Gespräch mit Pfarrer Toni Schmid, Teil 2

Am 22. November stellte ich Teil 1 meines Gespräches mit Pfarrer Toni Schmid in den Blog. Darin ging es um eine kleine Einleitung und warum ich mit Pfarrer Schmid ein Gespräch führen wollte.

Als erstes fragte ich Herr Schmid beim Gespräch: „Wieso Mission?“ Er gab mir zur Antwort, dass ihn seine Schwester dazu animierte und gab mit der Befreiungstheologie in Südamerika und dem Konzil noch zwei weitere Beweggründe an.


(Bildquelle: feldwaldwiesenblogger)

Nun folgt Teil 2 unseres Gespräches.

Wie lange Mission?

Pfarrer Toni Schmid: „Beim ersten Mal in Kolumbien war ich sechs Jahre in einer Pfarrei mit einer Krankenschwester und einer Lehrerin, die auch Katechetin war. Die Lehrerin ist eine Urnerin, und heisst Emmi Arnold. Sie war vorher Lehrerin in Altdorf. Wir waren im Landesinnern, im Norden von Kolumbien. Damals war alles noch ruhig, man konnte noch zu den Menschen gehen.
Die Pfarrei, welche ich hatte, war sehr gross, und wies eine Distanz vom Sörenberg bis nach Zürich auf. Wir waren zu Fuss, mit Pferden und Autos unterwegs.

Ein Grossgrundbesitzer hat dann in unserer Gegend Land gestohlen, in dem er die Landurkunden fälschte. 26 Bauern, welche auf diesem Land waren und keine Schriften hatten, liess der besagte Grossgrundbesitzer wegen angeblichem Landraub vom Militär verhaften und während acht Monaten ins Gefängnis werfen. Dabei war der Grossgrundbesitzer der Landräuber.

Diese Bauern kamen dann zu uns, und wir gaben ihnen Geld für einen Juristen. Der Jurist ging wahrscheinlich auch zum Grossgrundbesitzer. Man fand dann heraus, dass der Grossgrundbesitzer den Juristen auch bezahlt hat. Wie das halt dort drüben so ist, mit Geld macht man halt alles.

Daraufhin ging ich zum Bischof. Das war ein lieber, gescheiter und frommer Bischof. Ich fragte ihn: „Ob er einen soliden und guten Juristen kenne? Wir kennen nämlich bei uns im Land draussen keinen.“ Der Bischof klopfte mir auf die Schulter und sagte dabei: „Ihre Aufgabe, Padre, ist nichts anderes, als Messen feiern und beten. Das geht Sie nichts an, das sind juristische Sachen.“

Das war die alte, traditionelle Theologie gewesen, wo man hinauf schaut in den Himmel, betet und fromm ist. Die anderen daneben lässt man einfach „verrecken“.


(Bildquelle: http://www.horyzon.ch)

Etwas später lernte ich bei der Sprachschule in Bogota einen Jesuiten kennen. Dieser erzählte mir, dass sie zwei Fachleute für Landfragen haben, und er mir einen schicke. Diese Fachleute, Juristen, werden übrigens von den Katholiken in Holland bezahlt. Denn das war wegen den Grossgrundbesitzern bitter nötig. Denen war nicht über den Weg zu trauen. Wenn nämlich so ein Grossgrundbesitzer sagte, er habe Land gekauft, war das etwa so glaubwürdig wie ein Sörenberger Bauer, welcher behauptet, er habe einen Christbaum gekauft.

Dieser Jurist wollte dann mit dem Grossgrundbesitzer vor Gericht. Es wollte jedoch kein Gericht unser Anliegen behandeln. Auf dem Katasteramt gab man uns darüber auch keine Auskunft. Das war alles richtiggehend organisiert. Der Jurist ging wieder, und sagte mir aber vorher: Ich soll einmal an einem Nachmittag, wenn so richtig schwüles und heisses Wetter herrsche, aufs Katasteramt gehen. Denn dann würde der Chef nicht dort sein.“

So war es auch. Es war ein junger Mitarbeiter dort, der wahrscheinlich neu dort war und keine grosse Ahnung hatte. Dieser zeigte mir alles und dabei tauchte tatsächlich eine alte Urkunde des Grossgrundbesitzers auf. Dieses Schriftstück besagte, dass der Mann vor längerer Zeit das gleiche Land dem Staat für umgerechnet viereinhalb Millionen Schweizer Franken verkaufte. Der Grossgrundbesitzer liess dann diese Landurkunde verschwinden, dieser Mistkerl.
Er dachte nicht mehr daran, dass noch irgendwo ein schriftlicher Beleg vorhanden sein könnte.
Zum Glück fand ich diese alte Urkunde. Denn diese belegte eindeutig den Betrug, den der Grossgrundbesitzer beim Erstellen einer neuen Urkunde machte.

Ich rief dann den Juristen an, und erzählte ihm von meinem Fund. Dieser fragte sofort, ob ich das gefundene Schriftstück beglaubigen liess. Ich verneinte, weil ich in jenem Moment nicht daran dachte. Er meinte, mit Geld liesse sich viel regeln. Er riet mir, diese Urkunde von jemandem bestätigen zu lassen. Ich ging dann zu einer Notarin. Diese glaubte mir sofort und stellte fest, dass die alte Landurkunde nicht gefälscht war. Ich liess sie von ihr beglaubigen.
Darauf gingen wir vor das Nationalgericht. Das kostete uns wohl 10‘000 Dollar, aber wir gewannen und erhielten Recht.


(Bildquelle: feldwaldwiesenblogger)

Dies zeigte uns, dass wir mit einem guten Juristen und mit Schweizer Geld, dass wir jeweils aus der Heimat als Spenden erhielten, doch einiges ausrichten kann. Der Grossgrundbesitzer hatte wohl im Departement Macht, verlor vor Gericht aber trotzdem den Prozess.

Darauf liessen wir ein Fest steigen und die Bauern kamen nach acht Monaten wieder aus dem Gefängnis. Übrigens, zu jener Zeit war ich schon sechs Jahre in Kolumbien.

Der gleiche Jesuit rief mich bald nach dieser Geschichte an, und sagte mir, dass ich sofort nach Bogota kommen und verschwinden soll. Ich sei in den zwei grössten Zeitungen von Kolumbien, „El Espectator“ und „El Tiempo“, auf der Frontseite. Darin sei beschrieben, dass bei uns eine kommunistische Zelle sein soll. Der Padre dort habe internationale Beziehungen und sei wahrscheinlich zuständig für die Waffeneinfuhr der Kommunisten.

Damals hatte man ja in ganz Südamerika wegen Kuba einen „Kommunismusschrecken“. Mit solcherlei Verdächtigungen konnte man jemanden fertig machen.

Der Jesuit erklärte mir weiter, es gebe in Kolumbien ein Gesetz, mit welchem Polizisten befördert werden, wenn sie einen öffentlich erklärten Kommunisten erschiessen.
Dann werde auch gleich klar, ob sie die Zeitungen gelesen haben.

Darauf ging ich halt retour in die Schweiz und war während zehn Jahren Pfarrer in Luzern.“

Beim Teil 3 erzählt Pfarrer Toni Schmid darüber, wie sein zweiter Aufenthalt in Kolumbien verlief. Denn nach den besagten zehn Jahren in Luzern ging Schmid ein zweites Mal nach Kolumbien in die Mission.

feldwaldwiesenblogger

Eine kleine Würdigung zum Rücktritt von Ivo Laimbacher

Habt ihr die Nachricht auch schon vernommen?
Dem Schwingsport wird Ivo Laimbacher genommen.
Gestern ist er zurückgetreten von dem Sport,
welcher für ihn lange war ein heimatlicher Hort.


(Quelle: http://www.schlussgang.ch)

Die Gründe für den Rücktritt liegen wohl auf der Hand,
war in Ivo’s Getriebe schon länger drin unnötiger Sand.
Die letzte Saison gab ihm dann wohl noch den Rest,
da war auch noch der Polterabend, ein grosses Fest.


(Quelle: feldwaldwiesenblog.blueblog.ch)

Eine Saison ohne Kranz ist wie eine Katze ohne Schwanz,
da ist die Motivation im Keller und verdirbt den schönen Tanz.
Das Aufraffen fürs harte Wintertraining wurde zu schwer,
die Batterien nach den letzen zwei Jahren waren nun leer.


(Bildquelle: http://www.laimbachers.ch)

Ivo’s grösster Erfolg war sicher das eidgenössische Eichenlaub,
erkämpft in Frauenfeld mit hartem Kampf, Schweiss und Staub.
Ein Festsieg durfte er auch einmal feiern beim Schwingen,
in Muotathal gewann Ivo, danach hörte man ihn laut singen.


(Bildquelle: http://www.laimbachers.ch)

Ivo’s Lieblingsschwünge waren der Übersprung, Kurz, Gammen,
dabei konnte er zünden ein Feuerwerk aus sportlichen Flammen.
Dem Modellathlet wurde viel von seinen Brüdern vorgemacht,
mit Adi und Philipp hat er trainiert, dabei auch gerne gelacht.


(Bildquelle: http://www.laimbachers.ch)

Dem Schwingsport zeigt Ivo nun seinen breiten Rücken,
fertig ist nun im Schwingkeller mit abmühen und bücken.
Ich wünsche ihm alles Gute, Gesundheit und viel Glück,
er soll’s nach dem Rücktritt nun nehmen Stück um Stück.


(Bildquelle: http://www.laimbachers.ch)

Nun hat Ivo mehr Zeit für seine Frau und das Fahren im Schnee,
im Winter mit den Skiern, im Sommer mit dem Töff um den See.
Langweilig wird es dem flotten Mann sicher nicht werden,
da gibt es so viel zu sehen bei Ferienreisen auf der Erden.

feldwaldwiesenblogger

Wir haben scheints „Klimaerwärmung“, und trotzdem ist es saukalt!

Ja, liebe Leute. Wir haben, oder besser gesagt, wir hätten scheints „Klimaerwärmung“, und niemand geht hin. Äh, falscher Text… es sollte heissen: …, und trotzdem ist es saukalt!

Selbst die Muotathaler Wetterschmöcker halten nicht viel von der sogenannten Klimaerwärmung:


(Quelle: twitter.com/M_Wetterprophet)

Schon seit Jahren wird uns die Klimaerwärmung versprochen,
die Wissenschaftler haben es aber leider schmählich gebrochen.
Nämlich das Versprechen, dass es nun wärmer soll werden,
in allen Herren Ländern auf des lieben Mutters Erden!

Selbst heute Morgen war es wieder arschkalt wie die Sau,
dabei ist es noch nicht mal Winter, und ich steckte im Stau.
Ein bisschen Klimaerwärmung könnte doch nicht schaden,
denn dann könnte man zu Weihnachten in den Seen baden.

Die Textilindustrie sorgte für uns Männer schon mal vor, uns liess die Damenunterwäsche wegen angeblicher Klimaerwärmung auf ein Minimum schrumpfen.


(Bildquelle: ermi.wordpress.com)

Aber jetzt mal im Ernst, so kann das nicht weitergehen,
ich kann die Wetterprognosen schon nicht mehr sehen.
Der Winter hat uns schon im November fest im Griff,
dabei wäre ich gerne noch für eine Fahrt auf’s Schiff.

Der Winter kommt auch immer früher zu Gast ins Land,
ich glaube, der Petrus hat wohl in seinem Getriebe Sand.
Letztes Jahr hatten wir schon Schnee am Oktober-Ende,
auf sich warten lässt die Erwärmung und die Wende.


(Bildquelle: http://www.tier-fotos.eu)

Scheints sonnen sich schon die Eisbären auf dem ewigen Eis,
ich sage euch, das ist doch wieder so ein Forscher-Scheiss.
Erzählen tut uns einfachen Leuten der Klima-Rat viel Mist,
dahinter steckt doch wieder so eine schweinische List.

Eigentlich müsste es Ende November noch sein ziemlich mild,
von dem ist nichts zu spüren, denn es wird was geführt im Schild.
Die Wissenschaftler mussten kürzlich revidieren ihre Daten,
jetzt wird die Klimaerwärmung zurückbuchstabiert in Raten.


(Bildquelle: http://www.ebs-gruppe.ch)

Auf der Glattalp ist es schon Winter mit Kälte und viel Schnee,
das hatte nicht mal prophezeit vom SRF-Dach die Wetterfee.
Es ist nun mal eine Tatsache: Die Klimaerwärmung hat versagt,
darum werden jetzt die Klimaforscher von uns allen geplagt.

Ich sage euch, ich würde nur noch auf die Wetterschmöcker hören,
denn die lassen sich nicht von modernen Instrumenten stören.
Sie glauben auch nicht an eine Klimaerwärmung und so Seich,
stattdessen lieben sie die Natur und werden dabei nicht reich.

Ja ja, die Klimaerwärmung ist halt eine Mär, welche uns immer und immer wieder erzählt wird. Aber wo ist sie denn? Ich spüre überhaupt nichts davon. Der Winter kommt jedes Jahr früher, und geht auch später. Denn ich erinnere nur ungern daran: Hatten wir dieses Jahr einen Frühling? Eben.
Also, liebe Wissenschaftler, verschont uns mit dieser „Klimaerwärmung“, denn die findet definitiv wo anders statt!

feldwaldwiesenblogger

Achtung, fertig, WK!-Drehbuchautorin wurde wegen Weltwoche-Interview massiv beschimpft

Richtig gelesen, liebe Leser(innen und aussen), die Drehbuchautorin von Achtung, fertig, WK!, Güzin Kar, wurde massiv beschimpft. Und zwar wegen ihres Interviews, welches in der aktuellen Ausgabe der Weltwoche nachzulesen ist.

Hier ein Auszug von besagtem Interview:


(Quelle: http://www.weltwoche.ch)

Wahrscheinlich kennen die wenigsten Güzin Kar. Wir fragen darum Wikipedia, was sie zu der Frau weiss:

Güzin Kar (* 28. Februar 1971 in Iskenderun, Türkei) ist eine Autorin und Regisseurin.

Im Alter von fünf Jahren ging die in der Türkei geborene Güzin Kar mit ihren Eltern in die Schweiz, wo sie die weitere Kindheit und Jugend verbrachte. Ihre berufliche Ausbildung erhielt Kar in Deutschland an der Filmakademie Baden-Württemberg.

Güzin Kar lebt in Zürich und arbeitet in der Schweiz und in Deutschland für Film und Fernsehen. Zu ihren größten Erfolgen gehört das Drehbuch zum deutschen Spielfilm Die Wilden Hühner. Für das ZDF entstand unter anderem Ein verlockendes Angebot. Für ihren ersten Kinofilm Fliegende Fische müssen ins Meer gewann sie am Filmfestival Max Ophüls Preis 2011 den Preis des saarländischen Ministerpräsidenten.

Von 2004 bis 2008 schrieb sie wöchentlich für die Weltwoche eine Kolumne, erst Gender Studies, später Moderne Liebe genannt; darauf basierend erschien 2006 ihr erstes Buch Ich dich auch, das wochenlang auf Platz 1 der Schweizer Bestsellerliste stand. 2008 erschien ihr zweites Buch Leben in Hormonie. Seit 2008 schreibt sie für TELE die Kolumne Güzins Welt.
(Quelle: de.wikipedia.org)


(Bildquelle: http://www.weltwoche.ch)

Der Clou am ganzen ist, dass wir uns gegenseitig auf Twitter „verfolgen“, ich aber bis gestern das gar nicht wahr nahm. Ich gelangte wegen eines Tweets einer anderen Twitterin auf den Kanal von Frau Kar, und entdeckte dabei folgendes:

Erstaunt, baff und entsetzt, las ich mehrmals diesen Tweet von Güzin Kar.
Die Beschimpfungen können ja wohl nur aus der linken Ecke kommen, oder? Aber, dass man wegen etwas so harmlosem wie einem Interview, dass erst noch originelle Antworten enthält, den Befragten beschimpfen kann, sagt doch sehr viel über solche Menschen aus.
Da tun sich bei einigen Menschen Abgründe auf, die mir persönlich unerklärlich sind.

Mir stellte sich dann auch die Frage: Wegen was wurde Frau Kar beschimpft? Ist es nur die Tatsache, dass sie das Interview der Weltwoche gab, oder ist es der Inhalt, welchen gewissen Leuten sauer aufstösst?
Ich versuche das in der Folge ein wenig zu ergründen.

feldwaldwiesenblogger vermutet, dass es nicht wegen dem Inhalt sein kann. Denn die Antworten von Güzin Kar sind, wie oben schon beschrieben, originell und bergen für kein (politisches) Lager Zündstoff.

Also ist es ziemlich sicher die reine Tatsache, dass Kar es „wagte“, der Weltwoche ein Interview zu geben. Damit können nur die „Linken“ als „Güzin Kar-Beschimpfer“ in Frage kommen. Und die sind, wie sich nun herausstellt, auch nicht immer nett. Auch unter dieser Spezies findet man nicht nur Gutmenschen.

Diese sogenannten „Ungutmenschen“ können es nun scheinbar einfach nicht „verputzen“, dass eine in die Schweiz immigrierte Türkin nicht durch und durch links ist und um die Weltwoche einen Riesenbogen macht.

Schon in der Vergangenheit (2004 – 2008) schrieb Frau Kar, wie Wikipedia weiss, eine Kolumne für die Weltwoche. Das zeigt doch die Charakterfestigkeit dieser Frau, welche sich nicht gross um den politischen Hintergrund einer Zeitung oder Zeitschrift kümmert. Ihr geht es erst mal, und wahrscheinlich vor allem, um ihre Kunst des Schreibens, und nicht um eine politische Richtung.

Dabei schafft Güzin Kar einen Spagat, der seinesgleichen suchen lässt. Sie, eine intellektuelle und linke Autorin, schreibt für einen „rechten Filmstoff“ (des Schweizers liebes Militär) ein verdammt gutes Drehbuch. Sie, als Intellektuelle und Linke, gibt der rechtsbürgerlichen Weltwoche ein originelles Interview mit starken Aussagen.

Das begriffen (und begreifen) leider einige Volldeppen wohl nicht, dass man auch einen etwas breiteren Horizont haben kann, als ihre idiotisch kleinkarierte Sichtweise. Dabei spielt es keine Rolle, von welchem politischen Spektrum wir sprechen.

Ich versuche diesen „Spagat“ auch, lese sowohl in der rechtsbürgerlichen Weltwoche als auch in „links-mainstreamigen“ Zeitungen. Ich wage es zu dem sogar, die links-gerichteten Programme von SRF zu konsumieren!
Meine Wenigkeit ist für geradeaus, und nicht für extrem links oder extrem rechts.

Deshalb werde ich mir den Streifen „Achtung, fertig, WK!“ nun auch reinziehen. Denn ich muss zugeben: Die „linken“ Kommentare und Kritiken machten mir den Film erst madig. Jetzt, da ich ein bisschen mehr über die Drehbuchautorin weiss, will ich ihn unbedingt sehen.

Man kann es drehen und wenden wie man will, aber die Erkenntnis ist nicht neu. Ich falle nur oft auf sie rein. Nämlich auf die Erkenntnis, dass unsere Kultur „verpolitisiert“ ist und immer wieder wird. So in dem Stil, wie: „Sage mir, was du kulturelles siehst, hörst und liest, und ich sage dir welchem politischem Lager du zugehörst.“

Ich mache bei diesem „Kultur-Spielchen“ einfach nicht mit, und so wie es scheint, auch Güzin Kar nicht. Denn woher kommt wohl der Spruch: „Du bist kleinkariert!“?
Eben, von solchen kleinkarierten Möchtegern-Allwissenden, welche nun auch Frau Kar wegen ihres Weltwoche-Interviews beschimpft haben.

feldwaldwiesenblogger

Gespräch mit Pfarrer Toni Schmid, Teil 1

Am Sonntag, den 10. November, war ich zu Besuch bei Toni Schmid in Sörenberg. Ich berichtete bereits in einem Blogbeitrag vom 12. November darüber.

Zu hinderst im Sörenberg, in einem heimeligen Spycher, unweit der Talstation der Rothornbahn, führte ich ein gut zweieinhalb stündiges Gespräch mit einem sehr netten und vitalen Geistlichen.

Ich entdeckte diesen interessanten Priester, wie am 12. November auch erwähnt, vor einigen Wochen bei einer Messe. Pfarrer Toni Schmid hinterliess bei mir damals einen starken Eindruck.
Er vermittelte mit seiner Sprache und Gestik das Wort Gottes derart lebendig und offen, dass mir der Mund erst mal offen stand. Seine Art zu predigen und eine Messe zu gestalten zog mich richtiggehend in den Bann. Ich hatte derlei von einem Priester noch gar nie erlebt. So blieb ich während der ganzen Messe aufmerksam und musste trotz Morgenstunde nie gähnen.
Während der Predigt, ja, auch während der ganzen Messe, erzählte er Beispiele aus seiner Missionstätigkeit. Wie er mit den armen Leuten in Kolumbien betete, arbeitete und zusammen lebte. Mit ihnen Leid und Freud teilte und auch die politischen Wirren zu spüren bekam.
Da Pfarrer Toni Schmid sich unbeeindruckt von der Obrigkeit in Kolumbien gab, und Partei für die armen Bauern bezog, bekam er das schon bald zu spüren. Er machte sich sowohl bei der Regierung als auch bei den Rebellen keine Freunde. So war es nicht weiter erstaunlich, dass er eines Tages fliehen musste.
Seine Vita konnte ich nur teilweise erahnen, und der Mann und seine Lebensgeschichte begann mich zu interessieren.

Deshalb nahm ich Kontakt mit Pfarrer Toni Schmid auf, um mit ihm ein Gespräch führen zu dürfen. Er war glücklicherweise dazu sofort bereit.

Toni Schmid ist inzwischen schon längst pensioniert. Er war als Priester sowohl in den erwähnten Missionen in Kolumbien als auch als Pfarrer in Luzern tätig. Da er für sein Alter immer noch sehr fit und rüstig ist, hält er in Sörenberg und Umgebung regelmässig Messen und macht auch Vertretung für die dort ansässigen Pfarrer und Priester.

Zur Person von Toni Schmid werden weitere Informationen in meiner mehrteiligen Bloginterview-Reihe „Gespräch mit Pfarrer Toni Schmid“ zu erfahren sein.


(Bildquelle: feldwaldwiesenblogger)

Ohne grosse Umschweife lud mich Pfarrer Toni Schmid zu sich nach Hause in seinen heimeligen Spycher ein. Am Nachmittag um drei Uhr betrat ich sein „Chalet“, und verliess es erst wieder beim Eindunkeln und bei starkem Schneefall.

Wir nahmen an einem grossen Tisch in einem ebenso grossen und offenen Wohnraum Platz, unweit eines gemütlich lodernden Cheminées. Bevor wir das Gespräch begannen, machte Schmid ein währschaftes Kafi Schnaps.

Um einen roten Faden in das Gespräch zu legen, bereitete ich vorgängig einen Fragenkatalog vor.
Ich habe nun in unregelmässigen Abständen vor, das Gespräch mit Pfarrer Toni Schmid in meinem Blog widerzugeben.
Am Anfang des Gespräches stellte ich mich kurz vor, und erklärte Herrn Schmid meine Absicht. Pfarrer Toni Schmid zeigte sich in der Folge denn auch sehr gesprächig, was mir natürlich sehr gefiel. Ich durfte das Gespräch mit meinem iPhone aufzeichnen.


(Bildquelle: feldwaldwiesenblogger)

Ich stellte Toni Schmid die erste Frage:

Wieso Mission?

Pfarrer Toni Schmid: „Meine Schwester hat mich dazu animiert. Bevor ich in die Mission ging, war ich ein paarmal bei ihr in Afrika. Meine Schwester war in der Sahelzone und half dabei, dort das Schulwesen zu erneuern. Sie war gelernte Kindergärtnerin und bildete in der Sahelzone auch welche aus.

Es gab damals die Befreiungstheologie in Südamerika, welche mich interessierte. Ich persönlich wollte nicht nach Afrika, sondern nach Südamerika. Mein Weg führte dann nach Kolumbien und ich machte mit den Immenseer Missionaren einen Vertrag.

Nach dem Konzil hat man gespürt, dass die Menschen in Südamerika einen anderen Wind in der Verkündigung und in der Theologie haben, als bei uns in Europa.

Dies waren meine Beweggründe, und so ging ich 1978 nach Kolumbien.“

Beim Teil 2 meines Beitrages beschäftige ich mich dann mit den Fragen: Wo genau Pfarrer Toni Schmid in den Missionen war, wie lange er diese Missionstätigkeit ausübte und wann und wieso das Ende seiner Missionstätigkeit kam.

feldwaldwiesenblogger

Wer ist der schlimmere Finger: Flurin Condrau oder Christoph Mörgeli?

Man fragt sich jetzt: Was bringt den feldwaldwiesenblogger und seine Redaktion auf diesen abenteuerlichen Titel?
Nun, die Antwort ist ganz einfach. Es ist eine neue Artikelreihe, welche die Weltwoche letzten Donnerstag startete.


(Quelle: http://www.weltwoche.ch)

Philipp Gut, Weltwoche-Schreiberling, listet darin völlig nüchtern, sachlich und in einem guten Schreibstil die Affäre um Christoph Mörgeli und dem Rauswurf aus dem Medizinhistorischen Museum und damit aus der Uni Zürich auf.
Gut liegen scheinbar neue Dokumente vor, welche Flurin Condrau, den ehemaligen Chef von Mörgeli, als Drahtzieher entlarven.

Wenn man Gut’s Text nur ein bisschen Glauben schenken kann, ist dieser Condrau ein wirklich schlimmer Finger.
Wer aber ist Flurin Condrau?

Wikipedia weiss dazu folgendes:
Condrau studierte Geschichte, Soziologie und Volkswirtschaftslehre an der Universität Zürich und schloss 1992 bei Rudolf Braun mit dem Lizenziat ab. Von 1992 bis 2001 war er Dozent an der Universität München. 1998 promovierte er dort bei Reinhard Spree mit einer Arbeit zur Sozialgeschichte der Tuberkulose. Ab 2001 war Condrau Dozent für Medizingeschichte an der University of Sheffield, 2004 wurde er Dozent für Medizingeschichte an der University of Manchester.

2011 berief ihn die Universität Zürich als Nachfolger von Beat Rüttimann zum ordentlichen Professor für Geschichte der Medizin und Direktor des Medizinhistorischen Instituts. Nachdem die Universität Zürich nach dem Erscheinen von internen Dokumenten in den Medien über den damaligen Konservator des Medizinhistorischen Museums Christoph Mörgeli am 19. September 2012 bei der Oberstaatsanwaltschaft eine Anzeige wegen Amtsgeheimnisverletzung eingereicht hatte, ersuchte Condrau darum, von der Leitung des Institutes vorübergehend entlastet zu werden, obwohl er vom Strafverfahren selber nicht betroffen ist. Die Universitätsleitung beauftragte im November 2012 Johann Steurer, das Institut interimistisch zu leiten.


(Bildquelle: http://www.limmattalerzeitung.ch)

Nun soll dieser Condrau also der Drahtzieher der Zürcher Uni-Affäre sein.

Hier muss ich eine kleine Klammer einschieben: Ich bin alles andere als ein Freund und Helfer von SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli. Für mich ist der nun abgehalfterte Professor so oder so ein schlimmer Finger. Bei meinem Beitrag heute geht es mir nicht darum, Mörgeli reinzuwaschen. Ich stelle lediglich ein paar Gedanken zu der leidigen Uni-Affäre an, und frage mich dabei: Könnte die Weltwoche doch ein Stück weit Recht haben, und der umtriebige Professor Mörgeli wurde einzig und allein wegen seiner politischen SVP-Gesinnung aus der Uni raus gemobbt?

Deshalb schrieb ich ganz kühn und keck am 15.11.2013 folgende Email an den Uni-Professor:

Sehr geehrter Herr Condrau

Ich weiss, Sie geben den Medien zur Causa „Mörgeli“ keine Stellungnahme mehr ab.

Da ich nicht von den Medien bin und nur ein lieber Blogger, bitte ich Sie für meinen Blog um eine Stellungnahme der Weltwoche-Vorwürfe an Sie.
Mein Blog ist: http://feldwaldwiesenblog.blueblog.ch/

Ich kann Ihnen versichern: Ich bin auch kein Fan von Mörgeli. Zudem hätte ich gerne auch Ihre werte Meinung und nicht nur die von der Weltwoche zu diesem leidigen Thema.

Ich muss weiter dazu sagen: Sollten Sie mir keine Stellungnahme schicken, schaue ich dies leider als Schuldgeständnis Ihrerseits an. Wir Schweizer müssten dann einfach das „glauben“, was uns die Weltwoche brühwarm auftischt. Und das möchten wir wirklich nicht.

Also, Herr Condrau, geben Sie sich einen Ruck. Meine Leser und die Schweiz wird es Ihnen danken!

Mit freundlichen Grüssen
feldwaldwiesenblogger

Da sich Herr Condrau keinen Ruck gab, und mir eine Antwort verweigerte, betrachte ich dies als ein Schuldgeständnis seinerseits!

Weiter: Trat die Weltwoche da also doch in ein massives Wespennest, und bringt jetzt stinkenden Dreck zu Tage?
Denn der „Fall Mörgeli“ geht heute in der neusten Ausgabe der Weltwoche weiter, und Philipp Gut läutet die zweite Runde ein.


(Quelle: http://www.weltwoche.ch)

Gut beschreibt darin, wie Flurin Condrau seine Mobbing-Methoden gegenüber Mörgeli verfeinerte. Starker Tobak!

Ich wage mir dazu eigentlich gar kein Urteil abzugeben. Nach dem Lesen der beiden Weltwoche-Artikel sieht man Condrau aber tatsächlich, wie weiter oben schon erwähnt, als einen schlimmen Finger. Aus dem Blickwinkel von Philipp Gut ist er sogar ein mobbendes Monster, welcher Mörgeli systematisch aus der Uni vertrieb.

Ob dies alles genau den Tatsachen entspricht, entzieht sich meiner Kenntnis, und wird eventuell nie ganz ans Tageslicht kommen. Die ganze Geschichte bewegt sich irgendwo in einem Graubereich. Dabei kann man sich fragen, ob Condrau die Politik einfach höher gewichtete als Mörgelis Reputation als Medizinhistoriker.

Es schleckt zudem auch keine Geiss weg, dass sich an der Uni Zürich massenweise linke Dozenten und Studenten tummeln. Dass diese mitunter alles andere als Freunde der SVP sind, weiss man nicht erst seit gestern. Dass sie aber auch keine Mittel und Wege mehr scheuen, missliebige Professoren raus zu mobben, zeigt eine neue Dimension dieser Kreise auf.

Denn es ist einfach schade, dass gleich und gleich miteinander abgegolten wird. Mörgeli teilte in der Vergangenheit aus wie ein Berserker. Nun scheint es so, dass er beträchtliche Tiefschläge von der Person Condrau einzustecken hatte.

Deshalb sind für mich beide auf eine Stufe zu setzen: Wenn die Weltwoche-Recherchen nur ansatzweise stimmen, sind für mich sowohl Mörgeli wie auch Condrau üble und schlimme Finger. Der eine ist ein rechter Hetzer, der andere ein linker Mobber.
Beide verdienen es nicht, an einer Lehrstätte wie der Uni zu arbeiten und auf die Menschheit losgelassen zu werden, geschweige denn zu dozieren!

feldwaldwiesenblogger

Ein Traum ging in Erfüllung: Ein gemeinsamer Auftritt mit einem Bluesmeister

Letzten Freitag ging für mich ein Traum in Erfüllung: Ein gemeinsamer Auftritt mit unserer Formation Schlatt-Lee und einem wahren Bluesmeister.

Diesen Event mit Richard Koechli kündigte ich in meinem Blog schon seit längerem an, und beschrieb auch den Werdegang und Reifeprozess. Angefangen von der Kontaktaufnahme mit Richard Koechli, das „Nageln“ eines Termines, bis zu der Werbegestaltung, beschrieb ich eigentlich fast jeden wichtigen Schritt bis zum Höhepunkt. Abgesehen mal von der Probenarbeit im Schlattli mit den Schlatt-Lee, stellte ich für meine Leser(innen und aussen) viel Material in den feldwaldwiesenblog.

Am vergangenen Freitag folgte dann der oben erwähnte Höhepunkt, unser gemeinsamer Auftritt, in der husky lodge. Dieser Höhepunkt hatte es in sich, wie man in der Folge entnehmen kann. Für mich, und wohl auch für meine Schlatt-Lee-Kollegen und Richard Koechli wird es ein bleibendes Erlebnis bleiben. Ich vermute und hoffe, auch für die gut 80 Konzertbesucher.

Als Abschluss meines „Musikexperimentes“ möchte ich meinen ganz persönlichen Eindruck des Auftrittes mit Text und Bildern schildern.

Erst mal habe ich die Bote-Berichterstattung von gestern Montag (18.11.2013) über diesen Event.


(Bildquelle: Bote der Urschweiz)

Herzlichen Dank an den Bote-Reporter Christoph Jud für seine super Berichterstattung! Wie ich meine, hat er den Event in seinem Bericht treffend zusammengefasst.

Bei einem Punkt muss ich ihn allerdings korrigieren. Jud schreibt: „Spontan habe er ihn gefragt, ob er einmal mit Schlatt-Lee im Thal auftreten würde. Dieser habe zugesagt.“
Diese entspricht nicht ganz den Tatsachen: Ich habe Richard Koechli lediglich gefragt, ob ich mit ihm zusammen einmal eine Probe abhalten dürfe. Koechli gab mir zur Antwort: „Wieso Probe? Wir machen doch gleich einen gemeinsamen Auftritt zusammen!“

Der Stein des Anstosses zu einem gemeinsamen Auftritt gab also eigentlich Richard Koechli.
So nahm das Ganze seinen Lauf, bis zum finalen Höhepunkt.


(Bildquelle: feldwaldwiesenblogger)

Richard Koechli war am vergangenen Freitag der erste Musiker, welcher am Ort des Geschehens, der husky lodge, auftauchte.
Relativ rasch stellten wir die Instrumente auf und richteten das P.A. ein. Bald war der Soundcheck an der Reihe. Schon da war sofort klar: Das Zusammenspiel mit Koechli passt. Es groovte schon nach den ersten Akkorden, und wir rockten gemeinsam die Hütte ein.


(Bildquelle: feldwaldwiesenblogger)

Als Stärkung nahmen wir ein feines Essen aus der Küche der husky lodge ein. Der Bär war erlegt, hing noch an der Wand, ging aber dann bald los!


(Bildquelle: feldwaldwiesenblogger)

Den Konzertabend plante ich mit drei Blöcken. Erst wir von Schlatt-Lee mit einem Set allein, dann Richard Koechli ein Set solo und dann ein drittes gemeinsames Set.

Den Abend eröffneten um 20 Uhr also wir von Schlatt-Lee und rockten munter darauf los. Der „Rock’n’Roll-Train“ startete munter seine Reise, und liessen statt AC/DC-Riffs Songs von Status Quo, Rolling Stones oder Georgia Satellites vom Stapel. Es war halt Rock’n’Roll pur, und einigen älteren Herrschaften ein bisschen zu laut. Gehörschutzpropfen hatten wir leider keine mit dabei.

Nach einer kurzen Pause betrat der Meister des Blueses, Richard Koechli, die Bühne. Gitarre spielend und singend brachte er den Zuhörern die feinen Töne des Blues näher. Es war ab dem ersten Ton magisch und wunderschön!


(Bildquelle: feldwaldwiesenblogger)

Wie Richard Koechli vertieft und voller Inbrunst seiner Gitarre Bluestöne entlockte, war schon fantastisch. Christoph Jud schrieb in seinem Boteartikel deshalb ganz richtig, dass es schade war, wie die Stimmen und Gabeln der „Fondueesser“ die leisen Töne teilweise übertönten.

Als Höhepunkt von Koechlis Soloauftritt würde ich seine Interpretation des „Schacher Sepp“ bezeichnen. In einem Bluesgewand verpackt, änderte er teilweise den Text ab und stellte einen Bezug zum Muotathal, dem husky camp und den Huskyhunden her. Einfach fantastisch!

Hinterher erfuhren wir von Koechli, dass er diesen Song erst seit diesem August in seinem Repertoire hat. Ursprung war ein Familienfest des Bluesbarden, wo eine Tante Koechli’s einen runden Geburtstag feierte. Er überlegte, was für eine musikalische Darbietung er bringen könnte. Koechli dachte erst daran, „Stets in Truure“ zu nehmen, entschied sich aber dann für den „Schacher Sepp“. Besagter „Schacher Sepp“ lag Richard Koechli textlich und melodiemässig sofort. Und für einen solchen Ausnahmekünstler wie ihn war es ein leichtes, auch noch eine persönliche Note in das wunderschöne Volkslied reinzubringen und eine eigene Version aus dem Ärmel zu schütteln.
Wie eben auch am Freitagabend.

Übrigens: Am Freitag waren auch einige Gitarristen der Umgebung in der Lodge anwesend und schauten dem Swiss Blues Award-Gewinner genauestens auf die Finger. Wie mir zu Ohren kam, waren sie allesamt von dem slidenden und groovigen Bluesspiel begeistert!


(Bildquelle: Kollege W)

Dann war es so weit: Schlatt-Lee und Richard Koechli enterten gemeinsam die Bühne. Und wie Christoph Jud schreibt: „Beim gemeinsamen Auftritt mit Schlatt-Lee rockten die fünf entfesselten Musiker das Chalet und brachten die Fans von der ersten Minute an in Wallung.“ Ich könnte es nicht besser schreiben…
Ich genoss jede Sekunde unseres gemeinsamen Auftrittes, es war wie im Traum. Wir spielten Songs vom Schlatt-Lee-Repertoire, von so prominenten Bands und Künstler wie CCR, Status Quo, Polo Hofer oder Steppenwolf. Ich hatte das Gefühl, es kam alles wie aus einem Guss. Das geile Zusammenspiel mit Richard Koechli, welches schon beim Soundcheck wunderbar harmonierte, verlieh uns vier Musikern von Schlatt-Lee richtig gehend Flügel. Koechli trieb uns mit seinem feinfühligen und groovigen Gitarrenspiel zu Höchstleistungen an. Ja, bei einem Song duellierte er sich sogar richtig gehend mit unserem Gitarristen!


(Bildquelle: Kollege W)

Zwischendurch gab es noch ein kleines Intermezzo: Eine kleine Polterabend-Gesellschaft, welche an jenem Abend zufällig auch in der Lodge war, schickte den zukünftigen Bräutigam zu uns nach vorn. Verlangt wurde von ihm, dass er für seine Kollegen und das Publikum „Country Roads“ zum Besten gab. Der mit einer Stirnlampe und einer Gefängniskugel ausgerüstete Mann absolvierte seinen Gesangspart gekonnt und genoss feiernd seine letzten Stunden in „Freiheit“.


(Bildquelle: Kollege W)

Den gemeinsamen Part mit Koechli unterbrachen wir irgendwann für eine kurze Pause und der Schreibende musste sich im Freien mal ein bisschen abkühlen und eine „Zigi“ rauchen.

Dann ging es wieder weiter und Richard Koechli haute auch sitzend in die Saiten, dass es eine wahre Freude war.
Als Höhepunkt unseres gemeinsamen Auftrittes kann man wahrscheinlich das „gejammte“ Johnny B. Good, zusammengehängt mit Bye Bye Johnny (Version Status Quo), erküren. Die Post ging ab wie ein Zäpfchen, die Riffs, Gesangsparts und meine Rhythmen kamen daher wie der tanzende Bär, der jetzt definitiv los war und nicht mehr an der Wand hing.
Ich kann dazu nicht viel mehr sagen, als: Es war einfach nur geil! Viel zu schnell ging die Zeit vorüber und wir gelangten leider irgendwann zum Ende des Auftrittes. Ein gemeinsamer Auftritt, der für mich, meine Schlatt-Lee-Kollegen und Richard Koechli sicher unvergesslich sein wird.

Ich wachte (leider) aus dem Traum auf und verbrachte noch ein paar gemütliche Stunden in der husky lodge. Dabei plauderten wir mit Koechli bei einem Glas Wein (oder waren es zwei, drei, vier…?) und erfuhren von ihm verschiedene interessante Dinge. Unter anderem auch, dass er momentan an seinem ersten Roman schreibt, der fast fertig ist und in Bälde rauskommen wird.

Irgendwann landeten wir noch an der Bar, und liessen den schönen Abend noch bei einem Bierchen ausklingen. Morgens um halb sechs Uhr kam ich dann zufrieden aber müde ins Bett.

Zum Schluss meines Beitrages möchte ich verschiedenen Leuten danken, die es mir ermöglichten, einen Traum in Erfüllung zu bringen. In erster Linie natürlich Richard Koechli, der mich dazu ermunterte, einen gemeinsamen Auftritt zu organisieren.
Dann bedanke ich mich natürlich auch bei meinen Bandkollegen von Schlatt-Lee, die sofort bereit waren, mit zu machen. Natürlich waren sie erst ein wenig skeptisch: „Ist es so einem Profi nicht zu blöd, mit uns zu musizieren?“ Nach dem Auftritt waren aber auch sie hell begeistert.
Natürlich auch ein herzliches Danke schön an Heidi Imhof und ihr husky lodge-Team, welche es uns ermöglichten, an einem so tollen Ort Musik machen zu dürfen!
Dass mit Christoph Jud vom Bote der Urschweiz auch ein Pressevertreter vor Ort war, freute mich auch sehr. Herzlichen Dank für den Beitrag!
Zu guter Letzt möchte ich unseren treuen Schlatt-Lee-Fans und allen Zuhörern für ihr Erscheinen am letzten Freitag danken.
Einer kommt mir noch in den Sinn: Auch Kollege W verdient einen Dank für das Machen von Fotos (siehe oben).

So komme ich zum Abschluss dieses „musikalischen Experimentes“ und werde diesen Event in bester Erinnerung behalten! Wer weiss, vielleicht gibt es ja wieder einmal so ein Superding…

feldwaldwiesenblogger