Ein Traum ging in Erfüllung: Ein gemeinsamer Auftritt mit einem Bluesmeister

Letzten Freitag ging für mich ein Traum in Erfüllung: Ein gemeinsamer Auftritt mit unserer Formation Schlatt-Lee und einem wahren Bluesmeister.

Diesen Event mit Richard Koechli kündigte ich in meinem Blog schon seit längerem an, und beschrieb auch den Werdegang und Reifeprozess. Angefangen von der Kontaktaufnahme mit Richard Koechli, das „Nageln“ eines Termines, bis zu der Werbegestaltung, beschrieb ich eigentlich fast jeden wichtigen Schritt bis zum Höhepunkt. Abgesehen mal von der Probenarbeit im Schlattli mit den Schlatt-Lee, stellte ich für meine Leser(innen und aussen) viel Material in den feldwaldwiesenblog.

Am vergangenen Freitag folgte dann der oben erwähnte Höhepunkt, unser gemeinsamer Auftritt, in der husky lodge. Dieser Höhepunkt hatte es in sich, wie man in der Folge entnehmen kann. Für mich, und wohl auch für meine Schlatt-Lee-Kollegen und Richard Koechli wird es ein bleibendes Erlebnis bleiben. Ich vermute und hoffe, auch für die gut 80 Konzertbesucher.

Als Abschluss meines „Musikexperimentes“ möchte ich meinen ganz persönlichen Eindruck des Auftrittes mit Text und Bildern schildern.

Erst mal habe ich die Bote-Berichterstattung von gestern Montag (18.11.2013) über diesen Event.


(Bildquelle: Bote der Urschweiz)

Herzlichen Dank an den Bote-Reporter Christoph Jud für seine super Berichterstattung! Wie ich meine, hat er den Event in seinem Bericht treffend zusammengefasst.

Bei einem Punkt muss ich ihn allerdings korrigieren. Jud schreibt: „Spontan habe er ihn gefragt, ob er einmal mit Schlatt-Lee im Thal auftreten würde. Dieser habe zugesagt.“
Diese entspricht nicht ganz den Tatsachen: Ich habe Richard Koechli lediglich gefragt, ob ich mit ihm zusammen einmal eine Probe abhalten dürfe. Koechli gab mir zur Antwort: „Wieso Probe? Wir machen doch gleich einen gemeinsamen Auftritt zusammen!“

Der Stein des Anstosses zu einem gemeinsamen Auftritt gab also eigentlich Richard Koechli.
So nahm das Ganze seinen Lauf, bis zum finalen Höhepunkt.


(Bildquelle: feldwaldwiesenblogger)

Richard Koechli war am vergangenen Freitag der erste Musiker, welcher am Ort des Geschehens, der husky lodge, auftauchte.
Relativ rasch stellten wir die Instrumente auf und richteten das P.A. ein. Bald war der Soundcheck an der Reihe. Schon da war sofort klar: Das Zusammenspiel mit Koechli passt. Es groovte schon nach den ersten Akkorden, und wir rockten gemeinsam die Hütte ein.


(Bildquelle: feldwaldwiesenblogger)

Als Stärkung nahmen wir ein feines Essen aus der Küche der husky lodge ein. Der Bär war erlegt, hing noch an der Wand, ging aber dann bald los!


(Bildquelle: feldwaldwiesenblogger)

Den Konzertabend plante ich mit drei Blöcken. Erst wir von Schlatt-Lee mit einem Set allein, dann Richard Koechli ein Set solo und dann ein drittes gemeinsames Set.

Den Abend eröffneten um 20 Uhr also wir von Schlatt-Lee und rockten munter darauf los. Der „Rock’n’Roll-Train“ startete munter seine Reise, und liessen statt AC/DC-Riffs Songs von Status Quo, Rolling Stones oder Georgia Satellites vom Stapel. Es war halt Rock’n’Roll pur, und einigen älteren Herrschaften ein bisschen zu laut. Gehörschutzpropfen hatten wir leider keine mit dabei.

Nach einer kurzen Pause betrat der Meister des Blueses, Richard Koechli, die Bühne. Gitarre spielend und singend brachte er den Zuhörern die feinen Töne des Blues näher. Es war ab dem ersten Ton magisch und wunderschön!


(Bildquelle: feldwaldwiesenblogger)

Wie Richard Koechli vertieft und voller Inbrunst seiner Gitarre Bluestöne entlockte, war schon fantastisch. Christoph Jud schrieb in seinem Boteartikel deshalb ganz richtig, dass es schade war, wie die Stimmen und Gabeln der „Fondueesser“ die leisen Töne teilweise übertönten.

Als Höhepunkt von Koechlis Soloauftritt würde ich seine Interpretation des „Schacher Sepp“ bezeichnen. In einem Bluesgewand verpackt, änderte er teilweise den Text ab und stellte einen Bezug zum Muotathal, dem husky camp und den Huskyhunden her. Einfach fantastisch!

Hinterher erfuhren wir von Koechli, dass er diesen Song erst seit diesem August in seinem Repertoire hat. Ursprung war ein Familienfest des Bluesbarden, wo eine Tante Koechli’s einen runden Geburtstag feierte. Er überlegte, was für eine musikalische Darbietung er bringen könnte. Koechli dachte erst daran, „Stets in Truure“ zu nehmen, entschied sich aber dann für den „Schacher Sepp“. Besagter „Schacher Sepp“ lag Richard Koechli textlich und melodiemässig sofort. Und für einen solchen Ausnahmekünstler wie ihn war es ein leichtes, auch noch eine persönliche Note in das wunderschöne Volkslied reinzubringen und eine eigene Version aus dem Ärmel zu schütteln.
Wie eben auch am Freitagabend.

Übrigens: Am Freitag waren auch einige Gitarristen der Umgebung in der Lodge anwesend und schauten dem Swiss Blues Award-Gewinner genauestens auf die Finger. Wie mir zu Ohren kam, waren sie allesamt von dem slidenden und groovigen Bluesspiel begeistert!


(Bildquelle: Kollege W)

Dann war es so weit: Schlatt-Lee und Richard Koechli enterten gemeinsam die Bühne. Und wie Christoph Jud schreibt: „Beim gemeinsamen Auftritt mit Schlatt-Lee rockten die fünf entfesselten Musiker das Chalet und brachten die Fans von der ersten Minute an in Wallung.“ Ich könnte es nicht besser schreiben…
Ich genoss jede Sekunde unseres gemeinsamen Auftrittes, es war wie im Traum. Wir spielten Songs vom Schlatt-Lee-Repertoire, von so prominenten Bands und Künstler wie CCR, Status Quo, Polo Hofer oder Steppenwolf. Ich hatte das Gefühl, es kam alles wie aus einem Guss. Das geile Zusammenspiel mit Richard Koechli, welches schon beim Soundcheck wunderbar harmonierte, verlieh uns vier Musikern von Schlatt-Lee richtig gehend Flügel. Koechli trieb uns mit seinem feinfühligen und groovigen Gitarrenspiel zu Höchstleistungen an. Ja, bei einem Song duellierte er sich sogar richtig gehend mit unserem Gitarristen!


(Bildquelle: Kollege W)

Zwischendurch gab es noch ein kleines Intermezzo: Eine kleine Polterabend-Gesellschaft, welche an jenem Abend zufällig auch in der Lodge war, schickte den zukünftigen Bräutigam zu uns nach vorn. Verlangt wurde von ihm, dass er für seine Kollegen und das Publikum „Country Roads“ zum Besten gab. Der mit einer Stirnlampe und einer Gefängniskugel ausgerüstete Mann absolvierte seinen Gesangspart gekonnt und genoss feiernd seine letzten Stunden in „Freiheit“.


(Bildquelle: Kollege W)

Den gemeinsamen Part mit Koechli unterbrachen wir irgendwann für eine kurze Pause und der Schreibende musste sich im Freien mal ein bisschen abkühlen und eine „Zigi“ rauchen.

Dann ging es wieder weiter und Richard Koechli haute auch sitzend in die Saiten, dass es eine wahre Freude war.
Als Höhepunkt unseres gemeinsamen Auftrittes kann man wahrscheinlich das „gejammte“ Johnny B. Good, zusammengehängt mit Bye Bye Johnny (Version Status Quo), erküren. Die Post ging ab wie ein Zäpfchen, die Riffs, Gesangsparts und meine Rhythmen kamen daher wie der tanzende Bär, der jetzt definitiv los war und nicht mehr an der Wand hing.
Ich kann dazu nicht viel mehr sagen, als: Es war einfach nur geil! Viel zu schnell ging die Zeit vorüber und wir gelangten leider irgendwann zum Ende des Auftrittes. Ein gemeinsamer Auftritt, der für mich, meine Schlatt-Lee-Kollegen und Richard Koechli sicher unvergesslich sein wird.

Ich wachte (leider) aus dem Traum auf und verbrachte noch ein paar gemütliche Stunden in der husky lodge. Dabei plauderten wir mit Koechli bei einem Glas Wein (oder waren es zwei, drei, vier…?) und erfuhren von ihm verschiedene interessante Dinge. Unter anderem auch, dass er momentan an seinem ersten Roman schreibt, der fast fertig ist und in Bälde rauskommen wird.

Irgendwann landeten wir noch an der Bar, und liessen den schönen Abend noch bei einem Bierchen ausklingen. Morgens um halb sechs Uhr kam ich dann zufrieden aber müde ins Bett.

Zum Schluss meines Beitrages möchte ich verschiedenen Leuten danken, die es mir ermöglichten, einen Traum in Erfüllung zu bringen. In erster Linie natürlich Richard Koechli, der mich dazu ermunterte, einen gemeinsamen Auftritt zu organisieren.
Dann bedanke ich mich natürlich auch bei meinen Bandkollegen von Schlatt-Lee, die sofort bereit waren, mit zu machen. Natürlich waren sie erst ein wenig skeptisch: „Ist es so einem Profi nicht zu blöd, mit uns zu musizieren?“ Nach dem Auftritt waren aber auch sie hell begeistert.
Natürlich auch ein herzliches Danke schön an Heidi Imhof und ihr husky lodge-Team, welche es uns ermöglichten, an einem so tollen Ort Musik machen zu dürfen!
Dass mit Christoph Jud vom Bote der Urschweiz auch ein Pressevertreter vor Ort war, freute mich auch sehr. Herzlichen Dank für den Beitrag!
Zu guter Letzt möchte ich unseren treuen Schlatt-Lee-Fans und allen Zuhörern für ihr Erscheinen am letzten Freitag danken.
Einer kommt mir noch in den Sinn: Auch Kollege W verdient einen Dank für das Machen von Fotos (siehe oben).

So komme ich zum Abschluss dieses „musikalischen Experimentes“ und werde diesen Event in bester Erinnerung behalten! Wer weiss, vielleicht gibt es ja wieder einmal so ein Superding…

feldwaldwiesenblogger

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