz“, „Der schwarze Tanner“ und „Reise der Hoffnung“ (mit Oscar-Auszeichnung!) und hat mit „Die schwarzen Brüder“ im vergangenen Jahr einen Buchklassiker verfilmt. Darin wird die Chronik der kleinen Schweizer Sklaven gezeigt, ein trauriges Kapitel Schweizer Geschichte.

(Video-Quelle: blogs.tageswoche.ch)

Am Montag dieser Woche wurde mir das Cover eines „Wahnsinns-Streifens“ zugespielt:


(Bildquelle: unbekannt)

Mädchen nach Mitternacht“ (unter anderem mit der Schwyzerin Monika Kälin) lief vor gefühlten 30 Jahren praktisch in jedem Schweizer Kino.
Mir kam zu Ohren, dass die 3-Gang-Gäng dieses filmische Juwell demnächst in ihrem Pragelpass-Kino zeigen wird.


(Bildquelle: 3-Gang-Gäng)

Der Film „z’Alp„, welcher „das jährlich grösste und aufregendste Ereignis eines Bauern – den Alpaufzug (Uffahre, Züglete, Öberefahre)“ zeigt, läuft ab dem 10. Oktober in den Schweizer Kinos. Die Vorpremiere fand letztes Wochenende unter anderem auch im Muotathal statt. Weitere Infos zu diesem wunderschönen Dokfilm von Thomas Rickenmann findet man unter diesem Link.

(Quelle: http://www.youtube.com)

Von unserem Davoser Freund und Trainer Arno del Curto gibt’s auch ein kleines filmisches Juwel neueren Datums. Aber Vorsicht, dies ist nichts für zarte Gemüter, denn del Curto sagt mehrfach das „No-Go“-Wort…

Einfach auf „Arno del Curto“ klicken, und los geht’s!
Arno del Curto
(Video-Quelle: unbekannt)

feldwaldwiesenblogger