Christoph Mörgeli und Roger Köppel in der Sprechstunde bei Doktor Armin Ablondi


(Bildquelle: unbekannt)

Heute liegen sie gleich im Doppelpack auf der Couch von Doktor Armin Ablondi. In Behandlung begeben haben sich Professor und SVP-Grossmaul Christoph Mörgeli sowie der Schlaumeier und Weltwoche-Verleger Roger Köppel.
Nun fragt sich der geneigte Leser: Wieso brauchen diese beiden „arigen“ (Muotathaler Ausdruck für superschlau und arrogant) Subjekte überhaupt ärztlichen Rat, und gleich noch von Doktor Ablondi? Nun, wie man vernommen hatte, brachte die Weltwoche-Serie über den Rausschmiss von Professor Mörgeli aus dem Medizinhistorischen Institut und die salbungsvolle Berichterstattung der Weltwoche das berühmte Fass zum Überlaufen.

Wieso das Fass aber „überlief“, und was die beiden Herren beim berühmten Muotathaler Doktor wollen, erfahren wir in der Folge.

Doktor Armin Ablondi (Ablondi): „Guten Tag die Herren!“
Christoph Mörgeli (Mörgeli): „Grüezi Herr Doktor Ablondi. Ich freue mich, Sie endlich persönlich kennen zu lernen.“
Roger Köppel (Köppel): „Guten Tag Herr Doktor. Sie wohnen ja wirklich an einem der schönsten Flecken der Erde…“
Ablondi: „Was führt die beiden geschteiten Herren zu mir?“
Mörgeli: „Nun, die halbe Welt meint, ich sei ein Messi, und wurde deshalb aus der Uni geworfen..“
Ablondi: „Ein Messi? Aber der spielt doch beim FC Barcelona?“
Köppel: „Nein, Herr Doktor, da liegt ein Irrtum vor. Gemeint ist ein Mensch, der nicht Ordnung halten kann…“
Ablondi: „Aha, und so einer ist also der Mörgeli?“
Köppel: „Nein, ist er eigentlich nicht…“
Mörgeli: „Was heisst hier ‚eigentlich‘?“
Köppel: „Nun, also, deine verstaubten Knochen und Präparate im Medizinmuseum haben wir ja auch gesehen. Du hättest sie nur besser verstecken müssen…“
Ablondi: „Ich verstehe nur Bahnhof! Wegen verstaubten Knochen und Präparaten suchen Sie mich auf?“
Mörgeli: „Der Fall ist komplizierter. Der neue Chef, Condrau Flurin, hat mich aus dem Museum gemobbt. Ihm gefielen meine alten Ausstellobjekte nicht mehr…“
Ablondi: „Waren diese Dinge nun verstaubt oder nicht?“
Köppel: „Ein wenig. Um was gahts? Fakt ist doch, dass das nicht relevant war…“
Mörgeli: „Erzähl keinen Blech, Köppel! Meine Ausstellobjekte waren stets in tadellosem Zustand…“
Ablondi: „Wenn dem so wäre, wieso wurden Sie dann rausgeschmissen?“
Mörgeli: „Verstönd Sie, Herr Doktor, die wollten mich loswerden, wegen meinem Parteibüchlein.“
Ablondi: „Häh? Parteibüchlein? Ich dachte, wegen den verstaubten Objekten…“
Köppel: „Huah huah huah…der isch guät, gäll Christoph..“
Mörgeli: „Spinnst du jetzt, Roger?“
Köppel: „Du denn nicht, Mörgeli?“


(Bildquelle: klatschheftli.ch)

Ablondi: „Bitte, meine Herren, nun reissen Sie sich ein wenig zusammen! Nun mal Tacheles: Wie kann ich euch beiden Schlaumeiern helfen?“
Mörgeli: „Können Sie uns beiden nicht etwas verschreiben, wie dem Kilian Wenger vor dem Eidgenössischen in Burgdorf?“
Ablondi: „Ja, wollt ihr denn auch das Rezept des berühmt-berüchtigten Muotathaler Fänz? Schaden täte dies euch Spränzlen sichern nicht.“
Köppel: „Aber bitte etwas Vegetarisches… Ich esse keine toten Tierchen, äh Fleisch…“
Mörgeli: „Das ist etwas Vegetarisches, du Dummkopf!“
Ablondi: „Die Hauptzutaten sind Butter, Mehl, Milch und Salz. Etwas Vegetarischeres bekommen Sie nirgends, Herr Köppel!“
Köppel: „Also gut, Herr Doktor, kochen Sie uns bitte diesen Fänz.“


(Bildquelle: klatschheftli.ch)

Ablondi: „Das werde ich machen, meine Herren. Aber nun liegen Sie bitte schön brav auf meine Couch, gleich zusammen.“
Mörgeli: „Jaaa, tut das gut. Also, ich muss ehrlich gestehen, der Condrau ist ein Arschloch.“
Köppel: „Das wussten wir doch schon vorher. Aber dass der gleich zum Obermobber mutiert, hätte ich dem Bündner nicht zugetraut.“
Mörgeli: „Das liegt diesen Bündner Steinböcken wohl im Blut. Die Eveline, die zur Zeit berühmteste Bündner Steingeiss, ist aus ähnlichem Holz geschnitzt. Zum Glück haben wir die aus der SVP rausgedrückt…“
Köppel: „Ja, das war eine Heldentat sondergleichen.“
Ablondi: „Aber wo drückt euch beiden den wirklich der Schuh?“
Mörgeli: „Eigentlich nirgends. Wir dachten, vielleicht hätten Sie ein Mitteli, um den Condrau zu vergiften…?“
Köppel: „Aber bitte, Herr Ablondi, das muss wirklich unter uns bleiben. Wie viel Geld wollen Sie dafür?“
Ablondi: „Raus aus meiner Praxis, alle beide! Ihr verdammtes SVP-Pack. Macht euren Dreck selber, und bringt nicht unbescholtene Bürger in einen fürchterlichen Clinch. Euch beide kenne ich nämlich schon lange. Ihr schreckt vor nichts zurück. Und am Schluss wäre wohl noch ich der Täter!“
Köppel: „Wir gehen ja schon, war ja nur ein bisschen Spass, gell Christoph?“
Mörgeli: „Das war überhaupt nicht als Spass gemeint. Ich hasse diesen Condrau…!“
Ablondi: „Verschwindet und lasst euch nie mehr blicken! Hätten Sie bloss Ordnung gehalten in dem Scheissmuseum, dann hätten Sie Ihren Job noch. Und Sie Herr Köppel enttäuschen mich masslos, einem solchen Schurken auch noch eine Plattform in ihrem Wochenmagazin zu geben.“
Mörgeli: „Scheisse, wir gehen. Da ging der Schuss wohl noch nach hinten los…“
Köppel: „…und du Christoph hast gesagt, dass das Muotathal eine Hochburg der SVP ist?…“
Ablondi: „Das ist es leider auch. Aber eine ehrliche Hochburg! Es ist eine Schande, dass solche Subjekte wie Sie Herr Mörgeli in dieser Partei sind. Das bringt so eine Volkspartei nur in Verruf! Ade!“

Und so zogen die beiden zwielichtigen Herren von dannen, ohne vom Fänz gekostet zu haben, und wurden nie mehr im schönen Muotathal gesehen.

feldwaldwiesenblogger

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